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I
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- - - - D
i e s e W o c h e - - - - |
| 12.03.2001,
Mo. |
Mir kratzte es im Hals. Ich würde doch nicht etwa krank
werden? Nach der Arbeit fuhr ich früh nach Hause und machte mir Milch warm. Ein
bißchen Honig dazu und weg damit. Der Honig war dann leer und ich dachte,
kaufste den mal hier im Dorf.
Doch als ich dieses Mal ein zweites Mal im Laden war (HL-Markt schimpft sich
das), stellte ich fest, wie sauteuer es hier im Dorf ist. Die armen Leute, die
kein Auto haben! Irgendwie war mir die Lust zum Einkaufen vergangen, also nahm
ich nicht mehr als den Honig mit.
Und Eukalyptus-Menthol Bonbons. Dabei stand ich wieder mal vor einer
Gewissensfrage: Markenbonbons (Euka No.1 mit Reedy Creek Eukalyptus [Anm.: den
es wahrscheinlich genausowenig gibt wie die Piemont-Kirsche] für DM 1,99 pro
175 gr) oder Noname-Bonbons (für DM 0,99 pro 250 gr). Irgendwie war es
unheimlich, wie konditioniert man doch geworden ist - ich nahm die dreimal
teureren Markenbonbons... welchen Unterschied sollte es denn bei Bonbons groß
geben? Ist eh nur Zucker, Glukosesirup, Pflanzenextrakt und Aroma drin. Und
trotzdem... das ist wahrscheinlich derselbe Mechanismus, der andere Leute dazu
verleitet, Microsoft-Produkte zu kaufen.
Dann brachte ich noch meine Online-Bewerbungsunterlagen auf den neuesten Stand
(nicht daß ich das jetzt brauchen würde!!!), aber ich habe einfach einen Haß
auf veraltete / unvollständige Dokumente.
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| 13.03.2001,
Di. |
Heute morgen trank ich wieder warme Milch mit Honig. Das half
zwar etwas, aber trotzdem kratzte es noch. Muß ich halt durch...
Wenn abends ein ganz bestimmter Wachmann die Rezeption besetzte, dann ärgerte
ich mich regelmäßig. So auch diesen Abend - und ich weiß nicht, ob er das mit
Absicht machte oder ob es einfach Zufall war. Wenn ich ihm "Guten
Abend" wünsche, dann sagt er "Tschüß", wenn ich
"Tschüß" sage, dann sagt er "Guten Abend". Aber ohne
jemanden verscheißern zu wollen: das passiert wirklich jedes Mal, wenn er da
ist.
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| 14.03.2001,
Mi. |
Das war ein richtig geiler Tag. Heute ist der Rest meiner
Spielzeuge für meinen Arbeitsplatz gekommen. Der zweite Akku fürs Notebook,
die Fritzcard PCMCIA, Visio 2000 und Office 2000, die Docking-Station "Card
Station IV" und die Notebook-Tasche. Achja, und der Deskjet 990cxi. Beinahe
wäre das aber ein Schuß in den Ofen gewesen... ich vergaß, ein Druckerkabel
mitzubestellen. Aber mal scharf geguckt und hoppla! Der Drucker hat ein
Infrarotauge... Das Notebook einen Infrarotport, also installierte ich kess die
Printsoftware und nachdem sie tausendmal meckerte, ich solle doch den Drucker an
LPT oder USB-Port einschalten, konfigurierte ich anschließend auf Anschluß IR
- funktionierte. Windows 2000 gewann immer mehr an Achtung bei mir, in dieser
Beziehung ist es wirklich pflegeleicht. Also: Drucken ging auch. Niemeier darf
bleiben.
Jedenfalls war ich den Tag über mit Installieren und Testen beschäftigt. Alles
funktionierte wunderbar.
Abend wollte ich dann endlich auch die ISDN-Karte einweihen. AOL konfiguriert,
doch da brach die Einwahl dauernd ab "keine Socketverbindung"! Mist,
was war denn nun schon wieder? Ich konfigurierte ein bißchen herum, kam aber
auf keinen grünen Zweig. Anschließend telefonierte ich noch ein bißchen mit
ehemaligen Kollegen, aber das brachte auch nichts (außer daß ich jetzt die
neuesten Treiber, Capis und Softwareversionen von Fritz auf dem Rechner habe).
Dann installierte ich eine CompuServe Office DFÜ-Verbindung, die Verbindung
bekam ich, aber wieder kein Web... nun wurde mir alles immer klarer. Auf dem
Rechner ist nämlich ein Proxyklient installiert, der in der Firma sicherstellt,
daß ich mit TCP/IP-Verbindungen über die Firewalls komme... Also habe ich den
Proxy für TCP/IP deaktiviert und -schwupps- plötzlich bin ich mit fabulöser
Geschwindigkeit online via Fritzcard ISDN. STRIKE!!!
