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i e s e W o c h e - - - - |
| 11.12.2000, Mo. |
Eigentlich hatte ich nicht
vor, aufzuräumen. Aber wie es sich so ergibt: Man sucht einen ganz
bestimmten Ausdruck.
Dabei stellt man fest daß man viele Ausdrucke, Zettel, Rechnungen, Belege
und weiteres einfach so auf dem Schreibtisch herumliegen hat. Man erinnert
sich, daß man vor zwei Wochen Ablagefächer gekauft hat. Man denkt sich,
daß es wohl ineffizient wäre, alles zweimal/dreimal/vierfach in die Hand
zu nehmen und sortiert dann gerade nach Kategorien in die Fächer weg. Blöde, jetzt kommen auch noch Bücher unter dem Papier zum Vorschein. Und
Stifte, die man als Lesezeichen hineingesteckt hat. Und Lineale, und
Mauspads und Frigeo Ahoi Brause und Fotos in ihrem Abholumschlag und
-huch- eine Fernbedienung und ein Aufkleber "Pentium inside" und
ein Laserpointer und... jetzt spätestens wurde es mir zuviel. Habt Ihr
nicht auch manchmal den Eindruck, man könne mehr auf einen Schreibtisch
legen, als Fläche vorhanden ist? So als ob es über der
Schreibtischoberfläche eine Raumfalte gäbe, in der man mehr lagern kann,
als Volumen (von außen betrachtet) verfügbar ist. Jedenfalls ist das
nicht der Ort, an dem wir die vielen verschwunden Kugelschreiber und
einzelnen Socken finden können.
Da ich Mittwoch nach Frankfurt fahre, habe ich noch getankt (oha! unter
2DM/l) und den Luftdruck der Reifen überprüft. Aber was heißt hier
"Druck"? Wenn ich das Ventil geöffnet hätte und à la
Lagerfeld etwas Luft in die Richtung gefächelt hätte, dann hätte ich
den momentanen Luftdruck glatt verdoppelt.
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| 12.12.2000,
Di. |
In
der Nacht zum Dienstag habe ich zu meinen Online-Dokumenten noch
ausführliche Projekt- und Tätigkeitsbeschreibungen hinzugefügt. Schade,
daß Ihr darauf nicht zugreifen könnt <grins>. Um 6 Uhr morgens habe
ich abschließend eine Bewerbung zum Briefkasten getragen.
Dann schlief ich 4 Stunden, um müde genug zu sein, heute früh ins Bett
zu kommen. In Wirklichkeit war ich schon direkt beim Aufwachen müde.
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Irgendwas lief schief. Mitten in der Kurz-Nacht
habe ich einen kleinen Allergieanfall bekommen mit einer leider etwas
unangenehmen und sehr seltenen Auswirkung. Meine Nase juckte irgendwo
innen. Das habe ich zuerst nicht richtig mitbekommen, immerhin schlief ich
ja. Aber das, was ich mitbekommen habe, veranlaßte mich dazu, zu reiben
und zu kratzen. Als ich dann schließlich doch richtig wach wurde, konnte
ich nur noch die Konsequenzen davon feststellen, Gegenmaßnahmen (innen
mit Wasser ausspülen, feucht halten, Anti-Allergiespray) konnten nur noch
lindern, aber nicht mehr korrigieren. Warum finde ich das so entsetzlich?
Eine solche Nase ist ein äußeres Anzeichen für
"gewohnheitsmäßiges Trinken von Alkohol", was bei einem
bestimmt Bewerbungsgespräch nicht förderlich ist. Und morgen muß ich
so zu einem Gespräch.
Natürlich fühlte ich auch, daß mich jeder anstarrte, als ich in die
City fuhr, um mir ein bestimmtes Buch zu besorgen.
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| 13.12.2000,
Mi. |
Heute
war ich nach Frankfurt - Vorstellungsgespräch.
Ich habe ein sehr (sehr sehr sehr) gutes Gefühl schon während des
Gespräches gehabt. Und ausgerechnet bei der Firma, die ohnehin mein
favorisierter Arbeitgeber ist. Jedenfalls habe ich mir schon ein Gespräch
mit einem der zwei Geschäftsführer erarbeitet und wenn man soweit
gekommen ist, dann wird man nur noch wegen relativ grober Regelverstöße
abgelehnt. Hoffen wir das Beste :-)
Da die eigentliche Stelle erst in März / April zur Verfügung steht, habe
ich schon das Angebot bekommen, im FALLE POSITIVEN ENTSCHEIDES vor Antritt
des Jobs mit die Firma im Rahmen von Projekten zu erarbeiten.
Klingt gut - sowas sagt man nicht, wenn am nächsten Tag ein "Danke
für Ihre Bewerbung, aber wir wünschen Ihn viel Erfolg bei Ihrer
Jobsuche" im Briefkasten liegen wird.
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| 14.12.2000,
Do. |
In
Rekapitulation des letzten Tages war ich immer noch positiv. Gestern habe
ich wie in Trance geredet, stelle ich fest. Allerdings muß ich gestehen,
daß ich mich auch sehr gut vorbereitet hatte, so daß mich keine Frage
wirklich überraschen konnte. I'll keep you informed.
Im Großen und Ganzen fühlte ich mich wie unter Einfluß meiner Anti-
Asthma- Drogen: entspannt und kribbelig zugleich.
Wer es noch nicht gemerkt hat... ich habe Schneeflocken auf meine
Startseite geschmissen. Das Script stammt nicht ursprünglich von mir, ich
habe es von einer Seite einer großen Internetfirma gefunden und für mich
angepaßt. Es wäre mir peinlich (HOCHPEINLICH), wenn es von mir gestammt
hätte, denn ich hatte die zweifelhafte Ehre, ungefähr 14 Zeilen
verwesten Codes zu entfernen, macht 15,5% der ursprünglichen Größe,
wenn man das Script dann noch lesbar formatiert hat (oder 18% "ich-
kann- nix- dafür- der- Pfleger- hat- mich- gezwungen"-formatiert).
Wer bringt das den Leuten eigentlich so bei?
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| 15.12.2000,
Fr. |
Heute
nacht lief im ZDF ein genialer Film von Jean-Luc Godard: "Lemmy
Caution gegen Alpha 60". Lemmy Caution ist eigentlich ein schießender und
prügelnder Geheimagent - gewissermaßen ein James Bond für Arme.
Aber entgegen der sonstigen Filme mit Lemmy Caution ist hier ein
"Ausreißer" der Serie. Eine utopische Zukunft bietet die
Grundlage, obwohl man dem Film das nicht anmerkt - keine futuristischen
Geräte. Die Utopie wird nur durch Handlung, Bewegung und Dialoge
vermittelt und man glaubt daran, auch wenn die Akteure in 60er Jahre Autos
herumfahren und vor 60er Jahre Computer stehen. Leider habe ich ihn nicht
aufnehmen können. Hilfe! Wer kann mir sagen, wo ich diesen Film
herbekommen kann???
Absolut genial surrealistisch.
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| 16.12.2000,
Sa. |
Ein
toter Tag. Nichts originelles. Aus Verzweiflung habe ich den "Immerwährenden
Kalender" eingetippt, ein paar Texte korrigiert und ein wenig an
meinem Buch weitergeschrieben :-) Ach ja. Eric
Browns "Tage auf Meridian" habe ich noch gelesen.
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| 17.12.2000,
So. |
Ich
habe fern gesehen. Und sonst? Red Alert, Red Alert, Red Alert.
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