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- - - - 01.01.2002 - 31.12.2002 - - - -

früher 2000 2001
Januar 01.01.-06.01.2002 07.01.-13.01.2002 14.01.-20.01.2002 21.01.-27.01.2002 28.01.-31.01.2002  
Februar 01.02.-03.02.2002 04.02.-10.02.2002 11.02.-17.02.2002 18.02.-24.02.2002 25.02.-28.02.2002  
März 01.03.-03.03.2002 04.03.-10.03.2002 11.03.-17.03.2002 18.03.-24.03.2002 25.03.-31.03.2002  
April 01.04.-07.04.2002 08.04.-14.04.2002 15.04.-21.04.2002 22.04.-28.04.2002 29.04.-30.05.2002  
Mai 01.05.-05.05.2002 06.05.-12.05.2002 13.05.-19.05.2002 20.05.-26.05.2002 27.05.-31.05.2002  
Juni 01.06.-02.06.2002 03.06.-09.06.2002 10.06.-16.06.2002 17.06.-23.06.2002 24.06.-30.06.2002  
Juli 01.07.-07.07.2002 08.07.-14.07.2002 15.07.-21.07.2002 22.07.-28.07.2002 29.07.-31.07.2002  
August 01.08.-04.08.2002 05.08.-11.08.2002 12.08.-18.08.2002 19.08.-25.08.2002 26.08.-31.08.2002  
September 01.09.-01.09.2002 02.09.-08.09.2002 09.09.-15.09.2002 16.09.-22.09.2002 23.09.-29.09.2002 30.09.-30.09.2002
Oktober 01.10.-06.10.2002 07.10.-13.10.2002 14.10.-20.10.2002 21.10.-27.10.2002 28.10.-31.10.2002  
November 01.11.-03.11.2002 04.11.-10.11.2002 11.11.-17.11.2002 18.11.-24.11.2002 25.11.-30.11.2002  
Dezember 01.12.-01.12.2002 02.12.-08.12.2002 09.12.-15.12.2002 16.12.-22.12.2002 23.12.-29.12.2002 30.12.-31.12.2002
später 2003 2004 2005 2006

 

- - - - D i e s e   W o c h e - - - -

16.09.2002, Mo. Absolute Scheiße! Fast eine Stunde geschrieben und irgendwie verloren! Ja, klar. Im Urlaub hatte ich ja Zeit für unnütze Tipperei. Ärgern tat mich das trotzdem.
Also nochmals... weil ich Samstag und Sonntag so gut ausgeschlafen hatte, gab es diverse Probleme in dieser Nacht. Heute hatte ich einen Termin um 11:30 in Frankfurt und somit wollte ich schon um 09:00 Uhr aufstehen. Das bedeutete: früh ins Bett, wenn ich ausgeschlafen sein sollte -> um 0:30 dachte ich daran, einzuschlafen. Aber das ging nicht so glatt, wie ich es hoffte, da ich eigentlich nicht müde war. Also verbrachte ich eine ziemlich unruhige Nacht und stand auf, bevor der Wecker klingelte. Gewaschen, gefrühstückt, gut angezogen und um 09:30 saß ich im Auto.
Als erstes - so sah es der Plan vor - wollte ich mir eine Aktentasche kaufen. So eine kleine für unter den Arm zu klemmen, in die nichts mehr als ein kleiner DIN A4 großer und etwas dickerer Hefter hineinpaßte und vielleicht noch mein Terminkalender. Preisvostellung: so 50 Euro. Aber es war unglaublich, wie schwer diese Aktion wurde. Laut Branchenverzeichnis gab es in Eschborn zwei Geschäfte für Lederwaren - keines war an den Orten zu finden, wo sie sein sollten. Nicht gefunden. Also fuhr ich im Gewerbegebiet Ost vorbei. Doch die Schuhgeschäfte dort hatten gerade mal Damenhandtaschen und (in meiner Verzweiflung) der real hatte eine Tasche, die auch noch Schrott war. Ich hatte mir ausgedacht, daß diese Phase um 10:30 abgeschlossen sein sollte und so machte ich mich 10:36 auf den Weg Richtung Frankfurt. Der Puffer war gut so und ich brauchte ihn. Nicht weil irgendwelche Staus den Weg blockierten, sondern einfach nur aufgrund der Frankfurter Einbahnstraßenpolitik. 
