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I
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- - - - D
i e s e W o c h e - - - - |
| 10.12.2001,
Mo. |
Nach den ersten drei Stunden dieser Arbeitswoche hatte ich
schon die Faxen dick. Nichts klappte, Ware wurde falsch geliefert (9GB Platten
statt 36GB), Forderungen wurden gestellt (das Intranet muß am Freitag auch von
außerhalb erreichbar sein), Dienstleister spurten nicht und so weiter...
außerdem hatte ich vergessen, daß ich einen Termin für eine Präsentation
vereinbart hatte und für ein paar Minuten gabs keine Mail mehr. Das mit dem
Intranet wurmte mich am meisten, weil ich eigentlich keine Zeit hatte. SSL war
ja nicht das Problem (hatte ich zwar noch nie gemacht, aber Anleitungen gabs ja
genug), aber ich mußte endlich alle Seiten vom überflüssigen Code befreien
und entsprechenden Code für eine Benutzerverwaltung auf jede Page bringen
(inkl. Sessionmanagement). Prinzipiell auch keine große intellektuelle
Herausforderung, aber viel zeitaufwändige Arbeit. So kams, daß ich zuhause die
(vor-)letzten 70 Webseiten auf das neue Format umsetzte, weil ich tagsüber nur
50 geschafft hatte.
Jetzt war der Rest nicht mehr so viel, gerade mal 16 Seiten waren noch zu
überprüfen - diese allerdings höchst individuell. Dann noch Datenbank für
die Userverwaltung aufsetzen und ein Script schreiben, daß einen Fehlercode
setzt, wenn die Identifikation schiefgeht - der Rest war schon implementiert (in
weiser Voraussicht). Fehlt nur noch Arbeit für die Kommunikationstechnik, eine
IP nach außerhalb frei zu schalten und den Server in die demilitarisierte Zone
zu stellen.
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| 11.12.2001,
Di. |
Auf Regen folgte Sonnenschein. Heute war der Tag zwar auf dem
kritischen Pfad, aber letztendlich war am Ende des Tages mehr erledigt, als
offen blieb.
Seit ich den Notes-Server vom Intranet-Rechner entfernt hatte, legte dieser eine
sagenhafte Performance zutage - die Load lag zwischen 0.00 und 0.02. Die CPUs
waren zwischen 99.2% und 100% idle.
Die Zugriffsrechte funktionierten in der ersten Stufe, d.h. ich ließ zur
Nutzung nur einen bestimmten IP-Benutzerkreis zu (nicht über htaccess
realisiert, sondern ausprogrammiert in PHP, so daß ich schöne Fehlermeldungen
ausgeben, Aktionen durchführen konnte und so weiter). Alle Seiten sind jetzt in
Sessions eingebettet, es fehlt nur der eigentliche "Start".
Und nicht zuletzt: wie geplant sind meine CMGIs verkauft und zwar 1 Cent unter
dem Tageshöchstkurs, was mir sehr gut gefiel. Jetzt könnte ich auch meckern,
daß ich den gemachten Gewinn in derselben Zeit auch zweimal hätte machen
können, wenn ich richtig aufgepaßt hätte, ABER das hätte ja auch ganz anders
kommen können. So war ich zufrieden und hatte liquide Mittel, um weiter
zuzuschlagen.
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| 12.12.2001,
Mi. |
Es bestätigte sich, daß ich mit dem Verkauf goldrichtig
gelegen hatte. Ich hätte zwar heute keinen Verlust (relativ zum eingesetzten
Kapital) riskiert, aber ich hätte auf ungefähr 550 Mark Gewinn verzichtet. So
könnte ich glatt wieder Aktien kaufen... aber ich warte mal erst ein bißchen
ab. Die gibts noch günstiger.
Die Woche wurde allgemein immer besser. Und ich entschloß mich doch, den
Zugriff auf meinen Intranetserver vorerst über htaccess zu regeln - in meiner
Dämlichkeit hatte ich vergessen, daß es den pdf's nichts nützte, wenn die
HTML-Dateien durch ein Login geschützt waren - herunterladen konnte man sie
immer noch. Dafür funktionierte die Lösung über htaccess sofort... naja, man
kann ja auch einmal Glück haben.
