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i e s e W o c h e - - - - |
| 28.05.2001,
Mo. |
Na, ich hatte doch Urlaub!
Trotzdem war ich um 09:00 Uhr schon wach. Also frühstückte ich, schnappte mir das Buch "Idoru"
von William Gibson und las es fertig (ja, ich hatte schon früher angefangen. Das war der Rest)
Anschließend informierte ich mich online über die Neuigkeiten, aß zu mittag und schlief zwei Stunden
auf unserer genialen breiten Couch.
Anschließend fuhr ich noch nach Saarlouis, um in meinen Buchgeschäften etwas herumzustöbern. Auf dem Weg dorthin
kreuzte eine ehemalige Mitschülerin meinen Weg doch ich wurde gottseidank nicht erkannt. Es hat schon seine Vorteile,
wenn andere ihre Nase so hoch tragen, daß die kleinen Menschlein nicht mehr gesehen werden. Schwieriger wurde es, als
sie in der zweiten Buchhandlung schon anwesend war, als ich hineinkam. Also drückte ich mich an den Wänden in möglichst
großem Abstand zu meinen Science Fiction durch (für sie bekanntermaßen kein Thema) und suchte mir ein Buch aus. Ich
schwankte zwischen einem Bedford und einem Iain Banks ("Inversionen"), entschied mich aber vom Umschlagstext für den
Banks (außerdem mußte Banks "Vor einem dunklen Hintergrund" wiedergutmachen).
Wieder durch die Buchhandlung zur Kasse gerobbt und nichts wie raus. Da das Wetter schön war, setzte ich mich
in der Altstadt vor ein Kaffee und fing bei einem Eis an, das Buch zu lesen, kam aber nicht weit, weil das gerade
geschilderte Ergebnis einer Folterung für mich weder komisch war noch zum Wetter noch zu meiner Stimmung passte.
Also guckte ich mir viel lieber die Leute in der Umgebung an. Auf der einen Seite hat Saarlouis auch auf der
ästetischen Seite Glanzpunkte zu bieten auf der anderen Seite ist es aber manchmal schmerzhaft, mit welcher
Figur bestimmte Kleidung kombiniert wird. Manche Kleider darf man einfach nicht anziehen, wenn man dick ist (ich
muß das ja wissen). Um 18:30 fuhr ich nach Ensdorf zurück und las weiter bis zur Seite 140 und ärgerte mich,
daß vom gepriesenen "humorvoll" auf der Rückenseite gerade ein etwas verhaltender Lacher übrigblieb, der mir dann im
Augenblick des Geschehens auch noch besonders auffiel. Ferner stelle ich die Frage, wenn im englischen Text für eine
bestimmte Faltung von Stoff das Wort "rosette" benutzt wird und welches es auch genau so im Deutschen gibt, warum dies
unbedingt mit "schließmuskelförmig" übersetzt werden muß - diese Übersetzung hatte keinerlei Bezug zum Kontext und
wirkte mehr als deplaziert. Naja... vielleicht kennt die Übersetzerin das Wort nur aus diesem speziellen ANALytischen
Sprachgebrauch.
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| 29.05.2001,
Di. |
Ich erinnerte mich, was ich unbedingt noch hier im Saarland machen wollte: den
automatischen Geldzähler der Kreissparkasse Saarlouis benutzen. Ich hatte wirklich keinen Bock darauf,
wieder 200 DM in Münzgeld manuell zu sortieren, zu zählen und in Banderolen einzurollen. Und (wie ich früher
schon einmal geschildert habe) scheinen die sonstigen Sparkassen auf der Welt so einen Service nicht
anzubieten. Außerdem hatte ich bei der Taunus Sparkasse ein kostenloses Online-Konto und ich hätte für
diese belegbehaftete Einzahlung selbst noch Gebühren bezahlen müssen. Also nahm ich meine Geldtasche aus
der Reisetasche und fuhr nach Saarlouis. Schrecken breitete sich auf meinem Gesicht aus, als ich den Geldzähler
sah... ein Schild "Zur Zeit leider außer Funktion". Oh Gott. Ich weiß ja, wie lange es dauert, bis bei anderen
Sparkassen oder Geschäften ein Gerät wieder funktioniert, trotzdem traute ich mich an der Information zu fragen
(es konnte ja sein, daß es noch innerhalb dieser Woche repariert würde und dann hätte ich noch eine Chance).
Doch wieder einmal zeigte mir meine geliebte Kreissparkasse Saarlouis, daß sie etwas anders ist als andere
Geldinstitute: "In einer halben oder 3/4 Stunde sollte es wieder gehen". Ich dankte verblüfft und ging einfach
noch etwas durch die Stadt bummeln. Ich mag Saarlouis. Jeder mag Saarlouis, der es kennt <grins>.
Eine halbe Stunde später funktionierte der Geldzähler tatsächlich wieder und ich sortierte erfolgreich
mein Kleingeld durch den Apparat. Er machte sogar noch mehr, indem er das Geld direkt behielt und auf
mein Konto gutschrieb (vor zwei Jahren mußte ich noch das Säckchen mit dem Kleingeld zur Kasse tragen).