Im Plan sah es so einfach aus. Höhenstraße bis zur gleichnamigen U-Bahnstation, dann auf die Berger Straße, folgen bis zur U-Bahnstation Bornheim und knapp dahinter halbrechts in die gewünschte Straße (siehe links in grün). Aber schon nach 10 Metern auf der Berger Straße konnte ich nicht über die nächste Kreuzung drüber, weil mir eine Einbahnstraße entgegen kam. Also nach links (ich wäre lieber nach rechts, aber das war ebenfalls eine Einbahnstraße), nach rechts, nach links, nach links, nach links, nach links (verdammt, ich traf immer nur auf Einbahnstraßen) und plötzlich war ich wieder auf der Höhenstraße in die falsche Richtung. Also nochmals. Diesmal fuhr ich weiter, in die Habsburger Allee, dann links auf die Wittelsbacherallee, dann links in die Saalburgallee, folgen und schließlich rechts in die Heidestraße. AAAAH. Aufschrei. In der Mitte konnte ich nicht durchfahren, nur für die Straßenbahn! Ich konnte in meine anvisierte Straße hineinblicken, aber nicht hineinfahren. Also gewendet, nach rechts auf die Nebstraße, dann in die Throner Straße, Rendeler Straße, Seckbacher Landstraße - FALSCH - ich mußte Richtung Süden. Also nach rechts... und wieder war ich in Einbahnstraßenweiterführungen gefangen und landete schließlich wieder auf der Seckbacher Straße. Nachdem ich somit das ganze Eck kannte, nahm ich erneut Anlauf und schaffte es tatsächlich zum Zielort.
Na, immerhin verfahren (siehe Grafik in rot) und zu früh (es war 11:20) statt direkt gefunden und zu spät!
Egal, 12:30 war ich dann wieder draußen. Es war ein interessantes Gespräch (trotzdem nicht das, was ich erwartete), ich hatte wieder etwas nachzuforschen.
Zurück nach Schwalbach. Dort erwartete mich ein Anruf aus der Firma. Es war zwar alles geklärt, aber irgendjemand meinte, etwas durcheinander machen zu müssen. Natürlich erledigte ich das. Schließlich wurmte es mich doch, daß ich keine geeignete Tasche gefunden hatte. Also packte ich meinen defekten Funkempfänger ein und fuhr ins Main-Taunus-Zentrum. Es würde mich doch stark wundern, wenn es so etwas nicht dort gäbe!
Ich fand direkt einen Parkplatz und gab zuerst den Empfänger im Servicecenter vom Mediamarkt ab (daher stammte der Kram). Dann fand ich das gesuchte Lederwarengeschäft. Ja, sie hatten Taschen da. Die Auswahl war bescheiden. Als ich den Preis für das hörte, was ich wollte, kippte es mich fast von den Socken: 137,55 Euro! Wow. Das war eine Menge Moos. In die billigeren Taschen passte so gut wie nichts hinein (und die lagen immerhin noch bei 109 Euro). Scherzhaft sagte ich: "130 Euro und ich nehme sie". Aber das, was dann an Ausflüchten kam, war relativ erbärmlich und dauerte mir außerdem zu lange, deswegen sagte ich nach 5 Minuten weinerischen Redeschwalles der Verkäuferin einfach "Das wird dann wohl nichts, tschüss" und ging in den Karstadt. 
