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- - - - D
i e s e W o c h e - - - - |
| 22.07.2002,
Mo. |
Das war richtig gut gewesen. Richtig ausgeschlafen. Beim
Anziehen vermisste ich meinen Gürtel. Achso ja. Am Freitag hatte ich meinen
Anzug im Büro schon ausgezogen und gegen eine Jeans getauscht (wegen der
Heimfahrt). Der Gürtel steckte noch in der Anzughose.
Auf der Arbeit wurde es ab 13:00 Uhr wieder ätzend. Der Notebook machte wieder
Zicken, nachdem er in der letzten Woche fast einwandfrei durchlief.
Wahrscheinlich war es gerade mal wieder die entscheidenden zwei Grad zu heiß
geworden. Ich hätte fluchen können. Also baute ich wieder auf den anderen PC
um, nahm mir noch einen Hub ins Zimmer und stöpselte so beide Rechner ans
Netzwerk. Der Notebook war nicht mehr richtig zum Leben zu erwecken. Morgen
früh würde ich gleich alle Dateien auf den normalen PC herüberholen und
dafür sorgen, daß der Notebook repariert werden würde.
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| 23.07.2002,
Di. |
Die Daten spielte ich dann auf den Desktop im Büro über -
gerade rechtzeitig. Um 12:29 stellte der Notebook seine Arbeit ein - bis ich ihn
um 17:00 ausschaltete. Bis zu diesem Zeitpunkt (genauer: exakt zu diesem
Zeitpunkt) hatte ich gebraucht, um auf dem Desktop die Dateien und Einstellungen
herüberzuspielen und die restliche Software zu installieren.
Am frühen Nachmittag besuchten wir einen unserer Internetprovider, aber das war
im Prinzip (nach dem anfänglichen Einseifen mit unseren Problemchen) eine
Informationsveranstaltung zum Thema ATM. Recht interessant - aber irgendwie auch
teuer. Bis zu einer Standleitungen mittlerer Länge war ATM teurer,
Frankfurt bis Berlin allerdings billiger. Anschluß ans ATM-Netz via DSL gabs
zwar auch, war aber vergleichsweise sauteuer. Naja. Als wir zurück waren,
schrieb ich noch ein kurzes Statement zum Contentscan von Webseiten (2.5 Seiten)
und schaffte mich vom Acker.
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| 24.07.2002,
Mi. |
Vor der Arbeit ging ich wieder beim Fordhändler vorbei.
Mittlerweile war ich soweit, daß ich mir das Auto kaufen wollte. Trotzdem war
ich noch nicht bereit, den Vertrag zu unterschreiben. Neues Auto, gebrauchtes
Auto, mal eine andere Marke, teuer, billig... genug Geld wäre irgendwie da,
aber wer wußte schon, wie lange... wenn man sich die Börse heute wieder
angesehen hatte (Nemax 50 unter 500), dann sollte man schon skeptisch sein, was
die Zukunft bringen wird.
Also vielleicht dann doch ein billigeres gebrauchtes Fahrzeug? Oder ein
besseres, gebrauchtes Fahrzeug? Wenigstens war ich mir klar darüber, daß mein
altes, liebes Auto nicht mehr repariert wurde... uähhh.
In meiner Pause blätterte ich dann mal durch diverse online-Börsen. Aber gar
nichts animierte mich zu irgendeinem: "das will ich haben!" Ausruf.
Anscheinend war ich gerade an der Grenze, wo mir das herkömmliche schon zu
banal und das exklusive noch zu teuer war. Finanziell packen würde ich es
schon. Aber wie ich schon sagte: das war vielleicht genau das Geld, das bald
irgendwo anders fehlen würde.
Ein großer, runder, tiefer Seufzer drückte wohl irgendwie das Gefühl aus, das
ich im Moment hatte.
Dafür ging der Tag relativ reibungslos vorüber - so daß ich fast nicht
merkte, wie schnell. Ich schiss einen Lieferanten an, der mir ein Angebot über
einen Servicevertrag geschrieben hatte - in unverschämter Höhe, so daß man
fast auf den Service verzichten könnte und stattdessen nach einem Jahr ein
komplett neues Teil kaufen konnte! Frechheit - aber die Chance stand gut, daß
es doch eine billigere Lösung geben könnte. Naja. Noch'n kleines Meeting und
der Tag war auch schon wieder fast gelaufen.
Anschließend fuhr ich kurz in die Apotheke und holte mir Nachschub vom
Antihistaminikum. Außerdem im real Milch und ... Bananen. Irgend eine
Veränderung mußte tatsächlich mit mir vorgegangen sein. Ich und Obst? War mir
irgendwie unheimlich, aber trotzdem hatte ich Bock drauf. Zuerst Wasser statt
Cola, jetzt Obst...
Dann fuhr ich noch bei einem VW Händler vorbei, um mir mal ein paar Audi
anzusehen. Aber wieder dasselbe Phänomen: nichts, was mich motivierte. Nichts,
womit ich den Verkäufer motivieren konnte. Unbefriedigend.
