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- - - - 15.01.2001- 31.12.2001 - - - -

früher 2000 
Januar     15.01.-21.01.2001 22.01.-28.01.2001 28.01.-31.01.2001  
Februar 01.02.-04.02.2001 04.02.-11.02.2001 12.02.-18.02.2001 19.02.-25.02.2001 26.02.-28.02.2001  
März 01.03.-04.03.2001 05.03.-11.03.2001 12.03.-18.03.2001 19.03.-25.03.2001 26.03.-31.03.2001  
April 01.04.-01.04.2001 02.04.-08.04.2001 09.04.-15.04.2001 16.04.-22.04.2001 23.04.-29.04.2001 30.04.-30.04.2001
Mai 01.05.-06.05.2001 07.05.-13.05.2001 14.05.-20.05.2001 21.05.-27.05.2001 28.05.-31.05.2001  
Juni 01.06.-03.06.2001 04.06.-10.06.2001 11.06.-17.06.2001 18.06.-24.06.2001 25.06.-30.06.2001  
Juli 01.07.-01.07.2001 02.07.-08.07.2001 09.07.-15.07.2001 16.07.-22.07.2001 23.07.-29.07.2001 30.07.-31.07.2001
August 01.08.-05.08.2001 06.08.-12.08.2001 13.08.-19.08.2001 20.08.-26.08.2001 27.08.-31.08.2001  
September 01.09.-02.09.2001 03.09.-09.09.2001 10.09.-16.09.2001 17.09.-23.09.2001 24.09.-30.09.2001  
Oktober 01.10.-07.10.2001 08.10.-14.10.2001 15.10.-21.10.2001 22.10.-28.10.2001 29.10.-30.10.2001   
November 01.11.-04.11.2001 05.11.-11.11.2001 12.11.-18.11.2001 19.11.-25.11.2001 26.11.-30.11.2001    
Dezember 02.12.-02.12.2001 03.12.-09.12.2001 10.12.-16.12.2001 17.12.-23.12.2001 24.12.-30.12.2001 31.12.-31.12.2001
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I

 

- - - - D i e s e   W o c h e - - - -

28.05.2001, Mo. Na, ich hatte doch Urlaub!
Trotzdem war ich um 09:00 Uhr schon wach. Also frühstückte ich, schnappte mir das Buch "Idoru" von William Gibson und las es fertig (ja, ich hatte schon früher angefangen. Das war der Rest)
Anschließend informierte ich mich online über die Neuigkeiten, aß zu mittag und schlief zwei Stunden auf unserer genialen breiten Couch.
Anschließend fuhr ich noch nach Saarlouis, um in meinen Buchgeschäften etwas herumzustöbern. Auf dem Weg dorthin kreuzte eine ehemalige Mitschülerin meinen Weg doch ich wurde gottseidank nicht erkannt. Es hat schon seine Vorteile, wenn andere ihre Nase so hoch tragen, daß die kleinen Menschlein nicht mehr gesehen werden. Schwieriger wurde es, als sie in der zweiten Buchhandlung schon anwesend war, als ich hineinkam. Also drückte ich mich an den Wänden in möglichst großem Abstand zu meinen Science Fiction durch (für sie bekanntermaßen kein Thema) und suchte mir ein Buch aus. Ich schwankte zwischen einem Bedford und einem Iain Banks ("Inversionen"), entschied mich aber vom Umschlagstext für den Banks (außerdem mußte Banks "Vor einem dunklen Hintergrund" wiedergutmachen). Wieder durch die Buchhandlung zur Kasse gerobbt und nichts wie raus.