Dort war Auswahl, ich fand genau das, was ich haben wollte und es kostete mich 39,95 Euro. Schön. Vom gesparten Geld gönnte ich mir noch zwei Bücher und ein Mittagessen im Nordsee (Scholle mit Petersilienkartoffeln und Remouladensauce), dabei mußte ich einen Meinungsumfrager verscheuchen (WEG, DATENSAMMLER!).
Dann lief ich noch schnell beim Mediamarkt vorbei, kaufte noch ein paar Batterien und fuhr wieder nach Schwalbach zurück.
Da packte ich experimentell alles in die neue Tasche um (passte genial), ich setzte die Batterie in die Uhr ein, las die E-Mail vom Tag und hatte ansonsten keinen Bock mehr - was sich noch dadurch verstärkte, daß ich den Text dieses Tages eingetippt hatte und auf wundersame Weise wieder verlor. Aber ich nahm meine Verpflichtung schon ernst genug, um nochmals dasselbe zu schreiben. Hier. Und tschüssssss.
17.09.2002, Di. Für heute hatte ich mir vorgenommen, ein wenig durch die Gegend zu fahren.
Und so nahm ich mir den Vordertaunus etwas unter die Räder, insbesondere die Gegend "hinter" dem Feldberg (von Frankfurt aus gesehen). Ich fand leider nicht das, wonach ich gesucht hatte, obwohl ich viel durch die Gegend gefahren war. Aber wie hieß es so schön: "der Weg ist das Ziel". Insofern hat mir die Fahrerei Spaß gemacht, wenn besseres Wetter auch viel schöner gewesen wäre.
Uns so fuhr ich dann auch noch auf den Feldberg hinauf. Ja, Faulheit... wandern wäre wohl sinniger gewesen, aber dazu hatte ich wirklich keine Lust. Aber wenigstens lief ich oben herum (was zwar nicht viel war, aber immerhin den einen oder anderen Knipser brachte. Aha. Monopol auf das Panorama? ... das Restaurant oben auf dem Hügel stand genau an der Stelle, von der man theoretisch auf Frankfurt sehen konnte. Und rund um das Restaurant waren Bäume und Zäune gepflanzt, so daß man wirklich nur aus dem Restaurant bei gutem Wetter (was heute nicht so war) nach Frankfurt und Umgebung heruntersehen konnte. So blieb mir maximal folgende Sicht:
Und das hier ist schon mit Computertricks stark verbessert. Man konnte knapp mal den Funkturm und ein paar andere große Gebäude erkennen, der Rest verbarg sich hinter weißem Schleier.
By the way: Das ist mein neues Auto - endlich war mal Kamera, Auto und ich am selben Ort.
Bei der Rückfahrt legte ich wieder mal mehr Weg zurück, als ich geplant hatte. Aber das war diesmal nicht schlimm, da ich eh' ein bißchen was von der Landschaft sehen wollte. Also fuhr ich vom Feldberg nach Oberursel, von da über Kronberg zurück nach Schwalbach.
Und um diesen wirklich grafiklastigen Tag jetzt endgültig zu beenden, noch ein kurzer Eindruck einer Fahrt entlang einer geraden Straße :-)
18.09.2002, Mi. Nach dem gestrigen Streß wollte ich mir etwas Ruhe gönnen. Also blieb ich den ganzen Tag zu Hause, las Mails und überarbeitete ein paar Seiten meiner Webseite. Jemand wies mich darauf hin, daß in meinen Callcenter-ABC grundlegende Begriffe fehlen würden. Also trug ich sie nach (und ein paar mehr). Dabei fiel mir auf, wie riesig diese Datei mittlerweile geworden war... 124 KByte... da mußte doch irgendwie eine neue Struktur her.
