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I
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- - - - D
i e s e W o c h e - - - - |
| 06.08.2001,
Mo. |
Wös? Nach einem langen Tag Arbeit ging ich einkaufen und die
Milch war alle? Nein, nicht direkt. Es gab natürlich noch die megateure zu
kaufen, die zudem auch noch in Glasflaschen mit Pfand abgefüllt war. Ich kaufte
dann nur eine davon...
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| 07.08.2001,
Di. |
Den ganzen Tag quälte ich mich mit dem blöden WebGate herum
- das ist eine sogenannte Content Management Software. Aber total umständlich
zu bedienen und ich war den ganzen Tag nur dabei, um die Unzulänglichkeiten
herumzutricksen. Zum Schluß hatte ich etwas, was man mit viel Phantasie als den
Grundstock für unser Intranet bezeichnen könnte. Die Performance war zwar
ziemlich -naja- bescheiden, aber wenigstens schien es zu funktionieren.
Da
hatte ich meine Freude wenigstens, als ich zuhause den Briefkasten leerte. Da
lag so ein Heftchen drin, mit dem man sich Prospekte, Muster, Pröbchen und so
weiter bestellen konnte. Und alles waren ANTWORT - Kärchen. Mit Freuden haben
ich überall als Absender K.Einer eingetragen. Morgen werden 25 unfrankierte
Postkarten sich auf den Weg machen, vielen Versandfirmen unnötig Arbeit zu
machen. Selbstverständlich habe ich in ROT geschrieben, weil das die meisten
Scanner nicht einlesen können (abgesehen von meiner Handschrift :-) ).
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| 08.08.2001,
Mi. |
Außer arbeiten (was eigentlich schon genug war) tat ich
heute nichts. Auf dem Weg nachhause holte ich mir noch ein Chicken-Kebab ab und
fand auf meinem Anrufbeantworter die Nachfrage, essen zu gehen. Tamara und
Thomas hatten endlich eine Wohnung in Frankfurt und jetzt stand anscheinend die
nähere Erkundung der Nachbarschaft an. Da ich spät nachhause kam und außerdem
schon etwas zu essen dabei hatte, verschoben wir es (für meinen Teil) auf
Donnerstag.
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| 09.08.2001,
Do. |
WebGate
ärgerte mich wieder den ganzen Tag über. Es machte irgendwie manche Tabellen
falsch, die ich nicht hineinkopiert hatte, sondern im Programm erzeugte. Ich
wollte etwas Abstand des Textes von den Zellenumrandungen, aber das machte
Webgate einfach nicht. Ich schaute in den Quellcode der erzeugten HTML-Seiten,
irgendetwas stimmte nicht. Ich schaute nochmals drüber und jaulte auf... las
ich richtig? Stand da etwa wirklich "cellpading"? Mit einem
"d"??? Ich faßte es nicht. Der Quellcode war einfach Mist.
Gottseidank konnte ich an dieser Stelle manuell eingreifen - an anderen Stellen
ging das nicht. Zum Beispiel konnte ich auf jeder Seite einen
"Umgebungsnavigator" plazieren, d.h. oben im Inhaltsframe sind die
Dokumente derselben Hierarchieebene als Link aufgeführt mit Verweis zum
übergeordneten Dokument. Ich konnte angeben, daß diese durch eine horizontale
Linie abschlossen und das Aussehen dieser Linie bestimmen, z.B. ohne Schatten
und schwarz. Ich konnte auf der Seite ebenso definieren, daß es einen Fußteil
der Seiten gab, in dem ich Datum und Autor des Inhalts anzeigen ließ. Dieser
Fußteil wurde ebenfalls mit einer Linie vom Inhalt abgetrennt. Aber
ätzenderweise war diese Linie nicht veränderbar. Immer grau.
Dann bastelte ich fast zwei Stunden daran, eine Shockwave-Animation ablaufen zu
lassen. Eine beliebige, rein zu Demonstrationszwecken. Es wollte zuerst ums
verrecken nicht funktionieren, schließlich besiegte ich WebGate doch. Irgendwie
hat es schon etwas befriedigendes, wenn man einer widerspenstigen Software
seinen Stempel aufdrücken konnte. Aber es wäre mal schön, wenn ein Programm
einfach mal funktioniert...
Weil ich mich ja zum Essen verabredet hatte, machte ich um 18:45 Schluß, fuhr
in meine Wohnung, zog mich um und begab mich zum S-Bahnhof. Angenehmerweise war
mein S-Bahnhof
und der meiner Freunde durch die S3 direkt miteinander verbunden. Kostete
6,10 und eine halbe Stunde Fahrt, aber in der Bahn konnte ich tatsächlich ein
Buch lesen. Da die S-Bahn in Bad Soden losfährt und das zwei oder drei
Stationen bis Schwalbach sind, war sie noch kaum besetzt.
Wir gingen dann nach Sachsenhausen (war gerade um die Ecke) und zumindest mir
schmeckte es gut... Thomas war es etwas fad, weil sein Essen nicht gesalzen war
- was ich aber gut fand (und was besser als zuviel Salz war, deswegen benutzen
Köche auch in guten Küchen eher weniger Salz. Nachsalzen kann der Gast, wenn
er möchte). Leider stand auf den Tischen kein Salz.
