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- - - - D
i e s e W o c h e - - - - |
| 01.07.2002,
Mo. |
Nach einem zeitlich korrektem Arbeitstag fuhr ich noch kurz
am real vorbei. Mein Colavorrat ging zur Neige und ich wollte etwas nachkaufen.
Aber wider Erwarten gab es diese Woche kein Sonderangebot, also lief ich
verwirrt durch die Gegend und - da ich schon mal hier war - kaufte ich mir noch
ein Chicken Kebab. Wieder zu Hause fiel mir der Colamangel wieder ein, aber im
Kühlschrank war noch eine Flasche, so daß ich das Kebab mit dem passenden
Getränk essen konnte. Mit kaltem, klarem Wasser wär' es wohl nicht so
herübergekommen, weil es geschmacksverstärkend gewirkt hätte - und das wäre
teuflisch. Am Abend plante ich ein bißchen herum und setzte einen Entschluß in
die Tat um. Dazu warf ich meinen Laserjet wieder mal an, er hatte um die 200
Seiten zu drucken. Jede Menge PDF-Dateien. Und dann wühlte ich mich durch ein
Formular mit jede Menge Schlüsselziffern und Begriffen, die ich nicht kannte
oder einordnen konnte. Aber ich konnte mit gutem "Wissen und Gewissen"
unterschreiben, was ich ausgefüllt hatte.
Ach ja - ich bekam noch einen Brief von meinem Vermieter in Duisburg. Die
Nebenkostenabrechnung. Doch (oh Schreck) ich sollte etwas nachzahlen. Gut, daß
ich alle Unterlagen hatte - ein Blick verriet mir, daß da etwas nicht stimmte.
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| 02.07.2002,
Di. |
Vor der Arbeit hatte ich schon viel zu tun! Das gestern
ausgefüllte Formular war nämlich ein Antrag zum Studium. Hä? Ja. Ich wollte
ab Oktober wieder studieren und deswegen schrieb ich mich ein. Das wird hart
werden. Vollzeit arbeiten und Vollzeit studieren. Jetzt war ja auch wohl klar,
warum ich derzeit auf Zeitsparkurs lief. Ich war mal gespannt.
Jedenfalls war die erste Stelle heute morgen die Bank - Geld holen. Dann ging
ich mit einer Kopie meines Abiturzeugnisses zum Bürgeramt und ließ sie
beglaubigen. Anschließend alles in einen großen Umschlag und ab damit zur
Post. Jetzt wars soweit. Mitte August weiß ich, ob ich angenommen bin.
Wohlgemut ging es zur Arbeit - und rechtzeitig wieder zurück.
Zuhause beschäftigte ich mich damit, um mir einen präzisen Stundenplan zu
erstellen... Mann, das würden zu Spitzenzeiten 74 Arbeitstunden pro Woche
werden. 10:00 bis 24:00 an manchen Tagen (inkl. geplanter Pausen). Irgendwie
freute ich mich aber darauf. Eine Herausforderung. Ein Plan. Ein Ziel.
Erinnerte mich an früher :-)
Thema "Acrylamid". Als ich auf der Webseite von plusminus gelesen
hatte, was sich da wieder anbahnte (und nachdem ich letzten Samstag von Thomas
und Michael nach dem Kino davon erfahren hatte) entschloß ich mich kurzfristig,
meine verbliebenen Chips zu vernichten. Noch ein Schreck: ich hatte schon seit
längerer Zeit eine Tüte Chips in meinem Regal liegen. Ich griff sie und ...
sie war offen! Wie das denn? Und auch noch aufgerissen auf eine Art, wie ich es
nicht machte. Auf der Seite verbrecherisch aufgeschlitzt. WER WAR DAS!
Sachdienliche Hinweise... naja. Ich schmiß sie dann weg.
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| 03.07.2002,
Mi. |
Die Nacht war wieder ätzend. Mein Heuschnupfen schien so
langsam seinen Höhepunkt zu erreichen. Auf der Arbeit wurde es auch nicht viel
besser, also versuchte ich, früh Schluß zu machen.
Doch was war das, als ich auf die Landstraße zwischen Eschborn und Kronberg
einbog? Stau... Das war das erste Mal in diesem Umfang. Als ich den Verkehrsfunk
hörte, wußte ich warum. Der komplette Berufsverkehr stadtauswärts, der sich
normalerweise über die A66 über die Miquelallee Richtung Wiesbaden abspielte,
lag aufgrund eines Unfalls knapp hinter der Ausfahrt Eschborn still. Also fuhren
die alle über diesen Weg bis zur Auffahrt Höchst. Ich fuhr die erste Abfahrt
nach Schwalbach Süd ab und quälte mich durch das Dorf. Das staute sich zwar
auch auf dieser Straße bis kurz hinter den Ortseingang, aber dann hatte ich
freie Fahrt.