Ein paar neue Gimmiks wären auch nicht schlecht. Vielleicht würde ich meinen Urlaub tatsächlich dazu nutzen, hier mal komplett aufzuräumen... je mehr es wurde, je intensiver wurde das... und das Tagebuch war mittlerweile immerhin 109 HTML-Dateien stark. Wäre doch schön, wenn es aus einer Datenbank geliefert würde. Wäre schön, wenn die vielen Link in den Suchmaschinen aktuell bleiben würden. Schönes Dilemma... die Dateien waren als .html in den Suchmaschinen drin, aber ich müsste sie nach .php4 umbenennen, wenn ich aktiven Code implementieren wollte. Kein Link würde mehr passen - verdammt. Ich wußte zwar eine Lösung, die war aber netzmäßig "dreckig".
Nächste Erkenntnis: Urlaub war gar nicht gut für die Figur. Am Montag hatte ich schon fest gestellt (ohne es zu schreiben), daß sich gewichtsmäßig nichts mehr nach unten tat. Gestern hatte ich zwei Stunden lang gekocht und heute mittag war das schon alles gegessen - und laut Waage hatte mir das 2 Kilogramm wieder draufgepackt. Ich mußte also vorsichtig sein. Die ganze Zeit in der Wohnung zu sein brachte mit sich, jederzeit etwas zum Essen greifbar zu haben! ALARM!
19.09.2002, Do. Die ganze Woche litt ich schon unter Allergiebeschwerden, gestern (nach der Freßorgie) kam es noch dicker (Haha, Wortwitz...). Die Nacht schlief ich schlecht, Nasejucken, Astma, Augen leicht gereizt mit Augentränen. Also entschloß ich mich eigentlich schon gestern Abend, heute zum Arzt zu gehen. Beschwerdebedingt wachte ich schon um 07:00 Uhr auf. Traf sich ja gut.
Doch zu welchem Arzt sollte ich gehen? Allgemeinmediziner, Allergologe, Lungenarzt, Internist? In dieser Reihenfolge entschied ich mich dann vorzugehen.
Also machte ich mich ausgehfertig und war um 8:00 Uhr bei einem Arzt vor der Türe. Meine Erfahrungen von 13.08.2002 ließen mich den Arzt wechseln (nachdem ich mich bei der Krankenkasse versichert hatte, daß ich das könne). Doch leider stand ich dort vor der Türe - erst um 09:00 Uhr geöffnet. Ich dackelte noch bei den anderen Adressen in Schwalbach vorbei, die ich mir gemerkt hatte. Aber das machte mir keinen so guten Eindruck. Gut, das mit den Allgemeinmedizinern war abgehakt. In Eschborn sollte es einen Allergologen in der Berlinerstraße geben. Ich fuhr vorbei - aber da war keiner! Ich kehrte wieder zurück nach Schwalbach, um mir das Branchenbuch genauer vorzunehmen und erst mal telefonisch anzufragen. Blätter, blätter. Allergologe in Eschborn hatte eine seltsame Vorwahl: 06136 - das war dann wohl doch nicht Eschborn, obwohl unter dem Ort eingetragen. Allergologe in Bad Soden, "Aschoff, Imhof, Kühne u. Mündnich". Telefonier... ja, Praxis gabs noch, offen war auch... "Fein, dann komme ich mal vorbei" - "Nee... das geht nicht!" - "Was?" - "Wir machen nur auf Termin. Heute um 14:45 könnte ich was freischaufeln" - "Ich kann mich ja so lange vor Ihre Türe legen und sterben!" - "(Gedankenblase)" - "Joo, ist gut, bis 14:45 habe ich bei einem anderen Arzt einen Termin, tschüß" & aufgelegt.
Hmm, das Asthma verstärkte sich vor Erregung, weil ich ja aufgrund der einwandfreien Diagnostik auf die Behandlung verzichten wollte.
