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- - - - D
i e s e W o c h e - - - - |
| 27.06.2005,
Mo. |
Prolog: ist es schwieriger, etwas zum ersten Mal anzufangen
oder es nach einer Pause weiterzuführen? Diese Frage ist nicht so ganz
entscheidbar, denn die Umstände sind sehr verschieden.
Tatsache war, daß im letzten Jahr viel passiert war, worüber ich mich aber in
vielen (sehr wesentlichen) Teilen nicht äußern werde. Ich hatte ein paar
Probleme weniger, aber ein paar andere mehr. Wichtigste Neuerung: nachdem ich
Anfang Januar plötzlich wieder 116,5 kg wog, habe ich mich dieses Thema wieder
angenommen. bis zu zwei Stunden Ausdauersport am Tag haben mich auf
sensationelle 98 kg heruntergebracht - mit dem Ziel, langfristig auf 85 kg
herunterzugehen - da geht noch was!
Bestimmte Ereignisse haben mich auf der emotionalen Ebene sehr berührt und mich
weiter reifen lassen. Eine ganze Zeitlang hatte ich die Kontrolle nicht mehr in
der Hand und ich mußte erkennen, daß ich sie während der letzten 16 Jahre nie
wirklich gehabt hatte, sondern fast nur von einem Element gesteuert wurde: der
Angst. Die Angst zu versagen oder Erfolg zu haben. Die Angst nicht man selbst zu
sein oder die Angst, selbst zu sein. Diese Erkenntnis war sehr wesentlich für
mich und ich konnte schließlich ein paar Dinge umstellen. Ich möchte nicht
behaupten, jetzt angstfrei zu sein, aber sie hat nicht mehr die Kontrolle. Ich
ging im letzten halben Jahr ein paar Risiken ein, diese haben mich nicht
umgebracht - ganz im Gegenteil, ich hatte ein paar Momente, in denen ich das
Gefühl hatte, daß ich wirklich lebe. Und ansatzweise Momente von Glück,
leider im starken Wechsel mit vehementem, emotinalem Katzenjammer.
Das meiste davon fand in der letzten Woche seinen Abschluß, nachdem ich in der
Woche zuvor dazu den Grundstein gelegt hatte. Ich hatte meine Großmutter ein
ganzes Wochenende beim Sterben begleitet und am 18.06. fand morgens die
Beerdigung statt. Mittags ging ich auf eine Geburtstagsfeier, auf die ich mich
schon lange vorbereitet hatte - sie war mir wirklich sehr wichtig, sonst hätte
ich sie aufgrund der Umstände ausfallen lassen. Aber was sollte ich sagen: im
Nachhinein gesehen hatte ich genau richtig gehandelt, etwas Besseres hätte ich
nicht tun können. Das und die paar Dinge, die ich im Anschluß tat, gaben mir
die Kontrolle vollends (Daumen drücken!) zurück. Ich merkte, daß ich die
Angst besiegen konnte und daß ich gerade einen Wendepunkt in meinem Leben
erlebt hatte. Voll bewußt. Mal sehen, was da noch alles kam, ich war richtig
gespannt, wie es mir in meinem neuen Leben gehen würde...
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| 28.06.2005,
Di. |
Nächste wichtige Änderung: ich wollte normal werden und
dazu brauchte ich ein Handy. Oha! Ah! Peter und Handy? Glaubt mir, ich habe
viele höchst erstaunte, verblüffte und erschreckte Gesichter in der letzten
Zeit gesehen, wenn ich dieses Thema ansprach. Aber so war es nun mal. Es
gab für mich zwei mögliche Modelle: entweder etwas ganz Einfaches, um gerade
mal im Maximum SMSe zu verschicken oder etwas ganz Ungewöhnliches.
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| 29.06.2005,
Mi. |
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| 30.06.2005,
Do. |
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| 01.07.2005,
Fr. |
Ich hatte einem Arbeitskollegen von meinen Handy-Dilemma
erzählt und dieser wollte mir dabei helfen, in dem er mir ein altes und
billiges Handy ausgrub und mir anbot. Gut, das war ein robustes Teil und stammte
noch aus der Zeit, in der ich selbst noch alle aktuellen Handymodelle kannte -
denn so viele Varianten gab es damals noch nicht. Zu Dokumentationszwecken: das
Ericsson GH688.
