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- - - - 01.01.2005 - 31.12.2005 - - - -

früher 2000 2001 2002 2003 2004
Januar Ich verlor die Kontrolle über mich.
Februar Am 14.02.2005 eskaliert es zum ersten Mal.
März Am 14.03.2005 brach es offen hervor.
April Schließlich der 15.04.2005 an dem ich's kapierte.
Mai Der 09.05.2005 gab mir eins drauf.
Juni Dann holte ich mir die Kontrolle zurück! 27.06.-30.06.2005  
Juli 01.07.-03.07.2005 04.07.-10.07.2005 11.07.-17.07.2005 18.07.-24.07.2005 25.07.-31.07.2005  
August 01.08.-07.08.2005 08.08.-14.08.2005 15.08.-21.08.2005 22.08.-28.08.2005 29.08.-31.08.2005  
September 01.09.-04.09.2005 05.09.-11.09.2005 12.09.-18.09.2005 19.09.-25.09.2005 26.09.-30.09.2005  
Oktober 01.10.-02.10.2005 03.10.-09.10.2005 10.10.-16.10.2005 17.10.-23.10.2005 24.10.-30.10.2005 31.10.-31.10.2005
November 01.11.-06.11.2005 07.11.-13.11.2005 14.11.-20.11.2005 21.11.-27.11.2005 28.11.-30.11.2005  
Dezember 01.12.-04.12.2005 05.12.-11.12.2005 12.12.-18.12.2005 19.12.-25.12.2005 26.12.-31.12.2005  
später 2006

 