Da das Wetter schön war, setzte ich mich in der Altstadt vor ein Kaffee und fing bei einem Eis an, das Buch zu lesen, kam aber nicht weit, weil das gerade geschilderte Ergebnis einer Folterung für mich weder komisch war noch zum Wetter noch zu meiner Stimmung passte. Also guckte ich mir viel lieber die Leute in der Umgebung an. Auf der einen Seite hat Saarlouis auch auf der ästetischen Seite Glanzpunkte zu bieten auf der anderen Seite ist es aber manchmal schmerzhaft, mit welcher Figur bestimmte Kleidung kombiniert wird. Manche Kleider darf man einfach nicht anziehen, wenn man dick ist (ich muß das ja wissen). Um 18:30 fuhr ich nach Ensdorf zurück und las weiter bis zur Seite 140 und ärgerte mich, daß vom gepriesenen "humorvoll" auf der Rückenseite gerade ein etwas verhaltender Lacher übrigblieb, der mir dann im Augenblick des Geschehens auch noch besonders auffiel. Ferner stelle ich die Frage, wenn im englischen Text für eine bestimmte Faltung von Stoff das Wort "rosette" benutzt wird und welches es auch genau so im Deutschen gibt, warum dies unbedingt mit "schließmuskelförmig" übersetzt werden muß - diese Übersetzung hatte keinerlei Bezug zum Kontext und wirkte mehr als deplaziert. Naja... vielleicht kennt die Übersetzerin das Wort nur aus diesem speziellen ANALytischen Sprachgebrauch.
29.05.2001, Di. Ich erinnerte mich, was ich unbedingt noch hier im Saarland machen wollte: den automatischen Geldzähler der Kreissparkasse Saarlouis benutzen. Ich hatte wirklich keinen Bock darauf, wieder 200 DM in Münzgeld manuell zu sortieren, zu zählen und in Banderolen einzurollen. Und (wie ich früher schon einmal geschildert habe) scheinen die sonstigen Sparkassen auf der Welt so einen Service nicht anzubieten. Außerdem hatte ich bei der Taunus Sparkasse ein kostenloses Online-Konto und ich hätte für diese belegbehaftete Einzahlung selbst noch Gebühren bezahlen müssen. Also nahm ich meine Geldtasche aus der Reisetasche und fuhr nach Saarlouis. Schrecken breitete sich auf meinem Gesicht aus, als ich den Geldzähler sah... ein Schild "Zur Zeit leider außer Funktion". Oh Gott. Ich weiß ja, wie lange es dauert, bis bei anderen Sparkassen oder Geschäften ein Gerät wieder funktioniert, trotzdem traute ich mich an der Information zu fragen (es konnte ja sein, daß es noch innerhalb dieser Woche repariert würde und dann hätte ich noch eine Chance).
Doch wieder einmal zeigte mir meine geliebte Kreissparkasse Saarlouis, daß sie etwas anders ist als andere Geldinstitute: "In einer halben oder 3/4 Stunde sollte es wieder gehen". Ich dankte verblüfft und ging einfach noch etwas durch die Stadt bummeln. Ich mag Saarlouis. Jeder mag Saarlouis, der es kennt <grins>.
Eine halbe Stunde später funktionierte der Geldzähler tatsächlich wieder und ich sortierte erfolgreich mein Kleingeld durch den Apparat. Er machte sogar noch mehr, indem er das Geld direkt behielt und auf mein Konto gutschrieb (vor zwei Jahren mußte ich noch das Säckchen mit dem Kleingeld zur Kasse tragen). Ja, absolut befriedigend.
Da es draußen drückend heiß war und mein Heuschnupfen etwas reagierte, fuhr ich wieder nach Hause zurück und las das gestern erworbene Buch "Inversionen" weiter bis ich die letzte Seite um 24:00 Uhr (unbefriedigt - erzähle ich in der noch zu tippenden Buchbesprechung) umblätterte.
30.05.2001, Mi. Nachdem ich endlich einmal etwas länger schlief, ging es am späten morgen ins IKEA, um einfach mal durchzulaufen. Dabei fiel mir ein, daß ich unbedingt mein Arbeitszimmer komplett neu einrichen muß, weil die Raumausnutzung im Moment einfach ineffizient ist und durch viele zeitlich verstreute Zukäufe sehr gemischt aussieht.
Im Ikea aßen wir auch zu mittag. Faszinierend. Getränke mit beliebigem Refill für 2,50.
Abends telefonierte ich noch mit Thomas und wir beschlossen kurzerhand, ins Kino zu gehen. Doch nachdem wir uns bei ihm in der Wohnung trafen und dort noch jemand wegen eines PC-Problems war, verpaßten wir schließlich die 20:00 Uhr Vorstellungen. Was nun? Also zuerst einmal Pizza bestellt, welche recht spät geliefert wurde. Der Lieferant ließ die mitbestellte Flasche Cola im Flur fallen - unkaputtbar bezieht sich bei PET nicht auf den Verschluß und ein halber Liter verstaute den Treppenaufgang.