Schnell noch eine Mail zusammengehauen, um meinen Gesprächspartner und das
Datenbankteam zu informieren. Wieder eine gute Tat vollbracht.
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| 15.03.2001,
Do. |
Da ich für heute bis um 10:00 noch etwas fertig machen
mußte, stand ich schon um 7:00 Uhr auf und ging zur Arbeit (ich hätte es gerne
gestern abend gemacht, aber 1. siehe gestern und 2. startet die doofe
Installationsroutine von Microsoft, wenn ich mein häusliches w2k Login benutze
und will etwas nachinstallieren - aber ich habe weder CD noch Image auf die
Platte gepackt).
Um 14:00 Uhr war dann eine Vorführung von der Software AG über die
tamino-XML-Datenbank in Darmstadt, zu der wir (ein Kollege und ich) wegen eines
bestimmten Projektes gehen wollten. Aber wer hätte das gedacht? Software AG hat
zwei Niederlassungen in Darmstadt - und wir fuhren in die falsche... Naja, dann
waren wir ein bißchen zu spät, die Demonstration der Fähigkeiten der
Datenbank war jedenfalls gut. Übrigens habe ich eine neue Funktion in meinem
Gästebuch... Ein Voice-Gästebuch
per Telefon und 0800er Nummer!!!!! NUTZEN!!!!!
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| 16.03.2001,
Fr. |
Das ist der Tag, als ich mal wieder ins Saarland fuhr. Mit
der Bahn. Das erste Mal von Schwalbach a. Ts. aus. Ich machte pünktlich
Schluß, weil meine S-Bahn nach Frankfurt um 17:25 losfährt. Doppelt gecheckt,
ob ich alles mitgenommen hatte und nichts wie zum S-Bahnhof gehetzt. Die
Wegstrecke habe ich doch etwas unterschätzt... Luftlinie lag die S-Bahn zwar
näher als in Duisburg, aber hier habe ich mehr Ecken zu gehen, während es in
Duisburg eine gerade Linie war. Macht nichts, trotzdem noch rechtzeitig
angekommen.
Ich
fuhr zum Hauptbahnhof (DAS KOSTET 6,10 DM!), um mit dem ICE nach Mannheim zu
fahren. Schon bei der Einfahrt hatte dieser 7 Minuten Verspätung und als ich in
Mannheim ankam, waren es 20 Minuten. Vor 12 Minuten war also mein Anschlußzug
nach Saarbrücken abgefahren. Also warten auf die nächste Verbindung. Rund 60
Minuten. Um 20:06 kam dieser auch - mit leiser Verspätung - in den Bahnhof
gerollt. Was ein Zufall. Beim Einsteigen traf ich meinen Vater, der von Hannover
kommend ebenfalls diesen Zug nahm. Dieser wiederum traf einen Kollegen auf dem
Bahnsteig, der das gemeinsame Meeting eine Stunde vorher verlassen hatte, um
früher zuhause zu sein. Und seinen Anschlußzug von Mannheim nach Saarbrücken
verpaßte. Was ein Zufall.
Abgesehen davon: wir trafen im Zug fast nur Leute, die eigentlich nicht hier
sitzen wollten und alle jetzt schon zu Hause wären.
Nun, dieser Zug baute ebenfall unerklärlicherweise, aber womöglich ebenso
subtil geplant, auf der Strecke nach Saarbrücken seine 20 Minuten Verspätung
auf, worauf wir den Anschlußzug von Saarbrücken nach Saarlouis verpassten.
40 Minuten warten. Um 22:50 war ich in Ensdorf. Das macht summa summarum eine
Fahrtzeit von 5:25 mit der Bahn. Fast dreimal solange wie mit dem Auto.
"Die Bahn kommt". Leider sagt nur keiner, wann....!

Hätte nie gedacht, daß ich mal "war ja klar" sagen würde.
Warum drucken die nicht schon so ein Formular präventiv bei der
Fahrkartenausgabe aus... würden sich viel Zeit am (sogenannten)
Servicepoint sparen. |

Können sich wohl nicht entscheiden... das hintere hätte man wohl gerne, das vordere wirds dann wohl bald. Oder? |
Ich werde diese Fahrerei noch mit genau einem anderen Zug versuchen. Wenn das
auch in die Hose geht, dann knicke ich die ganze Zugfahrerer für die nächsten
hundert Jahre und schicke Herrn Mehdorn meine Bahncard first als Einschreiben
(persönlich, eigenhändig) zu. Mit einem netten Brief.
