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- - - - D
i e s e W o c h e - - - - |
| 16.09.2002,
Mo. |
Absolute
Scheiße! Fast eine Stunde geschrieben und irgendwie verloren! Ja, klar. Im
Urlaub hatte ich ja Zeit für unnütze Tipperei. Ärgern tat mich das trotzdem.
Also nochmals... weil ich Samstag und Sonntag so gut ausgeschlafen hatte, gab es
diverse Probleme in dieser Nacht. Heute hatte ich einen Termin um 11:30 in
Frankfurt und somit wollte ich schon um 09:00 Uhr aufstehen. Das bedeutete:
früh ins Bett, wenn ich ausgeschlafen sein sollte -> um 0:30 dachte ich
daran, einzuschlafen. Aber das ging nicht so glatt, wie ich es hoffte, da ich
eigentlich nicht müde war. Also verbrachte ich eine ziemlich unruhige Nacht und
stand auf, bevor der Wecker klingelte. Gewaschen, gefrühstückt, gut angezogen
und um 09:30 saß ich im Auto.
Als erstes - so sah es der Plan vor - wollte ich mir eine Aktentasche kaufen. So
eine kleine für unter den Arm zu klemmen, in die nichts mehr als ein kleiner
DIN A4 großer und etwas dickerer Hefter hineinpaßte und vielleicht noch mein
Terminkalender. Preisvostellung: so 50 Euro. Aber es war unglaublich, wie schwer
diese Aktion wurde. Laut Branchenverzeichnis gab es in Eschborn zwei Geschäfte
für Lederwaren - keines war an den Orten zu finden, wo sie sein sollten. Nicht
gefunden. Also fuhr ich im Gewerbegebiet Ost vorbei. Doch die Schuhgeschäfte
dort hatten gerade mal Damenhandtaschen und (in meiner Verzweiflung) der real
hatte eine Tasche, die auch noch Schrott war. Ich hatte mir ausgedacht, daß
diese Phase um 10:30 abgeschlossen sein sollte und so machte ich mich 10:36 auf
den Weg Richtung Frankfurt. Der Puffer war gut so und ich brauchte ihn. Nicht
weil irgendwelche Staus den Weg blockierten, sondern einfach nur aufgrund der
Frankfurter Einbahnstraßenpolitik.
Im
Plan sah es so einfach aus. Höhenstraße bis zur gleichnamigen U-Bahnstation,
dann auf die Berger Straße, folgen bis zur U-Bahnstation Bornheim und knapp
dahinter halbrechts in die gewünschte Straße (siehe links in grün).
Aber schon nach 10 Metern auf der Berger Straße konnte ich nicht über die
nächste Kreuzung drüber, weil mir eine Einbahnstraße entgegen kam. Also nach
links (ich wäre lieber nach rechts, aber das war ebenfalls eine
Einbahnstraße), nach rechts, nach links, nach links, nach links, nach links
(verdammt, ich traf immer nur auf Einbahnstraßen) und plötzlich war ich wieder
auf der Höhenstraße in die falsche Richtung. Also nochmals. Diesmal fuhr ich
weiter, in die Habsburger Allee, dann links auf die Wittelsbacherallee, dann
links in die Saalburgallee, folgen und schließlich rechts in die Heidestraße.
AAAAH. Aufschrei. In der Mitte konnte ich nicht durchfahren, nur für die
Straßenbahn! Ich konnte in meine anvisierte Straße hineinblicken, aber nicht
hineinfahren. Also gewendet, nach rechts auf die Nebstraße, dann in die Throner
Straße, Rendeler Straße, Seckbacher Landstraße - FALSCH - ich mußte Richtung
Süden. Also nach rechts... und wieder war ich in
Einbahnstraßenweiterführungen gefangen und landete schließlich wieder auf der
Seckbacher Straße. Nachdem ich somit das ganze Eck kannte, nahm ich erneut
Anlauf und schaffte es tatsächlich zum Zielort.
Na, immerhin verfahren (siehe Grafik in rot)
und zu früh (es war 11:20) statt direkt gefunden und zu spät!
Egal, 12:30 war ich dann wieder draußen. Es war ein interessantes Gespräch
(trotzdem nicht das, was ich erwartete), ich hatte wieder etwas nachzuforschen.
