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- - - - 01.01.2002 - 31.12.2002 - - - -

früher 2000 2001
Januar 01.01.-06.01.2002 07.01.-13.01.2002 14.01.-20.01.2002 21.01.-27.01.2002 28.01.-31.01.2002  
Februar 01.02.-03.02.2002 04.02.-10.02.2002 11.02.-17.02.2002 18.02.-24.02.2002 25.02.-28.02.2002  
März 01.03.-03.03.2002 04.03.-10.03.2002 11.03.-17.03.2002 18.03.-24.03.2002 25.03.-31.03.2002  
April 01.04.-07.04.2002 08.04.-14.04.2002 15.04.-21.04.2002 22.04.-28.04.2002 29.04.-30.05.2002  
Mai 01.05.-05.05.2002 06.05.-12.05.2002 13.05.-19.05.2002 20.05.-26.05.2002 27.05.-31.05.2002  
Juni 01.06.-02.06.2002 03.06.-09.06.2002 10.06.-16.06.2002 17.06.-23.06.2002 24.06.-30.06.2002  
Juli 01.07.-07.07.2002 08.07.-14.07.2002 15.07.-21.07.2002 22.07.-28.07.2002 29.07.-31.07.2002  
August 01.08.-04.08.2002 05.08.-11.08.2002 12.08.-18.08.2002 19.08.-25.08.2002 26.08.-31.08.2002  
September 01.09.-01.09.2002 02.09.-08.09.2002 09.09.-15.09.2002 16.09.-22.09.2002 23.09.-29.09.2002 30.09.-30.09.2002
Oktober 01.10.-06.10.2002 07.10.-13.10.2002 14.10.-20.10.2002 21.10.-27.10.2002 28.10.-31.10.2002  
November 01.11.-03.11.2002 04.11.-10.11.2002 11.11.-17.11.2002 18.11.-24.11.2002 25.11.-30.11.2002  
Dezember 01.12.-01.12.2002 02.12.-08.12.2002 09.12.-15.12.2002 16.12.-22.12.2002 23.12.-29.12.2002 30.12.-31.12.2002
später 2003 2004 2005 2006

 

- - - - D i e s e   W o c h e - - - -

08.07.2002, Mo. Gut geschlafen, aufgewacht. Dann hatte ich auf der Arbeit einen kleinen, erfolgreichen Moment für mich alleine. Ich hatte meinen Intranetserver während des laufenden Betriebes auf PHP 4.12 mit (fast) allen Modulen aufgerüstet, die auch vorher schon drin waren - nur in der jeweils neuesten Version. Somit war eine Sicherheitslücke erst einmal geschlossen. Als nächstes werde ich dann auf eine neue Apache-Version aufrüsten, aber das würde einfacher werden. Meine gestrigen Erfahrungen hatten mir gezeigt, daß es einfacher war, sobald man PHP schon einmal soweit hatte... Nun konnte ich in aller Ruhe den Webserver meiner bevorzugten Konfiguration zusammenstellen...
09.07.2002, Di. Die Medizin, die ich mir letzten Donnerstag (ist das erst so lange her?) gekauft hatte, bewährte sich. Ich hatte kaum Beschwerden.
Streß hatte ich auf der Arbeit. Als es gegen Mittag wieder heißer wurde, fing mein PC (mein Notebook) an zu spinnen: die Verarbeitung setzte immer wieder aus und je länger es dauerte, um so länger hielt es an. Paradox: je heißer es wurde, je mehr fror der Rechner ein :-)
Nach einem Reboot ging es aber wieder. Auf dem Rückweg versuchte ich die neuen Spezialitäten von McDonald: Der Honolulu-Burger ist recht lecker, aber die Maui Cheese Potatoes sind für die Leistung (und den Geschmack) einfach zu teuer. 
