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- - - - 15.01.2001- 31.12.2001 - - - -

früher 2000 
Januar     15.01.-21.01.2001 22.01.-28.01.2001 28.01.-31.01.2001  
Februar 01.02.-04.02.2001 04.02.-11.02.2001 12.02.-18.02.2001 19.02.-25.02.2001 26.02.-28.02.2001  
März 01.03.-04.03.2001 05.03.-11.03.2001 12.03.-18.03.2001 19.03.-25.03.2001 26.03.-31.03.2001  
April 01.04.-01.04.2001 02.04.-08.04.2001 09.04.-15.04.2001 16.04.-22.04.2001 23.04.-29.04.2001 30.04.-30.04.2001
Mai 01.05.-06.05.2001 07.05.-13.05.2001 14.05.-20.05.2001 21.05.-27.05.2001 28.05.-31.05.2001  
Juni 01.06.-03.06.2001 04.06.-10.06.2001 11.06.-17.06.2001 18.06.-24.06.2001 25.06.-30.06.2001  
Juli 01.07.-01.07.2001 02.07.-08.07.2001 09.07.-15.07.2001 16.07.-22.07.2001 23.07.-29.07.2001 30.07.-31.07.2001
August 01.08.-05.08.2001 06.08.-12.08.2001 13.08.-19.08.2001 20.08.-26.08.2001 27.08.-31.08.2001  
September 01.09.-02.09.2001 03.09.-09.09.2001 10.09.-16.09.2001 17.09.-23.09.2001 24.09.-30.09.2001  
Oktober 01.10.-07.10.2001 08.10.-14.10.2001 15.10.-21.10.2001 22.10.-28.10.2001 29.10.-30.10.2001   
November 01.11.-04.11.2001 05.11.-11.11.2001 12.11.-18.11.2001 19.11.-25.11.2001 26.11.-30.11.2001    
Dezember 02.12.-02.12.2001 03.12.-09.12.2001 10.12.-16.12.2001 17.12.-23.12.2001 24.12.-30.12.2001 31.12.-31.12.2001
später 2002 2003 2004 2005 2006

I

 

