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- - - - 01.01.2002 - 31.12.2002 - - - -

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Februar 01.02.-03.02.2002 04.02.-10.02.2002 11.02.-17.02.2002 18.02.-24.02.2002 25.02.-28.02.2002  
März 01.03.-03.03.2002 04.03.-10.03.2002 11.03.-17.03.2002 18.03.-24.03.2002 25.03.-31.03.2002  
April 01.04.-07.04.2002 08.04.-14.04.2002 15.04.-21.04.2002 22.04.-28.04.2002 29.04.-30.05.2002  
Mai 01.05.-05.05.2002 06.05.-12.05.2002 13.05.-19.05.2002 20.05.-26.05.2002 27.05.-31.05.2002  
Juni 01.06.-02.06.2002 03.06.-09.06.2002 10.06.-16.06.2002 17.06.-23.06.2002 24.06.-30.06.2002  
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September 01.09.-01.09.2002 02.09.-08.09.2002 09.09.-15.09.2002 16.09.-22.09.2002 23.09.-29.09.2002 30.09.-30.09.2002
Oktober 01.10.-06.10.2002 07.10.-13.10.2002 14.10.-20.10.2002 21.10.-27.10.2002 28.10.-31.10.2002  
November 01.11.-03.11.2002 04.11.-10.11.2002 11.11.-17.11.2002 18.11.-24.11.2002 25.11.-30.11.2002  
Dezember 01.12.-01.12.2002 02.12.-08.12.2002 09.12.-15.12.2002 16.12.-22.12.2002 23.12.-29.12.2002 30.12.-31.12.2002
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- - - - D i e s e   W o c h e - - - -

08.04.2002, Mo. Schon wieder Montag. Nahm diese Woche kein Ende mehr? Haha.
Nachdem um 8:00 Uhr der Wecker klingelte, drehte ich mich noch einmal um und schlief noch eine halbe Stunde weiter. Danach mußte ich dann wohl doch aufgestanden sein, jedenfalls fand ich mich später auf der Arbeit wieder. Nichts besonderes.
Als ich dann zu Hause ankam und meinen Briefkasten leerte, fand ich eine Menge kleiner Zettel vor. Den gelben Zettel las ich zuerst. "Die Zeit für positive gesellschaftliche Veränderungen ist gekommen. (rot)Jeder kann mitmachen.(/rot). Regeln dafür gibt es. (rot)Machen Sie mit!(/rot)." Und noch mehr Text. "Das Leben wid dadurch lebenswerter. Darum nennen wir diese Privatinitiative im Internetzeitalter www.(die domain gebe ich hier nicht an).de." Hä? Anschließend wird man aufgefordert, eine umfangreiche Broschüre gegen Schutzgebühr anzufordern.  Die Rückseite war dann noch abstruser. Jemand bat kostenlose Dienstleistung als Vermittlung von Know-How und Kontakten beim (ich zitiere) "Recht auf Verstehen des menschlichen Verstandes", "Recht auf ein Leben frei von Drogen und Alkoholabhängigkeit", "Recht auf Befreiung des Körpers von Drogen-, Medikamenten- und Schadstoffrückständen"... und jetzt machte es <KLICK>. Letzteres Wort hatte ich sehr häufig im Zusammenhang mit Werbung für Scientology (Begriff unterliegt dem Copyright) gelesen. Und jetzt passte auch der andere Wortschrott zusammen und mir wurde klar: wer sich dort meldete, um bei Problemen Vermittlung zu suchen, der hatte gleichzeitig jemandem Schwäche offenbart, die als Hebel benutzt werden konnte. Ohne jetzt irgendjemanden irgendetwas unterstellen zu wollen: aber "kostenlos" gibts im Leben nichts. Erst jetzt sah ich mir die anderen Zettel an und diese bestätigten meinen Eindruck: einmal "Kaufen und lesen Sie DIANETIK" (Der Begriff DIANETIK unterliegt dem Copyright). Und dann noch "NARCONON" (Der Begriff unterliegt dem Copyright). "Drogen und Alkohol", "Die Abhängigkeit beenden", "Sein Leben wieder unter Kontrolle haben und mit sich selbst im Reinen sein." Letztere Formulierung: Rein sein = Clear sein. Klassischer Scientology-Begriff. 