Als die Pizza dann vernichtet war, fuhren wir ins Kino und schauten uns "Die Purpurnen Flüsse" mit Jean Reno an. Fing gut an, fiel aber zum Ende hin gnadenlos ab. Viel Aufmerksamkeit wurde auf Details gerichtet, die für die Handlung unwichtig waren. Beste Szene nach einhelliger Meinung: die Prügelszene im Hintergebäude einer Kneipe, bei der zwei "Unbeteiligte" parallel ein Videospiel spielten (sah nach Tekken aus) und die Kommentare und die Hintergrundmusik aus dem Spiel auf die Schläge, Tritte und Aktionen passten ("Excellent!", "Gaaaame ooover!"). Der blöden und unnötigen Werbung vor der 23 Uhr Vorstellung im Cinestar ist es zu verdanken, daß ich schließlich erst um 2 Uhr nachts wieder zuhause war und um 4 Uhr im Bett.
31.05.2001, Do. Trotz größter Anstrengung gelang es mir wieder nicht, länger als bis 10:00 Uhr zu schlafen. Übelgelaunt und müde beschloß ich, den Tag weitgehend auf der Couch zu verbringen. Ok, letztendlich flickte ich noch einen defekten Fön (das wird aber nicht lange halten), aber das war es auch schon.
Abends rannte ich noch kurz über die Saarlouiser Emmes (eines der vielen Stadtfeste), konnte aber niemanden finden, den ich kannte.
01.06.2001, Fr. Heute schien mein Heuschnupfen seinen Höhepunkt erreicht zu haben. Also blieb ich den ganzen Tag im Haus, stöhnte herum, machte mich durch mein Asthmamittel hypernervös und trotzdem ging es mir nicht besser.
Der Fön war wieder auch wieder kaputt - scheiß Plastikkrempel. Aber das Ding nochmals aufzumachen und nochmals daran herumzufrickeln, das war es einfach nicht wert.
Nu, aber trotzdem gab es noch eine freudige Überraschung. Mitte Mai hatte ich mir ein paar Aktien von OTI nachgekauft, wo ich dachte, daß diese mittlerweile ganz unten waren. Aber sie haben dann diese Woche ein relativ stabiles Niveau nach unten verlassen und ich war schon voller Sorge, daß ich mich verschätzt hätte - ich ging eigentlich davon aus, daß der einzige Weg nach oben führen sollte... heute wars dann soweit. Das Zeug verließ den Zitterpfad wieder und stieg an einem Tag um 14%, war also in einer Dimension angelangt, wo ich mit einem dicken Plus verkaufen könnte. Aber ich habe da so eine Ahnung und werde wohl erst am Montag morgen (wenn ich zurück in Frankfurt bin) entscheiden, was ich machen werde.
02.06.2001, Sa. Heute hatte ich um 11:00 Uhr einen Termin in Perl, d.h. 30 Minuten fahren. Blöd, da  ich erst um 10:00 Uhr wach wurde. Also hetzte ich ohne Frühstück aus dem Haus und war rechtzeitig da. Wir besprachen das weitere Vorgehen bezüglich www.schmitt-weber.de und ich ging mit etwas Arbeit (und einer Flasche Wein für meine Eltern) nach Hause.
Auf dem Rückweg fuhr ich noch im real vorbei, da (zumindest im Saarland) gerade ein Sonderangebot für 1 l Cola angeboten wurde und ich deckte mich mit zwei Kästen ein. Anschließend ruhte ich mich in Ensdorf kurz aus und bereitete mich auf die Geburtstagsfeier von Thomas vor - sollte laut Mailingliste (!!) um 16:00 Uhr beginnen.