- - - - D i e s e   W o c h e - - - -

27.06.2005, Mo. Prolog: ist es schwieriger, etwas zum ersten Mal anzufangen oder es nach einer Pause weiterzuführen? Diese Frage ist nicht so ganz entscheidbar, denn die Umstände sind sehr verschieden.
Tatsache war, daß im letzten Jahr viel passiert war, worüber ich mich aber in vielen (sehr wesentlichen) Teilen nicht äußern werde. Ich hatte ein paar Probleme weniger, aber ein paar andere mehr. Wichtigste Neuerung: nachdem ich Anfang Januar plötzlich wieder 116,5 kg wog, habe ich mich dieses Thema wieder angenommen. bis zu zwei Stunden Ausdauersport am Tag haben mich auf sensationelle 98 kg heruntergebracht - mit dem Ziel, langfristig auf 85 kg herunterzugehen - da geht noch was! 
Bestimmte Ereignisse haben mich auf der emotionalen Ebene sehr berührt und mich weiter reifen lassen. Eine ganze Zeitlang hatte ich die Kontrolle nicht mehr in der Hand und ich mußte erkennen, daß ich sie während der letzten 16 Jahre nie wirklich gehabt hatte, sondern fast nur von einem Element gesteuert wurde: der Angst. Die Angst zu versagen oder Erfolg zu haben. Die Angst nicht man selbst zu sein oder die Angst, selbst zu sein. Diese Erkenntnis war sehr wesentlich für mich und ich konnte schließlich ein paar Dinge umstellen. Ich möchte nicht behaupten, jetzt angstfrei zu sein, aber sie hat nicht mehr die Kontrolle. Ich ging im letzten halben Jahr ein paar Risiken ein, diese haben mich nicht umgebracht - ganz im Gegenteil, ich hatte ein paar Momente, in denen ich das Gefühl hatte, daß ich wirklich lebe. Und ansatzweise Momente von Glück, leider im starken Wechsel mit vehementem, emotinalem Katzenjammer.
Das meiste davon fand in der letzten Woche seinen Abschluß, nachdem ich in der Woche zuvor dazu den Grundstein gelegt hatte. Ich hatte meine Großmutter ein ganzes Wochenende beim Sterben begleitet und am 18.06. fand morgens die Beerdigung statt. Mittags ging ich auf eine Geburtstagsfeier, auf die ich mich schon lange vorbereitet hatte - sie war mir wirklich sehr wichtig, sonst hätte ich sie aufgrund der Umstände ausfallen lassen. Aber was sollte ich sagen: im Nachhinein gesehen hatte ich genau richtig gehandelt, etwas Besseres hätte ich nicht tun können. Das und die paar Dinge, die ich im Anschluß tat, gaben mir die Kontrolle vollends (Daumen drücken!) zurück. Ich merkte, daß ich die Angst besiegen konnte und daß ich gerade einen Wendepunkt in meinem Leben erlebt hatte. Voll bewußt. Mal sehen, was da noch alles kam, ich war richtig gespannt, wie es mir in meinem neuen Leben gehen würde...
28.06.2005, Di. Nächste wichtige Änderung: ich wollte normal werden und dazu brauchte ich ein Handy. Oha! Ah! Peter und Handy? Glaubt mir, ich habe viele höchst erstaunte, verblüffte und erschreckte Gesichter in der letzten Zeit gesehen, wenn ich dieses Thema ansprach. Aber so war es nun mal.  Es gab für mich zwei mögliche Modelle: entweder etwas ganz Einfaches, um gerade mal im Maximum SMSe zu verschicken oder etwas ganz Ungewöhnliches.
29.06.2005, Mi.  
30.06.2005, Do.  
01.07.2005, Fr. Ich hatte einem Arbeitskollegen von meinen Handy-Dilemma erzählt und dieser wollte mir dabei helfen, in dem er mir ein altes und billiges Handy ausgrub und mir anbot. Gut, das war ein robustes Teil und stammte noch aus der Zeit, in der ich selbst noch alle aktuellen Handymodelle kannte - denn so viele Varianten gab es damals noch nicht. Zu Dokumentationszwecken: das Ericsson GH688.
Als ich es in der Hand hatte, kondensierte ein Gedanke auf meiner geistigen Mattscheibe und als ich wieder in meinem Büro saß, wurde daraus ein Rinnsal und ebay sein Flußlauf. WER WAR ICH DENN! Wenn schon, denn schon. Ein Männerhändy mußte her: Nokia Communicator 9500, basta aus. Das konnte ich gebrauchen, einen PDA wollte ich ohnehin haben und der Handyteil war nur eine Schnickschnackzugabe und somit in seiner Priorität an den richtigen Platz gerutscht. Gesagt, getan, da war eine passende Auktion, ich tippte schon drei Stunden vor Schluß der Auktion meine Zahl ein und schickte sie 12 Sekunden vor Schluß ab. Und gewann mit 3 ct Vorsprung vor dem zweiten: 352,52 Euro, Punkttreffer, das war genau meine Zahl gewesen.
Um 17:00 Uhr fuhr ich ins Wochenende, packte zuhause ein paar Sachen zusammen und fuhr ins Saarland zu meinen Eltern.
02.07.2005, Sa. Es war zwar kühler geworden, aber so richtig geschlafen hatte ich nicht. Vier Stunden knapp. Trotzdem rüttelte ich mich wach und war dem Shopping verpflichtet - und ging auf die Jagd. Beim C&A kaufte ich mir zwei Hemden, und belästigte anschließend jeden Mobilfunk-Shop in der Saarlouiser Innenstadt mit gemischten Ergebnissen: Bei Mobilcom war ich mit dem Verkäufer schnell auf einer persönlichenen Ebene, er arbeitete 1 Jahr bei COS@aol. Zu eplus ging ich gar nicht erst hinein - da die Netzabdeckung auf der Arbeit und bis Gießen recht schlecht war. Bei O2 fühlte ich mich irgendwie unwohl und die Verkäufer waren nicht gerade motiviert und motivierend. Die Vodafone-Leute waren übermotiviert, aber zu oberflächlich und wollten mir als Billigheimer noch ein Paket mit einer Zweitkarte aufschwatzen ("Da haben Sie eine zweite Rufnummer!"). Zu t-mobil ging ich zwar hinein, aber auch wieder schnell hinaus. Wie üblich viel zu voll und einen telekom-Tarif wollte ich eh' nicht.
Gut, danach fuhr ich in den Globus. Sensationell: der 12er-Kasten Cola für 6,60 und wenn man zwei nahm, bekam man noch drei originale Coke-Gläser geschenkt. Klar... also schleppte ich die zwei Kästen in mein Auto und hatte meinen Frühsport auch schon hinter mir, denn ich benutzte keinen Einkaufswagen. Ich zog mir noch eine Rostwurst rein, dann fuhr ich in den real und fand zwei T-Shirts, eine Bermudashort und noch ein paar Kleinigkeiten. Eigentlich war ich wegen Schuhen gekommen (Puma im Sondarangebot), aber die Farbe in meiner Größe war nicht mehr da. 
Abends setzte ich mic vor den PC und bestellte mir im Internet meinen zukünftigen Mobilfunkvertrag. So, jetzt war dort alles veranlasst, ab nächste Woche wäre ich dann mobil erreichbar.
Abends fuhr ich nach Saarbrücken und drücke mich ein paar Stunden im Coyote rum, aber es ergab sich nichts Interessantes.
03.07.2005, So. Wieder nur fünf Stunden Schlaf. Irgendwas machte ich falsch, aber was?
Die Zeit zwischen Frühstück und Mittagessen verging, dann fuhr ich ins Haus meiner kürzlich verstorbenen Großmutter, machte Fotos für ebay und nahm mir selbst ein paar Kleinigkeiten aus der Küche mit. Danach war ich nicht sonderlich gut drauf, denn das belastete mich sehr. Doch ich hatte zumindest alles noch einmal gesehen, bevor der Teil des Ausräumens und Verkaufens begann und jede Menge unbekannter Leute damit zu tun bekamen.
Ich packte dann meine Sachen zusammen und fuhr wieder zurück nach Buseck, las meine E-Mail (unter anderem eine positiv Überraschende) und schrieb diese Dinge hier nieder - denn es sollte ja weitergehen.


- - - - N ä c h s t e   W o c h e - - - -

04.07.-10.07.2005