P.S.: Mein Vater erzählte zur allgemeinen Erheiterung einen
(uralten) Witz... Ein Zug fährt mit 20 Minuten Verspätung ab. Der Fahrgast
beschwert sich beim Zugschaffner: "Warum machen Sie überhaupt Fahrpläne,
wenn der Zug eh' immer Verspätung hat?". Der Schaffner: "Wenn wir
keinen Fahrplan drucken würden, dann könnten Sie mir jetzt nicht sagen, daß
wir 20 Minuten zu spät sind!"
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| 17.03.2001,
Sa. |
Heute lungerte ich eigentlich nur herum und verarbeitete
-still auf der Couch meditierend- die gestrige Odysse. Außerdem malträtierte
ich ein wenig mein Notebook und wartete im wesentlichen darauf, daß es halb
acht wurde. Um acht war ich in Saarbrücken mit Freunden verabredet. Wir gingen
ins Kino. Und dann in eine Kneipe. Da passierte etwas, was ich mir nur sehr
vorstellen konnte, daß so etwas in einer Gast(!!)stätte passieren könnte...
ich bestellte eine Cola und hörte als Antwort, daß man keine führe. Dann halt
eine Pepsi ("in der Not - schmeckt die Wurst auch ohne Brot" -
saarländisches (?) Sprichwort). Hatten sie nicht. Frechheit 1.
Unverständliches gucken von mir, die natürliche Nachfrage, wie das denn sein
könne... Dann hörte ich Sprüche wie "wir brauen unser eigenes Bier und
das wollen wir verkaufen" und "wir können doch nicht jedes Getränk
der Welt anbieten." Frechheit hoch zwei. Wie fühlte ich mich bei diesem
Satz? Hatte ich ihm etwa unabsichtlich einen unsittlichen Antrag gemacht? Da
überschätzt er sich aber, der kleine Junge.
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Nä. Näver agän. Außerdem gelogen - was meine Erfahrung betrifft. |
Setzen, sechs! Ein derart unverschämtes Maß an Service-De-Orientierung habe
ich selten erlebt. Freichheit hoch drei. Ich bestellte nichts, obwohl ich auch
Apfelsaft oder Orangensaft hätte trinken können, aber ich lasse mich in meiner
Wahl nicht einschränken. Hätte ich etwas anderes gewählt, hätten die
gewonnen (übrigens: die betreffende Kneipe in Saarbrücken heißt
"Stiefel" - nur damit ihr die Gelegenheit habt, diese zu meiden, wenn
Ihr wollt...) Frechheit hoch vier war, daß die Bedienung sich hinter der Theke
bei Kollegen auch noch über mich lustig machte. Sie nahmen zwar mit gutem Recht
an, daß ich sie nicht hören konnte, aber dann sollte man sich auch so
verhalten, daß man in Körperhaltung und Gesicht nicht wie ein offenes Buch
lesen konnte... die Leser, die mich kennen, kennen meine Fähigkeiten auf dem
Gebiet. Saftladen. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Gut, wir waren dann noch in einer anderen Kneipe, wo man weltoffener war und ich
meine Cola schlürfen konnte. Um 2 Uhr gings nach Hause.

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| 18.03.2001,
So. |
Ich bekam schon Angst, wenn ich nur daran dachte. Heute ging es mit dem Zug zurück. Um 16:25 sollte der Zug vom Bahnhof Saarlouis abgehen
und um 16:30 war da auch in Realität so. Den Anschlußzug in Saarbrücken
erreichte ich nur, weil dieser zwanzig Minuten Verspätung hatte (sonst wäre
der schon weg gewesen). Dieser war eigentlich ein sehr angenehmer Zug, ein
Eurocity. Gute Sessel, ruhiges Fahrgestell, allerdings ein wenig penetrante
Belüftung. Trotzdem sehr bequem.
In Frankfurt wurde es dann wieder biestiger, weil aufgrund der Verspätung meine
S-Bahn schon abgefahren war. Sonntags fuhren sie zudem nur alle Stunde - 50
Minuten Aufenthalt. Verdammt! Also ging ich zu einem Brötchenstand, um mir zwei
belegte Brote zu besorgen. An der Kasse drängelte sich jemand vor, der sich
dauernd dafür bei mir entschuldigte, weil sein Zug gleich abfahren würde.
Entschuldbar. Aber in dem Moment wurde er zum Arschloch, als er zwanzig Minuten
später mit einem Kumpel in aller Seelenruhe die Treppe zu meinem S-Bahnsteig
herunterstieg. Sowas konnte ich nicht leiden. Wirklich nicht.
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