10.07.2002, Mi. Heute wollte ich es tun. Heute wollte ich das Intranet auf neue Serverversionen umstellen, was hieß: Apache 1.3.26, OpenSSH 3.4 und PHP 4.2.1 (alles aus Sicherheitsgründen). Nebenbei noch alles ausgetauscht, was gerade aktuell war: neue Modules für den Apache und PHP. Auf der Arbeit bereitete ich das ganze vor und machte auch einen Versuch - aber anscheinend machte es Probleme, wenn zwei Webserver auf einem Rechner liefen, wobei beide auf eine bestimmte virtuelle Domain und IP-Adresse lauschten. Ich dachte, dadurch, daß es jeweils andere Ports wären, wäre es kein Problem - aber anscheinend doch. Ich startete dann den zweiten einfach mit SSL und sprach ihn mit https an. Das funktionierte und ich konnte ein bißchen testen. Sah gut aus, deswegen fuhr ich den anderen einmal herunter und wollte den neuen testen. Ging dann doch nicht so glatt, weil die alte httpd.conf nicht richtig verarbeitet werden konnte. Also den alten wieder gestartet... und er fuhr nicht hoch, verdammt. Nach 10 Minuten stand fest: das neue mod_perl hatte einfach eine bestimmte Perl-Bibliothek gegen eine neue Version ausgetauscht, aber (ganz im Gegensat zu den anderen Paketen) hatte es keine getrennten Dateien angelegt. Jetzt war ich froh, daß ich heute morgen einfach mal die komplette Betriebssystem-installation in ein Backup - Verzeichnis kopiert hatte. Das waren dann zwar 5 Gigabyte Plattenverschwendung, aber so konnte ich die alte Datei (Apache.pm) wieder herkopieren und gottseidank der Webserver startete wieder hoch. Ich merkte, wie sehr ich schwitzte. Warum hatte ich das denn beim Test vom Sonntag festgestellt? Die Server liefen doch parallel!
Dazu kamen nämlich noch über den Tag verteilt wiederholte Ausfälle meines Notebooks wegen der Hitze.
Um 20:00 Uhr war ich wieder zu Hause. Ich fuhr meinen Testrechner hoch und stellte fest: ja, mein (alter) Apache 1.3.14 fuhr auch nicht mehr hoch - dieselbe Meldung. Ich hätte halt nicht einfach nur den neuen kompilieren und starten sollen, sondern auch mal den alten restarten und es wäre mir aufgefallen. Also hatte ich wieder etwas gelernt.
Mit dem passenden Wissen ausgestattet ging ich dann von zu Hause aus online und wollte den Intranet-Server nachts umstellen (es liefen immerhin ja auch ein paar virtuelle Domains drauf mit 170.000 Requests pro Woche). Doch auch gute Vorbereitung mit httpd.conf und php.ini und Konsorten konnten einem gewissen Ausfall nicht vorbeugen. Die wichtigen Sachen waren allerdings sofort verfügbar, Intranet lief soweit. Auf beliebige Dokumente einer Domain wurde nur per User-Authentifizierung (.htaccess / http Code 401 "Authentifizierung erforderlich") zugegriffen, doch ich bekam vom Server schon ein generelles "Zugriff verweigert" (Code 403) bekam, als ob ich keine Leserechte hätte. Das war der erste Kampf. Anscheinend hatte sich etwas bei der .htaccess-Datei oder den Verzeichniseinstellungen von Apache 1.3.14 zu 1.3.26 verändert, was dieses seltsame Verhalten hervorbrachte. Ich werkelte eine gute Stunde an den .htaccess-Dateien (ohne ging es natürlich, aber die Dateien mußten geschützt sein!) herum und hatte schließlich erfolg. Es ging. Dann investierte ich noch ein bißchen Zeit in die Beobachtung und die Systemüberprüfung. Ich überprüfte perl-Scripte auf dem Intranet... und dabei fiel mir ein anderer Fehler auf... und zwar war das so: wenn ich ein einzelnes Dokument (ohne äußere Navigation) aufrief, dann wurde durch Javascript gesteuert vom Browser die Framestruktur selbständig aufgebaut und das innere Dokument in den Inhaltsframe geladen, indem es seinen Dateinamen ermittelte und nachlud. Das lief per PHP. Seltsamerweise wurde nur die Standardseite geliefert, als ob kein Parameter übergeben wurde. Dasselbe bei diversen anderen PHP-Scripten, denen Parameter in der URL übergeben wurde - keine Funktion. Ich suchte bis drei Uhr Nachts, was an den Scripten falsch wäre und sagte mir dann... das hatte Zeit bis morgen.