Na gut, um 0:03 fuhr meine letzte Bahn zurück nach Schwalbach.
Bevor ich mich zum Bahnhof aufmachte, erlitt ich einen Paranoia-Schub und
versteckte den größten Teil meines Bargeldes irgendwo in meiner Kleidung. Aus
Versehen hatte ich einen recht gut gefüllten Geldbeutel mitgenommen und man
hört ja so einiges von S-Bahnen und -Bahnhöfen. Abgesehen davon, daß um
Mitternacht die Gassen doch etwas finster waren.
Es passierte natürlich nichts. Es wird erst etwas passieren, wenn ich so etwas
zum ersten Mal leichtsinnig ignoriere.
Zuhause holte ich noch Mail ab und machte den Fehler, das Buch, das ich schon in
der S-Bahn las, weiterzulesen. Um 3:15 konnte ich mich schließlich davon
überzeugen, daß Schlaf wohl besser wäre.
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| 10.08.2001,
Fr. |
Ich hatte schon früh ein Meeting wegen des Intranet-Themas.
Abgesehen davon, daß ich WebGate zu immer mehr Funktionen überzeugen konnte,
war eine Sache noch offen: da WebGate eine Notes Datenbank war und auf dem
Domino-Server lief (der eigentlich ein Datenbankserver und kein Webserver war,
aber mittlerweile auch http an Port 80 schicken konnte), waren Scriptsprachen
nur auf Clients lauffähig. Also Javascript und Java waren möglich. Der Server
konnte auch ein bißchen Java. Aber PHP oder Perl waren einfach nicht drin und
da gab es immerhin die meisten Ressourcen auf dem freien Markt, außerdem liefen
ein paar Webapplikationen schon in der Firma unter diesen Scriptsprachen. Dazu
kam, daß wir einen separaten Notes-Server für das Intranet aufsetzen müßten,
weil der aktuelle Cluster mit seinen produktiven Aufgaben von der Kapazität her
schon Oberkante Unterlippe stand.
So ein Server kostete viel Geld - und das für drei-sechs Monate, bis ich ein
neues Content-Management-System gesucht hatte? Hmm...
Vom Domino-Server konnte ich auf Inhalte anderer Webserver, auf denen Scripte
liefen, zugreifen. Aber ein Domino-Server und ein Apache (z.B.) für ein
Intranet fand ich doch etwas überdimensioniert - andere Firmen haben noch nicht
mal einen eigenen Rechner für die komplette externe Webpräsenz.
Dann bekam ich eine Idee, konnte sie aber noch nicht mit meinem Chef
durchsprechen... Mittlerweile gab es den Domino-Server
auch für Linux.
Auf dieser einen Kiste könnte man z.B. SuSe installieren, den Apache mit PHP4
und Perl-Modul drauf laufen lassen (an einem anderen Port als 80) und den Domino
parallel dazu. Wenn nun Script benötigt wird, geschieht der Zugriff von Domino
aus nur über einen anderen Port und er belästigt denselben Rechner... sollte
eigentlich gehen. Wenn jemand mehr weiß (z.B. weil er so ein Konstrukt schon
einmal gesehen hat oder davon weiß), meine
E-Mail steht offen... (ANMERKUNG: diese E-Mail-Adresse darf
nur dazu verwendet werden, um mir persönlich und privat zu antworten. Keine
Werbe-E-Mail erwünscht!)
Wie jeden Freitag verbrachte ich den Abend vor dem Fernseher mit Voyager (der
"Doktor" hat mir zur Zeit viel zu viel Abenteuer - ab und zu ist das
sicher lustig, aber im Moment inflationär), bevor ich diese Texte hier schrieb
:-)
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| 11.08.2001,
Sa. |
Das erste Mal war ich um 7:30 wach - zu früh. Dann um 10:00
Uhr und dann wieder um 11:00 Uhr. Jetzt fühlte ich mich fast ausgeschlafen und
so entschloß ich mich doch, aufzustehen.
Ursprünglich hatte ich die feste Absicht, mir heute die Haare schneiden zu
lassen - das war längst überfällig. Aber irgendwie hatte ich dann doch keine
Lust, frühstückte und ging einkaufen. Zuerst fuhr ich in den
Praktiker-Baumarkt, weil ich mir drei Sperrholzplatten zu je 500x1500x8 mm^3
schneiden lassen wollte, auf daß ich ein bestimmtes Bild aufbringen wollte.
Aber als ich die Schlange an der Kasse sah, verging mir die Lust danach.
Im real war es verdammt voll, fast bekam ich einen Anflug von Platzangst, wobei
ich eigentlich nicht den engen Raum meinte, sondern eher die vielen Leute. Vor
dem Regal mit den eingelegten Gurken wurde ich wirklich richtig unzufrieden,
weil man daran das Dilemma ablesen konnte, dem der Zeitgeist unterliegt.
