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/dev/brain
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- - - - D
i e s e W o c h e - - - - |
| 06.11.2000,
Mo. |
Der Plan
mit dem "versetzten Schlafen" klappte wohl nicht ganz. Um
11 Uhr habe ich mich dann hingelegt, um maximal 2h30 zu schlafen. Als ich
dann wieder an den PC wankte, konnte ich fast nicht mehr aufs Display
gucken, so haben mir die Augen geschmerzt.
Dann habe ich erstmal wieder alles ausgeschaltet und etwas gegessen. Nun
war es besser, aber ich komme mir immer noch vor, als wäre mein Kopf in
Watte gapackt. Ich sufte ein bißchen herum und frage mich, was ein
Webverzeichnis bringt, wenn es nicht gepflegt wird... In tel.de sind
Einträge von meinen Webseiten vorhanden, die mindestens 1,5 Jahre alt
sind - leider keine Möglichkeit, das zu korrigieren oder wenigstens zu
löschen. Entdeckt habe ich das, als ich mir meine Logfiles angesehen habe
und gemerkt habe, daß da seltsame "not found" Einträge
auftauchen.
Achje, und meine Apple-Aktien erst. Jetzt war ich schon zum zweiten Mal zu
gierig und habe mein Limit wieder knapp verpaßt (d.h. eigentlich umgekehrt: die
Aktie hat mein Limit verpaßt). Jetzt sitze ich schon eine Woche zu lange
darauf herum. Dabei brauche ich das Geld in Cash, weil ich demnächst
wieder Priceline haben möchte, nachdem endlich die Quartalszahlen
draußen sind und das Ding bald auf meinem Kaufwert von 5 Euro gefallen
ist...
Aber eins ist sicher: heute gehe ich früh ins Bett <grins>.
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| 07.11.2000,
Di. |
Hat
geklappt. Ich habs geschafft, um 9:28 wach zu sein, troztdem müde. Um
wach zu werden habe ich den überwiegenden Teil des Tages *nicht* am PC
zugebracht. Stattdessen über 100 Seiten gelesen, meine neu erworbenen
Plastikschüsselchen gespult und die Vorräte ergänzt.
Am Abend habe ich dann mein Faxgerät auseinander
genommen. Irgendwas ist mit dem Papier nicht in Ordung, gibt immer den
Fehler #009 "ORIG. PAPER" aus. Dabei benutze ich noch dieselbe
Papiersorte wie vor 8 Jahren. Ich weiß jetzt, woran es liegt und was ich
machen muß, wenn er auftritt. Aber beseitigen konnte ich ihn nicht
(obwohl jetzt wieder alles geht). Ich dachte, es läge am Papiersensor,
der auf Paper End testet, daß er ev. auf die Weiße des Papiers anspricht
- das Faxpapier hat einen schwarzen Streifen dort, wo es fast zuende ist.
Den Sensor habe ich überklebt, aber brachte nichts. Stattdessen testet
das Fax, wie straff das Papier ist, aber den dazugehörigen Sensor habe
ich nicht gefunden (für Hinweise: es ist ein CanonFax 80, mailmich
(ANMERKUNG: diese E-Mail-Adresse
darf nur dazu verwendet werden, um mir persönlich und privat zu antworten.
Keine Werbe-E-Mail erwünscht!)).
Der Sensor ist nicht an der Walze bzw. Achse angebracht, denn er reagiert
nur auf Zug aus einer Richtung negativ und auf Schub positiv, d.h. es ist
ein mechanischer Schalter, der irgendwo im Papierweg steckt. Andererseits
habe ich das Faxgerät aber auch nicht komplett auseinandergenommen, dazu
habe ich jetzt nicht den Nerv.
Ach ja, ich habe eine neue Seite unter /dev/brain: die IchBinDrin-Seite.