Geplant war: Schwenken im Garten (für nicht-Saarländer: das ist eine besondere Form des Grillens) in Saarbrücken, lustig sein/werden, Feuerwerk in Saarlouis. Vom Schwenken ließen wir uns trotz der Witterungs-Einwände (Regenschauer, Wind, Kälte) nicht abhalten, ausreichend Paravants waren vorhanden. Lustig war es in der Tat. Nur die Sache mit dem Feuerwerk: ich weiß nicht warum, aber das ließen wir bleiben. Am Entscheidungsprozeß nahm ich nicht teil, da ich die Aufgabe übernahm, ein paar Kids den Umgang mit Command & Conquer (Teil 1)  beizubringen. Irgendwann waren die soweit, daß sie Ihre Armeen selbst führen konnten und ich konnte mich so wieder der Unterhaltung widmen.
Um 4:00 Uhr war ich wieder nach Ensdorf zurück. Uff.
03.06.2001, So. Der Tag verlief wieder äußerst müde, weil das Maximum an Schlaf wieder nur bis 10:30 reichte. Ok, da war schon eine kleine Steigerung drin, aber nicht genug. Nach Frühstück, Fernsehen und Mittagessen packte ich langsam meine Sachen zusammen. Wir hatten da noch ein Zimmer, in dem alle "Reste" von meinen Schwestern und mir drin stehen, die bei Umzügen vorläufig in Ensdorf blieben sowie Teile von Möbeln und "Kram", der noch keinen richtigen Platz im Haus finden konnte (auch nach 20 Jahren nicht) - andererseits handelt es sich aber nicht um Sachen, die für den Dachboden oder Keller vorgesehen sind.
Jedenfalls suchte ich diesmal wieder Teile aus, die ich mitnehmen wollte: mein CBM 8032, mein Schneider CPC mit Monitor und diverse Schablonen und Kartons aus meinen Airbrush-Beständen.
Außerdem baute ich einen Turm von Dingen, die ich das nächste Mal mitnehmen wollte und sortierte Dinge aus, die endgültig in den Müll wandern sollten: ein defekter IBM-Monitor 15kHz, ein EGA-Farbmonitor (22kHz / den habe ich aber nicht angeschleppt!), ein alter Zenith 8088, eine Floppy Commodore 1541 und das Gehäuse eines NEC Pinwriters 5XL (DIN A3-Farb-Matrixdrucker).
Danach war ich ganz schön fertig. Es war stickig, staubig, schwül. Nach einem kurzen Abstecher zu meiner Großmutter fuhr ich dann nach Schwalbach zurück. Das Wetter war irgendwie wahnsinnig (schon den ganzen Tag über). Prasselnder Regen, strahlender Sonnenschein. Auf der Autobahn wurde es noch krasser... Leichter Nieselregen, als ich auf die Autobahn auffuhr. Am Autobahnkreuz Saarbrücken fuhr ich mit offenem Dach. Zwischen Neunkirchen Spiesen und Neunkirchen Oberstadt Graupel. Bei Homburg Sonnenschein, auf Höhe Kaiserlautern starker Regen mit Seitenwinden. Anschließend wieder Sonnenbrille und trockene Fahrbahn bis Mainz. Dann leichter Nieselregen.
Gottseidank war es wieder trocken, als ich meine "Schätze" auslud und in den Fahrstuhl stellte. Schrecksekunde: das Stromkabel meines CBM 8032 hatte sich abgerollt und ich habe es nicht gemerkt. Ich drückte meine Etage im Aufzug und die Tür ging zu. Der Stecker meines Oldies hing allerdings noch draußen und der Fahrstuhl bewegte sich wiederwillig nach oben und machte erschreckende Geräusche. Als sich die Türe im 1.OG wieder öffnete, da hing der Stecker unter dem Fahrstuhl und das Kabel ging durch den Spalt zwischen Türe und Wand. Doch ich konnte es nicht einfach herausziehen und das Ergebnis war, daß das Kabel abriß und der Stecker im Spalt feststeckte. Das konnte ich nicht so lassen, deswegen nahm ich einen Hammer und schlug den Stecker ganz durch den Schlitz, so daß er nach unten durchfiel und so nicht mehr hindern konnte (ich möchte gerne wissen, was die Leute von der Aufzugwartung über den Stecker denken, wenn sie ihn finden). Jetzt ist mein CBM leider nicht mehr ganz original... bäääh.
Jetzt war ich nach allem so müde, daß ich während Terminator noch lief ausschaltete und mich ins Bett legte.


- - - - N ä c h s t e   W o c h e - - - -

04.06.-10.06.2001