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i e s e W o c h e - - - - |
| 15.11.2004,
Mo. |
516. Tag ohne McDonalds.
Verdammt, war das jetzt kalt morgens. Ich mußte erst einmal das Auto
freikratzen, bevor ich zur Arbeit fahren konnte. Auf der Arbeit selbst, war es
auch kalt - und obwohl alle verfügbaren Heizungen auf dem Maximum liefen, waren
die Räume irgendwie nicht warm zu bekommen. Ich saß da in meinem Mantel mit
Schal und aß Eisbananen und -mandarinen.
Mitten drin kam ein Anruf, den ich erwartet hatte und über den ich mich (mal
wieder) sehr freute. "You promoted to level 3" war sinngemäß der
Inhalt. Traf sich gut, heute war der 15.11.
Zur Mittagszeit wurde es mir zuviel mit der Kälte. Zwei meiner Arbeitskollegen
fuhren mit mir zum MIttagessen nach Gladenbach und ich machte vorher eine Runde
durch den Lidl. Dort gab es Heizlüfter im Sonderangebot: 19,99 Euro. Gekauft.
Nach dem Essen, als wir in Lohra zurückwaren, baute ich den Lüfter sofort auf
und ich freute mich. Er sorgte tatsächlich dafür, daß mein Büro warm wurde
und ich konnte endlich Schal und Mantel ausziehen und vernünftig weiter
arbeiten.
Ab 15:00 Uhr gingen plötzlich die Telefone nicht mehr (der Todesstoß für ein
Call Center). Gottseidank steckten wir nicht mitten in einem großen Projekt.
Ursache: heute wurde bei uns ein zweiter PMX von der Telekom installiert. Im
Rahmen dieser Arbeiten zerstörte der Techniker wohl auch den ersten, bevor der
zweite funktionierte. Um 17:00 Uhr ging ich rüber in den Serverraum und wir
machten zu zweit den armen Telekomiker fertig. Auf der einen Seite tat er mir
irgendwie leid. Auf der anderen Seite hatte er es irgendwie verbockt, aber es
wäre mir egal, wenn er mir garantieren konnte, daß spätestens morgen um 09:00
Uhr die Telefone wieder funktionierten. Der arme Kerl war nur am Herumjammern.
Er hätte eigentlich auch noch Rufbereitschaft und es war schon dunkel draußen,
er könne nichts mehr sehen und und und. Schließlich war das Ganze ein großes
Trara, welches darin gipfelte, daß EIN blauer Draht bei uns am Übergabepunkt
neu verschraubt werden mußte (mit meinem Victorinox Cybertool) und dann ging
das Telefon wieder. Es war unglaublich, wie erleichtert der Mann von der Telekom
war. Ihm haben schon die Tränen in den Augen gestanden <grins>.
Jedenfalls machte ich danach Schluß und fuhr nach Hause. 18:30 war die richtige
Zeit dazu. Auf dem Heimweg fuhr ich beim real vorbei - da ich Samstag ja
unterwegs war, hatte ich nichts eingekauft, das holte ich jetzt nach. Ein
bißchen was zum Backen (hatte am Wochenende ein originelles Rezept für Waffeln
entdeckt, das ich mal ausprobieren wollte) und das Übliche (Tomaten, Rosenkohl,
konzentrierte Suppen, Käse, eine Brezel, Milch).
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| 16.11.2004,
Di. |
517. Tag ohne McDonalds.
Der Heizlüfter leistete mir gute Dienste, nachdem ich wieder im Call
Center war. Die ersten Minuten waren stressig, da ich merkte, daß ich ein paar
Dinge vergessen hatte, vorzubereiten. Na, hoffentlich klappte das, dachte ich
mir.
Etwas anderes klappte aber vorzüglich. Ich hatte auf meinem PC zuhause vnc
(Server) installiert und versuchte jetzt von der Firma aus auf ihn zuzugreifen.
Ja, es klappte, wenn mir auch erst beim dritten Mal mein Passwort einfiel. Nun -
das hieß zumindest, daß ich ein sicheres Passwort gewählt hatte, wenn ich
selbst es schon beinahe nicht mehr herausgefunden hatte. Allerdings barg so ein
Remote-Rechner eine gewisse Gefahr: daß sich jemand anderes daran zu schaffen
machte. Doch das stufte ich als relativ gering ein, denn meine Firewall sollte
(laut Konfiguration) nur noch vnc durchlassen (welchen ich außerdem auf einen
anderen Port verfrachtet hatte und das auch nur von bestimmten IP-Adressen aus
erlaubte.
