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i e s e W o c h e - - - - |
| 25.02.2002,
Mo. |
Ein Teil des morgens ging bei Recherchen drauf. Immer noch
der PC von letzter Woche für einen Stammkunden. Ha. Die Software, die
eingesetzt werden muß (eine Software für Zahnarztpraxis), war nicht auf Office
XP freigegeben, also mußte man betteln, ob es den PC nicht auch mit Windows
2000 gäbe. Dann stellte sich heraus, daß sie nur mit bestimmten Drucker
funktionierte - diese wurden zum Teil direkt angesprochen (also direkt durch die
Software gesteuert, ohne Druckertreiber) und zum anderen Teil konnten bestimmte
Formulare nicht gezogen werden (meine Empfehlung war, beim alten Nadeldrucker zu
bleiben, bis sich das Thema geklärt hatte).
Den größten Rest vom Tag verbrachte ich mit Command & Conquer. D.h. um
ehrlich zu sein: ich verbrachte den Tag damit, Partien zu beginnen bis der
Rechner abstürzte, danach neu zu starten und zu warten, bis scandisk
durchgelaufen war. Ich sag: dieses Jahr baue ich mir einen neuen PC zusammen,
verdammt. Dabei schoß mir wieder durch den Kopf, wo wir mittlerweile sind: für
die Hälfte vom Geld, für das ich meinen ersten PC gekauft hatte, bekam ich
heute ein Doppelprozessorsystem 1.8 GHz (statt 12 MHz -> Faktor 150) mit 1 GB
Hauptspeicher (statt 1 MB -> Faktor 1024) und 720 GB Festplattenkapazität
(statt 42 MB -> Faktor 17554). Wahnsinn. Und ich benutzte auf meinen Platten
(insgesamt -für heutige Verhältnisse lächerliche- 60 GB) 'nur' 12 GB...
hätte ich einen CD-Brenner wären es nur 7 GB. Was sollte ich mit dieser Menge
anfangen?
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| 26.02.2002,
Di. |
Da mein WLAN- und der Modem-Anschluß meines Notebooks
seltsames Verhalten zeigte, fuhr ich nach Frankfurt zum Toshiba-Service Point,
damit es noch innerhalb der Garantiezeit repariert werden konnte. Das war schon
knapp, weil das Notebook ungefähr um diese Zeit letztes Jahr geliefert wurde.
Dann ging es zum kurzen Einkauf, um meine Lebensmittelvorräte aufzufüllen.
Verdammt - mein Kopf war voller Ideen und keine Motivation, diese umzusetzen!
Ich haßte diese momentane Einstellung von mir, weil ich zudem davon überzeugt
war, daß ich alles auch so realisieren konnte.
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| 27.02.2002,
Mi. |
Nun, voller Elan wollte ich mit dem "realisieren"
anfangen, doch lief ich schon schnell vor die Lanze der Realität. Ich brauchte
einen Hub, fiel mir gerade auf. Ich wollte mir das Zeugs schon kaufen, als mein
T-DSL kam, aber damals hatte ich dann wohl den Faden verloren. Jetzt rächte
sich das bitterlich. Mein häuslicher Linux-PC ließ sich nicht mehr ansprechen,
weil das T-DSL-Modem in meiner Netzwerkkarte drinsteckte - verdammt. Und
entfernen wollte ich es nicht, das wäre heute noch eine wilde Steckerei
geworden. Also Hand zu Fuß-Programmierere mit hochladen, ausprobieren, Output
abwarten... der mittelalterliche Batchbetrieb mit Job Control haha.
Es war draußen ein schöner Tag. Sonnenschein (etwas zu hell, aber ich hatte ja
eine Sonnenbrille), aber nicht heiß, trocken, Wind.
Heute meldete ich mein Auto um und dazu brauchte ich nur knapp eine 3/4 Stunde.