Zurück nach Schwalbach. Dort erwartete mich ein Anruf aus der Firma. Es war
zwar alles geklärt, aber irgendjemand meinte, etwas durcheinander machen zu
müssen. Natürlich erledigte ich das. Schließlich wurmte es mich doch, daß
ich keine geeignete Tasche gefunden hatte. Also packte ich meinen defekten
Funkempfänger ein und fuhr ins Main-Taunus-Zentrum. Es würde mich doch stark
wundern, wenn es so etwas nicht dort gäbe!
Ich fand direkt einen Parkplatz und gab zuerst den Empfänger im Servicecenter
vom Mediamarkt ab (daher stammte der Kram). Dann fand ich das gesuchte
Lederwarengeschäft. Ja, sie hatten Taschen da. Die Auswahl war bescheiden. Als
ich den Preis für das hörte, was ich wollte, kippte es mich fast von den
Socken: 137,55 Euro! Wow. Das war eine Menge Moos. In die billigeren Taschen
passte so gut wie nichts hinein (und die lagen immerhin noch bei 109 Euro).
Scherzhaft sagte ich: "130 Euro und ich nehme sie". Aber das, was dann
an Ausflüchten kam, war relativ erbärmlich und dauerte mir außerdem zu lange,
deswegen sagte ich nach 5 Minuten weinerischen Redeschwalles der Verkäuferin
einfach "Das wird dann wohl nichts, tschüss" und ging in den
Karstadt.
Dort war Auswahl, ich fand genau das, was ich haben wollte und es kostete mich
39,95 Euro. Schön. Vom gesparten Geld gönnte ich mir noch zwei Bücher und ein
Mittagessen im Nordsee (Scholle mit Petersilienkartoffeln und Remouladensauce),
dabei mußte ich einen Meinungsumfrager verscheuchen (WEG, DATENSAMMLER!).
Dann lief ich noch schnell beim Mediamarkt vorbei, kaufte noch ein paar
Batterien und fuhr wieder nach Schwalbach zurück.
Da packte ich experimentell alles in die neue Tasche um (passte genial), ich
setzte die Batterie in die Uhr ein, las die E-Mail vom Tag und hatte ansonsten
keinen Bock mehr - was sich noch dadurch verstärkte, daß ich den Text dieses
Tages eingetippt hatte und auf wundersame Weise wieder verlor. Aber ich nahm
meine Verpflichtung schon ernst genug, um nochmals dasselbe zu schreiben. Hier.
Und tschüssssss.
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| 17.09.2002,
Di. |
Für heute hatte ich mir vorgenommen, ein wenig durch die
Gegend zu fahren.
Und so nahm ich mir den Vordertaunus etwas unter die Räder, insbesondere die
Gegend "hinter" dem Feldberg (von Frankfurt aus gesehen). Ich fand
leider nicht das, wonach ich gesucht hatte, obwohl ich viel durch die Gegend
gefahren war. Aber wie hieß es so schön: "der Weg ist das Ziel".
Insofern hat mir die Fahrerei Spaß gemacht, wenn besseres Wetter auch viel
schöner gewesen wäre.
Uns
so fuhr ich dann auch noch auf den Feldberg hinauf. Ja, Faulheit... wandern
wäre wohl sinniger gewesen, aber dazu hatte ich wirklich keine Lust. Aber
wenigstens lief ich oben herum (was zwar nicht viel war, aber immerhin den einen
oder anderen Knipser brachte. Aha. Monopol auf das Panorama? ... das Restaurant
oben auf dem Hügel stand genau an der Stelle, von der man theoretisch auf
Frankfurt sehen konnte. Und rund um das Restaurant waren Bäume und Zäune
gepflanzt, so daß man wirklich nur aus dem Restaurant bei gutem Wetter (was
heute nicht so war) nach Frankfurt und Umgebung heruntersehen konnte. So blieb
mir maximal folgende Sicht:
Und
das hier ist schon mit Computertricks stark verbessert. Man konnte knapp mal den
Funkturm und ein paar andere große Gebäude erkennen, der Rest verbarg sich
hinter weißem Schleier.
By
the way: Das ist mein neues Auto - endlich war mal Kamera, Auto und ich am
selben Ort.
