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- - - - D
i e s e W o c h e - - - - |
| 26.12.2005,
Mo. |
Zweiter Weihnachtsfeiertag. Essen, schlafen, essen,
fernsehen, schlafen, essen, schlafen. Scheiße, leichter Schnee.
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| 27.12.2005,
Di. |
Weihnachten war vorbei und ich konnte endlich nach Saarlouis
einkaufen. Doch irgendwie hatte ich keine besondere Lust dazu und so war ich
schnell wieder zurück. Trotzdem hatte ich etwas gekauft: der Mediamarkt hatte
eine Gürteltasche für meinen Communicator 9500. Nur wer das Ding gesehen
hatte, wußte, warum das so einen besonderen Punkt darstellte. Das Ding war
nämlich recht groß und "trug stark auf", wenn man es vorne in die
Hosentasche steckte <grins> ("Hast Du Deinen Communicator dabei oder
freust Du Dich nur, mich zu sehen").
Jetzt hatte ich eine Gürteltasche aus Leder dazu. Es begann heftiger zu
schneien.
Mittags erreichte mich eine SMS von Thomas, sie wären in Nalbach und ob ich
nicht Lust hätte, ein bißchen mit Toni zu spielen und gemeinsam mit Tamara und
seinen Eltern zu Abend zu essen. Hatte ich, verabredet um 18:00.
Also fuhr ich etwas früher los und fuhr noch in einem Spielwarengeschäft
vorbei. Ich hatte etwas ganz Konkretes im Sinn, aber anscheinend gab es das
heute nicht mehr. Jedenfalls nicht hier. Das machte die Suche nach einer
Alternative etwas schwerer, aber ich fand schließlich etwas: eine Kugelbahn aus
Holz zum Selberbauen. Dann griff ich mir noch ein Plüschtier und - weil ich das
letzt interessant fand und lange damit beschäftigt war - ein Buch mit 152
Sudokus, diese japanischen Zahlenrätsel, die gewisse Ähnlichkeiten mit dem magischen
Viereck hatten.
Anschließend fuhr ich zu Thomas Eltern, Thomas und Tamara und Toni gefiel die
Kugelbahn sehr gut. Mit dem Wort "Geschenk" konnte er jetzt etwas
anfangen und beim Aufbauen kam das Wort "Super" aus ihm heraus. Freute
mich. Eigentlich hatte ich nicht vor, viel zu essen, aber es schmeckte doch
recht gut und das tat mir nicht sehr gut... Noch vier Tage bis zum neuen Jahr
und ich würde wieder etwas mehr in Richtung Askese und Körperbewußtsein
laufen. Während des Abendessen gab es noch eine überraschende (wenn auch für
mich nicht ganz unerwartete) Nachricht. Ich hatte irgendwie damit gerechnet,
aber erst ein halbes Jahr später. Nu denn.
Draußen war es jetzt richtig zugeschneit. Die Angebote, hier zu übernachten
gab es, aber ich war mir sicher, daß es kein größeres Problem gab, zu meinen
Eltern zu fahren. So war es auch, obwohl es einige Passagen gab, an denen ich
etwas unsicher war und streng genommen den Weg fuhr, der die wenigsten
Steigungen und Gefälle hatte. Schließlich war ich in Ensdorf zurück und fiel
ins Bett.
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| 28.12.2005,
Mi. |
Ich schlief aus und um 16:00 Uhr packte mich die Unruhe. Ich
wollte wieder nach Buseck zurück.
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| 29.12.2005,
Do. |
Mir fiel ein: ich hatte ja Urlaub und konnte damit ohne
Gefahr zum Arzt gehen! Also stand ich früh morgens auf, fuhr zur Praxis meines
Hausarztes... und las, daß diese bis 02.01.06 geschlossen war. FEIN! Alles halb
so schlimm, da ich nächste Woche von zuhause arbeiten würde, somit verpasste
ich keine Arbeitszeit im engeren Sinne.
