

Anbieterkennung
Sponsor-Partner:
(ich danke für klick & shop) |
|
|
|
|
/dev/brain
zurück zur Tagebuchübersicht
|
- - - - D
i e s e W o c h e - - - - |
| 28.01.2002,
Mo. |
Müde - Knochen weh. Das war das erste, an das ich beim
Weckerklingeln dachte. Schwer war's, aus dem Bett zu steigen. Ich schleppte mich
zur Arbeit und hatte eine Menge Dinge zu tun - die ich auch fast alle erledigen
konnte. Gegen 13:00 Uhr fing mir der Kopf an, weh zu tun. Und ich fuhr jetzt
entgegen meiner festen Absicht jeden vertikalen Weg mit einem Fahrstuhl.
|
| 29.01.2002,
Di. |
Kopfweh nur noch ein bißchen. Knochen fast gar nicht mehr :)
Also stieg ich wieder Treppen. Ruhig war es. Was sollte ich denn erzählen?
Nichts. Also gibts ein Bild, das ich ganz witzig fand... (watch the baseball
cap!)
|
| 30.01.2002,
Mi. |
Heute war ein richtiger Frusttag. Aber richtig richtig. Auf
der Rückfahrt von der Arbeit hatte ich einen dicken Hals.
- Unter anderem war da eine Mail, die ich morgens mit einer Bemerkung
weiterleitete, was zu erledigen wäre. Dann fragte ich nachmittags nach, ob es
getan wäre und bekomme die Auskunft "ja, klar". Dann gehe ich
spaßeshalber auf den betreffenden Server und sehe nach - es war nicht gemacht!
Nachgefragt, was das solle. Antwort bekommen, daß er meine Mail vielleicht
nicht richtig gelesen hätte. Las die Mail und sagte, daß er nicht durchblicke,
was von ihm verlangt wäre. Ja, den Eindruck hatte ich auch schon mehrmals
gehabt... ich formulierte einen klaren Auftrag. Und dann kam die Aussage, daß
er den Sinn nicht sähe - warum solle er DAS denn machen?
AAAAAAAAH! Also formulierte ich wieder um: 1) er müsse es nicht verstehen,
sondern tun. 2) (und verschärft) formuliert mit einem hörbaren Ausrufezeichen
am Ende des Satzes. In Befehlsform. Ja, dann wurde es erledigt.
Ich fand es bedenklich, wenn ich bei jeder Kleinigkeit nachkontrollieren mußte,
ob etwas getan war und ob es richtig getan war.
- Dann tauchten in einem Meetingprotokoll (an dem ich nicht teilnahm) die debile
Forderungen, ob ich schon einen Lasttest auf einer Standleitung gemacht hätte
und wenn nicht, wann ich das denn machen wolle...
AAAAAAAAAH! Das war eine *LIVE*-Leitung. Ich werde noch so blöd sein und auf
einer Live-Leitung einen Lasttest durchführen! Sie hat 2 MBit Kapazität -
fertig aus. Genutzt wurden im Peak 1.8 MBit. Und sie funktioniert - das reicht.
Konnte sich der Forderungsteller denn vorstellen, was passiert, wenn ich einen
Lasttest auf einer produktiven Leitung durchführe? Das wird zur Folge haben,
daß gar nichts mehr funktionieren wird. GESTRICHEN.
- Dann war da die Aussage (im selben Protokoll), daß das Intranetprojekt so
schleppend vorangehen würde. Projektleitung sollte darstellen, warum.
AAAAAAAAAH! Ok, ich war nicht die Projektleitung, aber fühlte mich trotzdem
angegriffen. Deppen. Ohne Redaktionssystem und Mitarbeiter konnte nur soviel
Arbeit investiert werden, wie von WICHTIGEN Aufgaben übrig blieb. Und diese
Zeit wurde noch dadurch reduziert, daß mir kein Redaktionssystem /
Content-Management zur Verfügung stand. Ohne Moos nichts los.
- zu allem Überfluß geschah dann noch folgendes: vor zwei Wochen fiel ein
System aus, daß nur durch besondere Maßnahmen wieder nach vier Stunden zum
Leben erweckt werden konnte. Eine dieser Maßnahmen war, auf Redundanz zu
verzichten und 2 von 3 Webservern herunterzufahren. Seitdem wurde
diagnostiziert, debuggt und zusätzlich lief das System sehr stabil. Trotzdem
ärgerte ich mich gestern, daß es nicht mehr redundant war und ich fragte den
verantwortlichen Dienstleister, wann wir die restlichen Maschinen wieder ans
Netz bringen können. Es kam heute eine Mail, welche vor Eigenlob und
Selbstbeweihräucherung nur so stank. Als Kernaussage war, daß wir die Kisten
wieder online bringen konnten. Taten wir. AAAAAAAAAH! 10 Minuten später war das
System wieder komplett down, wir fuhren die zusätzlichen Maschinen wieder
herunter und stellten die Ausgangslage wieder her. Telefonate hin und her -
unbefriedigend.
