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- - - - D
i e s e W o c h e - - - - |
| 23.12.2002,
Mo. |
Am Anfang war das Frühstück. Ok, zugegeben bestand es nur aus Milch und Lebkuchen, aber Frühstück war Frühstück.
Ich wollte auch gleich nach Saarlouis fahren, weil ich noch ein paar Besorgungen zu tätigen hatte - immerhin war
morgen schon Heiligabend.
Zuerst kam der Trouble mit dem Parkplatz - es gab nämlich keinen. Also fuhr ich in ein Parkhaus, was ich sonst
nie tat, aber als ich die Preise sah, war mir gerade wieder leichter ums Herz. Man konnte sie überhaupt nicht
mit den Preisen in Frankfurt vergleichen. Hier kostete die erste Stunde 1 Euro und jede weiter 0,50 Euro.
In Saarlouis holte ich meine Brille ab und war somit 450 Euro los. Na toll. Dafür konnte ich wieder scharf
sehen, was sich allerdings etwas seltsam anfühlte, es kam nämlich noch eine Korrektur der Achse dazu, womit ich
die ganze Zeit herumtorkelte, weil mein dreidimensionales Sehen gestört war. Ich kam mir auch irgendwie "größer" vor,
weil der Boden den Eindruck machte, viel weiter unter mir zu sein als mit meinen alten Gläsern. Jedenfalls muß ich eine
ziemlich komische Figur gemacht haben.
Dann wollte ich noch Tanken, Bilder entwickeln lassen und Weihnachtsgeschenke kaufen. Aber die Stadt war voll.
Als ich mit meinem Auto zu Globus fahren wollte, steckte ich mitten im Stau fest. Es ging nicht voran, also fuhr ich in
die Gegenrichtung und nach Ensdorf zurück, um anschließend nach Bous zu fahren. Ok, auf der Strecke gab es dann
wieder einen Stau, dieser hatte aber eine klar berechenbare Länge und eine feststellbare Fließgeschwindigkeit.
Bei Möbel Martin kaufte ich mir einen Geschenkgutschein und eine Blumenvase. Dann tankte ich im Industriegebiet Bous.
Für 0,979 Cent pro Liter Super. Super! Und schon hatte ich keinen Bock mehr auf einkaufen (das mit dem Bilder entwickeln
ging eh' nicht - wären zu spät fertig). Rechtzeitig zum Mittagessen war ich in Ensdorf zurück und las meine E-Mail. Sitzend
verbrachte ich den Tag sowieso besser, immerhin hatten meine Augen sich immer noch nicht an die Brille gewöhnt. Vor dem
Fernseher nickte ich kurz ein, ein Schulfreund besuchte mich und das war dann auch schon der Tag gewesen.
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| 24.12.2002,
Di. |
Es stand für mich fest: heute ging ich nicht aus dem Haus. Ich konnte mir nämlich ganz gut vorstellen, wie
es derzeit in Saarlouis aussehen würde. Meine Eltern und meine Schwester bestätigten mir meine Einschätzung,
nachdem sie dort waren: alles voll, kein Durchkommen mit dem Auto. Also relaxte ich den ganzen Tag irgendwie
herum und begann meine Neuerwerbungen von Amazon durchzulesen. Dann packte ich noch die restlichen Geschenke
ein und der Heiligabend begann.
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| 25.12.2002,
Mi. |
Der erste Weihnachtsfeiertag verlief äußerst negativ für mein Gewicht. Außerdem war ich selbst nicht so besonders
gut gelaunt. Ohne meinen DSL-Anschluß fühlte ich mich wie in Isolationshaft. Oder wenigstens wie im offenen Vollzug,
hatte ich doch zumindest ISDN hier liegen <grins>.
Im stetigen Wechsel zwischen den Zuständen Schlafen - Essen - Maulen - Lesen verging der Tag. Mit Timothy Zahns
"Die Verbannung - Die Cobra Dynastie Teil 1" (obwohl niemand wirklich verbannt wurde) beendete ich den Tag.
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| 26.12.2002,
Do. |
Am zweiten Weihnachtsfeiertag war ich schon besser gelaunt und ausgeschlafen. Aus diesem Grund gab es nur die
Abwechslung Lesen - Essen. Ich benahm mich etwas vernünftiger meinem Gewicht gegenüber, wußte aber jetzt schon,
daß harte Zeiten anbrechen würden, sobald ich wieder in Schwalbach zurück war.
Ich beendete den Teil 2 von Timothy Zahns Cobra Dynastie "Siedler der fünf Welten" (obwohl die Siedler
keine fünf Welten hatten) und überlegte um 21:45, ob ich jetzt auch noch den dritten Teil anfangen sollte...
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| 27.12.2002,
Fr. |
Ich fing nachts natürlich doch mit dem dritten Teil "Planet
der Abtrünnigen" (obwohl es keine Abtrünnigen gab) an - was nicht gut
war, las ich bis über die Mitte, bevor ich mich ins Bett zwang. Trotzdem war
ich schon um 11:00 Uhr am nächsten Morgen wach - heute war der Tag der großen
Rundreise...