Ich wollte eigentlich "saure Gurken" - das will wahrscheinlich fast
jeder, der eingelegte Gurken kaufen geht. Nun hatte ich in der Vergangenheit die
Erfahrung gemacht, daß alle diese Gurken eigentlich nicht sauer waren, sondern
tatsächlich sehr süß. Ich kannte die Gurken, die meine Mutter und meine
Großmutter eingelegt hatten (die waren genau richtig sauer) und ich wußte,
wieviel Gewürz und wieviele Zwiebeln, Senfkörner etc. in den Gläsern waren.
Bei den letzten, gekauften Gurkengläsern waren da eher welche "als
Alibi" dabei - von denen konnte also der Geschmack nicht kommen.
Ich nahm jedes Glas Gurken im real in die Hand, es waren ungefähr 12 Sorten.
Auf keinem Glas stand "saure Gurken" (was jeder verstanden hätte),
sondern Gewürzgurken (naja), Gurken "polnische Art", Gurkentopf,
Schlemmergürkchen, feine Gürkchen, Paprikagurken, süße (!) Gürkchen, u.s.w.
Bei der Inhaltsangabe: Gurken, Wasser, Branntweinessig, Zwiebeln, natürliche
Aromen. Na toll.
Während Du dieses Gurkenwasser zum Frühstück trinken könntest, war das
Gurkenwasser der selbst eingelegten Gurken so sauer, daß es Dir den Mund so
zusammenzieht, daß jeder mein, Du wärest ein Rüsselschwein...
Heißt das, daß der heutige Konsummensch die Konfrontation mit seinem Geschmack
eigentlich nicht mehr wünscht? Beim Ei habe ich das auch festgestellt - ein
gekochtes Ei schmeckt nicht mehr. Ich meine gar nicht, auch nicht schlecht.
Neutral. Eins möchte ich allerdings nicht ausschließen: daß meine eigenen
Geschmacksnerven gelitten haben. Aber das dürfte weniger der Fall sein als bei
anderen, weil ich selbst extreme Geschmäcker vermeide und relativ ungewürzt
esse.
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| 12.08.2001,
So. |
Spaßeshalber schlug ich mal in der Internet
Movie Data Base nach, welche Filme für 2002
geplant sind und bin auf ein paar interessante Titel gestoßen: Matrix 2,
Terminator 3, Tron 2 (da bin ich mal gespannt!), True Lies 2, Megalopolis, Space
Station, Startrek X (u.a. mit *Admiral* Janeway - erst verfliegt sich diese Frau
um 60000 Lichtjahre, kommt 7 Jahre zu spät von Ihrer Mission zurück und wird
dann noch zum Admiral befördert... IST, WAR NUR EIN SCHERZ!!!), Cube 2, X-Man
2. Aber auch so seltsame Dinge wie "Super Knight Rider 3000" mit David
Hasselhoff - gottseidank nur US-TV, aber wie ich das private Fernsehen so kenne,
ist denen nichts peinlich.
So, abgesehen von dieser mächtig gehaltvollen Information gabs sonst nichts.
HALT, als ich meine Pressemitteilungen durchsah, ist mir folgende ins Auge
geschossen. Ein Skandal! (Ein Skandal, daß solche Mitteilungen noch geschrieben
werden und auch noch als Pressemitteilung neu verkauft werden... aber dafür ist
es halt die Bild-Zeitung...).
COMPUTER BILD-Test: Etikettenschwindel bei Festplatten
Hamburg (ots) - Ein Test der Zeitschrift COMPUTER BILD - ab
Montag, 13. August 2001 im Handel - ergab: Festplattenhersteller
werben oft mit mehr Speicherplatz, als die Produkte tatsächlich
bieten. In der Regel lassen sich auf den Speichermedien bis zu sieben
Prozent weniger Daten ablegen, als auf der Verpackung angegeben ist.
So verfügt zum Beispiel die Festplatte "4W100H6" von Maxtor
tatsächlich über 93 Gigabyte Speicherkapazität, nicht über 100
Gigabyte.
Der Trick der Hersteller: Sie geben den Speicherplatz so an, als
entspräche ein Megabyte einer Million Byte. Ein Megabyte sind aber
genau 1.048.576 Byte. Statt angegebener 40 Gigabyte hat eine
Festplatte entsprechend nur 37,25 Gigabyte Fassungsvermögen. Die
Speicherkapazität von Computern ermittelt COMPUTER BILD
(www.computerbild.de) mit dem Programm "Fdisk".
Fdisk. Falls ich morgen nicht zur Arbeit erscheine, liege ich
totgelacht vor meinem PC. Was erwartet uns das nächste Mal? Unschuldig Mäuse
werden von älteren Männern berührt, die sich nach dem urinieren nicht die
Hände wuschen! Vier von fünf Drucker sind unglücklich, weil sie nie vom
Druckerkabel gelassen wurden! Lautsprecher erhängte sich, weil er nie laut
sprechen durfte! User im Chatraum bei Onlinesex erwischt! Bösartiger Mißbrauch
von altgedienten C64 als Türstopper! CD-Brenner
durchgebrannt! Kabellose Eingabegeräte in Legebatterien!
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