Next number. Schwalbach hatte ja auch einen Allergologen, fast übersehen! Also telefonierte ich. "Praxis Meyer-Hamme." - "Schön, die Nummer stimmt also noch - haben Sie auch jetzt offen?" - "Ja." - "Ok, dann komme ich gleich mal vorbei." - "Nur als Hinweis: Sie wissen ja, daß das seit 10 Jahren eine Privatpraxis ist?" - "Woher denn! Steht nicht im Branchebuch drin. Das heißt, sie behandeln keine Kassenpatienten?" - "Doch, Sie müssen sich nur klar sein, daß Sie das selbst bezahlen müssen." - "(Hier hätte ich fast ein Schimpfwort benutzt, arrogante ....) Na toll.". Es schloß sich die Information an, daß die Ärztin eigentlich Hautärztin sei und daß sie eine Zusatzausbildung als Allergologin hatte. Wollte ich sowieso nicht, das klang nach "Mode", hatte ich kein Vertrauen zu. Allergologe und Internist oder Allergologe und Lungenarzt passte gut zusammen (das wäre wenigstens etwas nützliches).
Also, die Allergologen hatte ich gefressen und gestrichen, es war 08:30. Also wieder weiter mit den Allgemeinmedizinern in Schwalbach. Da blieben sehr wenige Namen übrig. Telefon klingkling. "Ja?" (schon eine Frechheit am Anfang) - "Mit wem spreche ich bitte?" - "Frau So-und-so bei Frau Dr. Lasius." - "Gut, die Nummer ist noch richtig. Ist die Praxis noch offen?" - "Also (herumgedruckse) die Praxis ist eigentlich seit zwei Jahren geschlossen, aber Frau Doktor praktiziert noch im Freundeskreis und nur noch privat." - "Dann entschuldigen Sie die Störung, tschüß". NA FEIN. Schwarzarbeit im weißen Kitteln? Nee, das wäre ja wohl eine gemeine Unterstellung.
Da die Uhr mittlerweile 08:44 zeigte... was sollte es, gehe ich halt zu dem Arzt, der um 09:00 Uhr auf machte, der wäre sowieso am nächsten. Auf dem Weg dorthin schmiß ich noch Altglas in den Container, um die Zeit etwas herumzubringen und begab mich dann in die Praxis. Eigentlich auch nur auf Termin, aber das macht nichts, wenn ich bereit wäre, zu warten. Der Deal klang ok so. Frau Dr. Walter würde so gegen 09:30 kommen, Herr Dr. Arndt gegen 10:00/10:30. Ok, war komisch, war ich es doch gewohnt, daß die Doktores erscheinen, sobald die Praxis geöffnet war. Naja, who cares... war auch nicht so schlimm ich war relativ schnell dran. Anamnese, ganz nett, schließlich bekam ich das "Übliche" (Lunge abgehört, Blutdruck gemessen - war bei der anderen Ärztin, bei der ich war, nicht gemacht worden). Anschließend betrachtete sie noch meinen Ausschlag am Fuß, bemerkte treffend, daß außer dem Asthma aufgrund Allergien noch etwas an der Lunge sein müsste und schließlich bekam ich zwei verschiedene Asthmasprays, harte Notfalltropfen gegen Asthma, zwei Salben gegen Neurodermitis und einen Behandlungsplan. Da ich gerade auf einem sehr hohen Allergielevel sei, durfte ich mich noch ins Hinterzimmer legen und wurde an eine Kurztransfusion mit Cortison und anderen Stoffen gelegt, nachdem man mir noch Blut für die weitere Analyse abgenommen hatte. Danach hustete ich noch Flüssigkeit aus meiner Lunge in ein Röhrchen (um eventuell Baktierenbefall festzustellen). Das war es dann, um 10:40 war ich raus und ich fühlte mich nicht nur besser, sondern auch gut angenommen. Ich hatte eine neue Hausärztin (bzw. Ärztegemeinschaft, wenn die anderen genau so gut wären) und am Montag um 10:00 Uhr den nächsten Termin.