Bei der Rückfahrt legte ich wieder mal mehr Weg zurück, als ich geplant hatte.
Aber das war diesmal nicht schlimm, da ich eh' ein bißchen was von der
Landschaft sehen wollte. Also fuhr ich vom Feldberg nach Oberursel, von da über
Kronberg zurück nach Schwalbach.
Und
um diesen wirklich grafiklastigen Tag jetzt endgültig zu beenden, noch ein
kurzer Eindruck einer Fahrt entlang einer geraden Straße :-)
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| 18.09.2002,
Mi. |
Nach dem gestrigen Streß wollte ich mir etwas Ruhe gönnen.
Also blieb ich den ganzen Tag zu Hause, las Mails und überarbeitete ein paar
Seiten meiner Webseite. Jemand wies mich darauf hin, daß in meinen Callcenter-ABC
grundlegende Begriffe fehlen würden. Also trug ich sie nach (und ein paar
mehr). Dabei fiel mir auf, wie riesig diese Datei mittlerweile geworden war...
124 KByte... da mußte doch irgendwie eine neue Struktur her.
Ein paar neue Gimmiks wären auch nicht schlecht. Vielleicht würde ich meinen
Urlaub tatsächlich dazu nutzen, hier mal komplett aufzuräumen... je mehr es
wurde, je intensiver wurde das... und das Tagebuch war mittlerweile immerhin 109
HTML-Dateien stark. Wäre doch schön, wenn es aus einer Datenbank geliefert
würde. Wäre schön, wenn die vielen Link in den Suchmaschinen aktuell bleiben
würden. Schönes Dilemma... die Dateien waren als .html in den Suchmaschinen
drin, aber ich müsste sie nach .php4 umbenennen, wenn ich aktiven Code
implementieren wollte. Kein Link würde mehr passen - verdammt. Ich wußte zwar
eine Lösung, die war aber netzmäßig "dreckig".
Nächste Erkenntnis: Urlaub war gar nicht gut für die Figur. Am Montag hatte
ich schon fest gestellt (ohne es zu schreiben), daß sich gewichtsmäßig nichts
mehr nach unten tat. Gestern hatte ich zwei Stunden lang gekocht und heute
mittag war das schon alles gegessen - und laut Waage hatte mir das 2 Kilogramm
wieder draufgepackt. Ich mußte also vorsichtig sein. Die ganze Zeit in der
Wohnung zu sein brachte mit sich, jederzeit etwas zum Essen greifbar zu haben!
ALARM!
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| 19.09.2002,
Do. |
Die ganze Woche litt ich schon unter Allergiebeschwerden,
gestern (nach der Freßorgie) kam es noch dicker (Haha, Wortwitz...). Die Nacht
schlief ich schlecht, Nasejucken, Astma, Augen leicht gereizt mit Augentränen.
Also entschloß ich mich eigentlich schon gestern Abend, heute zum Arzt zu
gehen. Beschwerdebedingt wachte ich schon um 07:00 Uhr auf. Traf sich ja gut.
Doch zu welchem Arzt sollte ich gehen? Allgemeinmediziner, Allergologe,
Lungenarzt, Internist? In dieser Reihenfolge entschied ich mich dann vorzugehen.
Also machte ich mich ausgehfertig und war um 8:00 Uhr bei einem Arzt vor
der Türe. Meine Erfahrungen von 13.08.2002
ließen mich den Arzt wechseln (nachdem ich mich bei der Krankenkasse versichert
hatte, daß ich das könne). Doch leider stand ich dort vor der Türe - erst um
09:00 Uhr geöffnet. Ich dackelte noch bei den anderen Adressen in Schwalbach
vorbei, die ich mir gemerkt hatte. Aber das machte mir keinen so guten
Eindruck. Gut, das mit den Allgemeinmedizinern war abgehakt. In Eschborn sollte
es einen Allergologen in der Berlinerstraße geben. Ich fuhr vorbei - aber da
war keiner! Ich kehrte wieder zurück nach Schwalbach, um mir das Branchenbuch
genauer vorzunehmen und erst mal telefonisch anzufragen. Blätter, blätter.