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| 08.11.2000,
Mi. |
Heute
nacht war Wahlnacht in den U.S.A., ich habe mir das bis 3:00 Uhr angesehen
und Bush hat vielleicht gewonnen. Ich habe ein schlechtes Gefühl dabei, daß ein
Cowboy das größte Waffenlager der Welt ins neue Jahrtausend führt. In
Florida zählen sie zwar immer noch, aber alles, was über "3"
hinausreicht, stellt für Amerikaner eine größere Herausforderung dar.
Im Sinne dieser Weltpolitik habe ich mich heute mit folgenden wichtigen
Dingen auseinandergesetzt:alle Frischhaltebehälter gespült und Nudeln,
Reis, Müsli, Haferflocken u.s.w. darin einsortiert, Meine
Edelstahl-Spüle gereinigt und poliert, den Tellerabtropfer sauber
gemacht. Und zum Abendessen Lachs und Spargel auf Toastbrot.
Verdammt, während ich dies schreibe, füge ich gerade eine neue Seite
hinzu und brauchte unbedingt ein Foto. Ich weiß, wie es aussieht, wann
ich es gemacht habe, wo es lag, bevor ich aufgeräumt habe und sogar wo es
lag, bevor ich nach meinem Umzug auspackte und bevor ich es in
Saarbrücken einpackte und ich weiß sogar noch, wo es in Ensdorf lag. Nur
heute habe ich geschlagene 2 Stunden gesucht, bis ich es gefunden habe -
sonst wäre die Seite nicht fertig geworden.
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| 09.11.2000,
Do. |
Heute war
wieder ein harter Tag für die Servicekräfte in Duisburg City. Da ich
morgen den Tag auf einem Assessment-Center verbringen werde, ging ich
heute zum Firseur. Und da ich dazu mal wieder in der City war, habe ich
noch diverse andere Sachen erledigt und erlebt.
Station 1: Stadtsparkasse Duisburg. Ich bin froh, daß ich hier nur ein
kleines Transferkonto habe und der Rest auf meiner heimatlichen Sparkasse
in Saarlouis liegt. Ich habe noch den Rest des eingerollten Kleingeldes
(siehe 09.10.2000. Huch. Taggenau ein Monat vorher? Zufall?) einzuzahlen,
also begebe ich mich an die Kasse (und warte erst einmal, bis die zwei
Damen - offensichtlich beide hier angestellt- ihr Schwätzchen beendet
haben), lege wie von zuhause gewohnt die Rollen auf die Theke, lege meine
S-Karte hin und sagte, ich wolle das Geld einzahlen - und wartete. Die
Dame schaut mich irgendwie komisch an und sagt, daß ich dazu noch einen
Einzahlungsbeleg ausfüllen müsse und reicht mir den Zettel heraus. Hm.
Ok, dann habe ich ihn halt ausgefüllt. Als die Dame "dann sortieren
wir die Rollen mal ordentlich" sagte, konnte ich mir ein
"Sie müssen schließlich auch etwas zu tun haben" nicht
verkneifen. Oh-oh. Fehler. Die Rache des Dienstleisters folgte sogleich.
Die Schnalle warf einen Blick auf den Zettel und fragte, was das für eine
Zahl sei, die könne sie nicht lesen. (Hätte sie den Zettel selbst
ausgefüllt... oder hätten sie moderne Apparate wie in der KSK SLS...).
Dann überschrieb ich die Zahl megaordentlich, immerhin konnte ich nicht
wissen, wie schlecht ihre Augen oder Lesefähigkeit wirklich war. Den
Titel "ServiceUnkraft des Tages" hat sie sich wirklich verdient.
Station 2: Friseurladen. Gut bedient - etwas unbeholfen. Aber ein Mann
erwartet da ja nur eins: daß die Haare nachher kürzer sind als
vorher<grins>. Hat 2 DM Trinkgeld bekommen.
Station 3: Kodak Fotolabor. Über die Einordnung des Services bin ich
nicht sicher. Ich habe einen Film, den ich dem real,- Fotoservice nicht
mehr anvertrauen möchte. Das Fotolabor liegt in Nähe Hauptbahnhof, so
kann ich ihn bei einer meiner Saarlandfahrten während der Wartezeit
abholen. Ich gebe ihn also ab und sage: "bestes Papier."
