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- - - - D
i e s e W o c h e - - - - |
| 04.11.2002,
Mo. |
Ja... der Plan war gut, die Ausführung mies. Natürlich
hatte ich mich gestern Abend doch wieder (zeitlich) verklickt und ging lange
nach 24 Uhr ins Bett. Und heute war ich deswegen eigentlich nicht so aufgeweckt,
wie ich wollte und so half die halbe Stunde mehr auch nicht mehr, die ich
schließlich noch ans Weckerklingeln drangehängt hatte.
Der Tag war an und für sich nicht schlecht - allerdings auch nicht so richtig
effizient. Und
endete im wesentlichen damit, daß ich gereizt war und keinen Bock mehr hatte...
so ganz am Rande kam dann noch hinzu, daß die Börse richtig gut lief. Warum
das schlecht war? Nun, wenn man gerade keine Aktien hat... grrrrr. Aber wer
hätte das ahnen können??? Trotzdem kein Trost, Geld verschenkt.
Weiter am Abend änderte sich das zwar wieder, aber trotzdem...
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| 05.11.2002,
Di. |
Schon wieder! Um 08:00 klingelte der Wecker, ich drehte mich
um und schlief noch einmal bis 09:00 Uhr weiter. Abermals müde fuhr ich zur
Arbeit und stellte fest, daß ich meinen Geldbeutel vergessen hatte. Nicht
weiter schlimm, nur eine Premiere für mich - so etwas passierte mir
normalerweise nicht. Gut, jemand schuldete mir Geld und so saß ich wenigstens
nicht ohne Geld da, aber gebraucht hatte ich es dann doch nicht. Ansonsten
verging der Tag - lassen wir das einfach mal so stehen.
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| 06.11.2002,
Mi. |
Watt denn? Herbstdepri? In der Tat fühlte ich mich zur Zeit
immer schlechter. Null positive Motivation, einen Schlag nach dem anderen (von
dem ich leider nichts sagen darf - obwohl er mich eigenlich nur indirekt
betrifft).
Wenigstens konnte ich die erste Hälfte des Tages in einer Perl-Schulung
wegdrücken (nicht daß ich es bräuchte... ich konnte spontan den Grund von
zwei Fehlermeldungen klären, bei denen der anwesende "Trainer" etwas
grübeln mußte. Aber mal ehrlich... wer glaubte denn schon den Spruch, daß es
mit einer früheren Version von Perl anders funktioniert hätte (oder
überhaupt). Und bei "C" ging es sowieso - ja klar, aber wenn man in
einer Schulung für eine Programmiersprache sitzt, sollte man nicht zum
schlampigen Programmieren verführen. Ich war die letzten zwei (halben)
Schulungstage in Urlaub, aber erledigte meine Hausaufgaben für heute trotzdem.
Und wahrscheinlich am besten. Einmal ablachen: ein Lottozahlengenerator.
Hatte ich schon lange, aber in PHP, war nur eine kleine Fingerübung, den ich
eigentlich aus Pascal übersetzt hatte (aus einer meiner ersten Klassenarbeiten
in Informatik auf dem Gymnasium). Nun dasselbe noch einmal in Perl zu erledigen,
war langweilig. Also versuchte ich etwas neues und bekam tatsächlich nach 2
Minuten nachdenken einen Lottozahlengenerator mit linearer Laufzeit bezüglich
der zu ziehenden Zahlen hin. D.h. er zog garantiert sechs zufällige Zahlen
indem er nur sechs Schleifendurchläufe brauchte. Bei einer Ziehung 19999 aus
20000 bräuchte der Algorithmus genau 19999 Durchläufe. Die anderen
(welche den Standardalgorithmus mehr oder weniger pfiffig umgesetzt hatten)
hatten theoretisch im Extremfall unendliche Laufzeit, je mehr Ziehungen
stattfinden sollten und je näher dabei die Anzahl der Ziehungen der Gesamtmenge
lagen.
Naja... kleine Siege, leider bedeutungslos.
Und da hatte ich doch tatsächlich geschafft heute morgen pünktlich um 09:00
Uhr in der Firma zu sein. Morgen wieder dasselbe Spiel plus ein zusätzliches
Meeting, das ich schon jetzt nicht leiden konnte.