Als ich es in der Hand hatte, kondensierte ein Gedanke auf meiner geistigen
Mattscheibe und als ich wieder in meinem Büro saß, wurde daraus ein Rinnsal
und ebay sein Flußlauf. WER WAR ICH DENN! Wenn schon, denn schon. Ein
Männerhändy mußte her: Nokia Communicator 9500, basta aus. Das konnte ich
gebrauchen, einen PDA wollte ich ohnehin haben und der Handyteil war nur eine
Schnickschnackzugabe und somit in seiner Priorität an den richtigen Platz
gerutscht. Gesagt, getan, da war eine passende Auktion, ich tippte schon drei
Stunden vor Schluß der Auktion meine Zahl ein und schickte sie 12 Sekunden vor
Schluß ab. Und gewann mit 3 ct Vorsprung vor dem zweiten: 352,52 Euro,
Punkttreffer, das war genau meine Zahl gewesen.
Um 17:00 Uhr fuhr ich ins Wochenende, packte zuhause ein paar Sachen zusammen
und fuhr ins Saarland zu meinen Eltern.
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| 02.07.2005,
Sa. |
Es war zwar kühler geworden, aber so richtig geschlafen
hatte ich nicht. Vier Stunden knapp. Trotzdem rüttelte ich mich wach und war
dem Shopping verpflichtet - und ging auf die Jagd. Beim C&A kaufte ich mir
zwei Hemden, und belästigte anschließend jeden Mobilfunk-Shop in der
Saarlouiser Innenstadt mit gemischten Ergebnissen: Bei Mobilcom war ich mit dem
Verkäufer schnell auf einer persönlichenen Ebene, er arbeitete 1 Jahr bei
COS@aol. Zu eplus ging ich gar nicht erst hinein - da die Netzabdeckung auf der
Arbeit und bis Gießen recht schlecht war. Bei O2 fühlte ich mich irgendwie
unwohl und die Verkäufer waren nicht gerade motiviert und motivierend. Die
Vodafone-Leute waren übermotiviert, aber zu oberflächlich und wollten mir als
Billigheimer noch ein Paket mit einer Zweitkarte aufschwatzen ("Da haben
Sie eine zweite Rufnummer!"). Zu t-mobil ging ich zwar hinein, aber auch
wieder schnell hinaus. Wie üblich viel zu voll und einen telekom-Tarif wollte
ich eh' nicht.
Gut, danach fuhr ich in den Globus. Sensationell: der 12er-Kasten Cola für 6,60
und wenn man zwei nahm, bekam man noch drei originale Coke-Gläser geschenkt.
Klar... also schleppte ich die zwei Kästen in mein Auto und hatte meinen
Frühsport auch schon hinter mir, denn ich benutzte keinen Einkaufswagen. Ich
zog mir noch eine Rostwurst rein, dann fuhr ich in den real und fand zwei
T-Shirts, eine Bermudashort und noch ein paar Kleinigkeiten. Eigentlich war ich
wegen Schuhen gekommen (Puma im Sondarangebot), aber die Farbe in meiner Größe
war nicht mehr da.
Abends setzte ich mic vor den PC und bestellte mir im Internet meinen
zukünftigen Mobilfunkvertrag. So, jetzt war dort alles veranlasst, ab nächste
Woche wäre ich dann mobil erreichbar.
Abends fuhr ich nach Saarbrücken und drücke mich ein paar Stunden im Coyote
rum, aber es ergab sich nichts Interessantes.
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| 03.07.2005,
So. |
Wieder nur fünf Stunden Schlaf. Irgendwas machte ich falsch,
aber was?
Die Zeit zwischen Frühstück und Mittagessen verging, dann fuhr ich ins Haus
meiner kürzlich verstorbenen Großmutter, machte Fotos für ebay und nahm mir
selbst ein paar Kleinigkeiten aus der Küche mit. Danach war ich nicht
sonderlich gut drauf, denn das belastete mich sehr. Doch ich hatte zumindest
alles noch einmal gesehen, bevor der Teil des Ausräumens und Verkaufens begann
und jede Menge unbekannter Leute damit zu tun bekamen.
Ich packte dann meine Sachen zusammen und fuhr wieder zurück nach Buseck, las
meine E-Mail (unter anderem eine positiv Überraschende) und schrieb diese Dinge
hier nieder - denn es sollte ja weitergehen.
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