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I
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- - - - D
i e s e W o c h e - - - - |
| 21.05.2001,
Mo. |
Uoooaahh. Und wieder rächte sich das exzessive Grillen einer
Feier. Vom vielen Fleisch bekomme ich immer eine gewisse Steife in den Gelenken
und meine Finger werden richtig dick, als ob sie mit Wasser vollgepumpt wären.
Aber das nahm ich in Kauf :)
Also stand ich um 7:00 Uhr auf, frühstückte noch mit meinen Eltern und fuhr
die 200km nach Eschborn zur Arbeit. Ich würde diesen Weg ungern jeden morgen
fahren, der reinste Streß. Kurz vor Mainz fing dann auch noch stockender
Verkehr an, ich fuhr beim Wechsel A60/A671 zwischen zwei Lastwagen auf die
Autobahn. Der hintere Lastwagen wollte unbedingt die Lücke schließen (der
Teufel weiß, warum - wahrscheinlich schlecht gelaunt) und ich hätte erste
einmal stehen müssen. Das wollte ich nicht und fuhr in die Lücke, worauf ich
eine Lichthupe kassierte. Idiot. Dachte der Lastwagenfahrer wahrscheinlich auch
von mir, jedenfalls machte ich mein Dachfenster zu, als ich dann auf die zweite
Spur wechselte (ich hasse es, zwischen zwei Lastern zu stecken) und wir immer
aneinander vorbei stauten. Nicht daß er mir noch Müll ins Auto schmeißt oder
ein Kippe oder reinspuckt. Alles schon erlebt.
Als ich dann zu meiner Quarantänestation ging um weiter Software zu testen, da
fiel mir auch noch auf, daß ich 1) meine Chipkarte vergessen hatte und 2)
hellgraue Socken zum anthrazitfarbenen Anzug trug. Oh Mann. ;-)
Den Tag brachte ich dann doch irgendwie herum. Zum Abendessen besorgte ich mir
einen Chicken-Kebap.
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| 22.05.2001,
Di. |
Die Firma hat zwar einen Parkplatz, aber ich hatte noch keine
Parkplakette dafür. Das heißt, ich mußte mir jeden Morgen einen Parkplatz
suchen. Klingt schlimm, war es aber nicht, denn ich hatte einen relativ festen
Parkplatz, auf dem jedesmal etwas frei war. Heute war dieser allerdings
abgeschlossen, also mußte ich mir beim real etwas suchen.
Das war eigentlich schon das Highlight des Tages (toll!), durch den Rest
kämpfte ich mich so durch. Ab Donnerstag habe ich 2 1/2 Wochen Urlaub... noch
nie hatte ich so wenig Arbeit zu übergeben oder vorzubereiten wie dieses Mal.
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| 23.05.2001,
Mi. |
Eigentlich hatte ich vor, mich heute nicht aufzuregen. Ich
wollte den letzten Tag vor meinen 2 1/2 Wochen Urlaub very smooth begehen. Auf
der Arbeit gelang dieses aber ganz gut. Doch kaum betrat ich das Treppenhaus, platzte
mir spontan der Kragen. Ich war schon etwas angesäuert, daß der Klempner
am 26.05. vorbeikommen will, um den Warmwasserzähler zu wechseln. Ein absolut
unmöglicher Termin, weil an diesem Tag (ein Samstag, folgend auf einen
Brückentag, der nach einem Feiertag liegt) und viele Leute diesen Termin für
einen Kurzurlaub vorgesehen haben. Natürlich bin ich auch außer Haus. Und am
Telefon bekomme ich noch Frechheiten zu hören (er denkt wohl anders darüber,
aber der EQ von solchen Leuten ist nicht besonders hoch). Ok, lassen wir es so,
bezahle ich halt die besondere Anfahrt extra.
Nein, das war es eigentlich nicht. Mich nervte, daß daneben noch ein Zettel
hing: der Schornsteinfeger will am 30.05 vorbeikommen, um meinen unnötigen und
nicht benutzten offenen Scheißkamin zu reinigen, der derzeit als Flaschenlager
dient. Als ob die Typen sich absprechen, genau dann aufzutauchen, wenn ich nicht
da bin, nur um mich durch doppelte Anfahrt abzuzocken. Ich spüre förmlich, wie
sie ihre Schabenbeine aneinander rieben aufgrund des Geldsegens. Dreck. Den
Schornsteinfeger rufe ich gar nicht erst an - da habe ich keinen Bock drauf.
Lustiger gestaltet sich da ein Brief am Pinbord: eine Mietpartei läßt einer
anderen durch Anwalt bestellen, daß diese das bösartige und unmäßige Gießen
der Balkonpflanzen unterlassen möge, da dadurch die untenliegende Terrasse
unnutzbar würde. Ist das ein Film? Schlafe ich womöglich? Total meschugge,
egal wie rum man es liest und wer recht hat, die besten Absurditäten schreibt
das Leben selbst - offensichtlich. Jetzt weiß ich nicht, ob ich Angst haben
soll, was mir hier alles passieren könnte... eigentlich wollte ich mir ein paar
Balkonpflanzen in die vorgesehenen Blumenkästen setzen. Soll ich nun? Soll ich
nicht? Die angesprochene Terasse ist unter mir. Die bösen Gießer sind über
mir. Und solchen Leuten soll ich (laut Schreiben oder dummes Telefongespräch
der Schornsteinfeger und Klempner) meinen Wohnungsschlüssel anvertrauen, damit
diese für die Handwerker die Wohnung zugänglich machen? Womöglich komme ich
aus dem Urlaub zurück und dort wohnen plötzlich fremde Leute...