- Dann war da noch ein anderer Dienstleister, der seine Deadline auf die Spitze
trieb. Am 01.02.2002 wird es ein bestimmtes System nicht mehr geben. Das
Ersatzsystem war jetzt noch nicht fertig. Er selbst war nicht zu erreichen. Und
arbeitete zudem noch zu uns zeitversetzt, so daß wenn er früh (so 21:00 Uhr)
nicht weiterkam, bei uns niemand mehr anwesend war, um seine Änderungswünsche
durchzuführen, worauf das am nächsten Morgen gemacht werden mußte, woraufhin
er nicht mehr da war, um weiterzumachen. Außerdem kam dann eine Verzögerung
wie die erste dazu. Zum Schluß wird es wieder so aussehen, daß jeder mit dem
Finger auf den anderen zeigt, wenn am 01.02.2002 ein Ausfall zu beklagen war.
VERDAMMT!
Will code HTML for food. Ich wünschte, meine Welt wäre im Moment so
einfach.
|
| 31.01.2002,
Do. |
Es sprach schon für sich, daß ich heute 11,5 Stunden in der
Firma war. Das letzt angesprochene System funktionierte um 21:20 immer noch
nicht, als ich nach Hause fuhr. Ich war sehr gespannt auf morgen... Und
letztendlich hatte ich den ganzen Tag über ein bestimmtes Dokument offen,
welches ich unbedingt heute fertigstellen wollte, aber eigentlich nur zu 95% aus
Kaffeesatzleserei bestand.
Außerdem war Donnerstag der Tag der Statusberichte. Ich drückte ganz schön ab
wegen dem Schwachsinn mit dem Lasttest - da würde sich jemand wundern, rot
anlaufen und ich hatte einen neuen Feind gewonnen. Schön, wenn man weiß, woran
man war. Übrigens stammte die Aussage von gestern ("Intranetprojekt ging
schleppend voran") von derselben Person. Also war das mit dem Feind eh'
schon klar. Das war übrigens derselbe der vor einiger
Zeit den Unsinn mit der Access Datenbank angerichtet hatte. Wenn ich richtig
zählte, waren das alle meine großen Projekte. Hmmm. Bleib aber noch offen, ob
er prinzipiell gegen jedes Projekt schoß oder nur gegen meine? Lustig fand ich
es natürlich nicht.
Das einzig Positive: alle drei Webserver von gestern sind wieder online. Heute
morgen trennte mein Team die beiden "bösen" Webserver aus dem Verbund
heraus und wir ließen die Dienstleister testen. Sie fanden den Fehler und der
Chef von denen kroch per E-Mail zu Kreuze. Irgendwie war ich froh, daß sie
diesmal nichts gefunden hatten, bei dem sie uns die Schuld in die Schuhe
schieben konnten.
Bei Consors wollte ich mir eine neue TAN-Liste bestellen, doch das ging nicht.
Das blöde Ding sagte mir, ich hätte noch eine zuhause herumliegen, die ich
nicht benutzt hätte. Hä? Also durchsuchte ich alle Ecken, in denen so etwas
wichtiges liegen könnte, fand aber keine unbenutzte TAN-Liste. Selbst die
Möglichkeit, daß ich sie zum Transport in irgendeine 'ct eingesteckt hätte,
prüfte ich nach - nichts. Werde ich morgen wohl wieder bei Consors anrufen
müssen. Oh je.
|
| 01.02.2002,
Fr. |
Auf der Arbeit wars gemischt. Dinge, die ich selbst zu 100%
unter Kontrolle hatte, funktionierten. Andere nicht. Ein lehrreiches Intermezzo
zur Konfiguration von Cisco 2600 Routern (das müßte eigentlich die richtige
Nummer sein). Wenn man zwei Ciscos hatte, die so konfiguriert waren, daß sie
eine Einheit bildeten und in einer von den beiden (Cisco 1) eine existierende
Standleitung ankam, während auf der anderen Strippe (Cisco 2) noch nichts lief,
dann war das fatal, wenn die Cisco 2 Priorität vor der anderen hatte. Nein,
nicht so, wie einen das jetzt zuerst durch den Kopf schießen würde... viel
komplizierter!
Da Leitung 2 nicht aktiv war und beide Ciscos sich gegenseitig überwachten,
meldete Cisco 2 einen fehlerhaften Link und überließ der Cisco 1 das Kommando.