An der Apotheke vorbei und nach Hause - ich mußte mich erholen. Ich bastelte ein wenig an meiner Webseite herum, u.a. brachte ich eine - nur noch für Suchmaschinen benötigte - Seite von 360KB auf 26KB herunter. Hauptsache, die darauf befindlichen Stichworte waren noch da.
Dann fing ich mit dem Projekt "Küche" an. Meine Küche (als Räumlichkeit) war ja total albtraummäßig und ich hatte die Nase voll davon. Wenn ich es mir finanziell leisten konnte, dann mußte da unbedingt etwas passieren. Nebenan seht Ihr den Grundriß. Beschissen verwinkelt, die Tür macht (wenn man denn zuläßt, daß sie voll geöffnet werden kann) 14% der Raumfläche unbrauchbar. In die blöden Winkel links bekam man nichts ordentliches rein (die Schranktüren (von Hochschrank und Kühlschrank) blockierten sich immer gegenseitig. Rechts vom Fenster ragte die Heizung und die Wasseruhren / Absperrhähne aus der Wand, während die normale Wasserversorgung dafür sorgte, daß die Spüle 2 cm von der Wand Abstand haben mußte (Zu- und Abfluß, sowie Steckdose für eine eventuelle Spülmaschine befanden sich unter dem Fenster in der rechten Hälfte). Einfach zum Kotzen das Ganze. Am besten würde ich die Türe aushängen oder gegen eine von diesen Falttür (nicht: Falltür!) ersetzen. Mal sehen, was die Küchenstudios dazu sagen würden. Das hieß: wieder herumfahren. Dazu war der Urlaub da.
20.09.2002, Fr. Irgendwie quälte ich mich durch die Nacht. Alle diese Medikamente sorgten dafür, daß ich nicht richtig ein- und durchschlafen konnte. Dazu kamen seltsame Träume. Mit Mühe und Not schaffte ich es, bis 12:30 im Bett zu bleiben und stand dann - nicht ganz erholt - auf.
Ein bißchen schummrig war mir schon noch. Im Bad mußte ich mich erst noch einmal setzen. Vielleicht war ich auch nur etwas schwach - seit gestern mittag hatte ich nichts (ordentliches) gegessen. Also frühstückte ich erst mal in aller Ruhe, las Mails und holte mir ein paar Informationen. Dann führ ich ins Küchenstudio - ich brauchte einfach Input und eine Zahl - wieviel würde mich eine gute Küche mit den gestern genannten Restriktionen kosten.
Nachdem ich erst einmal längere Zeit durch die Ausstellungsräume gewandelt war und von den zehn Angestellten genau einer im Vorübergehen gegrüßt hatte, da wollte ich gerade wieder gehen. Wenn man die Preise betrachtete, fragte ich mich sowieso, ob ich hier richtig wäre. Küchen für 12.000 Euro, ja teilweise bis 23.000 Euro - das war wohl nicht meine Gewichtsklasse. Schließlich fing mich doch noch jemand ab und wir legten einfach mal los - immer unter dem Gesichtspunkt: preiswert und mußte irgendwie passen.
Der Verkäufer / Berater war nett - mußte ich einfach mal loswerden - und machte einen kompetenten Eindruck. Als wir fertig waren, kam ein Preis raus von ungefähr 3.600 Euro. Rabatte nochmals raus und dann stand da eine Zahl von 2.163 Euro als Angebot. 
Ok, ich würde meine Küchengeräte übernehmen - insofern kamen da kein teurer Kühlschrank oder Herd in die Quere. Aber trotzdem mit jede Menge Schränke mehr als meine jetzige Küche, einem Topfkarussel für die Ecke, einer neuen Spüle mit Mischarmatur und einer Spülmaschine (die mir jetzt noch fehlte). Preis inklusive Lieferung und kompletter Montage (Wasser, Elektro) und zugeschnittener Arbeitsplatten.