Es hatte also diesmal alles geklappt. Und das noch schneller, als ich sonst
brauchte, die Zulassungstelle war zwar kleiner als die in Saarlouis oder
Duisburg, aber ich hatte noch den Hinweis einer Lokalzeitung im Kopf: Trotz
Öffnungszeiten zwischen 7 und 17 Uhr kamen immer noch 2/3 der Leute morgens
früh. Also kam ich erst um 13:00 Uhr vorbei (und es hätte noch später sein
können, dann hätte ich nur eine halbe Stunde gebraucht). Jetzt hatte ich also
kein DU-Kennzeichen mehr. Und kein KL-1968, sondern ein blödes MTK, mit dem
niemand etwas anfangen konnte. Zudem waren Wunschkennzeichen schwer möglich (ich
erzählte bereits davon). Naja, however, jetzt war ich also MTK und mein
Nummernschild besagte, daß meine Initialen PK seien und daß ich von drei
rückwärts zählen könne. Immerhin etwas.
Das arme Mädchen auf der Zulassungstelle. Wenn im Feld 3 des Fahrzeugbriefes im
Kästchen hinter der "Typ und Ausführung" ein "-" (Strich)
stand, dann mußte der ganze Fahrzeugbrief komplett eingegeben werden. Wäre
nicht ganz so schlimm, wenn bei mir nicht das Feld 33 "Bemerkungen"
prall gefüllt wäre, da mein Auto
werksmäßig schon mit besonderen An- und Umbauten versehen war (das kostete
mich im übrigen noch einmal 10 Minuten extra).
Da ich morgen wieder arbeiten mußte, brauchte ich mein Notebook. Ich rief bei
den Leuten vom Toshiba Service Point an. Nein, ein Ersatzteil würde noch
fehlen, aber abholen könne ich es. Sie riefen mich an, wenn es da wäre. Fein,
also fuhr ich um 15:40 Uhr in die Stadt (gottseidank nur Außenbezirk) und holte
mir mein Notebook zurück.
Jetzt war ich soweit vollständig (nach außen hin). Überlegen (schon immer).
Ausgeruht (auf jeden Fall). Tatbereit (naja). Bei dieser Gelegenheit kam mir in
den Sinn, daß ich vielleicht doch einmal einen Arzt aufsuchen sollte. Mein
letzter Check ist soweit weg, daß ich mich nicht mehr erinnern kann (Zahnarzt
eingeschlossen). Aber wozu hatte ich denn mein Tagebuch: Zahnarzt
= 13.09.2000.
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| 28.02.2002,
Do. |
Boah ey. Ich hatte in meinem Urlaub offensichtlich so viel
geschlafen, so daß ich diese Nacht überhaupt nicht zur Ruhe kam. Typischer
Fall von "übertrainiert" hehe.
Den Tag fand ich trotzdem toll - irgendwie. Ich war fast zwei Wochen weg und
nichts ist während meiner Abwesenheit ausgefallen. Das könnte man jetzt so
deuten, daß ich besser nicht mehr in der Firma erscheine sollte, aber
auch bedeuten, daß ich meine Abwesenheit gut geplant hatte <grins>.
Ansonsten: locker, locker.
Dann verbesserte ich abends mein AIM-Gästebuch.
Timestamps, etwas am Design und einiges im Hintergrund, so daß ich
(theoretisch) mit mehreren 100 verschiedenen Screennames gleichzeitig eingeloggt
sein könnte und jeder sein eigenes Logfile anlegen konnte. Naja - Ihr könnt es
Euch ansehen...
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| 01.03.2002,
Fr. |
Der Tag war Freitag. Also gestern war ja logisch
"Montag", weil gestern mein erster Arbeitstag nach dem Urlaub war. Und
das war eine tolle Woche. Montag - Freitag - Wochenende. Na gut.