Und ich war mal wieder erstaunt. Fast alle Zielgruppen vertreten: Privatpersonen mit allgemeinen Problemen. Privatpersonen mit großen Problemen (Drogen). Privatpersonen mit Angst (vor Terrorismus). Drei Zettel, drei unterschiedliche Adressen. Kein einziges Mal wurde die eingetragene Marke "Scientology" verwendet. 
Hier noch ein passender Link: http://www.pewid.ch/SCI/SCIstart.html.
Zuerst war mir nicht mehr präsent, warum ich mit Google nicht mehr so viel dazu fand, da mir fiel wieder ein: hier auf Heise.de. Steht zwar, daß Google den Index wieder vervollständig hat, aber glaubte ich ja nicht so ganz. Naja, in den Mülleimer damit. 
09.04.2002, Di. Kann sich jemand vorstellen, wie schwierig es war, eine passende Gießkanne zu finden? Da ich mit dem Büro vom 4. in den 3. Stock umgezogen war (inklusive Pflanzen), mußte ich diese natürlich ab und zu gießen. Das war längst überfällig. Aber die Gießkanne, mit der ich das bis jetzt getan hatte, gehörte jemandem aus dem vierten Stock und ich wollte nicht damit durch das ganze Haus kaufen. Also beschloß ich, mir selbst eine zu beschaffen - sollte doch kein Problem sein. Pustekuchen.
Im real Gartencenter fand ich eine (EINE) Gießkanne, aber leider nur in ganz groß. Die bekam man unter keinen normalen Wasserhahn. Als ich am Servicepoint nachfragte, wollte die mich wieder zum Gartencenter schicken. Als ich erzählte, was ich gesehen hatte, rief die Angestellte im Gartencenter an und mir wurde nur bestätigt, was ich schon wußte: es gab nur noch diese eine große Kanne. "Gießkannen kommen Ende des Monats". Bis dahin würde es meine Pflanzen nicht mehr geben, also tschüß.
Dann fuhr ich noch im Praktiker vorbei. Es gab nur ganz kleine Gießkännchen (1.5 und 2 Liter) oder ganz große (10 Liter). Trotz intensiver Suche fand ich nur eine 5 Liter Kanne und diese war anscheinend unverkäuflich, da sie mit permanentmarker entsprechend beschriftet war. Also biß ich in den sauren Apfel und kaufte die kleine Kanne mit 2 Liter. In der Firma (wieder erst um 10:00 Uhr dort) lief ich auch zweimal zum Wasserhahn, bis das Stäbchen im Wasseranzeiger der Hydroponik wenigstens etwas zuckte. Naja. Aber dafür blieben sie am Leben.
10.04.2002, Mi. So, nachdem ich heute mein blödestes (und langwierigstes) Projekt meinem neuen Chef erklärt hatte, suchten wir gemeinsam nach Lösungen. Ein Ergebnis war, daß ich in meiner Abteilung vermutlich zwei Diplomarbeiten zu vergeben hatte - die Themen mußte ich mir jetzt noch ausdenken. Sie mußten interessant klingen, gleichzeitig natürlich den sachlichen Anforderungen genügen. Ich sollte mich erst einmal erkundigen, wie so Diplomthemen z.B. für die FH denn überhaupt formuliert werden. Und dann die wichtigste Frage: kamen diese Studenten nur ins Haus, damit wir zum Schluß ein Stück Papier in den Händen hielten oder "schaffen" die denn tatsächlich etwas? Ich werde nachfragen, wie das sich denn so tatsächlich abspielt. Das wichtigste war: ich wurde nicht in der Luft zerrissen, sondern eigentlich sogar mehrmals gelobt. Ich durfte für dieses Projekt eine Projektassistenz bekommen (fand ich toll), obwohl das natürlich gleichzeitig ein Vorgesetztentrick war: dadurch wurde ich gezwungen, mich selbst zu kontrollieren, zu kommunizieren und zu dokumentieren. Bzw. jemand anderen damit zu beauftragen - da die Person aber noch wenig von dem Thema verstand, würde die Dokumentation umso präziser und vollständiger sein.