Was allerdings schade war: ich war gestern lange auf geblieben und deswegen
müde. Ich vermißte den Schlaf.
Nun, da ich schon einmal unterwegs war, kaufte ich ein paar Sachen ein. Süße
Teilchen, Milch und so weiter.
Den Rest vom Tag beschäftigte ich mich damit, den Rest der leichten Sudokus zu
lösen... bis tief in die Nacht.
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| 30.12.2005,
Fr. |
Ich versuchte auszuschlafen, was mir auch fast gelang. Den
Morgen vertrödelte ich mehr oder weniger und den Nachmittag verbrachte ich vor
Fernsehen und mit den mittelschweren Sudokus. Ich machte erste Fehler, die ich
NICHT bemerkte bevor ich in die Auflösung hineinsah. Aber es war schon
interessant das Ganze. Ich ging an diese Rätsel heran, ohne mir etwas über
irgendwelche Lösungsstrategieen angelesen zu haben und ich entwickelte diese
für mich selbst. Je schwieriger die Rätsel wurden, umso interessanter waren
die Ansätze und umso genereller. Wenn es am Anfang nur spezielle Ansätze für
ganz konkrete Lösungen gab, dann wurden die Methoden jetzt wesentlich
umfassender und mein Blick auf die Zahlenfelder wurde immer breiter.
Die Arbeit vom heutigen Tag fasste ich gar nicht erst an... Mist.
Am Abend fuhr ich nach Marburg - die Fahrt ging relativ gut vonstatten, der
Schnee war so weit im Griff. Um 22:30 kehrte ich ins Reit's ein, aber irgendwie
war nichts los. Nach zwei Cola an der Theke verkrümelte ich mich an einen Tisch
und schrieb etwas vor mich hin, ging dann um kurz vor zwei.
Scheißendreck. Es hatte in der Zwischenzeit wieder geschneit und wir hatten auf
den Straßen eine geschlossene Schneedecke. Ich fuhr zuerst zu einer Tankstelle,
da ich schon auf Reserve fuhr, zog mir dort noch eine warme Frikadelle und eine
Tasse mit warmem Kakao rein und trottelte dann Richtung Gießen. Immer schön
gemächlich, immer darauf achten, daß keine Situation entstand, in denen ich
mein Auto kaputt machte!
Es dauerte etwas länger, bis ich dann in meiner Wohnung zurück war, aber das
war ok so...
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| 31.12.2005,
Sa. |
Nach langer, langer Zeit hatte ich wieder Zeit, etwas
einzutragen. War ja auch knapp 2 Tage vor Ende meines Urlaubs... und hatte mich
gerade erst auf Urlaub eingestellt. Eine Woche war definitiv zu kurz.
Das Wichtigste erledigte ich gleich heute früh, nach dem Aufstehen: Ich hängte
mein "Silvester- und Neujahrshasser"-Schild an meine Türe, damit ich
nur ja nicht im Laufe des Abends oder des anschließenden Morgens mit diesem
Thema belästigt werden würde.
Apropos "Aufstehen". Der Tag war mir vom Grundansatz etwas versaut.
Ok, ich sagte besser "verwirrt". Denn ich hatte einen Traum gehabt,
der mich - gelinde gesagt - etwas verstört wach werden ließ. Denn er passte zu
NICHTS, was mit der Realität zu tun hatte und ich konnte nur eine klitzekleine
Verbindung entdecken, die eine andere Person mit mir und einem Ort über ein
Datum in Relation setzte. Also: (ich) - (Ort) - (dritte, nicht anwesende Person)
- (Datum) - (Anwesende Person). Beim zweiten Traumbestandteil stimmte eigentlich
gar nichts. Mir war schon klar, daß das jetzt alles etwas hohl klang, aber ich
werde dieses Thema jetzt nicht im Detail ausführen - mir ging es nur um meinen
Grundzustand heute morgen.