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| 24.05.2001,
Do. |
Nachtrag: die agressiven Gießer wohnen drei Stockwerke über
mir. Kaum war ich heute morgen wach geworden, schon klingelte es an der Tür.
Meine Nachbarn vom gleichen Stockwerk wollten mir Ihre Schlüssel geben, weil
diese 2 Wochen in die Schweiz fahren und die Überprüf-Heinis kommen. Ich
fühlte mich aufgrund des Vertrauens zwar geehrt, hatte aber das gleiche Problem
und lehnte ab.
Den Tag verbummelte ich weitgehend.
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| 25.05.2001,
Fr. |
Mein erster Schritt ging zur Bank - Sparkassenkarte und Geld abholen.
Die Karte hatte ich auch gleich in der Hand, aber daß ich noch Geld wollte, vergaß ich, statt
dessen ging ich mir nebenan beim Bäcker Frühstück kaufen.
Kaum war ich in der Wohnung zurück (und hatte gefrühstückt), da fing ich auch schon an, meine
Sachen zu packen, um 12:00 Uhr wollte ich spätestens aus dem Haus sein.
Die nächste Station war Mainz, dort gibt es einen Laden für Maßkonfektion, den ich gerne
einmal ausprobieren wollte. Mainz ist aus Sicht des Stadtunkundigen Autofahrers gesehen eine
einzige Katastrophe, insbesondere das sogenannte Parkleitsystem. Permanent finden sich Schilder, wie
man zu bestimmten Parkhäusern bekommt, aber die eigentlichen Einfahrten sind aufgrund fehlender
Beschriftung nicht zu finden. Freie normale Parkfläche gab es ohnehin nicht. Ich kreiselte also quer
durch die ganze Stadt (und wieder heraus), bis ich dann das erste Parkhaus befuhr, daß ich
gefunden habe. Das nervte gewaltig - zumal es immer wärmer wurde.
Zu Fuß wurde das Klima nicht angenehmer, da ich aus Mustergründen im Anzug war. Kam aber direkt vom
Parkhaus zum gesuchten Laden, weil ich mich zu Fuß schon immer gut orientieren konnte. Schild in der Türe:
Mittagspause von 13-14 Uhr. Handgeschrieben. AAAAH! Also verbummelte ich die Zeit irgendwo in dieser Straße,
entdeckte, daß ich fast kein Geld dabei hatte, ging zum nächsten Automaten, verbummelte weiter die Zeit.
Schließlich war die Türe offen und ich betrat das Geschäft.
Da das Geschäft Sonderangebote führte, wollte ich natürlich daran teilhaben (ist sowieso teuer genug), suchte
mir einen Stoff aus und ließ mich ausmessen. Ich ließ den Preis, den der Verkäufer aufnotierte, nochmals abändern,
weil er natürlich den falschen aufgeschrieben hat (wen wundert es?). Schließlich war ich fertig (auch körperlich
und geistig) und wollte nur noch raus. Im Parkhaus fiel ich vor dem Kassenautomaten fast in Ohmacht. 1 1/2 Stunden
geparkt, 8 Mark. Nichts wie raus... aus Mainz.
Da die Autobahnen in Mainz genauso schlecht beschildert waren, fuhr ich wie jedesmal in die falsche Richtung.
Ebenso routiniert merkte ich das sofort und wechselte an der nächsten Ausfahrt die Fahrtrichtung.
1 Stunde später war ich in Ensdorf und entspannte mich erst einmal, indem ich eine Präsentation
fertigstellte, die ich morgen halten sollte und kämpfte gleichzeitig mit einem Allergieanfall.
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| 26.05.2001,
Sa. |
Auch wenn ich lange schlafen wollte, ich konnte nicht. Um 10:00 Uhr hatte ich in
Kirkel-Neuhäusel auf dem Landesturnfest einen Vortrag über "Mein Verein im Internet" zu halten. Also
packte ich den Beamer ins Auto, mein mobiles PC-Equipment, viele Verlängerungskabel und meine Mutter.
Wir fuhren nach Kirkel und ich baute in der Schule mein Zeugs auf. Aber wie es so ist: es war ein
grandioser Sonnenschein, die Schule, in der ich den Vortrag hielt war etwas entfernt vom restlichen
Trubel und vor allem von den Bierständen. So stand ich also da und nix war.
Mein Vater schnappte sich
einen, der sich eigentlich nur für mein Notebook interessierte, setzte sich selbst dazu und so hielt
ich den Vortrag vor zwei Personen. Ich sage Euch: Publikum braucht eine gewisse Größe, ich versuchte
zwar das Ding so professionell wie möglich durchzuziehen (und sagte, nachdem ich mich an die Zuschauermenge
gewöhnt hatte, automatisch "Sie"), aber ohne ein echtes Feedback geht das einfach nicht richtig. Normalerweise
gibt es bei mir eine sehr enge Feedbackschleife zwischen Publikum und mir, die meine Vortragsweise beeinflussen.
Aber nichts war. Diejenigen, die anschließend ihre Vorträge halten sollten, hatten dann ganz auf Zuschauer zu
verzichten. Gut - wandert die Präsentation halt auf eine meiner Websites...
Danach fuhr ich noch kurz in den real einkaufen (der gute Merziger Apfelsaft war im Saarland im Sonderangebot -
in Frankfurt nicht) und legte mich auf die Couch...
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| 27.05.2001,
So. |
... was ich im übrigen auch am Sonntag tat.
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