Nu denne... dafür bahnte sich in einem anderen Projekt Streit an. Stichwort: "Letztes- Wort- Fetischisten". Mittels E-Mail waren solche Leute einfach FURCHTBAR UNERTRÄGLICH! In Kombination mit dem "An- Alle- antworten- Drücker"... da wurde ich (als allgemein gemütlich / verträglich / bedacht / ausgeglichen bekannte Person) einmal fast wild. Ich konnte mich gerade noch zurückhalten, nochmals auf den großen Verteiler mit einer Spitzfindigkeit zu antworten. Das hätte ich vor 10 Jahren noch gemacht, aber man wird ja schließlich immer weiser... (hoffentlich war das wirklich so).
In einem dritten Projekt hatte ich einen genialen Einfall (JADOCH!), den ich aber noch nicht ans Projektteam kommuniziert hatte. Morgen. Wahrscheinlich würde man mich auslachen, weil ich mich nicht voll mit dem Themenbereich auskenne... aber mal sehen, ich hatte noch Hoffnung und wenn das so lief, wie ich plante, dann könnten wir im Projekt Zeit gewinnen, das Projektende nach hinten schieben und trotzdem die beteiligten Abteilungen zufrieden stellen. Wunnerba'. 
Zu guter letzt war da noch eine andere Sache (ein Troubleshooting), was mir Freitag abend "reingekippt" wurde. Einer unserer Server konnte keine Mails mehr nach T-Online liefern. Manchmal gings, manchmal nicht. Kunden beschwerten sich, zwei hatten schon gekündigt. "Herr Kleemann, wir kennen uns mit Internet-Technologie nicht aus, könnten Sie mal grad...?" (Kurzfassung)
Jo. Drei Fehler entdeckt: 
1. eine falsche IP-Adresse (in einer Anwendung eingetragen, nicht im Netzwerk. So daß der Mailserver sich gegenüber T-Online falsch identifizierte -> wie ein Spamserver es auch tut -> Mail weggeschmissen)
2. kein MX-Eintrag für diese Kiste im DNS
3. kein reverse DNS Lookup (kann bei paranoiden Gegenstellen durchaus helfen)
1+2 korrigierte ich, 3 ließ ich vorerst, da unsere Domains in einem anderen DNS verwaltet werden als die IP-Adressen. Das war von unseren Providern abhängig und ich hatte keine Lust, mit den Leuten in London zu telefonieren.
Jedenfalls kamen dann 5 von 5 Mails an T-Online beim Testen wieder an. Vorher waren es ungefähr 3 von 10. Juchhu? Wird der nächste Tag zeigen.
Halt, was sah ich denn da gerade? Ein Arbeitkollege (den ich als T-Online-Kunde testweise in die Belieferung eingebunden hatte) meldete sich per Mail, daß er in E-Mail ertrinken würde! JA! STRIKE! Ich konnte es immer noch.
Ich erinnerte mich an das Gespräch von gestern mit dem Chef unserer Kommunikationstechnik (zur Erklärung: steht auf derselben Hierarchiestufe wie ich)... skeptisch: "Woher wollen SIE denn wissen, was da zu tun ist?"
Ätschbätsch.
11.04.2002, Do. Das schöne Ereignis des Tages: die Mails nach T-Online kamen tatsächlich wieder an.
Das blödeste Ereignis des Tages: eine Standleitung fiel für eine Stunde aus und niemand konnte mir sagen, warum. Packet loss bis 50%. Große Scheiße. Ich mochte diesen Tag überhaupt nicht.
Das unbefriedigenste Ereignis: Mein "Freund" von gestern schien es tatsächlich darauf anzulegen, mit mir streiten zu wollen. Schon wieder eine Mail, in der er *FÜR MICH* Entscheidungen fällt. Diesmal habe ich ihm geantwortet. Und das wird morgen ein Gemetzel geben, garantiert.
Der Link des Tages: jemand hatte das Perpetuum Mobile zum Geschäftsmodell entwickelt: http://www.wuerth-ag.com/Navigation.htm. Felix Würth will Genußscheine und Aktien aufgrund seiner Erfindung verkaufen. Eine Maschine, die mehr Leistung lieferte, als man hineinsteckte: 135% Ausgangsleistung. Haha.