Endlich zuhause tat ich das, was ich schon Montag machen wollte. Ich schrieb
einen Brief an meine alte Hausverwaltung in Duisburg und rechnete ich vor, was
ich nachzahlen mußte. Aus 49 Euro wurden 13 Euro, die ich auch sofort
überwies. Ich hätte meinem Gefühl nach noch Geld herausbekommen müssen, aber
dazu waren solche Abrechnungen doch zu unklar und ausnahmsweise wollte ich mich
nicht streiten, weil ich keinen Ansatzpunkt sah. Mit den Stadtwerken
Saarbrücken hatte ich mich schon bis aufs Messer gestritten (und 600 Mark
zurückbekommen), aber das war etwas anderes.
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| 04.07.2002,
Do. |
Schon wieder. Die Nacht hechelte ich mich durch und hielt
mich nur durch gezielte Schüsse aus meinem Asthmaspray lebensfähig. Geschlafen
hatte ich deswegen dann nicht gut.
Ich schob mich dann zur Arbeit und verbrachte die meiste Zeit im Recherche-
Modus. Gegen Mittag brachte ich die Briefe von gestern zur Post. Ausnahmsweise
ging ich zu Fuß in Richtung Stadtmitte von Eschborn zur Post. 570 Schritte hin
und wieder zurück. Auf dem Weg lag eine Bäckerei, wo ich mir etwas zum
Mittagessen kaufte und eine Apotheke. Auf dem Hinweg zur Post ging ich noch an
der Apotheke vorbei, aber auf dem Rückweg hinein. Ich wollte unbedingt etwas
gegen meinen Heuschnupfen haben (ohne Arzt) und ließ mich entsprechend beraten.
Es kam dann ein Medikament heraus, was wohl ziemlich gut sein sollte. Gekauft.
Was waren schon 16Euro gegen eine Nacht ohne Schlaf.
Wieder zurück ging der Tag auch schon vorbei und auf dem Rückweg fuhr ich bei
McDonalds vorbei. BOGOF mit Asiabox. Als Belohnung dafür, daß ich nach meinem Schreck
vom letzten Mittwoch wieder um 1.5 Kg weniger hatte. Dann wollte ich
unbedingt zuhause ausprobieren, weswegen ich gestern die Dateien heruntergeladen
hatte. Dafür wollte ich einen frisch installierten PC benutzen und damit war es
soweit: Maschinenraum sollte auf Linux
umgestellt werden. Davor steckte ich noch einen übriggebliebenen Speicherriegel
mit 256 MB hinein und dafür mußte dann ein 32 MB Modul seinen Platz verlassen.
448 MB für Linux waren gut. Nachdem der PC wieder zugeschraubt war, begann ich
mit der Installation - und merkte am Schluß, daß die Auswahl "Standard
mit Office" nicht die richtige Wahl für einen Server gewesen war, weil
kein Apache installiert wurde und der Plattenplatz mit 2 GByte doch etwas knapp
war. Also machte ich in meinem Frust "rm -r *".
Natürlich ging danach der Reboot nicht mehr und so drückte ich Reset, steckte
die Boot-Diskette noch einmal hinein und wollte neu installieren. Doch
Pustekuchen. Das Ding fing zwar an, seine Disketten einzulesen, aber dann war
auch schon Schluß. HD und FD-LEDs leuchteten und ansonsten ging nichts mehr.
Ok, vielleicht verschluckte sich das Setup am (ganz bestimmt) korrupten
Filesystem. Also drückte ich noch einmal Reset, ging ins Adaptec Bios und
low-level-formatierte die Festplatte. "Depending on your disk capacitiy,
formatting may take from one minute to several hours."... ok, das dauerte
40 Minuten... und danach war es immer noch nicht gut. Dasselbe Phänomen. Also
nahm ich eine alte MS DOS 6.22 Diskette und formatierte die Harddisk erst einmal
unter MS DOS. So wußte ich wenigstens, daß sie nicht kaputt war.
Später... hing das Ding immer noch. Aber interessanterweise hängte sich Kommandopult
gleichzeitig auf und da speziell der cfosoem für DSL Aha? Konnte es sein, daß
es bei der Initialisierung des Netzwerkes zu tun hatte? Sollte zwar nicht,
aaaaber... Ich schaltete das Kommandopult aus und versuchte eine neue
Installation auf der Funkstation. Und siehe da... es funktionierte. Jetzt suchte
ich die Pakete per Hand aus... Mann... 2 GB sind doch sehr klein geworden für
Linux... bei der ersten Installation, die ich vor 10 Jahren gemacht hatte, da
war das ganze mit Xfree auf 16 Disketten. Jetzt ohne Xfree auf 1 GB.
