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- - - - 15.01.2001- 31.12.2001 - - - -

früher 2000 
Januar     15.01.-21.01.2001 22.01.-28.01.2001 28.01.-31.01.2001  
Februar 01.02.-04.02.2001 04.02.-11.02.2001 12.02.-18.02.2001 19.02.-25.02.2001 26.02.-28.02.2001  
März 01.03.-04.03.2001 05.03.-11.03.2001 12.03.-18.03.2001 19.03.-25.03.2001 26.03.-31.03.2001  
April 01.04.-01.04.2001 02.04.-08.04.2001 09.04.-15.04.2001 16.04.-22.04.2001 23.04.-29.04.2001 30.04.-30.04.2001
Mai 01.05.-06.05.2001 07.05.-13.05.2001 14.05.-20.05.2001 21.05.-27.05.2001 28.05.-31.05.2001  
Juni 01.06.-03.06.2001 04.06.-10.06.2001 11.06.-17.06.2001 18.06.-24.06.2001 25.06.-30.06.2001  
Juli 01.07.-01.07.2001 02.07.-08.07.2001 09.07.-15.07.2001 16.07.-22.07.2001 23.07.-29.07.2001 30.07.-31.07.2001
August 01.08.-05.08.2001 06.08.-12.08.2001 13.08.-19.08.2001 20.08.-26.08.2001 27.08.-31.08.2001  
September 01.09.-02.09.2001 03.09.-09.09.2001 10.09.-16.09.2001 17.09.-23.09.2001 24.09.-30.09.2001  
Oktober 01.10.-07.10.2001 08.10.-14.10.2001 15.10.-21.10.2001 22.10.-28.10.2001 29.10.-30.10.2001   
November 01.11.-04.11.2001 05.11.-11.11.2001 12.11.-18.11.2001 19.11.-25.11.2001 26.11.-30.11.2001    
Dezember 02.12.-02.12.2001 03.12.-09.12.2001 10.12.-16.12.2001 17.12.-23.12.2001 24.12.-30.12.2001 31.12.-31.12.2001
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I

 