- - - - D i e s e   W o c h e - - - -

22.10.2001, Mo. Also ob es die Hölle in homöopathischen Dosen gäbe... heute sagte mir mein Chef, "Content-Management-System" ist gestrichen. PANIC. Wer sollte denn das machen? Manuella? Verdammt, ich könnte kotzen. 
Das verdammte Frontpage 2002 schaffte es zudem einfach nicht, die bisherige Webpage vom Server herunterzuziehen und auf die Platte zu speichern. Das Mistding konnte die relativen Referenzen in ein Verzeichnis höher nicht auflösen und das ganze Web bestand aus diesen Links (nach dem Schema: "../anderesVerzeichnis/datei").
Ich fand einen Webgrabber, der sehr schnell arbeitete und bis in beliebiger Tiefe herunterziehen konnte - aber der erschreckte mich dadurch, daß er von einem DOS/Windows-Programmierer kam und dieser offensichtlich nicht kapiert hatte, daß eine Datei keine EXTENSION haben MUSS. Also einfach nur "datei" heißen konnte statt "datei.html". Und selbst wenn man eine eigene Extension anlegte, war das schon zuviel, weil dann "datei." (DATEIpunktNIX) als Dateiname verwandt wurde. So erkannte er dann die HTML-Dokumente nicht als solche, obwohl sie eindeutig durch das Tag "<html>" im Inhalt des Dokumentes gekennzeichnet sind. Also bitte... schenkt dem Mann ein UNIX oder ein Lotus Notes.
Der dritte Grabber war etwas eigenwillig zu bedienen und ein wüstes Gemisch zwischen Deutsch und Englisch, aber er ... funktionierte. Ich konnte mir ein komplettes Image auf die Platte überspielen. Beim ersten Mal stellte ich die Optionen falsch ein und er grabbte gerade noch die Adobe-Website, Macromedia und diverse andere mit, weil ich aus Versehen das grabben auch von externen Webseiten aktiviert hatte... Naja, das Ding öffnete mehrere Kanäle zum Download und schwupps hatte ich 1komma2 MBit pro Sekunde an meinem PC anliegen (HTTP1.1 mit Kompression sei Dank) aber unserer Kommunikationstechnik würde das nicht gefallen auf die Dauer...
Gut, nachdem das wenigstens geklappt hatte, schlich ich mich von der Arbeit und kochte mir aus Frust meinen Nudelauflauf. Ich sag Euch: das war einer der Fehler, die ich permanent wiederholte. Rülps.
23.10.2001, Di. Die Vor-Urlaubs-Hektik fing an. Was war mit diesem, was war mit jenem... wen mußte ich noch alles anrufen, damit die nächsten 1.5 Wochen Ruhe blieb. 
"Spaßeshalber" schob ich das gestern aus Notes/WebGate exportierte Intranet auf den Apache und war erstaunt. Bis auf die Notes-Systemaufrufe funktionierte es 100% wie vorher - alle Links waren richtig relativ aufgelöst worden. Nur: es war alles soviel schneller geworden. Mein Chef stellte mir zudem noch eine studentische Hilfskraft in Aussicht, die den Webcontent pflegen sollte - naja, wenn es schon kein Content-Managenemt-System geben sollte, dann wenigstens so etwas... (solange *ich* nicht die Arbeit habe hehe).
Nun war ich mir nicht sicher, ob das gut für mich war. Ich meckerte und dann konnte ich doch alles - was kommt beim nächsten Mal? Andererseits schaffte ich es einfach nicht, eine Sache absichtlich in die Sche**e zu reiten.
Zum Tagesabschluß machte ich mir eine Liste, wen ich morgen unbedingt anrufen mußte und welche Dinge ich noch erledigen mußte... Schreikrampf.
24.10.2001, Mi. Morgens schon stellte ich mein Auto so ab, daß ich theoretisch länger als 20:00 Uhr arbeiten konnte (wenn ich auf den Parkplatz beim Vögele fuhr, dann konnte es passieren, daß um 20:00 Uhr die Kette vorgelegt wurde).
Die Planung  war auch gut so. Ich führte Telefonate ohne Ende, schüttete alle mit Mails zu, was noch zu tun wäre, welche Infos ich noch hatte, erstellte noch einen groben Projektplan in MS Project (der allerdings schon 53 Einzeltasks enthielt) und baute noch einen Online-Fragebogen für eine Software zusammen.
Ferner rannte ich dazwischen immer mal durch die ganze Firma, damit nur vor meinem Urlaub keine offenen Enden irgendwo herumhingen.
