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I
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- - - - D
i e s e W o c h e - - - - |
| 15.01.2001,
Mo. |
Ohne daß der Wecker klingelte, wurde ich schon
früh wach. Anschließend beschäftigte ich mich mit Fruhstück, ankleiden und mit Vorbereitungen auf
die Fahrt nach Frankfurt.
Nachdem ich meinen inneren Frieden gefunden
hatte, packte ich mein Auto voll und fuhr los. Kein Stau, kein Regen,
einfach gute Fahrt.
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In der Firma wurde ich vorab gebrieft, welchen Aufgabenbereich ich vorerst übernehmen solle und habe noch ein paar
anfängliche Informationen erhalten
- im wesentlichen die Y2K Dokumentation, weil dort alles über die
bestehenden Systeme und Abteilungen enthalten ist.
Ein Rundgang, Magnetkarte, Personal-Bürokratie und ich war Mitarbeiter.
Aber ich hatte noch keinen PC. Quälende Wartezeit. Er soll um 15:00 Uhr
kommen. Um 16:00 Uhr. Um 18:00 Uhr. Nun, ich ging dann früher ins Hotel,
sonst wäre ich noch am Arbeitsplatz eingeschlafen ohne Beschäftigung.
Im Hotel holte ich dann meine Unterlagen zur Wohnungssuche wieder nach
vorne und rief einen Vermieter an, der mir ursprünglich für den 15.01.
abgesagt hatte. Jetzt hatte ich ja einen neuen Ausgangspunkt und so
vereinbarten wir ein Treffen am nächsten Tag.
Neben dem Hotel ist ein
Restaurant, in dem ich anschließend zu Abend aß. Ich bestellte einen Salat
mit Putenbruststreifen - "ohne Paprika" fügte ich zu meiner Bestellung
hinzu. Der Teller kam und was sehe ich: auf dem Tellerrand und über den
Salat Häufchen mit wilden, roten Punkten. Paprika. "Ich dachte, sie meinen
ohne frische Paprika!" sagte die Bedienung. Ich bin bedient, aber mache
keinen Aufstand. Meine Allergie äußert sich gott-sei-dank nur in einer
juckenden Nase.
Das erinnert mich an die Barkeeperin, bei der ich einen Frucktcocktail ohne
Alkohol bestellte. Sie hat sich gewundert, weil ich sie erregt fragte, was
das denn werden wurde, als sie mit der Flasche Blue Curacao in die Nähe
meines Glases kam. Es wäre doch nur fur die Farbe, sagte sie. Ob Alkohol
drin ware? Natürlich, aber ist ja nur für die Farbe. Kopfschüttel.
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| 16.01.2001,
Di. |
Der PC ist da. Funktioniert. AIM installiert
(natürlich ). Die
ersten Arbeiten erledigt, Webrecherche, Literatur ausgesucht, Wunschliste für mein neues Notebook geschrieben.
Windows NT. Hier hat niemand Passworte
gesetzt, um sich ins Netz einzuloggen. Strange, muß ich mich mal erkundigen
- ich habe jedenfalls nichts gefunden, um mich abzusichern.
Am Abend fuhr ich dann zu dem Vermieter, um mir die Wohnung anzusehen.
Gefiel mir ganz gut und wollte sie sofort haben. Plötzlich wollte der
Vermieter aber mindestens 6 Monate Mietdauer - was irgendwie die
*MINDESTENS* 4 Wochen Mietdauer eindeutig matched, aber trotzdem entweder
eine üble Bauerfängerei oder eine ungeschickte Verhandlungstaktik war. "Ich
habe Leute, die interessieren sich fur 6 Monate" - aber einen
unterschriebenen Vertrag hatte er nicht, von mir hätte er sofort das Geld
haben konnen.
Wir einigten uns sozialverträglich darauf, daß wenn sich bis
27ten weder bei mir noch bei ihm etwas ergeben hätte, daß ich mich wieder
melde. Ich versuche es zu vermeiden.
Dann telefonierte ich noch alle möglichen Adressen durch. "Ja, wir haben
mindestens 8 Wochen geschrieben, hätten aber doch gerne 6 Monate".
Ich
fragte jetzt bei jedem Anruf ganz genau! Eine nette Stimme gehörte zu einer
Wohnung, die mindestens 8 und höchstens 12 Wochen vermietet. Termin
ausgemacht, notfalls überrasche ich mit "ich hole alle drei Monate.
Sofort". Mir reichts.
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| 17.01.2001,
Mi. |
Ich besichtigte die Wohnung, die maximal 12 Wochen zu vermieten war - doch
erst einmal das Haus finden.
So etwas von verfahren habe ich mich selten. Schließlich fand ich zuerst die
Straße und anschließend noch das Haus. Das
ganze hat mich aber eine halbe Stunde gekostet und so stand ich mit einem
anderen Interessenten zusammen in der Wohnung.
Das hemmte natürlich meine
Aktions- und Argumentationsfähigkeiten erheblich, da ich nicht offen gegen
einen anderen agieren möchte. Sieht nicht gut
aus.
Jedenfalls habe ich auf drei Monate erhöht und kann eigentlich die
Vermieter nicht verstehen... von mir steht ein ideales Vertragsangebot und
die Wohnung wäre vermietet. Statt dessen wollen sie noch einen
Interessenten die Wohnung besichtigen lassen und erst Montag Bescheid
geben.
"Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach" fällt mir
da nur ein. Angenommen ich möchte die Wohnung am Montag nicht mehr und die
anderen haben abgesagt, dann stehen die armen Mädels leer da... Pech
gehabt.