11.07.2002, Do. Um 8:00 Uhr klingelte zwar schon der Wecker, ich war dann aber erst um 09:10 wach. Da ich ja wußte, daß Teile meines Intranets nicht richtig arbeiteten, wollte ich so schnell in der Firma sein, deswegen beschränkte ich mich bei der Körperhygiene auf das optische Mindestmaß (=kämmen), verzichtete auf das Aufbügeln einer Hose und zog ein Hemd an, daß ich diese Woche schon einmal an hatte. Um 09:30 war ich an meinem Arbeitsplatz und die Sucherei ging los.
Schließlich stieß ich auf den entscheidenden Hinweis: es gab ab Version PHP 4.2 in der php.ini einen neuen Parameter, der das Verhalten von Scripts steuerte, wenn über die URL Parameter übergeben wurden (sogenannte GET-Methode): register_globals. GET ist ein mögliches Sicherheitsloch, wenn der Script-Programmierer seine Variablen nicht sorgfältig überprüft. Allerdings war es früher (<4.2) uneingeschränkt erlaubt, aber das neue Flag in der php.ini war (eben aus Sicherheitsgründen) auf das Gegenteil eingestellt: die Scripte durften die Parameter nicht mehr verarbeiten. Na bitte, das wars dann.
register_globals=on und die Sache funktionierte wieder wie vorher. Daß dies natürlich wieder "possible unsafe" war, war mir schon klar. Aber erstens schrieb ich meine Scripte selbst (und überprüfte die Daten recht genau) und zweitens konnte ich so das Umschreiben der Scripte auf die neuen Gegebenheiten auf später verschieben. Jetzt hatte ich keine Lust mehr dazu.
Der Gag mit der Serverumstellung war noch ein ganz anderer: anscheinend waren die installierten Versionen performanter als der installierte Vorgänger und zudem noch schlanker? Jedenfalls nahm ein einzelner httpd-Prozess nur noch 5-6 MByte Hauptspeicher weg und nicht 13-20 MByte wie vorher. Was auf der anderen Seite bedeutete, daß der Rechner noch gut ein paar Prozesse mehr verkraften konnte...
Da ich den ganzen Tag schon müde war, ging ich schon um 16:00 Uhr wieder nach Hause - und schlief erst einmal bis 20:30.
Ich holte noch einmal meine Mail ab, checkte die Systeme, vernichtete 1120 Einheiten in Command & Conquer und ging früh wieder schlafen.
12.07.2002, Fr. Heute passierte nicht viel. Ich hoffte schon auf einen normalen Arbeitstag (Freitag war Intranet-Tag) und bestellte erst einmal zwei Domains. Um 12:30 Uhr fing dann die Katastrophe wieder an. Mein Notebook ärgerte mich immer mehr. Schließlich konnte ich innerhalb von 2 Stunden nur 5 Minuten arbeiten - den Rest des Tages verbrachte der Notebook in eingefrorenem Zustand. Ich war gerade in Versuchung, mit meinen Händen nackte Gewalt auszuüben und das Notebook in einen Zustand abrupt positiver beschleunigter Bewegung in Kombination mit starker negativer Beschleunigung zu versetzen, da sagte ich mir: jetzt war Wochenende, ich hatte sowieso schon genug Stunden gearbeitet.
Ich legte keinen Wert mehr darauf, daß die Dateien ordnungsgemäß geschlossen waren und schaltete das Ding einfach aus, packte es ein und fuhr im real vorbei. Mir war nach Spaghetti Bolognese und so kaufte ich alles ein, was mir dazu fehlte. Tomaten und Hackfleisch.
Zuhause setzte ich den Plan in die Tat um und lag schließlich mit vollem Bauch auf meiner Couch. Mann, tat das gut.