Die erste Station war das DRK-Krankenhaus in Saarlouis. Mein Patenonkel lag hier
auf Station. Ich suchte mir einen Parkplatz, betrat das Gebäute, fand auch das
Zimmer, aber eine Krankenschwester bezog grad das Bett neu und meinte "der
ist schon geflüchtet". Am Ausgang stand "Parkgebühren am Automaten
an der Pforte bezahlen". Welche Pforte? Ein- oder Ausfahrt zum Parkplatz,
die Haupteinfahrt, dieser Nebeneingang (an dem ich gerade stand) oder der
Haupteingang des Krankenhauses. Na toll. Ich lief um den ganzen Parkplatz herum
und fand keinen Automaten. Dann ging ich zum Haupteingang (der etwas weiter
entfernt lag und entnervt bediente ich den Parkautomaten, nachdem ich ihn in
einer dunklen Ecke entdeckte. Hörte ich da recht? Ja, die Stimme kannte ich
doch, das war einer meiner ehemaliger Lehrer vom Gymnasium! Wir unterhielten uns
noch kurz und gingen dann wieder auseinander (ich interessierte mich zwar, wie
es ihm ging, aber trotzdem hatte ich nicht die Absicht, die komplette
Krankengeschichte in allen Einzelheiten zu hören).
Dann fuhr ich nach Picard - besuchte ich den Onkel halt zu Hause. Offensichtlich
fühlte er sich wieder besser, denn er ärgerte Frau und Tochter wieder ganz
munter.
Die nächste Station war irgendein Elektrofachmarkt. Nachdem aber an der
Ausfahrt Lisdorf (zum Ikea und zum Promarkt) schon Stau war, fuhr ich direkt
wieder auf die Autobahn zurück und nach Völklingen weiter. Im Globus (bzw.
AlfaTecc) war jede Menge Gedränge und Geschubbse - der erste Werktag nach
Weihnachten war der Umtauschtag, sei es für bekommene falsche Geschenke oder
für Geldgeschenke in Ware. Das war mir dann zu viel und nachdem ich mir ein
Schnitzelweck gekauft hatte, setzte ich mich in mein Auto und aß es erst einmal
auf.
Anschließend besuchte ich meine ehemaligen Arbeitskollegen im Callcenter von
AOL Saarbrücken. Ok, zugegeben, der Tag war nicht gut gewählt, da es ein
allgemein üblicher Tag war, den man sich frei nahm. Trotzdem traf ich einige,
mit denen ich reden konnte, worüber ich mich sehr freute.
Um 16:30 war ich dann auch wieder auf der Autobahn in Richtung Neunkirchen, um
den Shop 64 zu besuchen. Ich kam auch genau zur richtigen Zeit, um zwei
AT-Bus-Kabel umzudrehen (und so den Rechner wieder zum funktionieren zu
bewegen), einen 17" Monitor TFT einzustellen, DVI-D zu erklären und einen
Rechner so einzurichten, daß er ohne Bootmanager von einer der beiden Harddisk
bootete. Anschließend fuhr ich hinter einem der Leute her und wir schwatzten
noch bei ihm zuhause drei Stunden lang weiter.
Schließlich war ich "fix und fertig", konnte mir aber nicht
verkneifen das halb gelesene Buch bis zum Ende zu lesen, als ich wieder in
Ensdorf zurück war...
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| 28.12.2002,
Sa. |
... ich schlief dem entsprechend gut bis 11:30.
Dann wurde der Tag aber irgendwie hektisch, nachdem ich mich entschlossen hatte,
um 15:00 Uhr wieder in Schwalbach zu sein und es war nach dem Frühstück schon
12:23, um 12:30 wollte ich los fahren. Also packte ich zusammen, belud das Auto,
wartete auf meine Schwester und wir waren um 12:50 auf der Straße.
Anscheinend fuhr ich etwas schneller als üblich, denn um 14:45 fuhr ich schon
in die Tiefgarage ein (und hatte zwischendurch einen Stopp an der Uni Mainz für
meine Schwester eingelegt). Ich zog mir meinen aktuellen
Lottoschein, packte eine Tasche ein und fuhr zum real nach Eschborn. Ich
hatte schlimmeres erwartet, doch ich fand sofort einen geeigneten Parkplatz.
Zugegeben, es war mittlerweile 15:20.
Ich brauchte nicht viel - eigentlich nur frisches Obst und Tomaten. Die Milch
war im Markt alle (aber ich hatte noch 2 Liter im Kühlschrank) und so kaufte
ich nur noch ein wenig Schokolade, etwas aus dem reduzierten Kram (wegen Ablauf
des Mindesthaltbarkeitsdatums) und Brot. F.A.Z. nicht vergessen.
Anschließend in meiner Wohnung holte ich die Mails ab, die sich während meiner
Abwesenheit angesammelt hatten. Aber bis um 21:00 Uhr hatte ich so eine wirklich
lahme DSL-Verbindung, daß mir fast das kotzen kam. Mit einem Schlag war das
vorbei - schwupps flutschte alles zu mir herüber.
Die beste Feststellung des Tages war aber eindeutig die Anzeige auf der Waage.
Ich hatte schon befürchtet, Weihnachten hätte verheerendes für mein Gewicht
bewirkt, aber dem war nicht so. Danke, danke.
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| 29.12.2002,
So. |
Ahhh. nochmals richtig ausschlafen, bis es nicht mehr ging.
Der Rest des Tages stand im Zeichen meiner Einkommenssteuererklärung für 2000.
Ja, 2000. Spät, aber nicht zu spät, waren noch zwei Tage vom Jahr übrig, um
die Erklärung gültig sein zu lassen.
Ich suchte alles zusammen, fand sogar die Formulare, erfasste alle Rechnungen in
meinem PC, faßte die Aktiengeschäfte des Jahres 2000 zusammen (oh gott... ein
Umsatz von über 400.000 DM und ein Verlust von um die 23.000 DM in diesem Jahr.
Jammer, jammer), füllte die Vordrucke aus und um 23:30 war ich damit fertig.
Morgen mußte ich direkt zum Finanzamt fahren... ich wollte diesmal unbedingt
einen Eingangsstempel, damit ich trotz knapper Lieferung trotzdem noch einen
geeigneten Nachweis hatte.
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