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i e s e W o c h e - - - - |
| 24.06.2002,
Mo. |
Gestern Nacht... ich konnte nicht einschlafen (voller
Bauch) und blieb bis drei Uhr wach. Heute morgen rächte sich das - ich war noch
grottenmüde.
Dennoch schleppte ich mich zur Arbeit, quetschte mich in meinen Stuhl und
versuchte mich nicht zu bewegen. Das gelang aber nicht so richtig, die neuen
Server wurden geliefert und meine bestellten Bücher (privat) waren auch
angekommen (was für XML, was für Java, was für Scripting, was für
Cisco-Router, was für Intranet...). Also druckte ich erst einmal Schildchen
aus, die ich auf alles draufklebte, was mir gehörte. Nicht daß sich vwd
irgendwann einfallen ließ, sich das eine oder andere zu vereinnahmen. Immerhin
waren acht vorhandene Bücher mir, der Ventilator,
die Gießkanne, ein Sitzkissen, mein
Headset (nachdem ich bei AOL über vier Jahre eins hatte und den Komfort der
freien Hände beim Telefonieren zu schätzen gelernt hatte, kaufte ich mir auch
privat eines). Zum Schluß waren 15 Schildchen geklebt. MEIN!
Ich ging (getreu meinen gefaßten Entschlüssen) frühzeitig nach Hause und
verputzte den Rest von gestern. Das war übrigens Nudelauflauf,
den ich nur gemacht hatte, weil ich mich auf der Käsepackung wegen des
Mindesthaltbarkeitsdatums verlesen hatte. Ich dachte, der wäre überfällig...
jetzt war ich es. Dick, satt, müde & online. Ich ging ins Bett.
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| 25.06.2002,
Di. |
Witzig. Ich wurde wach um 02:00, um 03:00, um 05:00...
Allergieattacke. Die Nase juckte widerwärtig, der Gaumen und die Augen ebenso.
Selbst ein Untertauchen in kaltes Wasser brachte nur vorübergehende Linderung -
sobald das kühle Wasser wieder verschwunden war, ging es wieder von vorne los.
Durch diesen leichten Schlaf war ich morgens (natürlich) nicht so richtig
ausgeruht, also schob ich den Wecker noch einmal um eine halbe Stunde nach
hinten. Am Endergebnis konnte ich aber nicht viel ändern - genau wenig wie am
Ergebnis des WM Halbfinales. Es bestätigte sich mal wieder: der Außenseiter
gewinnt, also gewinnen die Deutschen gegen Korea 1:0.
In der Firma saß Ich immer noch an meinem neuen Netzdesign und schob
IP-Adressen und Netze hin- und her. So langsam sah ich klarer, trotzdem tauchten
immer neue Fragen auf. Mittlerweile hatte ich mein Netz so weit, daß keine
Maschine (außer dem Router draußen) eine öffentliche IP-Adresse haben mußte
- alles war über NAT erreichbar geworden. Jetzt war ich nur gespannt, ob es
auch einfacher wurde als vorher - sicherer wurde es allemal. Was an dem neuen
Design witzig war, daß erst ein Rechner im Netz *und* eine Firewall gehackt
werden mußte, um an die Maschine mit der Intrusion Detection heran zu kommen.
Dann wären wir allerdings schon alarmiert und würden alles wieder von hinten
aufrollen. Das ganze gefiel mich richtig.
Dann las ich auf der Arbeit noch ein Buch und ich stellte fest, daß wenn es um
relativ leichte Fachinformation ging, daß ich ungefähr 1.5 Seiten pro Minute
verarbeiten konnte. Schade nur, daß ich so schnell festgestellt hatte, daß das
Buch nicht die Anforderungen erfüllte, weswegen ich es gekauft hatte. Aber
dafür standen Dinge drin, die an und für sich nichts mit dem (Buch-)Thema zu
tun hatten, aber gerade zufällig mit einem anderen Thema, an dem ich gerade
arbeitete. So war es doch nicht ganz sinnlos gewesen.
Als ich dann nach Hause kam, wunderte ich mich, daß alles so still hier in
Schwalbach war. Aber ja: Schwalbach ist der Hauptsitz von Samsung, Samsung ist
eine koreanische Firma und hier lebten deswegen schätzungweise 500 koreanische
Familien...