Und richtig verdächtig machte dieser Link: http://www.d-d-online.de/max-stirner-archiv-leipzig/upb1.htm. Huch? Ein Schneeballsystem / Pyramidensystem für Wertpapierempfehlungen? 
Die Seiten waren allesamt schön aufgemacht. Schade nur, daß der Herr Würth keine Ahnung von elementarer Physik hat (ok, das ist 'ne Unterstellung. Richtig hieße es: die Sachverhalte so darstellt, als ob er keine Ahnung von Physik hätte), diese aber wortgewand darlegen konnte...
Eine Frage, mit welcher der Laie sich selbst überzeugen sollte: "Warum erlahmen die Planeten nicht auf ihrer elyptischen Umlaufbahn um die Sonne?" (Ok, es heißt richitg: elliptisch und das war schon so falsch geschrieben, daß ich im Wörterbuch nachschlagen mußte...) 
Also warum tun sie das nicht? Ganz einfach, weil die Frage falsch gestellt wurde (so etwas nennt man auch Suggestivfrage). Wenn man die Frage so beantwortete, wie sie gestellt war, dann konnte man nur sagen: "Weiß ich nicht". Effekt erreicht. Die implizite Annahme in der Frage ist aber: "Die Planeten erlahmen auf Ihrer Umlaufbahn um die Sonne nicht". Sie tun das aber sehr wohl, nur so langsam, daß Herr Würth es nicht mitbekommt.
Ok, hier noch ein lustiger Link zum Thema: http://www.benzinsparen.de/article/980463601.php je mehr ich recherchierte, je krasser wurden die Behauptungen. "Man kann sagen, hier wurde die Newtonsche Mechanik mit den Anschauungen der Einsteinschen Relativitätstheorie verknüpft, so hochtrabend das auch anmuten mag". Magenkrampf. Nobelpreis für Felix Würth in Physik für die Entdeckung der großen, einheitlichen Feldtheorie.
12.04.2002, Fr. Mein "Freund" von gestern und vorgestern, mein Chef und ich hatten einen gemeinsamen Termin. Die Sache ist geklärt und wird nicht wieder vorkommen.
Nachdem Mails nach T-Online jetzt wieder gehen, hatte sich einer beschwert, daß er jetzt Mails bekam und prompt gekündigt. Er hatte 2770 an einem Tag bekommen. Unsere Logfiles sagten das Gegenteil, aber anscheinend legte er es nur darauf an, aus dem Vertrag zu kommen.
Machs'te hier was, machs'te da was. So verging der Tag langsam, aber irgendwie freundlich.
13.04.2002, Sa. Boah, was für ein Traum: Ich hatte ein Buch geschrieben. Ein richtiges Buch, mit dickem Einband und buntem Schutzumschlag, mit bunten Bildern und Texten. Ich hielt es in Händen. Es fühlte sich richtig an. Ungefähr 350 Seiten, ordentliches, glattes Papier. Ich las darin und lachte mich fast kaputt (Im Traum hatte ich es zwar geschrieben, aber da ich nichts vom Schreiben träumte, las ich das Ganze zum ersten Mal). Leider konnte ich mich nach dem Aufstehen nur mehr an sehr wenig erinnern. Es war ein bunter Mix aus meinem Leben, dazu verweisende Referenzen, Themen ausgewälzt, denen ich begegnet bin... so wie dieses Tagebuch hier, aber halt größer, mächtiger und wesentlich genialer. Und mit mehr Leuten erwähnt, die ich kenne. Auch mit Bildern (was ich hier ja vermied, da ich not-too-personal werden möchte und niemanden verärgern möchte. Aber mit meinem Buch, da verhielt sich das irgendwie ganz anders. Dazu kam, daß ich auch permanent von Leuten gefragt wurde, ob sie denn auch im Buch drin wären. Am Anfang des Traumes wußte nur meine Mutter von dem Buch. Sie las es und versteckte es. Dann entdeckte es mein Vater. Er las ebenfalls und fragte mich in der Mitte, ob den auch die "Sache von Davós" drin wäre. Hä? Also ich (in Realität) wußte nichts von Davós. Naja, außerdem waren Bilder von einer Party mit Leuten der gehobenen Gesellschaft drin. Mein Gott - sah ich schei**e aus mit dem Hemd, einer graugestreiften, zu kleinen Stoffhose mit auf den Schenkeln AUFGESETZTEN Taschen. Aber das Mädel auf den dazugehörigen Fotos sah spitze aus und wir waren offensichtlich gemeinsam dort. Ok, das ging auch aus der Beschreibung hervor.  