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I
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- - - - D
i e s e W o c h e - - - - |
| 22.01.2001,
Mo. |
05:15 Uhr. Ich wußte es doch. Immer noch Schnee.
Also frühstückte ich in aller Ruhe, packte die vorbereiteten Sachen ins Auto (und mußte dabei mit dem ganzen
Zeugs eine lange Strecke durch den Schnee latschen, weil die Schranke zur
Zufahrt erst um 10:00 Uhr geöffnet wird) und fuhr um circa 06:45 los Richtung Frankfurt.
Auf dem Weg nach Köln konnte man so richtig gut erkenne, was eine "ausgelastete" Autobahn ist:
Alle Spuren fahren einheitlich zwischen 60 und 80 km/h und sind gut besetzt. An Auffahrten leicht langsamer,
aber trotzdem immer noch fließend. Den ersten Stau gab es um Köln herum. Um 7:30 ist dort eine ziemlich hohe Verkehrsdichte.
Schließlich hatte ich mich durch Köln durchgekämpft und der anschließende Weg war ziemlich frei, von einigen Baustellen
einmal abgesehen. Als ich mich dann aber Frankfurt näherte, wurde es (natürlich) wieder etwas dichter, was aber nichts mit
Goethe zu tun hatte - denkste.
Hier stand ich richtig lang und die Zeit schritt immer weiter voran. Anscheinend wurden die Hessen vom Schnee überrascht (in NRW kam
davon nichts in den Nachrichten, in Frankfurt hieß es schon "Katastrohpe") und konnten damit nicht umgehen. Schließlich habe ich
es doch geschafft und bog um 10:30 ins Gewerbegebiet Eschborn Ost ein. Parkplatz suchen.
Bevorzugt parke ich auf einem Parkplatz von Voegele Bekleidung, das ist eine Art Parketage - allerdings Untergeschoß. Überdacht und trocken.
Nicht aber die Auf- und Abfahrt. Taktischer Fehler, ich bin statt nach oben wieder nach unten gefahren und hier wird nicht der Schnee entfernt.
Wie will ich wieder hoch zur Straße kommen, die Auffahrt ist verschneit? Ich hoffte, daß bis abend der Schnee weggeschmolzen war.
19:00 Uhr. Das war aber nicht der Fall. Also nahm ich Schwung, hoffte, daß oben niemand
vorbeifuhr oder -ging, während ich auf die Straße hinaufschoß, hoffte, daß ich schnell genug war, um die Auffahrt hochzukommen und nicht
mehr zurückzurutschen. Die letzten Hoffnungen erfüllten sich alle. Puh.
Im Hotel sah ich dann nur noch fern, habe gelesen und mich ins Bett gelegt.
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| 23.01.2001, Di. |
Beim Frühstück erlebte ich eine herbe Enttäuschung. Ich trinke keinen Kaffee, ich trinke keinen Tee, ich trinke
Kakao. Aber was dort (Concorde Hotel Viktoria, Kronberg) als Kakao serviert wird, spottet jeder Beschreibung.
Als ich noch am Gymnasium war, gingen wir Altgriechisch-Schüler jede große Pause in die Teestube (während die
weniger "sophisticated" Schüler im Tschibo waren) und tranken dort Tee (ich auch). Und da gab es einmal
"Tee mit Schokoladengeschmack". So ähnlich schmeckte und sah das auch im Hotel aus. Kein einziger
Tropfen Milch. Also habe ich das Kännchen Kondensmilch in dem sogenannten "Kakao" aufgelöst und das Gemisch
kam dann einem Kakao etwas näher... naja, jedenfalls überredete ich mich dazu.
Noch zog ich die guten Schuhe mit der Ledersole nicht an. Da draußen lag immer noch eine Matsch und Salz
auf den Straßen. Diesmal war ich im Verhältnis zu gestern schlauer und fuhr auf das obere Parkdeck. So kann
ich im Notfall die Rampe wieder runterrutschen (runter kommt man immer hehe). Aber das ich morgens schon
rutschen würde, war nicht mein Plan und so klammerte ich beim Abstieg an der seitlichen Leitplanke fest.
