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I
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i e s e W o c h e - - - - |
| 22.10.2001,
Mo. |
Also ob es die Hölle in homöopathischen Dosen gäbe...
heute sagte mir mein Chef, "Content-Management-System" ist gestrichen.
PANIC. Wer sollte denn das machen? Manuella? Verdammt, ich könnte kotzen.
Das verdammte Frontpage 2002 schaffte es zudem einfach nicht, die bisherige
Webpage vom Server herunterzuziehen und auf die Platte zu speichern. Das
Mistding konnte die relativen Referenzen in ein Verzeichnis höher nicht
auflösen und das ganze Web bestand aus diesen Links (nach dem Schema:
"../anderesVerzeichnis/datei").
Ich fand einen Webgrabber, der sehr schnell arbeitete und bis in beliebiger
Tiefe herunterziehen konnte - aber der erschreckte mich dadurch, daß er von
einem DOS/Windows-Programmierer kam und dieser offensichtlich nicht kapiert
hatte, daß eine Datei keine EXTENSION haben MUSS. Also einfach nur
"datei" heißen konnte statt "datei.html". Und selbst wenn
man eine eigene Extension anlegte, war das schon zuviel, weil dann
"datei." (DATEIpunktNIX) als Dateiname verwandt wurde. So erkannte er
dann die HTML-Dokumente nicht als solche, obwohl sie eindeutig durch das Tag
"<html>" im Inhalt des Dokumentes gekennzeichnet sind. Also
bitte... schenkt dem Mann ein UNIX oder ein Lotus Notes.
Der dritte Grabber war etwas eigenwillig zu bedienen und ein wüstes Gemisch
zwischen Deutsch und Englisch, aber er ... funktionierte. Ich konnte mir ein
komplettes Image auf die Platte überspielen. Beim ersten Mal stellte ich die
Optionen falsch ein und er grabbte gerade noch die Adobe-Website, Macromedia und
diverse andere mit, weil ich aus Versehen das grabben auch von externen
Webseiten aktiviert hatte... Naja, das Ding öffnete mehrere Kanäle zum
Download und schwupps hatte ich 1komma2 MBit pro Sekunde an meinem PC anliegen (HTTP1.1 mit Kompression sei Dank) aber unserer Kommunikationstechnik würde das
nicht gefallen auf die Dauer...
Gut, nachdem das wenigstens geklappt hatte, schlich ich mich von der Arbeit und
kochte mir aus Frust meinen Nudelauflauf. Ich sag
Euch: das war einer der Fehler, die ich permanent wiederholte. Rülps.
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| 23.10.2001,
Di. |
Die Vor-Urlaubs-Hektik fing an. Was war mit diesem, was war
mit jenem... wen mußte ich noch alles anrufen, damit die nächsten 1.5 Wochen
Ruhe blieb.
"Spaßeshalber" schob ich das gestern aus Notes/WebGate exportierte
Intranet auf den Apache und war erstaunt. Bis auf die Notes-Systemaufrufe
funktionierte es 100% wie vorher - alle Links waren richtig relativ aufgelöst
worden. Nur: es war alles soviel schneller geworden. Mein Chef stellte mir zudem
noch eine studentische Hilfskraft in Aussicht, die den Webcontent pflegen sollte
- naja, wenn es schon kein Content-Managenemt-System geben sollte, dann
wenigstens so etwas... (solange *ich* nicht die Arbeit habe hehe).
Nun war ich mir nicht sicher, ob das gut für mich war. Ich meckerte und dann
konnte ich doch alles - was kommt beim nächsten Mal? Andererseits schaffte ich
es einfach nicht, eine Sache absichtlich in die Sche**e zu reiten.
Zum Tagesabschluß machte ich mir eine Liste, wen ich morgen unbedingt anrufen
mußte und welche Dinge ich noch erledigen mußte... Schreikrampf.
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| 24.10.2001,
Mi. |
Morgens schon stellte ich mein Auto so ab, daß ich
theoretisch länger als 20:00 Uhr arbeiten konnte (wenn ich auf den Parkplatz
beim Vögele fuhr, dann konnte es passieren, daß um 20:00 Uhr die Kette
vorgelegt wurde).
Die Planung war auch gut so. Ich führte Telefonate ohne Ende, schüttete
alle mit Mails zu, was noch zu tun wäre, welche Infos ich noch hatte, erstellte
noch einen groben Projektplan in MS Project (der allerdings schon 53 Einzeltasks
enthielt) und baute noch einen Online-Fragebogen für eine Software zusammen.
Ferner rannte ich dazwischen immer mal durch die ganze Firma, damit nur vor
meinem Urlaub keine offenen Enden irgendwo herumhingen.
Um 22:15 war ich schließlich fertig (fix und fertig). Ich hatte jetzt Urlaub.