Eigentlich war ich heute nicht richtig produktiv. Ich philosophierte
(filosofierte? Ich brauchte allmählich einen Duden für Neusprech!) viel mit
anderen herum - über anthropozentrisches Weltbild und anthropomorphes Universum
(inkl. Naturgesetze), wie man unter Zuhilfenahme des vierdimensionalen Raumes
die gemessene beschleunigte Expansion des Universums erklären konnte, warum die
Hohlwelttheorie zumindest in der Theorie funktionieren würde, warum ich
vermutlich Nichtwähler werde, welchen philosophischen Beweis es für die
Nichtexistenz von (physikalischen) Zeitreisen gäbe, ob Zeit nicht eine
menschliche Errungenschaft wäre (entsprungen aus dem intensiven Wunsch,
Kausalität herzustellen) oder ob wir alle sogar simuliert wären. Ich hatte
einen Zuhörer, den ich gnadenlos vollbomben konnte. Der Arme. Naja, ich würde
nicht mehr lange Gelegenheit dazu haben, mir wurde heute morgen gesagt, daß ich
bald wieder umziehen würde - in ein neues, großes Büro für mich alleine
(zumindest vorerst - angesichts unserer permanenten Raumknappheit bekam ich
sicher bald Gesellschaft). Aus dem Büro, in das der Vorbesitzer meines neuen
Büros ziehen wird, entfernte ich noch einen Rechner (der irgendwelche ominöse
Aufgaben wahrnahm, die ich analysieren müsse und auf eine ordentliche Basis
stellen würde... einer von diesen heimlichen Servern, die so entstehen, wenn
eine Abteilung eine dringend benötigte Funktion selbst realisierte. Jetzt
begann der Teil mit dem Reengineering und der folgenden Optimierung).
Nachdem ich gestern die Timestamps ins Gästebuch
eingefügt hatte, bekam ich heute eine Anregung für eine neue Funktionalität:
Auf AIMs antworten - im Gästebuch. Dann würde das ganze zu einem AIM-Forum
mutieren. Und wenn jemand online ging, zu dessen Eintrag es einen Kommentar gab,
dann wird derjenige über die Tatsache direkt benachrichtig. Na? Wäre glatt
einen Versuch wert. Doch als ich mir den Quellcode des Perlmodules ansah, da
wurde mir wieder schwindelig - etwas undurchschaubar, was dort passierte und so
nahm ich mir übers Wochenende ein Perl Buch mit nach Hause. Ich las auch schon
ein bißchen darin und sah schon ein bißchen klarer. Aber das würde keine
einfache Sache werden. Um ein bißchen Licht hinter die Sache zu bringen: das
AIM-Gästebuch, wie es hier aufgerufen werden konnte, lief auf einem
öffentlichen Webserver (nennen wir ihn "A") von Puretech (äh.
1&1 Webhosting natürlich). Der Perlcode, der sich als AOL Instant Messenger
im AOL-Server eingenistet hatte, der lief auf einem anderen Server (nennen wir
ihn "B"), in einem gaaaaanz anderem Netz und fast völlig geschützt.
Der einzige Austauschpunkt waren die Logfiles auf "B", die
"A" per http-Protokoll lesen konnte. "A" ist Puretech
üblich völlig passiv und es konnte nicht viel installiert werden.
"B" ist zwar aktiv, aber geschützt und versteckt - dorthin konnte ich
also keine aktiven Teile auslagern. "A" interpretierte die Logfiles in
Echtzeit, wenn das Gästebuch aufgerufen wurde. Das konnte irgendwann
zeitkritisch werden. Ich mußte also irgendwie sehen, daß Server "B"
seine Daten in Echtzeit per push auf den Server "A" bringen kann.
Hmmm... spannende Sache. Einfacher wäre es, wenn alles auf einem Server liefe
<seufz>.
Als ich dann nach Hause kam, erwartete mich eine freudige Meldung. Die
Stadtwerke stellten offiziell fest, daß ich sehr wenig Strom verbraucht hätte
und meine Vorauszahlungen deswegen um 40% gekürzt werden könnten. Und daß ich
Guthaben hätte, daß mir in der nächsten Woche überwiesen würde. Doll.