"Wann wollen Sie Ihn abholen?" "Egal, kann ruhig Zeit
haben, ich bin erst in zwei Wochen wieder hier." "Wenn Sie ihn
bis zum nächsten Tag entwickeln lassen, dann haben Sie das beste Papier,
wenn Sie sich für die Entwicklung innerhalb einer Woche entscheiden, ist
das Papier schlechter." Hä? Interessiert mich das? "Ich will
das beste Papier, komme den Film aber trotzdem erst in zwei Wochen
abholen." "Sie wollen doch das beste Papier, oder?"
AAAAAAAAAAAAH. Naja, lassen wir das, ich sagte nur noch "Ja.".
Aber eins ist sicher: der Laden ist sauteuer (Ich habe mir eine Fotokiste
für 14,90 gekauft, um die Sucherei nach Bildern zu vereinfachen. 200 m
weiter hätte ich sie für 9,95 bekommen), werde ich wohl ein Replacement
für suchen, falls die Entwicklung eines chemischen Filmes nochmals
anfällt.
Station 4: Nordsee-Straßenverkauf, an dem ich mir ein Fischbrötchen
gekauft habe. Ein Mann vor mir hat seine Bestellung aufgegeben
"Lachsbrötchen" und steht dabei vor einem anderen Fenster, als
das Fräulein. Die Bedienung holt ein Lachsbrötchen und will abrechnen,
da meinte der Mann "Drei Lachsbrötchen zum Mitnehmen habe ich
gesagt". "Entschuldigung, habe ich wohl falsch verstanden".
Gute Reaktion, ich war nämlich auch sicher, der Mann hätte die Anzahl
nicht angegeben und dabei stand ich näher.
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| 10.11.2000,
Fr. |
Heute habe
ich einem Auswahlverfahren teilgenommen. Kein klassisches Assessment, aber
ein kombinierter Intelligenz-Strukturtest/Verhaltenstest und
anschließendes Sondierungsgespräch. Eigentlich hätte ich noch eine
Selbstpräsentation und eine Gruppendiskussion erwartet.
Das Einzelgespräch war ganz interessant. Im Gegensatz zu meinen
Erfahrungen mit Dr. B. in Frankfurt hat dieser Personalberater
tatsächlich die wichtigen Fragen zu meinem Lebenslauf gestellt.
Allerdings habe ich auf zwei Fragen Mist gefaselt. Mal sehen.
Zuhause habe ich dann festgestellt, wie sehr ich mich konzentriert hatte,
denn sobald ich den PC anhatte, hat mein Sichtfeld zu flimmern begonnen -
eine typische Reaktion auf Reizüberflutung. Dann habe ich alles
ausgeschaltet und mich in meinen Ruheraum begeben. Wer mir ein richtig
gutes (und teures) Geschenk machen möchte: ich hätte gerne einen
Suspensionstank mit Wartungsvertrag.
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| 11.11.2000,
Sa. |
Gestern
abend habe ich eine Dose rohes Sauerkraut gegessen (das soll den
Magen-Darm-Trakt reinigen). Der einzige Effekt ist, daß es mir heute
morgen schlecht ging.
Der samstägliche Einkauf war schnell erledigt. Und dann lief die beste
Startrek (TOS) Folge, die je produziert wurde: "Kennen Sie
Tribbles?". Ich schätze, es ist wohl die einzige Startrek Folge, in
der Worte wie "Die Raumpflegerinnen sollen das Schiff
saubermachen" oder sogar "Ich habe die Vermutung, die Dinger
sind bisexuell" (!) vorkommen.
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| 12.11.2000,
So. |
Nix
geschafft.
Tagestipp: geh niemals sonntags um 17:00 Uhr ins McDonalds.
Familienausflug, Kids, alle gleichzeitig. AAAAAH.
Ok, ok, dann habe ich doch noch etwas gemacht. Alte Fotos gesucht,
gescannt und etliche Seiten überarbeitet.
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