Auf der Rückfahrt verfuhr ich mich schon wieder ! Verdammt! Die Dörfer
um Frankfurt sind so unlogisch aufgebaut, das glaubt man garnicht. Eine
Hauptstraße, die nicht durchgängig ist, Einbahnstraßen in unmöglicher
Anordnung...
Das hat mir jetzt so gestunken, daß ich an der nächsten Tankstelle
anhielt, einen Großraumstadtplan kaufte und den Tankwart aufforderte, mir
genau zu zeigen, wo ich jetzt bin. Dieser war der deutschen Sprache und
des logischen Denkvermögens anscheinend nicht richtig mächtig, deswegen
fuhr ich so lange die Straße entlang, bis ich eine Kreuzung fand, an der
zwei Straßenschilder gleichzeitig sichtbar waren (eine halbe Sensation).
Nachgeschlagen. Endlich. Um zwei Ecken und ich war wieder auf dem Weg ins
Hotel.
Jedenfalls empfand ich das ganze so unbefriedigend, daß ich nach dem
Abendessen bis vier Uhr nicht einschlafen konnte - aus Verzweiflung leerte
ich alle Orangensaftflaschen aus der Minibar.
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| 18.01.2001,
Do. |
Richtig müde.
Nun in die Firma, aber interessanterweise habe ich mehr
erledigt bekommen, als ich wollte.
Gegen abend sprachen mein neuer Chef und
ich noch etwas miteinander und das hat sich schließlich bis 21:00 Uhr
erstreckt.
Jedenfalls bekam ich fur das bißchen Arbeit, das ich bis dann erledigt
hatte, ein Lob.
Ach ja. Ich unterlag dem Mißverstandnis, mir würde das
Hotel nur bis zum 01.02. bezahlt. Aber die Firma bezahlt mir acht Wochen,
somit kümmere ich mich nur noch um meine endgültige Wohnung!
Ich fuhr an der Tankstelle vorbei, tankte ein bißchen Sprit nach (Sind wir
schon wieder über 2DM? Oder war die Tankstelle sehr teuer?), kaufte noch
einen Liter Kakao und machte mich über ein Stück Kuchen her, das ich noch
bei mir hatte. Ich schlief relativ früh ein, wurde aber um 1 Uhr nachts
noch einmal wach, weil der Kakao und der Kuchen wohl doch etwas zuviel
waren und einmal kurz sauer (naja, eher süß, aber auf jeden Fall eklig)
aufstießen. Es geschah aber weiter kein Unglück, außer daß ich
hyperventilierend 10 Minuten dalag.
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| 19.01.2001, Fr. |
Eigentlich schlief ich lange, war aber trotzdem noch
müde - und hatte zudem
ein ungesundes Kratzen im Hals. Frühstück im Hotel, extra-Brötchen fur die
Pause geschmiert und anschließend ausgecheckt.
Heute gings zurück nach
Duisburg und das hat den speziellen Hintergrund, daß ich meine Wäsche
waschen kann und Ihr wieder etwas zum Lesen habt. Et voilà.
Mein erster Blick galt meinem PC, denn weil mein
Fax spinnt, versuchte ich mal den PC als Faxmaschine zu verwenden.
Erstaunlich. Der Rechner war 9 Tage an und hat richtig funktioniert.
Selbstverständlich habe ich ein Energiesparprogramm aufgesetzt, so daß
der eigentliche Verbraucher nur noch der Lüfter war. Und an die 1000
Mails heruntergeladen.
Ich steckte die Wäsche auch gleich in die Waschmaschine und habe zwei
Trommeln durchgebracht. |
| 20.01.2001, Sa. |
Was so
eine Woche Arbeit doch anrichten kann?? Ich bin schon um 09:00 Uhr
aufgewacht und ging ein bißchen einkaufen. Meine gute AOL Uhr (limitierte
Auflage zum 1 Millionsten Mitglied in Europa) hat seine Batterie
verbraucht. Deswegen fuhr ich in die Stadt, um sie bei einem Juwelier
abzugeben. Dann noch ein paar Hemden gekauft und die meiste Zeit damit
verbracht, passende Kravatten auszusuchen...
Für den Nachmittag hatte ich einen Ex-AOL-Kollegen zum Plausch
eingeladen. War nett. Und der Nachbar kam auch noch vorbei, um mir den
Schlüssel meiner Wohnung zurückzugeben (am 17ten wurde Wasser und
Heizung im Haus abgelesen) und damit ich ihm ein RAM-Modul identifiziere.
Der Amiga hat das sauber erledigt. Da es aber ein 32 bit Modul war und ein
Pentium zwei von den Dingern braucht, habe ich ihm ein zweites zum
probieren mitgegeben. Mal sehen.
Dann fing es an zu schneien. Ich sehe schon schwarz für meine Fahrt nach
Frankfurt am Montag morgen.
Wie Ihr offensichtlich erkennen könnt, habe ich dann auch ein paar Dinge
hier in der Site geändert, vor allem mein Tagebuch umstrukturiert...
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| 21.01.2001, So. |
Der Schnee lag er noch da. Während ich hier schwitzte und im Dampf des Bügeleisens
versuchte, meine Hemden und Anzüge wieder in Form zu bringen, lag der Schnee einfach
so draußen rum und glänzte weiß. Ich ahne schon, was kommt.
Morgen werde ich schon vor sieben Uhr in meinem Auto sitzen und mich durch das
Chaos kämpfen....
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