Nun, egal. Jedenfalls freute ich mich darüber, wie schnell der Zugriff
funktionierte. Ich hatte schon viel Schlimmeres erwartet, aber er war doch flott
zu bedienen. Gut, der Mauszeiger war voll gescrambled - total durcheinander
gemixt aus seinem Weiß und Schwarz, aber die Form stimmte wenigstens. Das
machte mir ein paar Dinge einfacher, wirklich. Aber ich hatte Wichtigeres zu
tun: ich programmierte einen Export von Access heraus, so daß man die
resultierende Datei mit ein paar Klicks in Outlook einspielen konnte.
Hintergrund: wir verkauften ja nicht nur Waren (Export nach SAP lief schon seit
langem), sondern wir vereinbarten ja in zunehmenden Maße Termine. Das schuf ein
Problem: niemand konnte mit den Exportdateien wirklich direkt etwas anfangen
(außer ausdrucken). Da dachte ich mir: knallste das Zeugs nach Outlook rein und
der Kunde war zufrieden. Morgen würde ich außerdem einen Export für die
dazugehörigen Kontakte direkt nach Outlook programmieren und vielleicht
ließ sich das ein oder andere ebenfalls tun. Sprich z.B. wenn eine Aktion
zeitlich terminiert ist, daß die restlichen Arbeiten als Aufgaben exportiert
werden können. Vielleicht auch die Kontaktwünsche als Aufgabe? Hmmm. Mal
sehen... Warum sollte ich der Datenbank nicht gleich ein komplettes Webfrontend
verpassen und den Terminkalender nicht online zur Verfügung stellen? Die
Kontakte? Oha, da wartete eine Aufgabe...
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| 17.11.2004,
Mi. |
518. Tag ohne McDonalds.
Morgens früh aufzustehen, war eine meiner größten Herausforderungen.
Mit Mühe und Not wurde ich dieser Anforderung am Beginn des heutigen Tages
gerecht. So richtig wollte ich ja nicht! Ich fuhr meinen Rechner zum
Remote-Zugriff hoch und fuhr in die Firma. Aber dort: nix war! Ich konnte nicht
auf meinen PC zugreifen, verflucht! Bestimmt hatte sich die IP geändert, denn
ich sah den PC noch online über meinen AIM. Da könnte ich ja mal was
programmieren, damit ich per AIM abfragen konnte, welche IP er gerade bekommen
hatte. Wäre mal 'ne Maßnahme :-)
Auf der Arbeit war nicht so besonders fiel los (wie in den vergangen Tagen auch
schon). Aber das sollte sich ab dem 22.11. wieder leicht ändern - zwar nicht
so, daß ich / das Call Center voll ausgelastet wären, aber immerhin etwas
Geschäft war schon da. Grob gerechnet würden wir die nächsten 30 Tage mit
ungefähr 50% der Kapazität fahren. Dann wäre Weihnachten und das Jahr
gelaufen.
Große Aufregung - der nächste Tag war zu organisieren. Wir würden Besuch zu
einem neuen Projekt bekommen und hatten keinen Konferenzraum / Meetingraum, in
den zehn Leute passen würden. Also bauten wir uns einen, indem wir ein Büro
leer räumten und die Tische so arrangierten, daß ein Konferenzraum daraus
wurde. Noch ein Flipchart hinein, ein paar Pflanzen und plötzlich konnte ich
stolz darauf sein. Heute Abend würde noch die Putzfrau durchwirbeln und dann
war das Einzige, auf das wir verzichtet hatten, den Raum zu streichen.
Als ich wieder in meiner Wohnung war, schaute ich zuerst nach meinem Rechner.
Nein, zuerst nach meinem Anrufbeantworter - 13 Bandmeter waren voll... ganz
gespannt und erwartungsvoll hörte ich ab. Doch es kam nur piiiiep, pause,
piiiiep, pause, piiiiep, pause. Letztes Mal hatte schon so ein Idiot mir 38
Bandmeter von Faxgepiepe aufgespielt und jetzt schon wieder so etwas. Das fand
ich irgendwie nervig.
Dann der PC: wie sowas? Die IP hatte sich seit heute morgen NICHT geändert. Was
konnte das sein, was konnte das nur sein??? NEIN!!! War ich blöd! Wenn ich den
VNC-Server nicht startete, dann konnte das ja auch keinen Erfolg haben. Ganz
kurzzeitig überlegte ich mir, den VNC standardmäßig einzubinden - entschloß
mich aber dagegen. Auch wenn ich keinen Hack kannte, auch wenn ich kein
Sicherloch kannte, auch wenn die Firewall dicht war - es war mir unsympathisch.