Abends ging ich mit einem Arbeitskollegen auswärts essen - japanisch. Es war
recht teuer, die Portionen waren recht klein (aber ausreichend, wenn man
gezwungen wird, mit Stäbchen zu essen <grins>). Letztendlich bezahlte ich
aber auch etwas Schau mit, weil das Essen am (=auf) dem Tisch zubereitet wurde.
Mit viel Geklingel und Geklapper der Messer, Schaber, Gabeln, wirbelnden
Pfeffermühlen und so weiter. Allerdings lag der Preis für eine 0.4 Liter Cola
in der Region eines halben Kastens aus dem real... naja, irgendein Anleger, der
mir die CMGI für teuer Geld abgekauft hatte, hatte es ja letztendlich
bezahlt...
Beruhigt war ich, daß selbst Leute, die schon mehrere Jahre in Frankfurt und
Umgebung wohnten, nicht den direkten Weg in die Stadt zu einem bestimmten Punkt
fanden und wieder heraus.
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| 13.12.2001,
Do. |
Da ich gestern abend länger aufblieb, als gut für mich war,
kam ich heute morgen nur sehr schwer aus den Federn.
Das Wetter schwenkte von Herbst auf Winter. Es war ein starker, eisiger Wind
draußen, der uns fast die Jalousien vom Gebäude riß und im Treppenhaus der
Firma einen riesigen Lärm veranstaltete. Zum Schutz der Jalousien fuhren wir
sie ganz nach oben, daraufhin war das Büro aber so hell, daß man auf den
Bildschirmen fast nichts mehr sehen konnte. Ansonsten lief ich durch die Gegend
und machte sonst nichts wesentliches.
Nachts wurde es dann wieder offensichtlich, daß bei mir zur Zeit Glück und
Pech immer noch nahe beisammen lagen: heute im Laufe des Tages kaufte ich mir
nochmals CMGI. 1000 wollte ich haben, 694 hatte ich bekommen, Pech gehabt, und
das auch noch in zwei Teilausführungen, was bedeutete: doppelte Gebühr. Aber
zum Tagestiefstkurs, was ich mal wieder toll fand. Den ganzen Tag bis spät in
die Nacht zockelte dieser Kurs dann unten herum...
bis
dann plötzlich kurz vor Börsenschluß in den USA das Ding nach oben sprang.
Morgen, direkt nach dem aufstehen, werde ich wieder Geld verdient haben. Morgen
mußte ich auch unbedingt nachlesen, was diesen kessen Sprung um fast 10 Prozent
verursachte.
So war das halt mit mir. Das ganze Jahr 2000 und 2001 versaut, jetzt in 10 Tagen
mit minimalem Einsatz soviel Kohle gemacht wie in keiner einzelnen Woche, seit
ich an der Börse spiele - selbst als es noch
gut lief... zock zock, ich mache weiter!
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| 14.12.2001,
Fr. |
Den Tag über dachte ich noch: ok, sind nur DM soundso,
verkaufste halt. Aber wie so häufig lag mein Bauch besser als mein Hirn und ich
verkaufte nicht, deswegen gings dann wieder runter. Dann gings wieder zurück,
als die Amerikaner aufmachten und als Frankfurt zu machte, gings wieder runter.
Naja, ich hatte genug Reserve, ich werde mal schön nachkaufen...
Neues Experiment: mySQL auf meinem Intranetserver. Bestand vielleicht die
Möglichkeit, mit Access 2000 darauf zuzugreifen? Ja, es ging. Wahnsinn.
Sogar mit Access 97, wobei es hier noch einige andere Herausforderungen gab.
Aber soweit in Ordnung
Am frühen Nachmittag rief mich Frank an. Er kam aus Australien zurück und war
momentan in Frank-furt. Wir vereinbarten, daß ich ihn abholte und wir dann anschließend Thomas und Tamara auf den Wecker fielen - bis 02:00 Uhr nachts.
Ich wies Frank mein Gästebett zu und gute Nacht.