Tagsüber
hatte ich mich börsenmäßig etwas verschätzt. Falsch, eigentlich hatte ich
ganz gut geschätzt, ich hatte mich nur nicht getraut. Mein anderer Zockerwert,
Priceline, hatte gestern seine Zahlen gemeldet.
Ich hatte geschätzt, daß er von 2,30 (gestern) bis 1,62 absacken würde. Aber
dann setzte ich das Kauflimit nicht auf 1,62, weil ich unbedingt kaufen und
nicht riskieren wollte, daß ich leer ausging. Also setzte ich das Limit auf
1,75. Und was passierte? Ging bis 1,55 runter und ich hatte auf der Mitte
relativ teuer gekauft. Oben in der Grafik ist die Kursentwicklung in Amerika zu
sehen. Er fing sich dann wieder, blieb aber trotzdem knapp unter meinem
Kaufkurs. Prinzip Hoffnung: wird schon wieder... als der Kurs ganz unten war,
wagte ich noch einen Kauf und *dann* passierte das, was ich zuerst vermutet
hatte: der Kurs ging dann eben nicht weiter runter, sonst wäre ich jetzt schon
lang in der Gewinnzone. Das war genau so ein Tag.
Zuhause hing ich dann einfach nur ab und schob mir später noch zwei Teller Bami
Goreng zwischen die Kiemen...
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| 07.11.2002,
Do. |
Heute Nacht schlief ich - alles zusammen - zwei Stunden.
Gestern gab es eine sehr schlechte Nachricht, die mich zwar nicht persönlich
betraf, aber doch über Umwege. Ich formulierte die ganze Zeit über Statements
und Mails im Kopf, aber mir war trotzdem bewußt, daß das nichts ändern
würde. Ich überlegte, was ich tun konnte und trotzdem blieb nur sinnloses
Getue übrig.
Als ich dann morgens wieder in die Perl Schulung ging, war ich wie immer, wenn
ich übermüdet war: hyperaktiv. Trotz dieser Tatsache funktionierte mein Gehirn
ungebremst und ich erlebte einen weiteren Tag, in dem ein Trainer uns allen
schlechte Programmiertechnik beibrachte und wo ich ein paar Mal verbessernd
eingreifen mußte. Aber relativ wenig, denn für diejenigen, die keine
Programmiererfahrung hatten, wurde es ziemlich hart. Suchen und Ersetzen mit
regulären Ausdrücken, Module. Gut, nichts Großartiges, aber etwas nützliches
und vor allem lenkte es etwas ab. Nach der Schulung ging es aber weiter mit
einem Meeting, in dem ich ziemlich deutlich meine schlechte Laune heraushingen
ließ, weswegen ich anschließend noch ein separates Gespräch mit meinem Chef
hatte. Dort wurden meine Befürchtungen bestätigt, daß eine Argumentation
bezüglich Sinn und Vernunft unnötig war. Ich sag Euch: nichts ist so
frustrierend, wenn die Argumente zwar positiv bestätigt, aber ansonsten
ignoriert wurden.
Ich drückte an meinem PC abschließend noch ein paar unmotivierte Tasten, traf
mich außerhalb der Firma noch mit jemanden und war um 20:30 so müde, daß ich
mich direkt ins Bett legte und einschlief.
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| 08.11.2002,
Fr. |
So ganz ohne Zwischenstopps schlief ich auch nicht durch,
aber nur, weil ich von selbst dicht genug an die Wachphase herankam. Insgesamt
schlief ich so elf Stunden und dabei waren ein paar interessante Träume drin.
Unter anderem entdeckte ich einen Trick, mit dem die Rückruf-0190er jemanden
Ihre Gebühren aufdrücken konnten, indem sie auf rechtlich einwandfreiem Weg
die Leute verarschen (echt wahr - und eine echte Gefahr...). Außerdem war ich
auf einem riesigen Campingplatz (ein für mich eher unüblicher Ort), wo ich
einen Hügel hinaufwanderte und anschließend wieder herunterlief... verrücktes
Zeugs halt.