Sagte ich schon? Ich hatte Samstag wieder einen Lotto-3-er.
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| 05.07.2002,
Fr. |
Das Medikament half wirklich weiter. Die Nacht verbrachte ich
ohne große Beschwerden und sogar das Asthma war etwas reduziert.
Nach der Arbeit kämpfte ich mit dem Linux weiter. Ich hatte es installiert
bekommen (gestern noch - auch in einer etwas kleineren Version, die alles
enthielt, was ich haben wollte). Doch leider bootete es danach nicht mehr. Nach
LILO sagte das Ding noch, das es den aic7xxx Treiber benutzt und anschließend
blieb das Gerät hängen. HD LED Dauerleuchten. Watt denn nu?
Ich suchte im Netz, versuchte neu zu installieren, nichts änderte sich. In den
Newsgroups war ziemlich viel zum Problem Adaptec 2940 und Suse 6.3/6.4 zu lesen.
Aber irgendwie hatte ich keine Lust, einen neuen Kernel zu bauen. Also versuchte
ich das Problem auf Hardwareebene zu lösen. Ich setzte den Adaptec in den
ersten PCI Slot, stellte im Adaptec BIOS ab, daß die Drives disconnection
unterstützen, dann stellte ich im BIOS des Boards ab, daß es sich um ein
Plug&Play-OS handelte... und plötzlich bootete das Ding. Ich war schon
froher Hoffnung, alles funktionierte. Apache war da, PHP, mit ssh ging ich vom
Kommandopult auf den Rechner... ich war glücklich. Ich fuhr den Rechner
hinunter und startete ihn neu. Hing wieder. Ich war verzweifelt.
Dann ging es wieder... und wieder nicht... so langsam kam mir die Idee, mich
endlich von dem ganzen SCSI-Krempel zu verabschieden. Die Platte war mit 2 GB
(wie gestern gesehen) ohnehin zu klein, der (etwas ältere) Adaptec 2940 machte
Probleme mit einem modernerem Betriebssystem... und hier etwas nachzukaufen war
mir ja schon vor zwei Jahren zu teuer gewesen. Adé.
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| 06.07.2002,
Sa. |
Ich wurde telefonisch geweckt, was aber weniger schlimm war -
es war schon nach 10:00 Uhr. Wenigstens konnte ich helfen.
Aber dann besah ich mir meine Linux-Situation erneut. Und hatte eine Idee. Im Feuerleitstand
hatte ich doch einen Adaptec 2920 stecken. Flugs ausgebaut und in den Maschinenraum
rein.
Ja, er wurde zumindest verkraftet. LILO kam, Linux startete, aber auch nur genau
bis zu dem Punkt, wo das aic7xxx Modul geladen wurde. Aber ganz im Gegensat zu
den letzten beiden Tagen hängte sich nicht der SCSI-Bus auf, sondern ich bekam
eine Meldung auf den Bildschirm, daß da kein Adaptec wäre... und ich erinnerte
mich: Ok, der 2920 war nicht wirklich ein Adaptec, und auch überhaupt
nicht mit dem 2940 verwandt, sondern ein Future Domain Controller. Diese Firma
war von Adaptec gekauft worden. Also legte ich die Boot-Diskette hinein und lud
manuell das tm16xx Modul (oder so ähnlich) und schwupps... erkannt. Jetzt ließ
ich mir das bootsystem neu schreiben und ... alles ging, ging, ging,
ging....
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| 07.07.2002,
So. |
Sehr gut geschlafen. Ich war zwar schon kurz nach 9:00 Uhr
wach, dann konnte ich bis 12:30 weiterschlafen. Der Nachmittag ging dann beim
Experimentieren drauf. Abends hatte ich erfolgreich einen Apache "mit allem"
neu kompiliert - allen Widrigkeiten zum Trotz. Ich mußte mysql zusätzlich
installieren, aber das stellte sich als die einfachste Übung heraus. Kreativer
wurde es bei mod_auth_mysql, weil ich in keiner Anleitung gefunden hatte, daß
es sinnvoll war, in /usr/include einen symbolischen Link zu
/usr/local/mysql/include aufzunehmen. Naja, PHP lief, Perl lief, Apache lief und
alles waren neue Versionen. Jetzt mußte ich nur noch zusammenstellen, was ich
denn tatsächlich alles brauchte, um meinen Intranetserver auf aktuelle
Versionen umzustellen.
Achso. Die Rechner baute ich noch zusammen - damit sah es nicht gerade so wüst
aus wie vorher.
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