Oder vielleicht doch? Wenn Zeit war, würde ich das mal ordentlich überlegen.
Zuhause fiel mir siedend heiß ein: Abgabetermin für Einsendearbeit 1 in Recht
I. Und zwar am 18.11.2004. Upps! Und ich war dazu noc richtig, ätzend müde.
Also legte ich mich für exakt zwei Stunden ins Bett und dann an die Arbeit.
Paragraphen wälzen und etwas halbwegs (un-)sinniges zusammenfaseln. Es war
annähernd unglaublich: letztes Mal brachte ich bei der ersten Einsendearbeit
Recht knapp eine 3/4 Seite zustande und ich hatte (trotzdem noch) 60 Punkte.
Jetzt waren es fast vier Seiten nichts als LABER LABER BLA BLA. Vielleicht
bekäme ich jetzt ja 75 Punkte oder so. Nee, das war nicht witzig!
Dann war ich schließlich fertig mit §433(2), §145, §147, §151, §107ff,
§355, §929... sche*ssendreck das Ganze! Hoffentlich würde das Briefchen noch
rechtzeitig in Hagen ankommen...
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| 18.11.2004,
Do. |
519. Tag ohne McDonalds.
Das (eigentlich nicht-)IP-Problem von gestern hatte ich gestern noch
unbedingt lösen wollen. Wenn ich schon zu blöd war, um den VNC zu starten, so
sollte mir doch nicht vorkommen, daß ich mal nicht auf meinen PC konnte, weil
sich irgendwann zufällig mal die IP-Adresse änderte. Also programmierte ich
gestern Abend noch eine Lösung dafür. Ich wußte ja nicht, wo meine neue
Adresse liegen konnte - immerhin besaß AOL einen ziemlich großen Adreßraum
und ich wollte natürlich nicht mehrere Millionen IP-Adressen scannen, bis ich
zufällig meinen PC fand. Aber ich hatte ja mal ein Tool programmiert, mit dem
mein Webserver feststellen konnte, welche IP nach außen ein aufrufender PC hat:
MyIP. Keine große Sache. Damit
konnte ich aber von der Firma aus nicht feststellen, welche Adresse mein Rechner
zuhause hatte. Und selbst wenn mein Rechner zuhause das feststellen konnte...
wie kam ICH IN DER FIRMA an diese Information. Es war so einfach: Maschinenraum
holte per wget die Seite ab, auf der ich die IP-Adresse anzeigte. Maschinenraum
war mit einem meiner AIM-Accounts online. Wenn ich in der Firma nun mit meinem
Haupt-AIM-Namen online ging, schickte mir der AIM auf Maschinenraum automatisch
eine IM mit der IP - und ab dem Zeitpunkt alle 15 Minuten, so daß ich auch die
mögliche Änderung mitbekam. Fein. Das hatte noch den zusätzlichen Nutzen,
daß ich morgens nicht meine IP erst ermitteln mußte und mir in die Firma
schicken mußte. PCs anschalten - reicht.
Gestern programmiert, heute probiert. Klappt. Mann, bin ich cool. :-)
Bevor ich zur Arbeit fuhr, schmiß ich noch zwei Briefe in den Briefkasten ein
(siehe gestern). Da alle in der Firma heute etwas später kamen, war ich auch erst um 09:15
im Büro.
Doch ich kam irgendwie aus dem Streß nicht heraus - immer fehlte
irgendetwas von dem Kram, was ich meinen Gästen anbieten wollte (ich bekam ja
heute externer Besuch: Kunden). Erst fehlten
Tassen, dann Teller. Schließlich waren keine ordentlichen Löffel da und
Servietten fehlten auch noch. Gläser waren da, aber bunt gemischt (Kategorie
"Senfgläser") ich wollte aber etwas einheitlichere Gläser haben.
Dann Kaffee kochen, Brötchen abholen u.s.w. Schließlich startete das Meeting
und es war recht erfolgreich - mal sehen, was das Projekt schließlich an
Erkenntnissen brachte - für mich gab es jedenfalls noch eine Menge Arbeit
danach.
Anschließend war ich fix und fertig, räumte noch das Gröbste weg, machte
noch ein paar Telefonanrufe und fuhr um 18:30 vom Hof herunter.