Allergologe in Eschborn hatte eine seltsame Vorwahl: 06136 - das war dann wohl
doch nicht Eschborn, obwohl unter dem Ort eingetragen. Allergologe in Bad Soden,
"Aschoff, Imhof, Kühne u. Mündnich". Telefonier... ja, Praxis gabs
noch, offen war auch... "Fein, dann komme ich mal vorbei" -
"Nee... das geht nicht!" - "Was?" - "Wir machen nur auf
Termin. Heute um 14:45 könnte ich was freischaufeln" - "Ich kann mich
ja so lange vor Ihre Türe legen und sterben!" -
"(Gedankenblase)" - "Joo, ist gut, bis 14:45 habe ich bei einem
anderen Arzt einen Termin, tschüß" & aufgelegt.
Hmm, das Asthma verstärkte sich vor Erregung, weil ich ja aufgrund der
einwandfreien Diagnostik auf die Behandlung verzichten wollte.
Next number. Schwalbach hatte ja auch einen Allergologen, fast übersehen! Also
telefonierte ich. "Praxis Meyer-Hamme." - "Schön, die Nummer
stimmt also noch - haben Sie auch jetzt offen?" - "Ja." -
"Ok, dann komme ich gleich mal vorbei." - "Nur als Hinweis: Sie
wissen ja, daß das seit 10 Jahren eine Privatpraxis ist?" - "Woher denn! Steht nicht im Branchebuch drin. Das heißt, sie behandeln keine
Kassenpatienten?" - "Doch, Sie müssen sich nur klar sein, daß Sie
das selbst bezahlen müssen." - "(Hier hätte ich fast ein Schimpfwort
benutzt, arrogante ....) Na toll.". Es schloß sich die Information an, daß
die Ärztin eigentlich Hautärztin sei und daß sie eine Zusatzausbildung als
Allergologin hatte. Wollte ich sowieso nicht, das klang nach "Mode",
hatte ich kein Vertrauen zu. Allergologe und Internist oder Allergologe und
Lungenarzt passte gut zusammen (das wäre wenigstens etwas nützliches).
Also, die Allergologen hatte ich gefressen und gestrichen, es war 08:30. Also
wieder weiter mit den Allgemeinmedizinern in Schwalbach. Da blieben sehr wenige
Namen übrig. Telefon klingkling. "Ja?" (schon eine Frechheit am
Anfang) - "Mit wem spreche ich bitte?" - "Frau So-und-so bei Frau
Dr. Lasius." - "Gut, die Nummer ist noch richtig. Ist die Praxis noch
offen?" - "Also (herumgedruckse) die Praxis ist eigentlich seit zwei
Jahren geschlossen, aber Frau Doktor praktiziert noch im Freundeskreis und nur
noch privat." - "Dann entschuldigen Sie die Störung, tschüß".
NA FEIN. Schwarzarbeit im weißen Kitteln? Nee, das wäre ja wohl eine gemeine
Unterstellung.
Da die Uhr mittlerweile 08:44 zeigte... was sollte es, gehe ich halt zu dem
Arzt, der um 09:00 Uhr auf machte, der wäre sowieso am nächsten. Auf dem Weg
dorthin schmiß ich noch Altglas in den Container, um die Zeit etwas
herumzubringen und begab mich dann in die Praxis. Eigentlich auch nur auf
Termin, aber das macht nichts, wenn ich bereit wäre, zu warten. Der Deal klang
ok so. Frau Dr. Walter würde so gegen 09:30 kommen, Herr Dr. Arndt gegen
10:00/10:30. Ok, war komisch, war ich es doch gewohnt, daß die Doktores
erscheinen, sobald die Praxis geöffnet war. Naja, who cares... war auch nicht
so schlimm ich war relativ schnell dran. Anamnese, ganz nett, schließlich bekam
ich das "Übliche" (Lunge abgehört, Blutdruck gemessen - war bei der anderen
Ärztin, bei der ich war, nicht gemacht worden). Anschließend betrachtete sie
noch meinen Ausschlag am Fuß, bemerkte treffend, daß außer dem Asthma
aufgrund Allergien noch etwas an der Lunge sein müsste und schließlich bekam
ich zwei verschiedene Asthmasprays, harte Notfalltropfen gegen Asthma, zwei
Salben gegen Neurodermitis und einen Behandlungsplan. Da ich gerade auf einem
sehr hohen Allergielevel sei, durfte ich mich noch ins Hinterzimmer legen und
wurde an eine Kurztransfusion mit Cortison und anderen Stoffen gelegt, nachdem
man mir noch Blut für die weitere Analyse abgenommen hatte. Danach hustete ich
noch Flüssigkeit aus meiner Lunge in ein Röhrchen (um eventuell
Baktierenbefall festzustellen). Das war es dann, um 10:40 war ich raus und ich
fühlte mich nicht nur besser, sondern auch gut angenommen. Ich hatte eine neue
Hausärztin (bzw. Ärztegemeinschaft, wenn die anderen genau so gut wären) und
am Montag um 10:00 Uhr den nächsten Termin.