War zwar mühsam, ging aber. Sah im Anzug aber wahrscheinlich lächerlich aus. So bin ich halt.
Gegen Abend taute es ab. Allerdings nicht so richtig dort, wo ich im Hotel untergebracht bin. Ich entschloß mich
nämlich, auswärts essen zu gehen (nicht zu fahren). Ich wollte ein gutes Steak (die sind ja jetzt billig).
Ich ging (schlitterte) in ein Restaurant im Dorf und bestellte ein Rumpsteak mit Zwiebeln. Die Bedienung
ging in die Küche, kam zurück und sagte mir, daß sie im Moment kein Rumpsteak mehr hätten, ob ich
vielleicht Filet wolle? Nö. Ich habe mir wieder die Karte geben lassen und bestellte ein Straußensteak.
Hat auch gut geschmeckt, war allerdings eine Kinderportion (aus meiner Weltsicht). Ich kraxelte zurück
ins Hotel und las ein Buch fertig.
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| 24.01.2001, Mi. |
Der Schnee
verschwand. Gut so.
Heute abend wollte ich mir eine Wohnung ansehen. Auf dem Papier las es
sich ganz gut und so vereinbarte ich einen Termin. Flörsheim-Wicker
heißt das Kaff. Ein bißchen Hetze bedeutete das, weil es ca. 20 km Fahrt
waren und ich noch direkt vor dem Termin eine Präsentation sehen mußte.
Jedenfalls war ich eigentlich fast rechtzeitig raus und -Entsetzen- schon
auf der Auffahrt auf die Autobahn war Stau. Also drängelte ich mich auf
die Autobahn und -richtig betrachtet- gab es keinen Anlaß zum Stau.
Irgendwann ging es wieder schneller, dann wieder langsamer. Ich wußte,
bei Hofheim mußte ich raus von der Autobahn, der Weg war ganz leicht.
Doch wer hätte das gedacht... es gab zwei Ausfahrten nach Hofheim und die
erste war falsch. Also fuhr ich wieder mal ins Unbekannte und -wie
üblich- kommt man erst einmal in eines der verdammten Dörfer, dann
findet man nicht mehr heraus. So ging es mir mal wieder. Also bremste ich
erst einmal, orientierte mich an meinem neuem Großraumstadtplan und fand
heraus. Aber mittlerweile hatte ich eine halbe Stunde Verspätung
angesammelt und der Makler fuhr gerade vom Haus los. Mist. Aber er kam
zurück, weil er mein Duisburger Kennzeichen erkannt hatte. Gut.
Die Wohnung sah tatsächlich gut aus. Interessant geschnitten, sogar mit
GästeWC und Kamin (echt und ehrlich!) und ich war fast überzeugt.
Plötzlich kam von irgenwo her ein Geräusch, das ich -viel leiser- auch
aus Duisburg-Rahm kannte. Ich ging ans Fenster, öffnete (es wurde
schlagartig noch lauter) und als ich nach oben sah, erkannte ich groß und
glänzend die Unterseite eines Jumbo-Jets. Die Wohnung lag in der
Abflugschneise zur Startbahn West. In Duisburg liege ich in der
Anflugschneise und der Unterschied ist, daß beim Landen die
Flugzeugmotoren leise werden und beim Steigen ziemlich laut!
Ok, war aber irgendwie ertragbar, der Rest war in Ordnung.
Doch der Schock kam jetzt erst. Der Vermieter wollte einen auf drei Jahren
befristeten Mietvertrag! Das heißt, daß ich eine Verpflichtung für
65.000 DM eingehen sollte. Nicht mit mir, das ist weit auf dem Weg zu
einer richtigen Eigentumswohnung.