Nix wie zu McDonalds zum Abendessen <grins>.
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| 25.10.2001,
Do. |
Ich verbrachte den Tag im wesentlichen damit, Wäsche zu
waschen und Geschirr zu spülen. Außerdem trug ich Dinge von einem Zimmer in
das andere... ich begann aufzuräumen. Da man ja nichts übereilen soll,
gewöhnte ich mich auch noch ein bißchen daran, daß ich Urlaub hatte.
Außerdem verstieß ich gegen gutnachbarschaftliches Verhalten, indem ich mitten
in der mittäglichen Ruhezeit mein gesammeltes Altglas zum Container brachte. Um
die Anwohner nicht unnötig zu provozierten, legte ich die Flaschen ruhig und
sorgfältig in den Container - nicht wie sonst: reinknallen, daß es nur so
splittert!
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| 26.10.2001,
Fr. |
Um 11:00 Uhr fuhr ich zu Conrad Elektronik, weil ich ein paar
elektrische / elektronische Kleinteile brauchte. Einen Batterieclip 9V, eine
Batterie 9V, eine Glühbirne mit einem etwas kleinerem Gewinde, einen neuen
Lötkolben, einen Netzstecker und SCSI Kabel mit einem etwas kleinerem
Rastermaß - 1 mm und die passenden Stecker dazu. Bei letzterem merkte ich, daß
Conrad zwar viel, aber nicht alles hat und auch nicht bestellen kann.
Stattdessen hörte ich mir dummes Gesülze von "bei mir passt das
aber", als mir der ansonsten kompetente Verkäufer Pfostenstecker 50polig
mit einem Rastermaß von 1,27 mm verkaufen wollte und mit einem Pinabstand von
2,54 - bis ich ihn fragte, was er denn für ein seltsames Notebook und 2.5"
Festplatten hätte, bei dem das passen würde.
Dann war Schluß. Wo bekam ich jetzt diese verdammten Kabel her?
Auf dem Rückweg fuhr ich am real vorbei, um noch ein Einzelteil für mein Bad,
ein neues Schneidbrett für die Küche, Polsterreiniger für die Wohnzimmercouch
und ein halbes Hähnchen für meinen Magen zu kaufen.
Es war schon irgendwie pervers... am 01.September waren die ersten
Weihnachtswaren im Verkauf und jetzt standen beim real schon Regale mit
"Sonderverkauf Weihnachtsdekoration halber Preis" im Gang.
Zu guter letzt gings dann beim Ford-Händler vorbei - ich will TÜV und der Rest
der Reparaturen stand ja auch noch aus. Nächsten Mittwoch ist es soweit. Dann
werde ich 2500 DM ärmer sein.
Zuhause machte ich dann erst einmal mit meiner Hausarbeit weiter und ich begann
mit den Reparaturen - einmal Fernbedienung repariert, einmal "es werde
Licht" auf dem Nachttisch und der CBM8032 bekam wieder seinen Zugang zur
Energieversorgung.
Also daß wir dem Winter entgegen gingen, merkte ich daran, daß die Wäsche auf
dem Balkon partout nicht trocknen wollte. Abends packte ich dann doch eine
weitere Ladung Wäsche in die Waschmaschine und stellte den Trockenständer ins
Wohnzimmer, vielleicht half die Wärme etwas. Dann sprühte ich die Couch mit
dem Polsterreiniger ein. Dann spülte ich noch den letzten Rest Geschirr weg.
Dann fing ich an, die Wäsche vom Ständer Stück für Stück herunterzuholen
und zu bügeln. Nu ja. Wäre mir schon lieber, wenn mir das jemand machen
würde...
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| 27.10.2001,
Sa. |
Nachdem vorgestern der Wäsche-Tag war, gestern der
Reparatur-Tag war heute der Einkauf-und-Saubermach-Tag - zumindest ansatzweise.
Nachdem ich aufgewacht war, legte ich mich erst noch einmal hin (zu früh!).
Aber dann war es genug und ich setzte mich an den Tisch und machte mir eine
Einkaufsliste zurecht. Ein bißchen hiervon, ein bißchen davon... war einem
alles so fehlte, wenn man keine "übliche" Gewohnheiten hatte oder
normalerweise keine Gäste bekam: Kaffee, sonstige Getränke (außer Cola und
Apfelsaft), Gemüse, Servietten, eine Zuckerdose, diverse Gewürze u.s.w.
Das schlimmste aber war, daß ich nur eine einzige Tischdecke besaß und diese
*immer* aufliegen hatte - so sah sie auch aus. Damit meine ich nicht "voll
Dreck", sondern total ausgewaschen und ausgebleicht. Auf den Einkaufszettel
damit.
