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I
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- - - - D
i e s e W o c h e - - - - |
| 17.12.2001,
Mo. |
Müde. Augen tränten und taten weh. Montag. Verdammt.
Die Börse ging nach unten (nein, nicht generell, für mich) und ich kaufte wie
versprochen nach. Aber entsetzliches tat sich: meine Order wurde in fünf
(FÜNF) getrennten Teilen ausgeführt, was bedeutet, fünffache Gebühren. Macht
zusammen über 50 Euro Gebühren. Das machte 2,5% auf die Ordersumme aus (oder
2,5 Euro-Starterkits). Das konnte meine Hausbank auch (sogar um über 60%
billiger). Anscheinend nahte die Zeit... wer mit AOL-Adresse in Newsgroups
schrieb, wurde nicht ernst genommen und ausgelacht... und wer jetzt mit Consors
(dem Diskontbroker) im Orderbuch steht, wird von den anderen Börsianern
verarscht und auf den Arm genommen. Ganz zufällig hilft das natürlich dem
wirtschaftlich angeschlagenen Consors!
Leckt's mich am A. Ich schrieb den Consors-Leuten eine saftige Mail und forderte
Satisfaktion. Wenn nicht, dann nehme ich sie mir selbst, indem ich mein Consors
Depot dicht mache. Pulsiv-dot-com wurde doch von der Sparkasse gekauft... die
waren doch jetzt s-broker? Muß mich unbedingt mal nach den Konditionen
erkundigen.
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| 18.12.2001,
Di. |
Übermorgen ist Urlaub.
Ich versuchte, das maximal Beste aus dem Tag herauszuquetschen und bis auf meine
Aktien war mir das auch gelungen. Sogar das Wetter war ok - kalt, aber trotzdem
schön.
Ich mußte beruflich zum UUNet Hostingcenter nach Frankfurt. Die Straße fand
ich diesmal außergewöhnlich schnell - wahrscheinlich weil ich mir die Mühe
machte, den Weg aus der Straßenkarte ABZUZEICHNEN und somit mußte ich nicht
mitten während der Fahrt die richtigen Straßen unter tausenden herausfinden.
Das Gebäude zu finden war dann aber etwas schwieriger. Man sollte die
Hausnummer richtig lesen und der Unterschied zwischen "78" und
"79" ist nicht nur die Straßenseite, sondern auch locker 200 Meter zu
Fuß in die falsche Richtung, dann die Straßenseite wechseln, zurück und 500
Meter in die richtige Richtung, dann beim Wachdienst nachfragen, um dann wieder
150 Meter zurückgeschickt zu werden, wo man endlich richtig klingeln konnte.
Dann nochmals 200 Meter am Gebäude entlang und schon angekommen. Haha, herzlich
gelacht. Dann in den Keller und unendliche Flure entlang, die alle gleich
aussahen. Ich kam mir vor wie in einem Computerspiel.
Na gut, ich schaffte auch das. Zurück war dann wieder einfacher.
Ich schaffte es, innerhalb von 15 Minuten per Mail fast die kompletten
Weihnachtsgeschenke abzuklären - genial.
So richtig Großartiges hatte ich heute nicht vollbracht.
Übermorgen ist Urlaub.
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| 19.12.2001,
Mi. |
Heute nacht las ich, warum ich jetzt gerade mit CMGI auf der
Schnauze liege: die sind aus dem NASDAQ 100 Index geflogen. Danke.
Morgen ist Urlaub.
Es fing ganz laaangsam an, dann wurde es plötzlich hektisch. Gestern hieß es,
daß mein Intranet-Rechner in die DMZ ("demilitarisierte Zone")
gehängt wird, damit man von außen darauf zugreifen kann. Heute morgen hieß
es, keine Zeit. Dann hieß es plötzlich um 14:00 Uhr, daß es jetzt soweit sei.
Und dann ging alles schief. In der einen Sekunde war alles in Ordnung, aber
sobald der Rechner im anderen Netz hing, ging gar nichts mehr. Oder besser
gesagt, es ging ausschließlich das, was ich *zusätzlich* wollte. Der Rechner
war nur noch per HTTP aus dem Internet zu erreichen (und natürlich an der
Konsole, aber das war reichlich uninteressant). Ich überprüfte meine
Netzwerkeinstellungen mehrere male. Man kam dran (über Tricks), aber es war
elendig langsam. Wir krabbelten immer weiter nach vorne, bis ich schließlich
mit einem Router direkt am Intranetrechner hing. Troztdem langsam - elendig
langsam. Ei verflucht!