Ich konnte mich dann noch erinnern, daß ganz zum Schluß irgendeine Geschichte mit einem japanischen Offizier und einem Hasen drin war, aber die einzige Formulierung, die mir in dem Zusammenhang noch einfiel, merkte ich mir in einer Konversation über diese Geschichte: "zu lustig, um ernst zu bleiben, aber zu ernst, um darüber zu lachen". Mußte wohl irgendeine Parabel mit "Botschaft" gewesen sein. Außerdem erinnerte ich mich an das Aufklappbild mit der riesigen, grünen Tomate über zwei Druck-Seiten. Oben drüber stand (in der Mac-Donalds-Plakatschriftart) "Tomato", unten stand "Too-much-to". Das war im Traum unheimlich witzig, aber jetzt im Wachzustand entdeckte ich die Pointe nicht mehr. Und irgendetwas war da noch, woran ich mich jetzt nicht mehr erinnern konnte - aber es war wichtig.
Jedenfalls wachte ich dann irgendwann auf. Gut gelaunt und ausgeschlafen. Ich frühstückte, trug Papier zum Altpapiercontainer, füllte meinen Lottoschein aus. Dann fuhr ich in den real. OH NEIN. So viel Betrieb. Dazu Verärgerung: die "normale" Milch war im Sonderangebot und gestern alle, als ich einkaufen wollte, heute schon wieder. Dann war nur noch die sauteure Milch da (die kein einziges Stück besser schmeckte oder gesünder war). Aus Verzweiflung kaufte ich mir zwei Liter fettarmer Milch und 1.5 Liter Milch, die kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums stand und somit reduziert war, damit ich wenigstens etwas über das Wochenende hatte.
Und dann fuhr ich wieder in den PC Spezialist, weil ich gestern abend feststellte, daß ich nach dem letzten Umbau einen kompletten PC in Teilen da liegen hatte - es fehlte eigentlich nur das Gehäuse, das wurde mir schlagartig bewußt. Nun stand ich bei PC Spezialist und wußte nicht, was ich nehmen sollte... ich hatte mir schon vorgenommen: das Billigste reicht! Aber andererseits: 71 Euro un 79 Euro waren kein großer Unterschied, dafür konnte ich ein 3.5" und ein 5.25" Gerät mehr einbauen - dafür Mini-Tower. Daneben stand für 81 Euro ein "richtiger" Tower (ein PC für Männer). Und den wollte ich dann haben. Gekauft, zum Auto geschleppt, nach Hause gefahren.
Nachdem ich das Gerät ausgeladen hatte, trug ich nochmals einen Wäschekorb voll Altpapier zum Container, steckte eine Ladung Hemden in die Waschmaschine (wer bediente sich denn da an meinem Weichspüler? So schnelle wurde der doch nicht alle) und fing an, am PC herumzubasteln. Ich baute alles ein, was da herumlag: Intel BX440 Board, 224 MB RAM (ein 32MB, ein 64MB, ein 128MB Modul), eine Grafikkarte EON Virge/DX, Longshine 100MBit Netzwerkkarte, ein PII 266, der Adaptec 2940, die Seagate 2GB SCSI Hawk, das Plextor 12TX SCSI CD-ROM und weils grad so lustig war auch die Syquest 270MB SCSI. Ran an den Strom. Und der Rechner bootete sofort hoch, welch ein Wunder (oder: "Peter kann es immer noch"). Jetzt schraubte ich noch alles richtig fest, drückte alle Kabels drauf und... upps. Was war das? Floppy Laufwerk? Wo? Verdammt. Kein Floppy Laufwerk übrig. Hm. Zwischenzeitlich dachte ich auch daran, alle Hardware aus meinem Linux-PC auszubauen und ins neue System zu integrieren. Dann auch wieder nicht. Dann mußte die Floppy halt reichen. Ich baute sie aus und in den anderen PC ein, anschließend schraubte ich alles zu. Aber Moment mal? Den Linux-Rechner konnte ich nur mit einer Boot-Diskette hochfahren, da ich den Rest der Installation nicht beinträchtigen wollte... was nun? Mein Auge fiel auf den alten 486 DX-100. Och nee. Nicht noch ein Gehäuse aufschrauben... egal, es mußte sein und dieser war abkömmlich. Also entfernte ich die Floppy (baute sie in den Linux-Rechner ein) und entfernte noch die Grafikkarte, weil ich mit der noch etwas vor hatte. Und dann dachte ich mir: was wollte ich noch mit so einem alten Gerät? (Also, für Selbstabholer zu verschenken: 486 DX4-100 im hässlichen Gehäuse mit 16MB RAM, einer 5.25" Floppy, einer ST3144A Festplatte, 2 ser, 1 par. Eine Tastatur (echt Cherry) und eine Logitech Maus schenke ich dazu.)