Also fuhr ich in den real, der alle meine Bedürfnisse befriedigen sollte. Die
Katastrophe. Ich schrammte in den Gängen mit den vielen Menschen ein paar Mal
knapp an einer Panikattacke vorbei, konnte mich aber noch rechtzeitig in einen
unbenutzten Gang zurückziehen. Dabei war es noch relativ früh (das merkte man
daran, daß ich sofort einen Parkplatz bekam, wo ich wollte) - später würde es
noch schlimmer werden. Die üblichen Dinge passierten mir ebenfalls: die Waage
am Gemüsestand, an der ich anstand, hatte plötzlich kein Bonpapier mehr, Leute
kamen mit ihren Einkaufwagen von allen Seiten gleichzeitig, so daß man zwischen
den anderen, die am Rand abgestellt waren (Idioten - da gab es bessere Ecken
dafür) nicht mehr hindurch kam und so weiter und so fort.
Fast zwei Stunden kurvte ich mit dem Einkaufswagen durch die Gegend, bis ich
fast alles zusammen hatte. Bis auf die Tischdecke - hatte der real nicht so die
richtige Auswahl. Da ich zudem merkte, daß ich meinen Lottoschein zuhause
liegen gelassen hatte (dessen Zahlen ich mit viel Liebe
im genau richtigen Moment ausgetüftelt hatte), entschloß ich mich, zuerst nach
Hause zu fahren, zu frühstücken und später nochmals einen Anlauf zu
unternehmen.
So machte ich das auch. Als ich dann wieder ins Industriegebiet fuhr, da verlief
das ganz enttäuschend. Lottoschein abgegeben (entwickelte sich im Laufe des
Abends auch zur Niete), das Geschäft, das Textilien führte, hatte nur Kleider.
Das Küchengeschäft verkaufte nur Geräte und Möbel. Real hatte ich schon
gestrichen. Hmmm. Praktiker Baumarkt? Um 15:45 trieb mich die Verzweiflung dort
hinein. Sie hatten Tischdecken - zwar auch nicht die Premiumauswahl, aber
zumindest meine Größe und entfernt passend zu meiner Einrichtung und meinem
Geschirr. Einfach zugegriffen - was solls.
Dann ging es wieder ans Putzen. Ich sags Euch... ich bin der erste, der Geld
für einen Putzroboter hinblättern wird...
Die Küche glänzte, das Wohnzimmer halb. Mein Schlafzimmer brauchte nur noch
ein paar Streiche mit dem Staubsauger, mein Arbeitszimmer sieht aus wie die Sau
(aber nur wegen des Durcheinanders - sauber ist es an und für sich). Ja, und
die Toiletten... morgen werde ich mich der Gewissensfrage stellen, ob ich
tatsächlich beide säubern soll oder nur das Gäste-WC.
Resttag = Couchtag (sobald diese wieder trocken war von der zweiten Behandlung
mit dem Polsterreiniger - das Sch**ßzeugs taugte nichts - auch beim zweiten
Mal). Und einmal Asthmaspray mußte sein - saubermachen hieß Staub
aufzuwirbeln... verflucht!
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| 28.10.2001,
So. |
Gut, daß heute die Nacht war, die eine Stunde mehr Schlaf
schenkte. So konnte ich die Zeitumstellung gut dazu nutzen, relativ früh
aufzustehen. Ich machte den Rest der Wohnung sauber - dazu zählten auch die
WC's. Ich reinigte dann doch beide, denn irgendwie hatte ich schließlich doch
genug Zeit.
Um 13:00 Uhr kam die eine Schwester, dann um 15:00 Uhr die Eltern und die Oma,
und um 15:30 die andere Schwester. Wir tranken Kaffee, ich packte die Geschenke
aus und ich verwüstete meine Küche, als ich das Abendessen kochte
(Putenmedaillons in Champignonrahmsoße mit Eierspätzle und Erbsen und
Mörchen). Dabei begegnete mir zum ersten Mal die Situation: hatte es den
anderen geschmeckt oder nicht? War es reine Höflichkeit, daß sie sich
nachholten? Letztendlich ging ich davon aus, daß es tatsächlich geschmeckt
hatte, übrig war ein kleines Töpfchen, von dem ich morgen nicht satt werden
würde (was auch gut war).
Um 21:00 Uhr waren alle wieder aus dem Haus und ich machte alles wieder sauber
und spülte das Geschirr weg... so schlimm war es gar nicht. Aber ich schwitzte
doch noch eine Stunde nach.
Ferner ging ich davon aus, daß ich genau richtig geheizt hätte, aber es war
unglaublich, wieviel Hitze sich bei sechs Personen aufstaute - zudem leuchtete
eine Deckenleuchte mehr und ich hatte in meinen Glasvitrinen das Licht
eingeschaltet. So, alles wieder sauber. Gute Nacht. Geburtstag überstanden.
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