Ja, absolut befriedigend.
Da es draußen drückend heiß war und mein Heuschnupfen etwas reagierte, fuhr ich wieder nach Hause zurück und
las das gestern erworbene Buch "Inversionen" weiter bis ich die letzte Seite um 24:00 Uhr (unbefriedigt -
erzähle ich in der noch zu tippenden Buchbesprechung) umblätterte.
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| 30.05.2001,
Mi. |
Nachdem ich endlich einmal etwas länger schlief, ging es am späten morgen
ins IKEA, um einfach mal durchzulaufen. Dabei fiel mir ein, daß ich unbedingt mein Arbeitszimmer
komplett neu einrichen muß, weil die Raumausnutzung im Moment einfach ineffizient ist und durch
viele zeitlich verstreute Zukäufe sehr gemischt aussieht.
Im Ikea aßen wir auch zu mittag. Faszinierend. Getränke mit beliebigem Refill für 2,50.
Abends telefonierte ich noch mit Thomas und wir beschlossen kurzerhand, ins Kino zu gehen.
Doch nachdem wir uns bei ihm in der Wohnung trafen und dort noch jemand wegen eines PC-Problems
war, verpaßten wir schließlich die 20:00 Uhr Vorstellungen. Was nun? Also zuerst einmal Pizza
bestellt, welche recht spät geliefert wurde. Der Lieferant ließ die mitbestellte Flasche Cola
im Flur fallen - unkaputtbar bezieht sich bei PET nicht auf den Verschluß und ein halber Liter
verstaute den Treppenaufgang.
Als die Pizza dann vernichtet war, fuhren wir ins Kino und schauten uns "Die Purpurnen Flüsse"
mit Jean Reno an. Fing gut an, fiel aber zum Ende hin gnadenlos ab. Viel Aufmerksamkeit wurde
auf Details gerichtet, die für die Handlung unwichtig waren. Beste Szene nach einhelliger
Meinung: die Prügelszene im Hintergebäude einer Kneipe, bei der zwei "Unbeteiligte" parallel
ein Videospiel spielten (sah nach Tekken aus) und die Kommentare und die Hintergrundmusik
aus dem Spiel auf die Schläge, Tritte und Aktionen passten ("Excellent!", "Gaaaame ooover!").
Der blöden und unnötigen Werbung vor der 23 Uhr Vorstellung im Cinestar ist es zu verdanken, daß
ich schließlich erst um 2 Uhr nachts wieder zuhause war und um 4 Uhr im Bett.
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| 31.05.2001,
Do. |
Trotz größter Anstrengung gelang es mir wieder nicht, länger als bis 10:00 Uhr
zu schlafen. Übelgelaunt und müde beschloß ich, den Tag weitgehend auf der Couch zu verbringen.
Ok, letztendlich flickte ich noch einen defekten Fön (das wird aber nicht lange halten), aber
das war es auch schon.
Abends rannte ich noch kurz über die Saarlouiser Emmes (eines der vielen Stadtfeste), konnte
aber niemanden finden, den ich kannte.
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| 01.06.2001,
Fr. |
Heute schien mein Heuschnupfen seinen Höhepunkt erreicht zu haben. Also
blieb ich den ganzen Tag im Haus, stöhnte herum, machte mich durch mein Asthmamittel
hypernervös und trotzdem ging es mir nicht besser.
Der Fön war wieder auch wieder kaputt - scheiß Plastikkrempel. Aber das Ding nochmals
aufzumachen und nochmals daran herumzufrickeln, das war es einfach nicht wert.
Nu, aber trotzdem gab es noch eine freudige Überraschung. Mitte Mai hatte ich mir ein
paar Aktien von OTI nachgekauft, wo ich dachte, daß diese mittlerweile ganz unten waren.
Aber sie haben dann diese Woche ein relativ stabiles Niveau nach unten verlassen und ich war
schon voller Sorge, daß ich mich verschätzt hätte - ich ging eigentlich davon aus, daß der
einzige Weg nach oben führen sollte... heute wars dann soweit. Das Zeug verließ den Zitterpfad wieder
und stieg an einem Tag um 14%, war also in einer Dimension angelangt, wo ich mit einem dicken
Plus verkaufen könnte. Aber ich habe da so eine Ahnung und werde wohl erst am Montag morgen (wenn ich
zurück in Frankfurt bin) entscheiden, was ich machen werde.
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| 02.06.2001,
Sa. |
Heute hatte ich um 11:00 Uhr einen Termin in Perl, d.h. 30
Minuten fahren. Blöd, da ich erst um 10:00 Uhr wach wurde. Also hetzte
ich ohne Frühstück aus dem Haus und war rechtzeitig da. Wir besprachen das
weitere Vorgehen bezüglich www.schmitt-weber.de
und ich ging mit etwas Arbeit (und einer Flasche Wein für meine Eltern) nach
Hause.