Dieser Monat wäre wohl endgültig wieder etwas Hardware drin :)
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| 02.03.2002,
Sa. |
Das war doch nicht zu fassen. Um 05:45 heulten plötzlich
draußen die Sirenen. Richtige, stationäre Sirenen. Laute Sirenen. Ich war
sofort wach. Das konnte ja wohl nicht sein, daß so früh morgen Übung wäre
und eigenlich war ich auch nicht gewohnt, eine normale Feuersirene zu hören -
mittlerweile (gerade Nachts) erledigte die Feuerwehr sowas doch im Stillen. Also
dachte ich, daß dies ein Katastrophenalarm wäre (immerhin ist Frankfurt
Höchst gerade mal 3 Kilometer Richtung Süden) und setzte mich vor den
Fernseher. Dort kam aber nichts. Dann hörte ich dazu noch das Martinshorn
tatütata. Immer noch nichts. Also nutze ich die Zeit nur aus, um Adrenalin
abzubauen. Und versuchte mich anschließend wieder ins Bett zu legen und
weiterzuschlafen. Erholsam war es nicht. Jetzt hatte ich gerade nachgeschaut:
das gehörte Signal war tatsächlich ein Brandsignal. Nicht zu fassen. Mitten in
der Nacht.
Ich fuhr einkaufen - gerade war ziemlich viel von meinem normalen Sortiment
preisreduziert. Es war allerdings so viel Betrieb, daß ich beinahe wieder nach
Hause fuhr. Machte ich aber dann doch nicht. Ich kaufte ein.
Zuhause frühstückte ich dann erst einmal. Anschließend versuchte ich mich vor
dem Fernseher zu entspannen. Dann setzte ich mich vor meinen PC und spielte ein
bißchen mit dem herum, was ich mir per Zufallsziehung aus dem Index durchlas.
Aha. Interprozeßkommunikation. Named pipes sind recht einfach (und das konnte
ich auch schon schnell programmieren. Getestet. Läuft). Sockets sind besser
(hatte ich jetzt keine Lust, das im Detail zu lernen).
Ich las und las... Und irgendwann hatte ich auch keine Lust mehr dazu...
also möbelte ich mein AIM-Gästebuch mit noch ein
paar Kleinigkeiten auf.
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| 03.03.2002,
So. |
Jetzt war ich schlauer: Perl hatte drei verschiendene Sorten
von Anführungszeichen für Strings. Doppelte, einfache und schräge
Anführungszeichen. Bis jetzt zumindest - ob da noch andere kommen würden?
Jedenfalls stellte ich fest, daß das Buch relativ gut zu lesen war. Als erstes
jedenfalls (nach dem Frühstück) metzelte ich ein paar Armeen in Command &
Conquer nieder und las Mail und machte dies und das - einschließlich Fernsehen.
Aber über den Fernsehquatsch, das Perl-Buch und dem Game hatte ich wieder
Hunger zum Abendessen. Gestern machte ich mir eine Tomatencremesuppe (aus der
Dose) und aß nur die Hälfte, denn für heute wollte ich mir Knödel "halb
und halb" mit Tomatensoße machen und ein paar gesottene Möhrchen. Das war
ein Fehler. Die Knödel waren soooo gut und richtig cremig und passten zu der
Tomatensoße, daß ich alle sechs auf einmal (aber hintereinander) wegaß. Und
jetzt konnte ich mich nicht mehr bewegen. Hilfe. Ich schleppte mich mit der
letzten Kraft vor den PC um diesen Hilferuf zu verfassen.... haha, war nur ein
Witz. In der Tat machte es schwabbel-schwabbel an und in meinem größeren,
vorderen Ende. Das Ergebnis war: selbst zwei Stunden danach konnte ich mich auch
nichts konzentrieren, ohne müde zu werden. Bis morgen werde ich doch alles
hoffentlich verdaut haben? Immerhin hatte ich eine Präsentation vor dem
Lenkungsausschuß zu halten (mein "never-ending-project" v2.0). Dazu
hatte ich eigentlich keine Lust.
Doch jetzt stand ich nur vor einer wichtigen Frage: Godzilla oder nicht
Godzilla. Wahrscheinlich Kompromiß. Ich blieb vor dem PC und holte mir das
Fernsehsignal mit meinem Funksender herüber...
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