13.07.2002, Sa. Das Schicksal war ein Consultant, dessen Entscheidungen man teurer bezahlt als die teuerste Alternative, unter denen man auszuwählen hatte. Hä?
Nachdem ich heute morgen frohen Mutes aufgestanden war und gefrühstückt hatte, da wollte ich zum PC Spezialist vorbei fahren, um *vielleicht* für Maschinenraum eine billige IDE Platte und ein billiges IDE CD-ROM zu kaufen (nach der SCSI Katastrohphe vom letzten Wochenende, abgesehen davon, daß der Plattenplatz von 2GB doch ein wenig beschränkt war).
Ich setzte mich also in mein Auto und fuhr los. Es regnete heute morgen. Ich fuhr zur Bank und stattete mich erst einmal mit dem nötigen Kleingeld aus. Dann ging es auf die Schnellstraße Richtung Eschborn. Während ich darüber nachdachte, ob ich diese Ausgaben tätigen sollte oder nicht, kam auch schon die Ausfahrt. Ich steuerte auf sie drauf und in dem Moment fiel mir wieder ein, daß die Fahrbahn naß war. Bremsen, Bordstein, Grasnarbe, Stop-Schild (im wahrsten Sinne des Wortes). Ich stellte den Warnblinker an, schaltete den Motor aus und stieg aus. Fluchend betrachtete ich meinen zerstörten Frontspoiler, den etwas eingedrückten Kotflügel und den zersplitternten Scheinwerfer. Ich erinnerte mich an den 29.06.2002: wenn ich finanziell wieder im Lot war, machte ich irgendetwas Dummes - und das war hier definitiv passiert.
Da diese Ausfahrt dieselbe war, über die ich auch meinen (verhaßten) Fordhändler erreichte, fuhr ich direkt dort hin, stellte mein Auto in den Hof, nahm mir einen Mietwagen. Der Verkäufer sagte etwas von vermutlichem Schaden in Höhe von ungefähr 1600 Euro. NA DANKE. Jetzt mußte ich erst mal meine Versicherung fragen, inwiefern sich das auf meinen Vertrag auswirkte - immerhin hatte ich Vollkasko. Ich meldete den Schaden telefonisch, hoffentlich artete das nicht in eine Bürokratie-Schlacht aus, da war ich nicht besonders geschickt darin. Mein Nachteil: Selbstbeteiligung 332 Euro und ich verliere 5 "Schadensfreiheitsjahre", was mich pro Jahr 109 Euro 44 Cent kosten würde, d.h. 869,20 Euro Kosten kämen insgesamt auf mich zu. 
Mit dem Mietwagen fuhr ich dann trotzdem zum PC Spezialist - allerdings jetzt ohne jede Kaufabsicht. Mein Geld für heute hatte ich ja schon ausgegeben.
Hmmm... die hatten ihre Verkaufsfläche reduziert ohne daß der Rest vom Laden voller wirkte. Das war eingentlich kein gutes Zeichen - der Filiale ging es wohl auch nicht besonders gut. Allerdings zählte ich an diesem Samstag morgen 9 Leute, die als Verkäufer oder Techniker anwesend waren. Nu, vielleicht waren das ja alles "Teilhaber"...
Mit meinem gemieteten, roten Ford Fiesta fuhr ich anschließend noch zum real und bedachte meinen aktuellen Lottoschein mit sehr viel Hoffnung. Er mußte einfach gewinnen. Hoch gewinnen. Ja, ja, ja. Glück und Unglück glichen sich aus. Ganz bestimmt... 
14.07.2002, So. Von wegen. Mit einer Zahl lag ich ganz gut (war in fünf Reihen vorhanden), eine andere in zwei, aber der Rest war bescheuert verteilt. Nu denn...
Den Tag verbrachte ich zu Hause. Ab 18:00 Uhr bestimmten trändende Augen meinen Abend. Ich war überzeugt, daß war nicht die Allergie, sondern das andauernde Starren auf irgendwelche Bildschirme. Urlaub? Würde wohl noch ein bißchen dauern...  


- - - - N ä c h s t e   W o c h e - - - -

15.07.-21.07.2002