Ich war ausgeschlafen - aber die grundlegende Situation hatte sich nicht
geändert.
So war ich zwar sehr früh auf der Arbeit und wäre - wenn ich mich nicht anders
entschieden hätte - auch sehr produktiv gewesen. Aber statt dessen klickte ich
wieder mal nur so herum. Ok, ich erledigte Kleinigkeiten und beschäftigte mich
mit Bürokratendreikampf: lochen, heften, ablegen. Ich räumte meinen
Schreibtisch auf und legte zwei neue Ordner an. Eine Großtat.
Um 17:00 Uhr machte ich Schluß, genug nicht-getan. Der Frust lief mir aus allen
Ohren heraus und ich entschloß mich, über das Wochenende zwei Konzepte zu
erstellen, welche der aktuellen Lage angepaßt waren und ziemlich genau das
wiedergeben würden, was richtig war. Genug geschimpft.
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| 09.11.2002,
Sa. |
Einkaufstag. Bevor ich in den real fuhr, stopfte ich die
Waschmaschine mit der angesammelten 60° Wäsche aus zwei Wochen voll. Im
Briefkasten fand ich von gestern eine Benachrichtigung von der Post, daß ein
Päckchen für mich eingetroffen wäre - also würde ich vor dem Einkaufen bei
der Post vorbeifahren aber kaum war ich dort, stellte ich fest, daß ich den
aktuellen Lottoschein zuhause vergessen hatte. Also wieder zurück und einen
Schein fertig gemacht. Im real war alles eng - viel zuviele Leute. Aber nachdem
ich schon das Glück gehabt hatte, einen Parkplatz direkt am Eingang zu
bekommen, hatte ich nun noch das Glück, in einer der schnellsten Schlangen zu
stehen. Dabei beobachtete ich den (jungen) Mann vor mir. Besser: ich studierte
den Inhalt des Einkaufswagen. Tafelkerzen, Ananas, Knabberartitkel, diverses
anderes zum guten Kochen. Aha. Da wurde wohl Besuch erwartet. Romantik.
Vollkornflocken, Sojamilch. Der Besuch würde wohl zum Frühstück bleiben.
Renaissance. Kaffeemaschine, Kaffee, Kondensmilch. Ein besonderer, ungewohnter
Besuch. Rokoko. Die angesammelte Ware vermittelte mir irgendwie das Gefühl
einer besonderen Erwartung an den Abend und den Besuch - und da war das Detail
auch schon: eine Packung Condome, unter Äpfeln versteckt. Surrealismus. Adam
gibts Dir mit dem Apfel, Eva :-) Ce n'est pas une pipe.
Als ich nach Hause kam, brauchte die Wäsche noch 21 Minuten. Ich frühstückte,
packte die nächste Ladung fertig (40°) und tauschte sie gegen die fertige
Wäsche aus, die ich auf dem Balkon aufhängte. Dann verging der Rest des Tages
irgendwie. In der F.A.Z. gab es nichts besonderes (außer, daß ich die erste
F.A.Z. las, in der bunte Farbprospekte eingepackt waren).
Gegen 20:10 Uhr fiel mir ein, daß ich noch Wäsche in der Waschmaschine hatte
und holte diese noch schnell raus - beinahe vergessen. So, und das war es dann -
abgesehen von dem vergeblichen Versuch, eine neue Software zu testen. Ich sollte
wirklich vorher Handbuch lesen.
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| 10.11.2002,
So. |
Mußte auch mal sein: nichts.
Die letzten zwei Stunden vor dem Aufwachen kämpfte ich damit, mich an einen
Namen zu erinnern. Von einer Person, die ich im Traum gesehen hatte und von der
ich glaubte, sie zu kennen. Aber Ich hatte mich versehen, es war schließlich
jemand, den ich nicht kannte. Aber trotzdem konnte ich mich einfach nicht mehr
an den Namen der ersten Person erinnern. Als ich aufwachte, hatte ich einen
Namen, aber als ich dann nachschlug, stellte ich fest: es war der Falsche. Nun
interessierte mich aber schon, woher ich den anderen Namen hatte...
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