- - - - D i e s e   W o c h e - - - -

21.05.2001, Mo. Uoooaahh. Und wieder rächte sich das exzessive Grillen einer Feier. Vom vielen Fleisch bekomme ich immer eine gewisse Steife in den Gelenken und meine Finger werden richtig dick, als ob sie mit Wasser vollgepumpt wären. Aber das nahm ich in Kauf :)
Also stand ich um 7:00 Uhr auf, frühstückte noch mit meinen Eltern und fuhr die 200km nach Eschborn zur Arbeit. Ich würde diesen Weg ungern jeden morgen fahren, der reinste Streß. Kurz vor Mainz fing dann auch noch stockender Verkehr an, ich fuhr beim Wechsel A60/A671 zwischen zwei Lastwagen auf die Autobahn. Der hintere Lastwagen wollte unbedingt die Lücke schließen (der Teufel weiß, warum - wahrscheinlich schlecht gelaunt) und ich hätte erste einmal stehen müssen. Das wollte ich nicht und fuhr in die Lücke, worauf ich eine Lichthupe kassierte. Idiot. Dachte der Lastwagenfahrer wahrscheinlich auch von mir, jedenfalls machte ich mein Dachfenster zu, als ich dann auf die zweite Spur wechselte (ich hasse es, zwischen zwei Lastern zu stecken) und wir immer aneinander vorbei stauten. Nicht daß er mir noch Müll ins Auto schmeißt oder ein Kippe oder reinspuckt. Alles schon erlebt.
Als ich dann zu meiner Quarantänestation ging um weiter Software zu testen, da fiel mir auch noch auf, daß ich 1) meine Chipkarte vergessen hatte und 2) hellgraue Socken zum anthrazitfarbenen Anzug trug. Oh Mann. ;-)
Den Tag brachte ich dann doch irgendwie herum. Zum Abendessen besorgte ich mir einen Chicken-Kebap.
22.05.2001, Di. Die Firma hat zwar einen Parkplatz, aber ich hatte noch keine Parkplakette dafür. Das heißt, ich mußte mir jeden Morgen einen Parkplatz suchen. Klingt schlimm, war es aber nicht, denn ich hatte einen relativ festen Parkplatz, auf dem jedesmal etwas frei war. Heute war dieser allerdings abgeschlossen, also mußte ich mir beim real etwas suchen. 
Das war eigentlich schon das Highlight des Tages (toll!), durch den Rest kämpfte ich mich so durch. Ab Donnerstag habe ich 2 1/2 Wochen Urlaub...  noch nie hatte ich so wenig Arbeit zu übergeben oder vorzubereiten wie dieses Mal.
23.05.2001, Mi. Eigentlich hatte ich vor, mich heute nicht aufzuregen. Ich wollte den letzten Tag vor meinen 2 1/2 Wochen Urlaub very smooth begehen. Auf der Arbeit gelang dieses aber ganz gut. Doch kaum betrat ich das Treppenhaus, platzte mir spontan der Kragen. Ich war schon etwas angesäuert, daß der Klempner am 26.05. vorbeikommen will, um den Warmwasserzähler zu wechseln. Ein absolut unmöglicher Termin, weil an diesem Tag (ein Samstag, folgend auf einen Brückentag, der nach einem Feiertag liegt) und viele Leute diesen Termin für einen Kurzurlaub vorgesehen haben. Natürlich bin ich auch außer Haus. Und am Telefon bekomme ich noch Frechheiten zu hören (er denkt wohl anders darüber, aber der EQ von solchen Leuten ist nicht besonders hoch). Ok, lassen wir es so, bezahle ich halt die besondere Anfahrt extra.
Nein, das war es eigentlich nicht. Mich nervte, daß daneben noch ein Zettel hing: der Schornsteinfeger will am 30.05 vorbeikommen, um meinen unnötigen und nicht benutzten offenen Scheißkamin zu reinigen, der derzeit als Flaschenlager dient. Als ob die Typen sich absprechen, genau dann aufzutauchen, wenn ich nicht da bin, nur um mich durch doppelte Anfahrt abzuzocken. Ich spüre förmlich, wie sie ihre Schabenbeine aneinander rieben aufgrund des Geldsegens. Dreck. Den Schornsteinfeger rufe ich gar nicht erst an - da habe ich keinen Bock drauf.
Lustiger gestaltet sich da ein Brief am Pinbord: eine Mietpartei läßt einer anderen durch Anwalt bestellen, daß diese das bösartige und unmäßige Gießen der Balkonpflanzen unterlassen möge, da dadurch die untenliegende Terrasse unnutzbar würde. Ist das ein Film? Schlafe ich womöglich? Total meschugge, egal wie rum man es liest und wer recht hat, die besten Absurditäten schreibt das Leben selbst - offensichtlich. Jetzt weiß ich nicht, ob ich Angst haben soll, was mir hier alles passieren könnte... eigentlich wollte ich mir ein paar Balkonpflanzen in die vorgesehenen Blumenkästen setzen. Soll ich nun? Soll ich nicht? Die angesprochene Terasse ist unter mir. Die bösen Gießer sind über mir. Und solchen Leuten soll ich (laut Schreiben oder dummes Telefongespräch der Schornsteinfeger und Klempner) meinen Wohnungsschlüssel anvertrauen, damit diese für die Handwerker die Wohnung zugänglich machen? Womöglich komme ich aus dem Urlaub zurück und dort wohnen plötzlich fremde Leute...