An der Apotheke vorbei und nach Hause - ich mußte mich erholen. Ich bastelte ein
wenig an meiner Webseite herum, u.a. brachte ich eine - nur noch für
Suchmaschinen benötigte - Seite von 360KB auf 26KB herunter. Hauptsache, die
darauf befindlichen Stichworte waren noch da.
Dann
fing ich mit dem Projekt "Küche" an. Meine Küche (als
Räumlichkeit) war ja total albtraummäßig und ich hatte die Nase voll davon.
Wenn ich es mir finanziell leisten konnte, dann mußte da unbedingt etwas
passieren. Nebenan seht Ihr den Grundriß. Beschissen verwinkelt, die Tür macht
(wenn man denn zuläßt, daß sie voll geöffnet werden kann) 14% der
Raumfläche unbrauchbar. In die blöden Winkel links bekam man nichts
ordentliches rein (die Schranktüren (von Hochschrank und Kühlschrank)
blockierten sich immer gegenseitig. Rechts vom Fenster ragte die Heizung und die
Wasseruhren / Absperrhähne aus der Wand, während die normale Wasserversorgung
dafür sorgte, daß die Spüle 2 cm von der Wand Abstand haben mußte (Zu- und
Abfluß, sowie Steckdose für eine eventuelle Spülmaschine befanden sich unter
dem Fenster in der rechten Hälfte). Einfach zum Kotzen das Ganze. Am besten
würde ich die Türe aushängen oder gegen eine von diesen Falttür (nicht:
Falltür!) ersetzen. Mal sehen, was die Küchenstudios dazu sagen würden. Das
hieß: wieder herumfahren. Dazu war der Urlaub da.
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| 20.09.2002,
Fr. |
Irgendwie quälte ich mich durch die Nacht. Alle diese
Medikamente sorgten dafür, daß ich nicht richtig ein- und durchschlafen
konnte. Dazu kamen seltsame Träume. Mit Mühe und Not schaffte ich es, bis
12:30 im Bett zu bleiben und stand dann - nicht ganz erholt - auf.
Ein bißchen schummrig war mir schon noch. Im Bad mußte ich mich erst noch
einmal setzen. Vielleicht war ich auch nur etwas schwach - seit gestern mittag
hatte ich nichts (ordentliches) gegessen. Also frühstückte ich erst mal in
aller Ruhe, las Mails und holte mir ein paar Informationen. Dann führ ich ins
Küchenstudio - ich brauchte einfach Input und eine Zahl - wieviel würde mich
eine gute Küche mit den gestern genannten Restriktionen kosten.
Nachdem ich erst einmal längere Zeit durch die Ausstellungsräume gewandelt war
und von den zehn Angestellten genau einer im Vorübergehen gegrüßt hatte,
da wollte ich gerade wieder gehen. Wenn man die Preise betrachtete, fragte ich
mich sowieso, ob ich hier richtig wäre. Küchen für 12.000 Euro, ja teilweise
bis 23.000 Euro - das war wohl nicht meine Gewichtsklasse. Schließlich fing
mich doch noch jemand ab und wir legten einfach mal los - immer unter dem
Gesichtspunkt: preiswert und mußte irgendwie passen.