Um 22:15 war ich schließlich fertig (fix und fertig). Ich hatte jetzt Urlaub. Nix wie zu McDonalds zum Abendessen <grins>.
25.10.2001, Do. Ich verbrachte den Tag im wesentlichen damit, Wäsche zu waschen und Geschirr zu spülen. Außerdem trug ich Dinge von einem Zimmer in das andere... ich begann aufzuräumen. Da man ja nichts übereilen soll, gewöhnte ich mich auch noch ein bißchen daran, daß ich Urlaub hatte.
Außerdem verstieß ich gegen gutnachbarschaftliches Verhalten, indem ich mitten in der mittäglichen Ruhezeit mein gesammeltes Altglas zum Container brachte. Um die Anwohner nicht unnötig zu provozierten, legte ich die Flaschen ruhig und sorgfältig in den Container - nicht wie sonst: reinknallen, daß es nur so splittert!
26.10.2001, Fr. Um 11:00 Uhr fuhr ich zu Conrad Elektronik, weil ich ein paar elektrische / elektronische Kleinteile brauchte. Einen Batterieclip 9V, eine Batterie 9V, eine Glühbirne mit einem etwas kleinerem Gewinde, einen neuen Lötkolben, einen Netzstecker und SCSI Kabel mit einem etwas kleinerem Rastermaß - 1 mm und die passenden Stecker dazu. Bei letzterem merkte ich, daß Conrad zwar viel, aber nicht alles hat und auch nicht bestellen kann. Stattdessen hörte ich mir dummes Gesülze von "bei mir passt das aber", als mir der ansonsten kompetente Verkäufer Pfostenstecker 50polig mit einem Rastermaß von 1,27 mm verkaufen wollte und mit einem Pinabstand von 2,54 - bis ich ihn fragte, was er denn für ein seltsames Notebook und 2.5" Festplatten hätte, bei dem das passen würde.
Dann war Schluß. Wo bekam ich jetzt diese verdammten Kabel her?
Auf dem Rückweg fuhr ich am real vorbei, um noch ein Einzelteil für mein Bad, ein neues Schneidbrett für die Küche, Polsterreiniger für die Wohnzimmercouch und ein halbes Hähnchen für meinen Magen zu kaufen. 
Es war schon irgendwie pervers... am 01.September waren die ersten Weihnachtswaren im Verkauf und jetzt standen beim real schon Regale mit "Sonderverkauf Weihnachtsdekoration halber Preis" im Gang.
Zu guter letzt gings dann beim Ford-Händler vorbei - ich will TÜV und der Rest der Reparaturen stand ja auch noch aus. Nächsten Mittwoch ist es soweit. Dann werde ich 2500 DM ärmer sein.
Zuhause machte ich dann erst einmal mit meiner Hausarbeit weiter und ich begann mit den Reparaturen - einmal Fernbedienung repariert, einmal "es werde Licht" auf dem Nachttisch und der CBM8032 bekam wieder seinen Zugang zur Energieversorgung.
Also daß wir dem Winter entgegen gingen, merkte ich daran, daß die Wäsche auf dem Balkon partout nicht trocknen wollte. Abends packte ich dann doch eine weitere Ladung Wäsche in die Waschmaschine und stellte den Trockenständer ins Wohnzimmer, vielleicht half die Wärme etwas. Dann sprühte ich die Couch mit dem Polsterreiniger ein. Dann spülte ich noch den letzten Rest Geschirr weg. Dann fing ich an, die Wäsche vom Ständer Stück für Stück herunterzuholen und zu bügeln. Nu ja. Wäre mir schon lieber, wenn mir das jemand machen würde...
27.10.2001, Sa. Nachdem vorgestern der Wäsche-Tag war, gestern der Reparatur-Tag war heute der Einkauf-und-Saubermach-Tag - zumindest ansatzweise. Nachdem ich aufgewacht war, legte ich mich erst noch einmal hin (zu früh!). Aber dann war es genug und ich setzte mich an den Tisch und machte mir eine Einkaufsliste zurecht. Ein bißchen hiervon, ein bißchen davon... war einem alles so fehlte, wenn man keine "übliche" Gewohnheiten hatte oder normalerweise keine Gäste bekam: Kaffee, sonstige Getränke (außer Cola und Apfelsaft), Gemüse, Servietten, eine Zuckerdose, diverse Gewürze u.s.w.
Das schlimmste aber war, daß ich nur eine einzige Tischdecke besaß und diese *immer* aufliegen hatte - so sah sie auch aus. Damit meine ich nicht "voll Dreck", sondern total ausgewaschen und ausgebleicht. Auf den Einkaufszettel damit.