Das fand ich nicht schlecht und ich war eigentlich schon überzeugt - ich brauchte jetzt nur noch das Geld, dann wäre die ganze Diskussion beendet. Ein Teil des Geldes würde ich zurückbekommen, indem ich meine alten Küchenmöbel (die ja absolut nicht schlecht gewesen waren, außerdem knapp mal vier Jahre alt!) wieder verkaufen konnte - 300-400 Euro sollten da schon drin sein.
21.09.2002, Sa. Guuuuut ausgeschlafen. Morgens störten mich lediglich die Bauarbeiter vor meinem Fenster - ein kleiner Bagger mit Luftdruckhammer anstatt einer Schaufel riß die Straße auf. Aber das konnte ich interessanterweise ignorieren. Irgendwann stand ich schließlich auf und fand in einer Mail eine interessante Herausforderung: jemand hatte mein kleines Statement zum Hobby "Zahlenspiele" gelesen und bat mich um Hilfe beim Aufstellen eines magischen Quadrates in der Größe 5x5. Ich rechnete die nötige Summe aus (65 pro Spalte / Zeile  / Diagonale), ging aber dann doch erst einmal einkaufen - Haferflocken waren alle, Nutella, Zucker und Zahnpasta im Sonderangebot (wie passend) und ein wenig, um meine Vorräte wieder aufzufüllen.
Den neuen Lottoschein gab ich noch ab (auf dem letzten war nichts drauf - das klappte zur Zeit nicht gut) und ich kaufte mir eine F.A.Z.
Zum Mittagessen besorgte ich mir noch schnell ein Chicken Kebab und fuhr dann wieder zurück nach Schwalbach. Aha, die Bauarbeiter hatten die Straße neu geteert - so schnell ging das. Ich konnte zwar nicht erkennen, warum (die Straße war in Ordnung), aber morgen, wenn ich wählen gehe, werde ich das noch einmal genauer abchecken. Den Rest des Tages vertrottelte ich einfach so. Zeitung lesen, Haferflocken mit vermatschten Bananen und Milch essen, Mails lesen (war Samstags nicht so dolle viele) und dann löste ich noch das 5x5 magische Quadrat. Ich vertrödelte zuviel Zeit mit Herumprobieren, stellte ich schließlich fest (nach einer Stunden). Als ich das Ding nach einer Abstraktionsphase plötzlich mental packen konnte, da war es auch schon innerhalb von 5 Minuten gelöst - und mehr noch... es kam das perfekte magische Quadrat heraus. Man konnte es verschieben wie man wollte, immer waren Spalten / Zeilen und Diagonalen in rechnerischer Ordnung. Ich war recht stolz.
Abends lief Starship Troopers auf RTL. Oh je - war das Zeugs geschnitten. Aber irgendwie passte der Film in die aktuelle weltpolitische Situation. Militär, Arroganz, Blauäugigkeit, einfache Lösungen (mit Gewalt), einen Gegner, von dem man behauptet, ihn verstehen zu wollen, Medien, Beeinflussung... ja, ja, die U.S.A.... ich konnte schon die Leute gut verstehen, die in diesem Film lieber einen reinen Kriegsfilm sehen wollten, oder einen reinen Science Fiction oder eine reine Persiflage - damit ließ es sich leichter leben als mit einer wohlpassenden Gesellschaftskritik. Man müsste sich nicht den Überlegungen stellen :-)
Ich war mir nicht sicher, ob diese Szene gezeigt wurde (ich schaltete erst ein, als der Titel schon eingeblendet wurde und ich schließe nicht aus, daß ich vor Ende einer Werbepause nicht rechtzeitig zurück geschaltet hatte): aber wurde eigentlich klar gesagt, daß die Menschheit in die Bug-Gebiete eingedrungen war? Ganz kurz war etwas davon vom "Kriegsberichterstatter" zu hören, aber im Original-Film war ein etwas längerer Ausschnitt davon. Na egal, gute Nacht.