Der Verkäufer / Berater war nett - mußte ich einfach mal loswerden - und
machte einen kompetenten Eindruck. Als wir fertig waren, kam ein Preis raus von
ungefähr 3.600 Euro. Rabatte nochmals raus und dann stand da eine Zahl von
2.163 Euro als Angebot.
Ok, ich würde meine Küchengeräte übernehmen - insofern kamen da kein teurer
Kühlschrank oder Herd in die Quere. Aber trotzdem mit jede Menge Schränke mehr
als meine jetzige Küche, einem Topfkarussel für die Ecke, einer neuen Spüle
mit Mischarmatur und einer Spülmaschine (die mir jetzt noch fehlte). Preis
inklusive Lieferung und kompletter Montage (Wasser, Elektro) und zugeschnittener
Arbeitsplatten.
Das fand ich nicht schlecht und ich war eigentlich schon überzeugt - ich
brauchte jetzt nur noch das Geld, dann wäre die ganze Diskussion beendet. Ein
Teil des Geldes würde ich zurückbekommen, indem ich meine alten Küchenmöbel
(die ja absolut nicht schlecht gewesen waren, außerdem knapp mal vier Jahre
alt!) wieder verkaufen konnte - 300-400 Euro sollten da schon drin sein.
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| 21.09.2002,
Sa. |
Guuuuut ausgeschlafen. Morgens störten mich lediglich die
Bauarbeiter vor meinem Fenster - ein kleiner Bagger mit Luftdruckhammer anstatt
einer Schaufel riß die Straße auf. Aber das konnte ich interessanterweise
ignorieren. Irgendwann stand ich schließlich auf und fand in einer Mail eine
interessante Herausforderung: jemand hatte mein kleines Statement zum Hobby
"Zahlenspiele" gelesen und bat mich um Hilfe
beim Aufstellen eines magischen Quadrates in der Größe 5x5. Ich rechnete die
nötige Summe aus (65 pro Spalte / Zeile / Diagonale), ging aber dann doch
erst einmal einkaufen - Haferflocken waren alle, Nutella, Zucker und Zahnpasta
im Sonderangebot (wie passend) und ein wenig, um meine Vorräte wieder
aufzufüllen.
Den neuen Lottoschein gab ich noch ab (auf dem letzten war nichts drauf - das
klappte zur Zeit nicht gut) und ich kaufte mir eine F.A.Z.
Zum Mittagessen besorgte ich mir noch schnell ein Chicken Kebab und fuhr dann
wieder zurück nach Schwalbach. Aha, die Bauarbeiter hatten die Straße neu
geteert - so schnell ging das. Ich konnte zwar nicht erkennen, warum (die
Straße war in Ordnung), aber morgen, wenn ich wählen gehe, werde ich das noch
einmal genauer abchecken. Den Rest des Tages vertrottelte ich einfach so.
Zeitung lesen, Haferflocken mit vermatschten Bananen und Milch essen, Mails
lesen (war Samstags nicht so dolle viele) und dann löste ich noch das 5x5
magische Quadrat. Ich vertrödelte zuviel Zeit mit Herumprobieren, stellte ich
schließlich fest (nach einer Stunden). Als ich das Ding nach einer
Abstraktionsphase plötzlich mental packen konnte, da war es auch schon
innerhalb von 5 Minuten gelöst - und mehr noch... es kam das perfekte magische
Quadrat heraus. Man konnte es verschieben wie man wollte, immer waren Spalten /
Zeilen und Diagonalen in rechnerischer Ordnung. Ich war recht stolz.
Abends lief Starship Troopers auf RTL. Oh je - war das Zeugs geschnitten. Aber
irgendwie passte der Film in die aktuelle weltpolitische Situation. Militär,
Arroganz, Blauäugigkeit, einfache Lösungen (mit Gewalt), einen Gegner, von dem
man behauptet, ihn verstehen zu wollen, Medien, Beeinflussung... ja, ja, die
U.S.A.... ich konnte schon die Leute gut verstehen, die in diesem Film lieber
einen reinen Kriegsfilm sehen wollten, oder einen reinen Science Fiction oder
eine reine Persiflage - damit ließ es sich leichter leben als mit einer
wohlpassenden Gesellschaftskritik. Man müsste sich nicht den Überlegungen
stellen :-)
Ich war mir nicht sicher, ob diese Szene gezeigt wurde (ich schaltete erst ein,
als der Titel schon eingeblendet wurde und ich schließe nicht aus, daß ich vor
Ende einer Werbepause nicht rechtzeitig zurück geschaltet hatte): aber wurde
eigentlich klar gesagt, daß die Menschheit in die Bug-Gebiete eingedrungen war?