Auf dem Rückweg fuhr ich noch im real vorbei, da (zumindest im Saarland) gerade
ein Sonderangebot für 1 l Cola angeboten wurde und ich deckte mich mit zwei
Kästen ein. Anschließend ruhte ich mich in Ensdorf kurz aus und bereitete mich
auf die Geburtstagsfeier von Thomas vor - sollte laut Mailingliste (!!) um 16:00
Uhr beginnen.
Geplant war: Schwenken im Garten (für nicht-Saarländer: das ist eine besondere
Form des Grillens) in Saarbrücken, lustig sein/werden, Feuerwerk in Saarlouis.
Vom Schwenken ließen wir uns trotz der Witterungs-Einwände (Regenschauer,
Wind, Kälte) nicht abhalten, ausreichend Paravants waren vorhanden. Lustig war
es in der Tat. Nur die Sache mit dem Feuerwerk: ich weiß nicht warum, aber das
ließen wir bleiben. Am Entscheidungsprozeß nahm ich nicht teil, da ich die
Aufgabe übernahm, ein paar Kids den Umgang mit Command & Conquer (Teil
1) beizubringen. Irgendwann waren die soweit, daß sie Ihre Armeen selbst
führen konnten und ich konnte mich so wieder der Unterhaltung widmen.
Um 4:00 Uhr war ich wieder nach Ensdorf zurück. Uff.
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| 03.06.2001,
So. |
Der Tag verlief wieder äußerst müde, weil das Maximum an
Schlaf wieder nur bis 10:30 reichte. Ok, da war schon eine kleine Steigerung
drin, aber nicht genug. Nach Frühstück, Fernsehen und Mittagessen packte ich
langsam meine Sachen zusammen. Wir hatten da noch ein Zimmer, in dem alle
"Reste" von meinen Schwestern und mir drin stehen, die bei Umzügen
vorläufig in Ensdorf blieben sowie Teile von Möbeln und "Kram", der
noch keinen richtigen Platz im Haus finden konnte (auch nach 20 Jahren nicht) -
andererseits handelt es sich aber nicht um Sachen, die für den Dachboden oder
Keller vorgesehen sind.
Jedenfalls suchte ich diesmal wieder Teile aus, die ich mitnehmen wollte: mein
CBM 8032, mein Schneider CPC mit Monitor und diverse Schablonen und Kartons aus
meinen Airbrush-Beständen.
Außerdem baute ich einen Turm von Dingen, die ich das nächste Mal mitnehmen
wollte und sortierte Dinge aus, die endgültig in den Müll wandern sollten: ein
defekter IBM-Monitor 15kHz, ein EGA-Farbmonitor (22kHz / den habe ich aber nicht
angeschleppt!), ein alter Zenith 8088, eine Floppy Commodore 1541 und das
Gehäuse eines NEC Pinwriters 5XL (DIN A3-Farb-Matrixdrucker).
Danach war ich ganz schön fertig. Es war stickig, staubig, schwül. Nach einem
kurzen Abstecher zu meiner Großmutter fuhr ich dann nach Schwalbach zurück.
Das Wetter war irgendwie wahnsinnig (schon den ganzen Tag über). Prasselnder
Regen, strahlender Sonnenschein. Auf der Autobahn wurde es noch krasser...
Leichter Nieselregen, als ich auf die Autobahn auffuhr. Am Autobahnkreuz
Saarbrücken fuhr ich mit offenem Dach. Zwischen Neunkirchen Spiesen und
Neunkirchen Oberstadt Graupel. Bei Homburg Sonnenschein, auf Höhe Kaiserlautern
starker Regen mit Seitenwinden. Anschließend wieder Sonnenbrille und trockene
Fahrbahn bis Mainz. Dann leichter Nieselregen.
Gottseidank war es wieder trocken, als ich meine "Schätze" auslud und
in den Fahrstuhl stellte. Schrecksekunde: das Stromkabel meines CBM 8032 hatte
sich abgerollt und ich habe es nicht gemerkt. Ich drückte meine Etage im Aufzug
und die Tür ging zu. Der Stecker meines Oldies hing allerdings noch draußen
und der Fahrstuhl bewegte sich wiederwillig nach oben und machte erschreckende
Geräusche. Als sich die Türe im 1.OG wieder öffnete, da hing der Stecker
unter dem Fahrstuhl und das Kabel ging durch den Spalt zwischen Türe und Wand.
Doch ich konnte es nicht einfach herausziehen und das Ergebnis war, daß das
Kabel abriß und der Stecker im Spalt feststeckte. Das konnte ich nicht so
lassen, deswegen nahm ich einen Hammer und schlug den Stecker ganz durch den
Schlitz, so daß er nach unten durchfiel und so nicht mehr hindern konnte (ich
möchte gerne wissen, was die Leute von der Aufzugwartung über den Stecker
denken, wenn sie ihn finden). Jetzt ist mein CBM leider nicht mehr ganz
original... bäääh.
Jetzt war ich nach allem so müde, daß ich während Terminator noch lief
ausschaltete und mich ins Bett legte.
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