24.05.2001, Do. Nachtrag: die agressiven Gießer wohnen drei Stockwerke über mir. Kaum war ich heute morgen wach geworden, schon klingelte es an der Tür. Meine Nachbarn vom gleichen Stockwerk wollten mir Ihre Schlüssel geben, weil diese 2 Wochen in die Schweiz fahren und die Überprüf-Heinis kommen. Ich fühlte mich aufgrund des Vertrauens zwar geehrt, hatte aber das gleiche Problem und lehnte ab.
Den Tag verbummelte ich weitgehend.
25.05.2001, Fr. Mein erster Schritt ging zur Bank - Sparkassenkarte und Geld abholen. Die Karte hatte ich auch gleich in der Hand, aber daß ich noch Geld wollte, vergaß ich, statt dessen ging ich mir nebenan beim Bäcker Frühstück kaufen.
Kaum war ich in der Wohnung zurück (und hatte gefrühstückt), da fing ich auch schon an, meine Sachen zu packen, um 12:00 Uhr wollte ich spätestens aus dem Haus sein.
Die nächste Station war Mainz, dort gibt es einen Laden für Maßkonfektion, den ich gerne einmal ausprobieren wollte. Mainz ist aus Sicht des Stadtunkundigen Autofahrers gesehen eine einzige Katastrophe, insbesondere das sogenannte Parkleitsystem. Permanent finden sich Schilder, wie man zu bestimmten Parkhäusern bekommt, aber die eigentlichen Einfahrten sind aufgrund fehlender Beschriftung nicht zu finden. Freie normale Parkfläche gab es ohnehin nicht. Ich kreiselte also quer durch die ganze Stadt (und wieder heraus), bis ich dann das erste Parkhaus befuhr, daß ich gefunden habe. Das nervte gewaltig - zumal es immer wärmer wurde.
Zu Fuß wurde das Klima nicht angenehmer, da ich aus Mustergründen im Anzug war. Kam aber direkt vom Parkhaus zum gesuchten Laden, weil ich mich zu Fuß schon immer gut orientieren konnte. Schild in der Türe: Mittagspause von 13-14 Uhr. Handgeschrieben. AAAAH! Also verbummelte ich die Zeit irgendwo in dieser Straße, entdeckte, daß ich fast kein Geld dabei hatte, ging zum nächsten Automaten, verbummelte weiter die Zeit. Schließlich war die Türe offen und ich betrat das Geschäft.
Da das Geschäft Sonderangebote führte, wollte ich natürlich daran teilhaben (ist sowieso teuer genug), suchte mir einen Stoff aus und ließ mich ausmessen. Ich ließ den Preis, den der Verkäufer aufnotierte, nochmals abändern, weil er natürlich den falschen aufgeschrieben hat (wen wundert es?). Schließlich war ich fertig (auch körperlich und geistig) und wollte nur noch raus. Im Parkhaus fiel ich vor dem Kassenautomaten fast in Ohmacht. 1 1/2 Stunden geparkt, 8 Mark. Nichts wie raus... aus Mainz.
Da die Autobahnen in Mainz genauso schlecht beschildert waren, fuhr ich wie jedesmal in die falsche Richtung. Ebenso routiniert merkte ich das sofort und wechselte an der nächsten Ausfahrt die Fahrtrichtung. 1 Stunde später war ich in Ensdorf und entspannte mich erst einmal, indem ich eine Präsentation fertigstellte, die ich morgen halten sollte und kämpfte gleichzeitig mit einem Allergieanfall.
26.05.2001, Sa. Auch wenn ich lange schlafen wollte, ich konnte nicht. Um 10:00 Uhr hatte ich in Kirkel-Neuhäusel auf dem Landesturnfest einen Vortrag über "Mein Verein im Internet" zu halten. Also packte ich den Beamer ins Auto, mein mobiles PC-Equipment, viele Verlängerungskabel und meine Mutter. Wir fuhren nach Kirkel und ich baute in der Schule mein Zeugs auf. Aber wie es so ist: es war ein grandioser Sonnenschein, die Schule, in der ich den Vortrag hielt war etwas entfernt vom restlichen Trubel und vor allem von den Bierständen. So stand ich also da und nix war.
Mein Vater schnappte sich einen, der sich eigentlich nur für mein Notebook interessierte, setzte sich selbst dazu und so hielt ich den Vortrag vor zwei Personen. Ich sage Euch: Publikum braucht eine gewisse Größe, ich versuchte zwar das Ding so professionell wie möglich durchzuziehen (und sagte, nachdem ich mich an die Zuschauermenge gewöhnt hatte, automatisch "Sie"), aber ohne ein echtes Feedback geht das einfach nicht richtig. Normalerweise gibt es bei mir eine sehr enge Feedbackschleife zwischen Publikum und mir, die meine Vortragsweise beeinflussen.
Aber nichts war. Diejenigen, die anschließend ihre Vorträge halten sollten, hatten dann ganz auf Zuschauer zu verzichten. Gut - wandert die Präsentation halt auf eine meiner Websites...
Danach fuhr ich noch kurz in den real einkaufen (der gute Merziger Apfelsaft war im Saarland im Sonderangebot - in Frankfurt nicht) und legte mich auf die Couch...
27.05.2001, So. ... was ich im übrigen auch am Sonntag tat.


- - - - N ä c h s t e   W o c h e - - - -

28.05.-03.06.2001