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| 19.11.2004,
Fr. |
520. Tag ohne McDonalds.
Der Arbeitsbeginn war heute noch später als gestern. Heute morgen war
der Strom im Call Center weg (geplant - Wartungsarbeiten), also startete ich
meine Arbeit erst um 11:00 - dem planmäßigen Wartungsende. Später anfangen
hieß allerdings nicht, daß die Arbeit weniger wurde - das konnte nur durch
"schaffen" passieren. Ich wußte nicht, wo mir der Kopf steht. Ich war
froh, daß ich das gestern schon geahnt hatte und deswegen hatte ich mir
Unterstützung für ein paar Stunden geholt. Der Kollege hatte die Ehre, unseren
sorgfältig aufgebauten Meetingraum wieder in ein Büro für Call Center Agenten
umzubauen. So konnte ich mich um die anderen Dinge kümmern. Das Wichtigste
davon war ein Gesprächsleitfaden zum gestern gestarteten Projekt, der mich für
ungefähr fünf Stunden (über alles gesehen) belegt hatte. Den Rest meiner Zeit
beanspruchte die Vorbereitung für einen Teilbereich des Projektes... betreffs
der Auftragsbestätigungen. Bis jetzt schickten wir als Auftragsbestätigung
personalisierte Faxe als Seriendokument und - trotz aller Kritik an der
aufgesetzten Lösung - sie funktionierte und es gab einen festgelegten Ablauf,
der auf jedes Projekt übertragbar war. Dieses Mal sollten keine Faxe rausgehen,
sondern E-Mail. Grundsätzlich technisch einfacher, aber es gab keine fertige
Prozesskette und die Technik war dazu nicht eingerichtet. Das, was ich heute
noch klären konnte: daß mein (Intranet-)Server E-Mails mit dem richtigen
Absender (und keinem Verweis auf uns als Dienstleister im Header) per PHP
verschicken konnte. Das war immerhin einen Schritt weiter.
Allerdings wurde ich mit meiner Arbeit nicht so ganz fertig - es fehlte immer
wieder etwas. Also faßte ich den Entschluß, morgen den Rest zu erledigen:
Datenbank aufsetzen, Verbindung zum Intranet-Server sicherstellen, E-Mails
verschicken.
Um 19:15 war ich wieder zuhause. Ich konnte es nicht sagen: pure Langeweile oder
Abenteuerlust... mein elmeg C320 ISDN-Telefon grinste mich an und ich überlegte
mir, was denn mit der Firma sei, die war ja kurz nachdem ich mir das Telefon
gekauft hatte, ins Insolvenzverfahren hineingegangen. Aber auf der Webseite war
nichts (mehr) davon zu lesen und aus Neugier klickte ich auf den
Downloadbereich. Aha - da waren Firmware und Telefoniesoftware, Capi-Treiber,
NDIS WAN-Treiber... alles neuer als in meinem Telefon und auf meinem PC. Ich lud
alles herunter und begann mit der Installation der Firmware. Gut, fein - sollte
jetzt mehr können, mein Telefon. Natürlich hatte ich die Einstellungen vom
Telefon vorher heruntergeladen, doch als ich sie wieder ins Telefon hochlud -
stellte ich fest, daß wohl nicht alles gespeichert war. Zum Beispiel waren alle
Ansagen vom AB weg. Dann wollte ich sie neu aufsprechen - was war das? Es
kratzte, rauschte, klickte während der Aufnahme... irgendwas war total falsch.
Es kratzte schon lange in meinem Telefon - deswegen war das nichts besonderes,
aber dieses Mal war es besonders schlimm. Ich entschloß mich dazu, diesem
Phänomen endlich auf die Spur zu kommen. Eines war mir klar - es konnte nur mit
der ISDN-Verkabelung zusammen hängen. Und schließlich wurde ich fündig: in
einer ISDN-Dose waren nur zwei der vier Adern angeklemmt. AAAH! Kein
Wunder! Kabels angeschraubt. Wunderbar. Die Leitung war nun sauber und gut
verständlich, ich konnte die Ansagen wieder aufsprechen. Dann installierte ich
insgesamt drei Mal hintereinander den neuen CAPI 2.0 Treiber für mein Telefon -
bis der dann endlich funktionierte. Es waren ungefähr zehn Reboots notwendig -
das war ja schlimmer als bei der Teles-Installation von früher... Nun,
schließlich ging auch AOL über ISDN online (meine Fallback-Lösung, falls DSL
mal nicht mehr wollte). Irgendwann hatte ich keinen Bock mehr auf den
Technik-Kram und ich stellte die Bastelei ein! Gute Nacht!
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| 20.11.2004,
Sa. |
- FIN -
Wenn mir etwas mit der Zeit eher zur Pflicht wurde, als das es Lust war, und es
mir nichts mehr brachte, dann sollte ich das beenden. Es gab nichts mehr, das
ich derzeit andere Menschen wissen lassen möchte.
Geschrieben am 05.12.2004.
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| 21.11.2004,
So. |
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