Also baute ich den Linux-Rechner wieder zusammen, schloß ihn an und schaltete ihn ein. AAAAH. Floppy dauerleuchten... ich hatte das Kabel falsch herum draufgesteckt. Wie ich so etwa haßte! Gehäuse wieder auf, Kabel gedreht. Alles in Ordnung. Der PC lief richtig hoch. Dann schloß ich den neu-gebauten Rechner an. AAAAAAAH. Floppy dauerleuchten. Das gab's doch nicht... Also öffnete den ebenfalls und drehte das Diskettenkabel. Ich sags Euch: PCs bauen verbraucht mehr Energie als joggen.
Ich mußte noch ein paar alte Treiber herunterschmeißen und ein paar neue installieren, ich deinstallierte alte Software. Ein paar Mail nippelte der PC gnadenlos ab. Aber schließlich war er auch im Netzwerk und ich konnte stolz in der Netzwerkumgebung den neuen-alten erkennen und nannte ihn "Maschinenraum" (auch wegen der Lautstärke). 
Wahrscheinlich würde ich die Platten ganz leeren und auch Linux auf dem Rechner installieren. Wäre wesentlich leistungsfähiger als die Funkstation. Außerdem könnte ich mit zwei Linux Büchsen spielen und mal "Cluster" üben, NSF, rsync, Loadbalancing... Na egel. Jetzt war ich müde. Ende damit.
14.04.2002, So. Offensichtlich hatte mir der Streß von gestern etwas geschadet. Ich konnte nur bis 8:00 schlafen, dann trieben mich Albträume von Routerkonfigurationen ins Wachreich. So sehr ich mich auch anstrengte. Mit Pennen war Schluß.
Dann merkte ich auch, daß mein Kreuz weh tat, das allergische Asthma engte die Sauerstoffzufuhr ein und ich hatte Schnupfen (echten, keinen Heuschnupfen). Nun, also ein Tag, der geeignet war, im Haus zu bleiben. Unglücklicherweise wurde dadurch meine Nase geruchsmäßig umso empfindlicher, falls sie mal einen freien Durchzug hatte. Und plötzlich stank alles. Das war die Situation, als ich einmal in den Shop kam und fragte: "sag mal, warst Du griechisch essen?"  und ich als Antwort bekam. "Ja, das ist aber schon zwei Tage her". Nun... ich riß die Fenster auf, wenigstens war die Luft draußen etwas weniger aggressiv.
Da ich noch Arbeit hatte, war das nicht weiter schlimm. Heute hatte ich den Relaunch für die Webpräsenz des Weingutes fertiggestellt. Dienstag oder Mittwoch würde sie nach der Freigabe online sein...
Zum Abendessen schlug ich mir den Magen voll... ich machte mir Spaghetti mit Thunfisch (bald mehr dazu) und nachdem ich auch einen Teil des Vanille- Früchte Auflaufes gegessen hatte, da konnte ich nur noch vor den PC rollen.
Gute Nacht.


- - - - N ä c h s t e   W o c h e - - - -

15.04.-21.04.2002