Also fuhr ich in den real, der alle meine Bedürfnisse befriedigen sollte. Die Katastrophe. Ich schrammte in den Gängen mit den vielen Menschen ein paar Mal knapp an einer Panikattacke vorbei, konnte mich aber noch rechtzeitig in einen unbenutzten Gang zurückziehen. Dabei war es noch relativ früh (das merkte man daran, daß ich sofort einen Parkplatz bekam, wo ich wollte) - später würde es noch schlimmer werden. Die üblichen Dinge passierten mir ebenfalls: die Waage am Gemüsestand, an der ich anstand, hatte plötzlich kein Bonpapier mehr, Leute kamen mit ihren Einkaufwagen von allen Seiten gleichzeitig, so daß man zwischen den anderen, die am Rand abgestellt waren (Idioten - da gab es bessere Ecken dafür) nicht mehr hindurch kam und so weiter und so fort.
Fast zwei Stunden kurvte ich mit dem Einkaufswagen durch die Gegend, bis ich fast alles zusammen hatte. Bis auf die Tischdecke - hatte der real nicht so die richtige Auswahl. Da ich zudem merkte, daß ich meinen Lottoschein zuhause liegen gelassen hatte (dessen Zahlen ich mit viel Liebe im genau richtigen Moment ausgetüftelt hatte), entschloß ich mich, zuerst nach Hause zu fahren, zu frühstücken und später nochmals einen Anlauf zu unternehmen.
So machte ich das auch. Als ich dann wieder ins Industriegebiet fuhr, da verlief das ganz enttäuschend. Lottoschein abgegeben (entwickelte sich im Laufe des Abends auch zur Niete), das Geschäft, das Textilien führte, hatte nur Kleider. Das Küchengeschäft verkaufte nur Geräte und Möbel. Real hatte ich schon gestrichen. Hmmm. Praktiker Baumarkt? Um 15:45 trieb mich die Verzweiflung dort hinein. Sie hatten Tischdecken - zwar auch nicht die Premiumauswahl, aber zumindest meine Größe und entfernt passend zu meiner Einrichtung und meinem Geschirr. Einfach zugegriffen - was solls.
Dann ging es wieder ans Putzen. Ich sags Euch... ich bin der erste, der Geld für einen Putzroboter hinblättern wird...
Die Küche glänzte, das Wohnzimmer halb. Mein Schlafzimmer brauchte nur noch ein paar Streiche mit dem Staubsauger, mein Arbeitszimmer sieht aus wie die Sau (aber nur wegen des Durcheinanders - sauber ist es an und für sich). Ja, und die Toiletten... morgen werde ich mich der Gewissensfrage stellen, ob ich tatsächlich beide säubern soll oder nur das Gäste-WC.
Resttag = Couchtag (sobald diese wieder trocken war von der zweiten Behandlung mit dem Polsterreiniger - das Sch**ßzeugs taugte nichts - auch beim zweiten Mal). Und einmal Asthmaspray mußte sein - saubermachen hieß Staub aufzuwirbeln... verflucht!
28.10.2001, So. Gut, daß heute die Nacht war, die eine Stunde mehr Schlaf schenkte. So konnte ich die Zeitumstellung gut dazu nutzen, relativ früh aufzustehen. Ich machte den Rest der Wohnung sauber - dazu zählten auch die WC's. Ich reinigte dann doch beide, denn irgendwie hatte ich schließlich doch genug Zeit.
Um 13:00 Uhr kam die eine Schwester, dann um 15:00 Uhr die Eltern und die Oma, und um 15:30 die andere Schwester. Wir tranken Kaffee, ich packte die Geschenke aus und ich verwüstete meine Küche, als ich das Abendessen kochte (Putenmedaillons in Champignonrahmsoße mit Eierspätzle und Erbsen und Mörchen). Dabei begegnete mir zum ersten Mal die Situation: hatte es den anderen geschmeckt oder nicht? War es reine Höflichkeit, daß sie sich nachholten? Letztendlich ging ich davon aus, daß es tatsächlich geschmeckt hatte, übrig war ein kleines Töpfchen, von dem ich morgen nicht satt werden würde (was auch gut war).
Um 21:00 Uhr waren alle wieder aus dem Haus und ich machte alles wieder sauber und spülte das Geschirr weg... so schlimm war es gar nicht. Aber ich schwitzte doch noch eine Stunde nach.
Ferner ging ich davon aus, daß ich genau richtig geheizt hätte, aber es war unglaublich, wieviel Hitze sich bei sechs Personen aufstaute - zudem leuchtete eine Deckenleuchte mehr und ich hatte in meinen Glasvitrinen das Licht eingeschaltet. So, alles wieder sauber. Gute Nacht. Geburtstag überstanden.


- - - - N ä c h s t e   W o c h e - - - -

29.10.-04.11.2001