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| 26.06.2002,
Mi. |
Nochmals Nasenjucken, nochmals mitten in der Nacht wach
geworden. Aber diesmal ging es besser.
Nach der Arbeit, spät Abends, holte ich mir den Schock der Woche. Meine Waage
zeigte mir an, daß ich in der letzten Woche 1 Kg zugenommen hatte. Das war
nicht gut, aber ich wußte auch schon sofort, warum. Ich hatte mir angewöhnt,
jeden Mittag Essen mitzubestellen und das war schon der ganze Grund. Also werde
ich das abstellen müssen.
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| 27.06.2002,
Do. |
Nichts besonderes passiert. Mein Projekt
"Arbeitszeit" machte Fortschritte. Ich werde diese Woche kaum
Überstunden gemacht haben - so war ich zwei Stunden früher zu Hause. Was für
ein Wahnsinn. Was für eine Resource!
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| 28.06.2002,
Fr. |
Was war das? Ich fühlte mich ausgeschlafen, als ich die
Augen aufschlug. Und war richtig wach, als ich auf den Wecker schaute... es war
09:30, ich hatte verschlafen. Ich gab etwas Gas und war um 10:00 Uhr in der
Firma - also nicht wesentlich später als sonst auch. Warum stand ich eigentlich
jeden Tag um 08:30 auf, wenn es auch um 09:30 ausreichen würde? Ok, ich hatte
kein frisches Hemd gebügelt, Hose ebenso. Gut. Aber eine halbe Stunde pro Tag
könnte ich mindestens gewinnen, wenn ich meinen Tagesplan noch genauer unter
die Lupe nahm. Wären nochmals 2.5 Stunden pro Woche gespart. Das lief ja immer
besser....
Auf der Arbeit geschah nichts besonderes. Freitag war mein Intranet-Tag und ich
beschäftigte mich ein paar Stunden damit, das Intranet auf den neuen Stand zu
bringen. Startseite aktualisiert, neue Mitarbeiter ins Organigramm
hineingedrückt, der Betriebsrat war bei mir und wir haben zusammen deren Seiten
neu gestyled. Sah gut aus. Diskussionen gab es (unter den beiden vom
Betriebsrat), ob sie das ver.di-Logo auf die Seite bringen sollten oder nicht.
Man beschloß, sich notfalls mit der Geschäftsleitung zu konfrontieren, dafür
sollte es 30% kleiner gemacht werden ("Auf die Größe kommt es nicht
an").
Kein Problem... ich hielt mich raus.
Am Abend zog ich das Fazit: es ging ohne Überstunden. Ich hatte zwar 2.5
Stunden Überstunden diese Woche, aber mit ein wenig Mühe würde ich das auch
noch in den Griff bekommen.
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| 29.06.2002,
Sa. |
Der Tag fing mit einem Entschluß an. Ja, ich würde
beruflich vorerst alles so lassen, wie es war. Diese Woche hatten mir zwei
ehemalige Kollegen von Ihrer (selbst durchgeführten) Kündigung berichtet. Und
jedesmal hatte ich das Gefühl: Ihr hattet Euch einen schlechten Zeitpunkt
gewählt. Ich hatte so ein verdammt schlechtes Gefühl für die
gesamtwirtschaftliche Entwicklung und war mittlerweile der Überzeugung, es
könnte noch ein gutes Stück schlechter kommen.
Deswegen entschloß ich (im Rahmen meiner selbstauferlegten
Arbeitszeitbeschränkungen), nichts zu riskieren. Normalerweise wurde ich in der
Situation, in der ich jetzt war, übermütig: keine Schulden (mittlerweile eher
das Gegenteil), alles bezahlt, keine Anschaffungen nötig oder geplant, keine
persönlichen Sorgen...
Allerdings gab es im Moment ein gesundheitliches Spotlight: Heuschnupfen. Im
Moment wurde es besonders schlimm. Heute morgen lüftete ich meine Wohnung und
schon nach 5 Minuten fingen die Augen an zu tränen, die Nase juckte und ich
schnappte nach Luft. Verdammt. Also alles wieder zu.
Der Plan für heute: etwas Ordnung zurückkehren lassen. Also stopfte ich
Wäsche in den Wäschekorb und ging in den Waschraum. Sowas? Da hatte doch
jemand eine 3/4-volle Flasche Weischspüler in mein Kästchen gestellt. Konnte
das eine Art Wiedergutmachung sein (13.04.2002
/ 27.04.2002)?
