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- - - - D
i e s e W o c h e - - - - |
| 09.12.2002,
Mo. |
Nö. Montag. Ich schlich auf die Arbeit, reklamierte Domanis,
die ich schon am 05.12. beantragt hatte. Eine andere Domain, die ich heute
beantragte, war am Nachmittag schon aktiv und ansprechbar. Ärgerlich.
Um 16:47 stellte ich die Arbeit ein - ich mußte zur S-Bahn, welche um 17:04 von
Eschborn Süd abfuhr. Als ich am Bahnsteig stand, verfluchte ich, daß ich noch
10 Minuten warten mußte. Es war sau-sau-sau-kalt. Unfaßbar kalt. Trotz
Ledermantel, Handschuhe und Müzte. KALT!
Mit der S-Bahn zur Hauptwache. Ich war pünktlich zum Existenzgründerseminar
(jawohl!) in der IHK Frankfurt. Ich hatte zwar am 04.12.2002
schon den Existenzgründertag mit gemacht, aber das hier war etwas
ausführlicher. Wir erfuhren was von den Hauptgründen einer Pleite, von
Gesprächen mit der Bank, von den Konsequenzen der Wahl der Rechtsform etc.
Als das um 21:00 Uhr vorbei war, da war es draußen noch kälter. Ich fuhr mit
Thomas zu dessen Wohnung, wo wir noch ein wenig quatschten. Um 23:59
schließlich fuhr ich mit der U- und S-Bahn zurück nach Eschborn. Dabei wollte
ich heute die restlichen Aufgaben lösen... verdammt.
Einen richtigen Schock bekam ich, als ich einen kurzen Blick auf meine Aktien
warf. Ich hatte wieder mal CMGI gekauft. Und war mit dem Kaufpreis von 0,97 Cent
eigentlich ganz zufrieden. Aber die Amerikaner bauten irgendeinen Mist heute,
woraufhin der Endkurs in Amerika bei 0,78 Cent lag! Ich fluchte, fluchte,
fluchte. Im gesamten heute 700 Euro vernichtet.
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| 10.12.2002,
Di. |
Boah ey. War das ein Streß. Gut, daß mir mein Arbeitgeber
vorwarf, ich würde ja nichts tun. Gut, daß ich trotzdem engagiert war. Ich
reklamierte nochmals die zwei Domains, die noch nicht eingetragen waren - morgen
würden schon Mailings rausgehen, die auf die neuen Domains Bezug nehmen.
Die gute Nachricht des Tages:
Da hatte ich das gestern verlorene wieder zurück. Auf der anderen Seite... ich
war eigentlich ein Spezialist, bei Tiefstständen zu kaufen. Das konnte ich
diesmal nicht, weil ich Idiot in einem Anflug von Selbst-
überschätzung bereits gestern morgen gekauft hatte und dachte, das Gröbste
wäre schon vorbei gewesen. Naja... nochmals Glück gehabt.
Der zweite Tag des Existenzgründerseminars: Werbung, Selbstmarketing, Business
Plan, Finanzierung für Existenzgründer. Ganz interessant, davor hatten die
Götter allerdings die Anfahrt gesetzt. Weil ich in der Firma diesmal nicht
rechtzeitig raus kam, mußte ich mit dem Auto fahren. Die Stadt mochte mich
nicht. Ich fuhr von roter Ampel zu roter Ampel, stand mindestens drei Mal mitten
auf Kreuzungen, als der kreuzende Verkehr grün bekam und dann meldete mein
favorisiertes Parkhaus ("Börse" - war der IHK am nächsten) auch noch
"besetzt". Trotzdem wagte ich es - glücklicherweise kam ich hinein
und im 5. Stock fand ich einen Parkplatz, um 17:50 war ich im Schulungsraum.
Verdammt, verspätet.
Um 21:00 Uhr wieder zu Hause löste ich die letzten Aufgaben in Mathematik für
Wirtschaftswissenschaftler. Lineare Algebra / Matrizenrechnung lag mir schon
immer recht gut und ich hoffte, daß ich ein gutes Ergebnis bekam. Ich mußte
nur dafür sorgen, daß die Einsendearbeit morgen früh noch auf die Post kam!
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| 11.12.2002,
Mi. |
Ich schlief schlecht. Machte aber nichts. Ich fuhr meine
Einsendearbeit (das waren immerhin zehn Seiten) auf dem schnellsten Weg zum
Postamt in Eschborn - in Schwalbach wurde der Briefkasten nur einmal am Tag
geleert und zwar um 17:30.
Als ich dann zur Arbeit kam, freute ich mich noch einmal so wie gestern:
es ging weiter. Ich setzte mein Limit und verpasste es im ersten Anlauf. Schon
wollte ich gerade anfangen mich zu ärgern, da dachte ich mir: warte doch auf
die Amis. Und so hatte ich Glück. Die Amerikaner trieben den Kurs schließlich
bis zu meinem Limit und ich hatte plötzlich alles verkauft. Es gab genau eine
Preisfeststellung, die um einen Cent höher war, insofern war ich sogar sehr
glücklich, daß ich wieder mal das (Tages-)Maximum geraten hatte - und 970 Euro
mehr auf dem Konto hatte als gestern.
Die Arbeit am Tag floß dann einfach so dahin und war auch schließlich
vorbei...