Jedenfalls ließ sich der Vermieter nicht aufs Handeln ein und ich fuhr
zurück in die Firma und surfte noch ein wenig im Web. Um 21:00 Uhr machte
ich mich auf den Rückweg ins Hotel und schmuggelte eine Tüte voll
McDonalds aufs Zimmer. Ja, das war irgendwie ein seltsames Gefühl :-)
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| 25.01.2001, Do. |
Irgendwann
mußte das ja so kommen. Meine Autotür ging sehr schwer auf. Nein,
falsch. Nicht die Tür, das Schloß. Nun war also auch mein letzter
normaler Schlüssel nicht mehr "scharf"/exakt genug, um ins
Schloß zu passen. Und mein "Masterkey" liegt in Duisburg. Er
muß nur noch viermal aufschließen, dann bin ich in Duisburg. Hoff, hoff.
Und dann kann ich einen neuen Schlüssel anfertigen lassen, der auch die
Wegfahrsperre deaktiviert (denn bedenke! Ein Schlüssel ist nicht alles,
auch die magnetische Kodierung zählt).
Der Tag ging mit zwei langen Präsentationen von neuer Software vorbei.
Und ich habe für 25.000 DM Computerhard- und Software bestellt.
Nochmals bei McDonalds vorbei und nochmals im Hotel vor dem Fernseher
BigMac geschmatzt.
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| 26.01.2001, Fr. |
Das mit
dem Schlüssel hat ja gerade noch so geklappt, sonst könnte ich das hier
nicht schreiben :-)
Die Rückfahrt war anfangs stressig und stockend (irgendein Depp ist auf
der mittleren Spur mit seinem voraus zusammengestoßen), aber sobald ich
auf der A3 war, ging es flott voran. Als ich zuhause war, steckte ich auch
gleich die Wäsche in die Waschmaschine und holte 654 Mails ab.
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| 27.01.2001, Sa. |
Woran
merkt man, daß man wieder "richtig" arbeitet? Man wird Samstags
morgen um 8:00 Uhr wach. Verdammt.
Zuerst wollte ich meine Anzüge und den Rest von meinen Reiseutensilien
aus dem Auto ausladen, aber die Zufahrt war von Möbeltransportern
zugeparkt. Ist ja klar, daß die ausgerechnet in unserem Haus luden, weil
ich diese Woche mit der Treppenhausreinigung dran war. Da ich
unerwarteterweise noch eine Restzahlung von AOL bekommen habe, schnappte
ich mir einen Tausender von der Bank und wollte den CD-RW Brenner für
198,-- kaufen. Leider schon alle weg, das Angebot lief nur diese Woche und
solange Vorrat reicht. Na dann halt nicht.
Ich frühstückte und fuhr nach Duisburg City, um meine AOL-Uhr vom
Batteriewechsel abzuholen und mir die Haare schneiden zu lassen.
Vielleicht finde ich außerdem noch etwas zum Anziehen, aber das blieb bem
Kauf eines Gürtels. Eine Menge Bettler waren außerdem in der Stadt und
aufgrund ihrer Anordnung könnte man auf die Idee kommen, das alles wäre
geplant. Jedenfalls haben sie einen recht guten und steuerfreien
Verdienst. Wenn es mein Stolz zulassen würde, wäre es echt eine
Alternative....
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| 28.01.2001, So. |
Ja, lang
geschlafen, gefrühstückt. Dann bügelte ich die frisch gewaschenen
Hemden und meine Anzüge für die nächste Woche in Frankfurt -
ausnahmsweise versuchte ich auch mal Stärke- und Bügelspray zur
Unterstützung, mal sehen, was das hilft bzw. bringt.
Abend gab es ein konspiratives Treffen mit ehemaligen Arbeitskollegen, ein
wenig Abendessen, trinken und quatschen. Ich kann nur sagen: es gibt
Dinge, die gibt es garnicht.
Hoffentlich friert es nachts nicht. Ich habe keine Lust, nochmals 3 1/2
Stunden bis Frankfurt zu fahren. Mal sehen.
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