Egal, ich wollte keine Streiterei, also nahm ich den Weichspüler und stellte
ihn auf die Fensterbank. Der Besitzer sollte sich das Zeugs zurücknehmen,
solange er nur von meinem Zeugs wegblieb!
Wieder oben in der Wohnung war das nächste Projekt: Müllentsorgung. Ich
stopfte meinen gelben Sack voll (der bei mir eigentlich blau war - ich hasste
die gelben, durchsichtigen, dünnwandigen Säcke), packte den Hausmüll (puh.
Stank das. Da ich nicht viel hatte, war der Sack nie richtig voll oder stand
entsprechend lange) und das gesammelte Altpapier (Jetzt konnte ich wieder rund
um meine Couch herumgehen. Großartig.) und schleppte alles vor die Haustüre.
Moment. Ich wollte anschließend direkt zum Auto und einkaufen. Ich hatte meinen
Lottoschein vergessen auszufüllen, also ging ich wieder in die Wohnung, ging
online, rief meine persönliche Lottofee
und füllte den Schein entsprechend aus.
Nachdem das getan war, schnappte ich mir den Müll wieder, trug ihn endgültig
weg zu den Mülltonnen und ging zu meinem Auto. Moment mal. Toll. Ich hatte den
Lottoschein in meiner Wohnung vor dem PC liegen gelassen. Also wieder hoch, den
Lottoschein geschnappt und wieder zum Auto. So hatte ich wenigstens meine
Bewegung für heute. Danke.
Im real war wieder mal viel los, aber ich wollte ja nur ein bißchen einkaufen.
Ich fand auch alles und ging zu den Kassen. Riesige Schlangen überall. Aber ich
hatte Glück - da war eine Kasse, deren Licht nicht funktionierte, welches
anzeigte, daß die Kasse besetzt war. Also trauten sich offenbar die umstehenden
Leute nicht, sich daran anzustellen - ich zuerst auch nicht (für eine Sekunde).
Aber dann ging ich vor, war direkt dran (virtuelles Zungerausstrecken an alle
anderen an den Nachbarkassen) und schon wieder draußen. Schnell zum Auto (nur
nicht zuviele Pollen aufschnappen) und wieder zurück nach Schwalbach. Die
Wäsche war mittlerweile fertig, ich hängte sie auf den Balkon und damit war
der Tag für mich erledigt. Ich setzte mich mit einem Wasserkrug voll Grenadine
vor den PC und tippte diese Buchstaben. Als Entschädigung für den Mittwoch und
den Donnerstag etwas mehr und ausführlicher...
Heute abend werde ich mit Thomas und Tamara den Kinosommer (oder wie das auch
immer hieß) ausprobieren und für 3 Euro für eine Kinokarte einen Film
ansehen...
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| 30.06.2002,
So. |
Wir hatten uns gestern um 22:15 Uhr "Flickering
Lights" angesehen. Der Film war originell und das Einzige, was es wirklich
zu meckern gab, war sein Titel. Der dänische Film hieß im Original
"Blinkende Lygter" und es brauchte nicht viel Kreativität, um zu
erkennen, was das auf Deutsch bedeutete. Aber nein, in Deutschland brauchte es
dann einen Englischen Titel, woraufhin der Dialog, der im Film erklärte, wie es
zum Titel kam, reichlich konstruiert und gezwungen klang. Danach setzten wir uns
noch ins Louisana (innerhalb des Kinos) und tranken noch etwas. Der Schreck kam
dann um 1:40 beim Verlassen des Lokals - und von mir zunächst unbemerkt. Erst
durch die Bemerkung von Michael, daß fast 8 DM für eine große (=0,5l) Cola
doch reichlich teuer waren, fiel mir auf, was da passiert gewesen war. Ich hatte
tatsächlich 3 Euro 80 dafür bezahlt. Hmmm... Da find ich das auch nicht mehr
witzig.
Aufgrund der vielen Flüssigkeit gestern (vor allem gegen Abend), schlief ich
relativ unregelmäßig :-)
Dann blieb mir nicht besonders viel übrig, als Brasilien zum Gewinn der
Weltmeisterschaft zu gratulieren.
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