In der Verzweiflung tauschten wir die Netzwerkkarte aus, aber das brachte
nichts. Ich untersuchte die Einstellungen des Rechners im Detail. HTTP_PROXY
Eintrag in der Systemumgebung entfernt, FTP_PROXY auch, den Loadbalancer
ausgeschaltet, dies, das, neu gebootet. Plötzlich war er am Port rasend
schnell. Dann überprüfte ein Kollege nochmals seine Einstellungen an der
Firewall und den Routern ins Office-Netz und immer mehr ging. Um 19:00 Uhr
funktionierte das meiste. Was hieß: die Namensauflösung, die vorher herrlich
funktionierte, ging nicht mehr und der Aufruf des Intranets aus dem Intranet war
manchmal schnell, manchmal langsam, funktionierte manchmal garnicht. Aber ssh,
ftp, ping funktionierte - wie es sollte. Naja, mal sehen.
Um 20:30 war ich auf dem Weg nach Hause.
Urlaub.
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| 20.12.2001,
Do. |
Erst einmal schlief ich richtig auf und zerrte gegen 12:00
Uhr die Augenlider nach oben. Heute wollte ich mein Auto (endlich) in diesen
Kreis hier ummelden. Ich errinnerte mich an die Schwierigkeiten vor einiger
Zeit, für MTK-XX-NNNN ein richtiges Wunschkennzeichen zu finden und startete
gestern Nacht noch einen neuen Versuch, auf der Webseite ein freies Kennzeichen
zu finden, daß meinen Geschmack traf- erfolglos. Heute morgen machte ich da
weiter und nach einer Stunde des Probierens kam mir ein seltsamer Verdacht:
konnte es etwa sein, daß diese Wunschkennzeichengeschichte nur ein Witz war? Es
sah so aus, daß man hier kein Kennzeichen wählen konnte, das vier Ziffern
enthielt. Wenn der Verdacht sich bestätigen würde, wäre das irgendwie
"Beschiß": mit maximal drei Ziffern wäre die Auswahl beschränkt auf
circa 830.000 Kennzeichen, während es bei vier Ziffern über 8,4 Millionen
Möglichkeiten wären!
Also rief ich auf der Zulassungstelle an: Ja, mein Verdacht war richtig.
VERDAMMT. Conclusio: zieht in den Main-Taunus-Kreis und Ihr verzichtet auf ein
schönes Nummernschild... mit diesem Hintergrund fiel es mir leichter, mal eines
auszuwählen. Doch dann kam der zweite Teil der Misere - beim Check der
Unterlagen stellte ich fest, daß ich keine Deckungskarte der Versicherung bei
mir hatte - als ich das erste Mal ummelden wollte, hatte ich alles beisammen bis
auf die TÜV-Bescheinigung (wenn ich mich richtig erinnerte). Nun versuchte ich
vergeblich meine Versicherung zu erreichen. Besetzt... besetzt... besetzt. Na
toll, also schon wieder kein Auto umgemeldet.
Ich fuhr als noch kurz einkaufen (was eher unbefriedigend war, weil ich nicht
wußte, was ich mitbringen sollte) und war auch schnell wieder zuhause. Draußen
wurde es dunkel und es war nicht einmal 17 Uhr...
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| 21.12.2001,
Fr. |
Winteranfang
- in der Tat. Ich riß den Rolladen heftig hoch und mit bangem Blicke gewahr ich
den weißen Widerglanz von sauberem Schnee (zu pathetisch? Ruf doch die
Alliterationspolizei! <- den hab ich Frank). Leise rieselt der Schnee, Peter
seufzt mit oh-je...
Gestern abend dachte ich noch: "Winterreifen ja, nein, ja, nein, Stress,
nein, nein" Heute stellte sich das Thema schon ganz anders da. Morgen früh
wollte ich ins Saarland fahren (deswegen gibts hier bis vorr. 27ten nichts mehr
neues).
Also faßte ich den Entschluß - Winterreifen "JA, SCHEISSE". Ich
schleppte die Reifen aus meinem Keller in die Tiefgarage und wechselte sie.