22.09.2002, So. Ich fühlte mich gut. Draußen war fast schönes Wetter, ich war ausgeschlafen. Heute war Wahl. Ich haßte Gedränge, so ging ich schon um 11:00 Uhr wählen. Fünf Kreuze. Zwei für den Bund, drei für die hessische Verfassung. Ich war der Meinung, Verfassungen sollten sich so wenig wie möglich ändern (sonst verkommen sie wie die anderen Gesetze zur willkürlichen Anpassung an die Färbung der aktuellen, politische Mode), deswegen stimmte ich zweimal gegen Änderungen und einmal für eine Änderung. Und die Kreuze zur Bundestagswahl... ja, gemacht hatte ich sie, denn sie waren wichtig. Unwichtig hingegen, wo sie getan wurden. Ich war schon vorher entschiede (die in den Medien vielpropagierte Aussage "es entscheidet sich am Tag der Wahl" war doch eigentlich absoluter Blödsinn). Meine Entscheidung war bis vor zwei Wochen unsicher, zwar tendenziell, aber nicht entschieden. Dann benutzte ich den Wahlomaten (ein wirklich sehr nützliches Instrument, beschränkt es sich doch auf die Inhalte) und danach war ich ganz sicher. Ok, da waren zwei Parteien, die fast gleichauf lagen. Aber ein Gegencheck (wo waren inhaltlichen Abweichungen und wie wichtig waren sie mir) brachte dann die Sicherheit. Insofern war ich fein raus und in meiner Meinung bestärkt. Trotzdem war es egal, ob man letztlich CDU oder SPD wählte, ob Grün oder FDP. Rezo Schlauch fährt ein non-Öko Auto und seine Partei läßt die Bundeswehr in den Krieg ziehen, die Liberalen sind nicht liberal, sondern populistisch, die SPD hat die Arbeitslosenzahlen nicht gesenkt und die CDU weiß eigentlich nicht, was sie tun soll. Am liebsten hätte ich alle von diesen in der Opposition. Da das nunmal nicht geht (bedenke die Alternativen... Schill-Partei hahahaha... "Integration durch Assimilation"... WIR SIND DIE BORG! WIDERSTAND IST ZWECKLOS), muß man sich eigentlich nur für oder gegen die eine oder andere der großen Parteien entscheiden. 
Um mal wieder konkret(er) zu werden: Ich wählte natürlich nach inhaltlichen Gesichtspunkten. Weder die Direktkandidaten noch die wahrscheinlichen Bundeskanzler (die ja nur mittelbar gewählt werden würden! Wir wählen den Bundestag und nicht den Bundeskanzler, deswegen war mir vollkommen egal, wer sich schließlich den Clownshut aufsetzen wird!) waren mir persönlich bekannt. Auf die Darstellung der Medien verzichtete ich gerne. Sie dienen letztendlich nicht der Meinungsfindung, sondern ihren ureigensten Interessen: Geld zu verdienen - und das ging doch am besten mit der sogenannten "Mehrheitsmeinung". Sollte diese es wider Erwarten nicht sein, dann würde sie dazu gemacht werden. Was mit den "No Angels" und "BroSis" auf RTLII ging, das ginge doch sicher auch mit einem Kanzler.
Naja, also machte ich zwei Kreuze. Eigentlich sollte man Staat und Kirche noch weiter voneinander trennen und anstatt Kreuze auch Kringel zulassen.
Soviel Protest von mir und trotzdem kein Protestwähler zu sein. Hm. In der Politik war einfach nicht genug "Gehirn", um mich von Alternativen zu überzeugen.
Ach ja... die Straße... ich versprach ja, nachzusehen: die Straße wurde tatsächlich in diesem Abschnitt einfach nur neu geteert. 


- - - - N ä c h s t e   W o c h e - - - -

23.09.-29.09.2002