Ganz kurz war etwas davon vom "Kriegsberichterstatter" zu hören, aber
im Original-Film war ein etwas längerer Ausschnitt davon. Na egal, gute Nacht.
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| 22.09.2002,
So. |
Ich fühlte mich gut. Draußen war fast schönes Wetter, ich
war ausgeschlafen. Heute war Wahl. Ich haßte Gedränge, so ging ich schon um
11:00 Uhr wählen. Fünf Kreuze. Zwei für den Bund, drei für die hessische
Verfassung. Ich war der Meinung, Verfassungen sollten sich so wenig wie möglich
ändern (sonst verkommen sie wie die anderen Gesetze zur willkürlichen
Anpassung an die Färbung der aktuellen, politische Mode), deswegen stimmte ich
zweimal gegen Änderungen und einmal für eine Änderung. Und die Kreuze zur
Bundestagswahl... ja, gemacht hatte ich sie, denn sie waren wichtig. Unwichtig
hingegen, wo sie getan wurden. Ich war schon vorher entschiede (die in den
Medien vielpropagierte Aussage "es entscheidet sich am Tag der Wahl"
war doch eigentlich absoluter Blödsinn). Meine Entscheidung war bis vor zwei
Wochen unsicher, zwar tendenziell, aber nicht entschieden. Dann benutzte ich den
Wahlomaten (ein wirklich sehr nützliches Instrument, beschränkt es sich doch
auf die Inhalte) und danach war ich ganz sicher. Ok, da waren zwei Parteien, die
fast gleichauf lagen. Aber ein Gegencheck (wo waren inhaltlichen Abweichungen
und wie wichtig waren sie mir) brachte dann die Sicherheit. Insofern war ich
fein raus und in meiner Meinung bestärkt. Trotzdem war es egal, ob man
letztlich CDU oder SPD wählte, ob Grün oder FDP. Rezo Schlauch fährt ein
non-Öko Auto und seine Partei läßt die Bundeswehr in den Krieg ziehen, die
Liberalen sind nicht liberal, sondern populistisch, die SPD hat die
Arbeitslosenzahlen nicht gesenkt und die CDU weiß eigentlich nicht, was sie tun
soll. Am liebsten hätte ich alle von diesen in der Opposition. Da das nunmal
nicht geht (bedenke die Alternativen... Schill-Partei hahahaha...
"Integration durch Assimilation"... WIR SIND DIE BORG! WIDERSTAND IST
ZWECKLOS), muß man sich eigentlich nur für oder gegen die eine oder andere der
großen Parteien entscheiden.
Um mal wieder konkret(er) zu werden: Ich wählte natürlich nach inhaltlichen
Gesichtspunkten. Weder die Direktkandidaten noch die wahrscheinlichen
Bundeskanzler (die ja nur mittelbar gewählt werden würden! Wir wählen den
Bundestag und nicht den Bundeskanzler, deswegen war mir vollkommen egal, wer
sich schließlich den Clownshut aufsetzen wird!) waren mir persönlich bekannt.
Auf die Darstellung der Medien verzichtete ich gerne. Sie dienen letztendlich
nicht der Meinungsfindung, sondern ihren ureigensten Interessen: Geld zu
verdienen - und das ging doch am besten mit der sogenannten
"Mehrheitsmeinung". Sollte diese es wider Erwarten nicht sein, dann
würde sie dazu gemacht werden. Was mit den "No Angels" und
"BroSis" auf RTLII ging, das ginge doch sicher auch mit einem Kanzler.
Naja, also machte ich zwei Kreuze. Eigentlich sollte man Staat und Kirche noch
weiter voneinander trennen und anstatt Kreuze auch Kringel zulassen.
Soviel Protest von mir und trotzdem kein Protestwähler zu sein. Hm. In der
Politik war einfach nicht genug "Gehirn", um mich von Alternativen zu
überzeugen.
Ach ja... die Straße... ich versprach ja, nachzusehen: die Straße wurde
tatsächlich in diesem Abschnitt einfach nur neu geteert.
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