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| 25.07.2002,
Do. |
Es war vollbracht. Ich hatte mir ein neues Auto gekauft,
nächste Woche würde es da sein. Ein Ford Focus Futura 1.8 in Cosmic-metallic
mit Komfort-Paket, Radio CD, Sitzheizung, beheizbare Frontscheibe,
Klimaautomatic, Bordcomputer und 16 Zoll Alufelgen...
Das Gutachten lag endlich vor. Restwert wäre von 250 Euro - unglaublich. Aber
das erhöhte das Geld, welches ich von der Versicherung bekäme. Ich rief auch
schon gleich an und sie hatten die Überweisung auch schon veranlasst.
Allerdings konnten Sie einen Ankäufer präsentieren, der mir 400 Euro für
meinen Schrott bot (der immerhin einen neuen Auspuff hatte, in dem ein
funktionstüchtiges Radio eingebaut war, welches neue Bremsen, Türschlösser
u.s.w. hatte (und zumindest drei fehlerfreie Leichtmetallfelgen)). NAJA! Da
müsste doch mehr drin sein. Solange dieses Angebot noch galt, wollte ich
versuchen, das Auto selbst an den Mann zu bringen. Der restliche Bürokratiekram
fing jetzt auch wieder an. Neuer Vertrag, altes Auto abmelden, neues Auto
anmelden... gottseidank übernahm die letzten zwei Sachen der Händler. Das
kostete zwar etwas, aber vom letzten Mal wußte ich, daß es gar nicht mal so
viel mehr war, als wenn ich es selbst machen würde.
Aber ein Ärger fing auch wieder an: welches Kennzeichen? Wie mir ja vom
letzten Mal bekannt war, würde das wieder eine elendigliche Suche werden...
Trotzdem schrieb ich ein Fax an die Versicherung. Im Gutachten waren nämlich
Fehler drin, u.a. hatte der Gutachter meine umfangreiche Sonderausstattung
vergessen (das große Ford RS 1 Sportpaket mit der rundum-Verspoilerung).
Vielleicht konnte ich ja noch ein bißchen Geld herausschlagen, obwohl
Ausstattungsmerkmale nach ein paar Jahren beim Wiederbeschaffungswert keine
Rolle mehr spielten.
Der eigentliche Arbeitstag ging auch locker vorüber.
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| 26.07.2002,
Fr. |
Bewältigungstrategien. Heute dachte ich daran, wieviel ich
gespart hatte. Ich hatte gespart, mein altes Auto innen und außen zu säubern,
wie ich es endlich mal wieder tun wollte. Ich hatte weitere Reparaturen gespart,
die ich dieses Jahr noch vorhatte (und war froh darüber, daß ich das ganze
noch nicht veranlaßt hatte), sowie eine weitere Inspektion. Ich schätzte die
Ersparnis auf 1000 Euro. Dazu kam eine vierjährige Steuerbefreiung (immerhin
fast 500 Euro) und eine geringere Versicherungsgebühr. Vielleicht war es ganz
gut so. Das erste Geld von der Versicherung jedenfalls wanderte heute auf mein
Konto - ob ich soviel bekommen hätte, wenn ich es verkauft hätte?
Gut, nach der Arbeit aß ich die restlichen vier Bananen. Aber ich hatte immer
noch Hunger. Großen Hunger. Also mußte noch eine Dose Ravioli daran glauben.
Und dann noch eine Tafel Schokolade.
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| 27.07.2002,
Sa. |
Ja gut... bis 12:00 Uhr schlief ich. Also dachte ich
jedenfalls jedenfalls, denn nach dem Aufstehen war es schließlich doch erst
11:00 Uhr. Gemütliches Frühstück, ein bißchen Mails gelesen, ein bißchen
herumgehangen. Um 15:00 Uhr zog ich mir meine Lottozahlen
und fuhr zum real. Ich kaufte mir einen ganzen Sack voll Obst: 4 Bananen, 2
Äpfel, 2 Orangen, 2 Kiwi. Außerdem Eier und Apfelmus - das Zeugs brauchte ich
fürs Abendessen.
Also gab es Kartoffelpuffer (mit der Abwandlung, daß
ich noch 200 Gramm gewürfelten Specks hinzufügte). Ich war satt, aber nicht zu
satt. Morgen würde es die zweite Hälfte davon geben. Allerdings verstärkte
das ganze mein Asthma etwas, an dem ich seit gestern Abend mehr als sonst
litt.
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| 28.07.2002,
So. |
Das mit dem Asthma hatte ich im Griff. Dafür blickte ich den
ganzen Tag aus dicken Augen. Alles juckte wie verrückt, die Augen tränten und
so weiter. Trotzdem trieb ich mich die ganze Zeit vor irgendwelchen Bildschirmen
herum. Also falls ich irgendwann mal richtig aussteigen sollte, dann würde ich
mich wohl in eine einsame Berghütte verziehen, in der es weder Computer, noch
Fernseher, noch Internet gab.
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