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| 12.12.2002,
Do. |
Heute Nacht installierte ich noch eine neue Version von MySQL
auf dem Intranet-Server, weil eine Anwendung unbedingt Transaktionen brauchte
und der Programmierer deswegen bdb (Berkley DB) - Tabellen brauchte. Aber
irgendwie gab es ein Problem... die Abfrage, um herauszufinden, ob MySQL 3.23.53a-max-log
jetzt auch die bdb-Tabellen verwendete. Laut Webseite wären in der max-Version
bdb und innodb einkompiliert.
show variables like
'have_%';
+---------------+-------+
| Variable_name | Value |
+---------------+-------+
| have_bdb | NO |
| have_gemini | NO |
| have_innodb | YES |
| have_isam | YES |
| have_raid | NO |
| have_openssl | NO |
+---------------+-------+
6 rows in set (0.00 sec) |
Wie? have_bdb = NO? Konnte wohl nicht sein. Hatte
ich die falsche mysqld gestartet? "status" eingetippt... nee, war die
richtige Version. Und have_innodb war immerhin da. Ich versuchte hin- und her,
bekam es aber nicht heraus. Ich sagte mir also: war vermutlich installiert, aber
die Tabelle mit den Variablen nicht ok, da ich immerhin das alte
Datenverzeichnis beibehalten wollte und hatte.
Jedenfalls wurde es spät, so daß ich erst um 02:30 im Bett war.
Die Konsequenz: ich war heute morgen so richtig müde (änderte sich den Tag
über auch nicht mehr). Ich erledigte ein paar Dinge, sortierte, räumte auf,
kommunizierte mit RIPE über ASN (autonomous system number), BGP-4 (border
gateway protocol) und IP-Adressen vom Typ PI (provider independent) und Typ PA
(provider aggregatable). Wieder etwas gelernt.
Währenddessen versuchte ich wieder etwas an der Börse zu verdienen. Aber Pech
gehabt. Das Kauflimit war zu niedrig und so wollte ich gierige 60 Euro weniger
bezahlen, bekam deswegen nichts und verzichtete deswegen auf 380 Euro.
Schade.
Dafür klärte sich eine andere Sache endlich und endgültig. Ich werde
spätestens zum 01.04.2003 einen neuen Job brauchen, um nicht arbeitslos zu
werden. Am 19.12. werde ich meinen letzten Arbeitstag bei vwd haben. Schade? Nun
ja, die Stelle, die ich einnehmen sollte, wurde nie geschaffen (und wird jetzt
auch definitiv nicht mehr), insofern war es für mich eher eine erwartete
Geschichte. Ich war vorbereitet und das hatte mir sehr geholfen. Jetzt fing nur
diese Streß wieder an, mir einen neuen (guten) Job zu besorgen... witzig: morgen
vor genau zwei Jahren hatte ich das entscheidende Vorstellungsgespräch für
diesen (nicht realisierten) Job. Was sollte ich nun anstellen?
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| 13.12.2002,
Fr. |
Das war eine müde Woche im gesamten gesehen. Heute war ich
nicht viel wacher, setzte mich aber an die Dokumentation von Zeugs, was ich
übergeben mußte - immerhin will ich die armen Leutchen, die meine Arbeit
übernehmen müssen, nicht allzuviel Ärger bereiten.
Mein Mittagessen besorgte ich mir im real: frisches Baguette, Sahnemeerrettich,
Tomaten und Lachsscheiben. Nobel ging die Welt zugrunde. Es schmeckte mir aber
wirklich gut.
Nach dem Essen fing ich an, aufzuräumen und Dinge weg zu heften. Irgendwann
sollte ich noch einmal durch alle Ordner gehen und -wo nötig- zur besseren
Übersicht auftrennen. Ich hatte ja schon früher in "altes" und
"neues" Zeugs getrennt, aber so richtig konnte wohl niemand durch
meine Unterlagen durchblicken. Um 18:00 Uhr hatte ich keine Lust mehr und fuhr
nach Hause.
Und wieder gab es ein Problem - diesemal mit dem Fernsehen. Es liefen Sendungen
bis spät in die Nacht, so daß ich diesmal mit richtiger Gewalt den Ausschalter
drückte und mich ins Bett legte!
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| 14.12.2002,
Sa. |
Grob zusammengefaßt wollte ich heute meine Winterreifen
aufziehen. Aber ich hatte keinen Bock dazu. Ich zog mir den aktuellen
Lottoschein und ging einkaufen, was mich aber auch nicht richtig entspannte. Die
F.A.Z. schleppte ich nach Hause, las sie aber nicht. Schließlich wurde ich
müde (die Woche forderte ihren Tribut) und so legte ich mich um 18:00 Uhr wieder
ins Bett und pennte erst einmal bis 23:00 Uhr. Und dann ab 01:00 Uhr wieder,
nachdem ich mir neue, private Visitenkarten gedruckt hatte.
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| 15.12.2002,
So. |
Ich träumte, es wäre 10 Uhr und wurde wach. Es war 10 Uhr.
Ich war endlich mal ausgeschlafen. Trotzdem bekam ich heute nichts auf die
Reihe, außer ein wenig im Netz herumzusurfen, wieder vor dem Fernseher zu
versauern und mir die Füße abzufrieren. Ok, das mußte nicht sein, aber es war
psychosomatisch bedingt. Schon alleine diese Kälte draußen machte mir drinnen
zu schaffen.
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