Paketzustellung einwandfrei. Wenn nun der Provider die Leitung testen möchte
und dazu sagte: steck auf die Cisco 2 in den eingehenden Port einen Dummy, dann
meinte Cisco 2 plötzlich, sie hätte einen korrekten Link. Da Cisco 2 zudem die
priorisierte Hälfte war, sagte sie der Cisco 1, daß alle Pakete ab jetzt über
sie läufen müssen. Ergebnis: alle ausgehenden TCP/IP-Pakete stauten sich im
Dummystecker und NICHTS ging mehr. Haha. Wenn die Leute, denen die Leitung
gehört, zudem auch nicht informiert wurden, daß irgendwer mit den Kabeln
spielte, dann suchte man erst nach Paketfloodings, Hackern und rebootet den
Loadbalancer, bevor man hinter den Schrank kroch... ach je.
Ich rief nicht bei Consors an, weil ich erst noch das Wochenende abwarten
wollte. Und das war gut so, denn als ich abends den Briefkasten leerte, lag dort
eine frische TAN-Liste. Überraschung! Hatten sie anscheinend doch eine
herausgeschickt trotz der blöden Meldung.
|
| 02.02.2002,
Sa. |
Die Horrormeldung der Woche: es gibt die Payback
Visa Karte ab 18.02.2002. Ein schwarzer Tag für die Freiheit. Zwei meiner
liebsten Big-Brother-Objekte waren nun auf einer Karte vereint. Datensammlung
perfekt. Mach noch einen Prepaid-, einen Telefonchip und eine
Krankenversicherungskarte drauf, dann haben wir den perfekten Bürgertracker.
Jetzt noch eine kleine Batterie rein, als kontaktlose Smartcard und ab damit
unter die Haut verpflanzt. AAAAH. Ich hoffe, daß die lieben Leute schlau genug
sind, die Anwendung abzulehnen. Still und heimlich hoffe ich ebenfalls, daß
sich irgendein Konkurrent findet, der den Wettbewerb verletzt sieht...
Auch heute schaffte ich es nicht zur Waschanlage. Das hieß, ich war dort, aber
schon um 10:00 Uhr morgens war die Schlange sieben Fahrzeuge lang. Also fuhr ich
ins Main-Taunus-Zentrum, um nachzusehen, ob der Winterschlußverkauf für mich
etwas interessantes bot. Tat er nicht. Es gab nur schlechte Hemden (aus meinem
Gesichtspunkt natürlich: ich will blau, keine Muster oder vertikale Streifen,
maximal hell kariert, reine Baumwolle und Größe 45 oder 46). Ok, ein Hemd
reduziert, das zweite normal billig und das dritte war etwas teurer. Noch ein
Schlips dazu und erledigt, nix wie raus.
Da das Wochenende anstand, fuhr ich noch beim real vorbei, um mich mit dem
nötigsten einzudecken. Aber irgendwie hatte ich keine richtige Lust zum
einkaufen und ich stockte nur meine Getränke (und Dosenfutter) auf: Milch,
Apfelsaft, Cola. Als ich letzteres in den Einkaufswagen lud, hatte ich schon so
ein schlechtes Gefühl - nächste Woche gab es garantiert ein
Sonderangebot.
Als ich dann wieder zuhause war, war die Wäsche auch schon fertig - immerhin
hatte ich drei Wochen lang keine Hemden mehr gewaschen und so war es nächste
Woche knapp (eigentlich nicht, aber es waren nur Hemden übrig, mit denen ich
Anzüge und Schlipse schlecht kombinieren konnte). Ich hängte sie zum ersten
Mal in diesem Jahr wieder auf dem Balkon auf - es war wirklich schönes Wetter.
|
| 03.02.2002,
So. |
Was hatte ich gut geschlafen! Und mich so richtig schön
gezwungen, im Bett zu bleiben. Actionreiche Träume in Farbe. Aber um 11:00 Uhr
kam der Abspann und ich stand auf. Ich verfrachtete noch eine Portion Wäsche in
die Waschmaschine, während Brot für das Frühstück auftaute. Ich holte meine
Sonntags-Morgens Prospekte aus dem Briefkasten.
Ja klar, der real Prospekt zeigte: Kasten Cola 6.79 Euro - also Sonderangebot.
Gut, daß ich nur einen Kasten gekauft hatte, dann werde ich nächste Woche noch
zwei nachkaufen. Die Angebote kamen immer unregelmäßiger, als ich noch in
Duisburg war, konnte man die Uhr danach stellen. 2 Wochen nichts, dann eine
Woche Angebot mit dem 1.5 Liter Kasten, dann eine Woche Angebot mit den 1 Liter
Kasten. Hier oder jetzt nicht mehr. Deswegen mußte ich vorsorgen.
Draußen war es immer noch schön. Kam der Frühling direkt nach dem dicken
Schnee? Meinetwegen. Schon wieder ein Tag verschwendet. Warum hatte ich nicht
die passende Motivation, das zu tun, was ich vorhatte? Ich kam wirklich nicht
dahinter...
|
|