Und: bitterkalt wars draußen...
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| 15.12.2001,
Sa. |
Ich konnte nicht richtig schlafen. Die Nase juckte, der
Gaumen ebenso... Allergieanfall. Um 9:00 Uhr wachte ich das erste Mal auf und
fiel nur noch in den Halbschlaf zurück. Dabei gab es wieder seltsame Träume:
ich räumte meine neue Wohnung auf, plötzlich kamen Nachbarn, schnüffelten
überall durch und bedienten sich am Essen und Trinken. Meine aufgabauten Tische
und Stühle (das kam mir nicht verwunderlich vor, daß ich soviele davon hatte),
füllten sich plötzlich mit fremden Leuten und meine Nachbarn begannen
plötzlich, diese Leute zu bedienen. Es schien irgendein Mißverständnis zu
geben, offensichtlich hielten alle meine Wohnung für eine Kneipe. Nun wanderte
ich von Tisch zu Tisch und schmiß die Leute wieder raus (natürlich höflich
und freundlich), aber das kam mir vor wie der Kampf gegen die Hydra. Kam waren
zwei Tische wieder leer, waren drei andere voll. Schließlich gelang es mir,
alle rauszuschmeißen und sagte zu den anderen, daß es vielleicht doch eine
gute Idee wäre, eine Konzession zu beantragen... es war wirklich *viel*
Betrieb...
Ok, es war 11:00 Uhr. Ich flog kurz über meine Logfiles drüber und mir fiel
auf, daß ich gestern ziemlich viele Zugriffe eines ganz bestimmten,
wohlbekannten Gateways hatte, die allesamt auch noch auf eine bestimmte URL
verwiesen... das typische Phänomen, wenn eine URL entweder per Mail oder
AOL-Instant-Message weitergegeben wurde (GELL??? Do luuhschde, Liesje). Anscheinend wurde meine Seite
von ehemaligen Arbeitskollegen wiederentdeckt, die ich alle hiermit herzlich
grüßen möchte. Schreibt mir doch, wenn Ihr Euch traut <grins>.
Jetzt schmiß ich Frank aus dem Bett und gehe einkaufen.
Das war mal wieder die Hölle. Ich haßte Samstage, an denen jeder Depp
einkaufen ging (bei mir machte ich da keine Ausnahme).
Frank fuhr den Einkaufswagen, aber ich mußte das "Kind" des öfteren
beiseite ziehen, wenn er anderen Leuten im Weg stand. Im großen und ganzen
überstanden wir den Einkauf ohne größere Blessuren, aber ich brauchte mal
wieder meine Extrawurst. Ich nahm mir ein paar Becher von dem Zeugs (konkret,
Alder: Müller Milchreis), daß kurz vor dem Ablauf des Mindeshaltbarkeitsdatums
war und deswegen um 50% reduziert war. Leider war da ein Depp an der Kasse, der
mir den vollen Preis abzog. Also marschierte ich zur Information und holte mir
die Markfuffzig zurück. Nicht daß ich auf das Geld angewiesen wäre, aber ich
gönne diesen Kleinbetrug dem real einfach nicht und verursache deswegen einen
zeitlichen und organisatorischen Aufwand, der weit über den DM 1.50 lag.
Anschließend ging es nach Schwalbach zurück und wir frühstückten erst einmal
ausgiebig, verbrachten den Tag mit Gelaber, versuchten einmal kurz ein Command
& Conquer Netzwerkgame (wobei Frank nach 5 Minuten vom Computergegner platt
gedrückt wurde und ich eine Stunde später das Feld erobert hatte), dann
Fernsehen, nervten Leute am Telefon, Abendessen und dann: Tag vorbei.
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| 16.12.2001,
So. |
Gepennt - bis fast eins. Gefrühstückt. Beim Frühstück war
ich trotzdem noch nicht richtig wach. Ich suchte dann eine geeignete
Zugverbindung für nach Saarlouis aus und brachte Frank schließlich zum Bahnhof
in Niederhöchstadt. Den Rest des Tages verbrachte ich mit einem vorläufigen
Aufräumen.
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