Dieser Satz war viel zu kurz für den Vorgang... also nochmals:
Ich nahm alle vier Winterreifen aus meinem Keller und schleppte sie quer durchs
Kellergeschoß zur Tiefgarage. Die Tiefgarage hatte eine Zeitschaltuhr für das
Licht und ich lief mindestens 15 mal zum Schalter, damit ich wieder ETWAS sehen
konnte. Mußte ich extra erwähnen, daß genau an MEINER Parkbucht die
Neonröhre kaputt war? Wen wunderts? Ich räumte meinen Kofferraum aus, um an
meinen Wagenheber zu kommen. Der ist unter der Matte des Kofferraumes, unter dem
Ersatzreifen festgeschraubt. Ich wechselte die Reifen. Die hinteren waren ein
wenig an der Nabe festgefressen - HAU RUCK! Ich tauschte die Winterreifen
"von hinten nach vorne", was bedeutet, daß die Reifen, die in letzten
Jahr hinten waren, kommen nach vorne und umgekehrt - damit sie sich
gleichmäßig abfahren. Ich erinnerte mich an das Desaster von Dezember 1999,
als man mir aus der Tiefgarage die guten Winterreifen klaute (deswegen standen
meine ja auch nicht in der Garage, sondern lagen weggeschlossen im Keller).
Deswegen überlegte ich auch nur ganz, ganz kurz, ob ich meine guten
Niederquerschnittsreifen auf Leichtmetallfelgen in der Garage ließ.
Ich
mühte mich damit ab, sie in den Keller zu schleppen. Mir war speiübel und ich
war froh, daß ich noch nicht gefrühstückt hatte. Ich war richtig fertig und
dreckig, wie hier neben offensichtlich dokumentiert. Also duschte ich erst
einmal ordentlich und eine gute Kopfwäsche ist auch gut für die schwarzen
Ränder unter den Fingernägeln. Danach zog ich mir frisches Zeugs an und
pflanzte mich erst einmal für eine Stunde auf meine Wohnzimmercouch. Uff.
Erfolgreich den Grundumsatz von Energie erhöht.
Während ich da so saß, klingelte plötzlich das Telefon. Consors war am
Apparat und erkaufte sich die Absolution, indem es mir die zusätzlichen,
ärgerlichen Grundgebühren vom Montag zurückerstattete. Die Dame war gut
geschult, das war hörbar. Und sie sagte mir, daß es 1Q02, spätestens 2Q02
für Orders die Option "fill or kill" geben würde. Haha. Das hatte
man mir schon vor über einem Jahr gesagt - eher schon zwei Jahre. Macht nix.
Hauptsache Geld zurück...
Abends fuhr ich dann in die Stadt, weil ich mir mit Thomas den "Herrn der
Ringe" ansehen wollte. Die Hinfahrt war eine elende Schleicherei. Ich war
pünktlich. Thomas nicht - aber der nahm ja die U-Bahn... "die Schienen
waren vereist" oder "es war gar nicht Freitag" dachte ich schon,
aber da kam er dann mit 45 Minuten Rückstand... Der Film dauerte lange und sie
hatten eine Pause eingebaut. Ich wollte auf die Toilette, lief aber die falsche
Tür hinaus. Es ging die Treppe runter und runter und runter und so weiter
und... plötzlich stand ich auf der Straße. Jedenfalls fast. Mist. Kein Klo
& die ganzen Treppen wieder hoch. Gottseidank war es nicht dringen sondern
nur präventiv.
Nach dem Film fuhr ich direkt nach Hause. Maximal 60 km/h. Es war eklig auf der
Straße. Ich war keine Minute zu früh zu Hause und das Wort
"Notdurft" bekam einen Sinn...
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| 22.12.2001,
Sa. |
Ich
war mir ganz sicher, daß der Reifenwechsel eine gute Idee war. Über Nacht
hatte es nochmals geschneit. Um 10:00 Uhr wollte ich in Mainz sein, um meine
Schwester abzuholen, aber ich verspätete mich, weil ich beim Einpacken mal
dieses vergessen und vor dem Losfahren noch jenes erledigen mußte. Aber die
Fahrt ging eigentlich ziemlich glatt - erstaunlich, ich erwartete mehr
Schwierigkeiten. Um 12:00 Uhr waren wir in Ensdorf.
Am frühen Nachmittag fuhr ich dann noch nach Saarlouis - was ein Streß, aber
nicht für mich, eher für die anderen Leute. Ich lief einmal quer durch die
Stadt, merkte, daß dort nichts war, was mich interessierte und sah anderen
dabei zu, wie sie im vorweihnachtlichen Streß untergingen. Selbst in meiner
windgeschützten Ecke abseits wäre ich beinahe mehrere Male umgerannt worden.
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| 23.12.2001,
So. |
Der
Sonntag war schön ruhig. Eigentlich konnte ich mich den ganzen Tag nicht
entscheiden, ob ich mich auf die rechte oder die linke Seite legen sollte,
deswegen döste ich auf beiden Seiten abwechselnd.
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