Dann fuhr ich einkaufen - damit ich ein bißchen was im Kühlschrank hatte und
damit waren Außerwohnungsaktivitäten erledigt. Nun wollte ich mich endlich um
die Einkommenssteuererklärung 2003 (richtig gelesen) kümmern, das war ja heute
der letzte Tag. Wie üblich begann ich damit, eine Tonne mit Altpapier zu
füllen, während ich noch Unterlagen zusammensuchte. Immerhin hatte ich die
vage Vorstellung, heute 2003 zu erledigen und morgen die 2004. Dann wäre ich
soweit aktuell. Vielleicht wäre ich dann gerade so in Fahrt, anschließend 2005
zu machen und dann hätte ich wieder drei Jahre Ruhe, hahaha...
Es wurde eine kleinere Aufräumaktion daraus, aber das schadete nichts.
Als ich dann schließlich um 18:00 Uhr mit der eigentlichen Erklärung loslegte,
da verspürte ich plötzlich leichte Panik... war das alles wirklich noch zu
schaffen, hatte ich mich verschätzt, hatte ich mich unterschätzt und die
Arbeit überschätzt... die Erklärung meines Gewerbebetriebes waren ja schon
alle (zwangsweise) erledigt worden, aber es blieb die ganze Sache mit den Aktien
(2003 war ich da sehr aktiv gewesen), dazu angereichert um Termingeschäfte, es
gab eine Abfindung, es gab Arbeitslosigkeit und viele Bewerbungsverfahren, es
gab die Fernuniversität und und und... die Sucherei startete schon damit, daß
ich kein Schreiben vom Finanzamt Gießen fand, auf dem meine Steuernummer
vermerkt war. Das war dann der Moment, wo es mir anfing im Rücken leicht zu
ziehen. Zum ersten Mal erledigte ich außerdem eine Steuererklärung mit einem
Programm... welches noch nicht einmal installiert war. OCH JE!
Schließlich klärte sich alles immer mehr auf... und um 20:11 liefen die
Formulare zum Drucker, ich packte alles zusammen, fuhr die Erklärung zum
Finanzamt Gießen und warf um 20:47 alles dort ein. Ich fühlte mich gut.
Ein zweites Momentum gab es beim Wohlfühlen außerdem noch... laut diesem
Programm könnte ich vorsichtig geschätzt mit einer Rückzahlung von 7700 Euro
rechnen... ja, klar, wer's glaubt... mal sehen, was die lieben Leute vom
Finanzamt Gießen daraus machen würden. Aber wenn sie die Hälfte
zusammenstrichen... auch gut :-)
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| 01.01.2006,
So. |
Das neue Jahr begann ich, indem ich ein Zeichen setzte und
mich Punkt Mitternacht vollfraß - eine plakative Mahlzeit für die nächste
Zeit, denn ab jetzt war wieder etwas mehr Disziplin angesagt. Aber diese
Mahlzeit wirklich... Fisch mußte sein, aber nicht im klassischen Sinne: ich
baute einen Burger zusammen. Insgesamt 4 Riesenpatties (zusammen 400 Gramm
Brot), 200 Gramm Lachs, 100 Gramm Garnelen, ein halber Kopfsalat, eine Zwiebel,
zwei Tomaten, drei gekochte Eier und viel, viel Cocktail- und Remouladensauce
und viel Majonaise sorgten dafür, daß ich mich um 01:00 Uhr so richtig rund
fühlte. Währendessen betrachtete ich durch mein großes Wohnzimmerfenster, wie
die Welt um mich herum viel Geld in Rauch aufgehen ließ. Als ich alle vier
Burger verspeist hatte, war noch geräucherter Lachs übrig... ach was solls...
ich wollte ihn ohne jede nahrungstechnische Begleitung beseitigen und aß eine
Gabel davon pur. Oha... streng genommen schmeckte er ziemlich schlecht, was ich
im fertigen Burger nicht bemerkt hatte (waren ja viele andere Sachen mit dabei)
und im Nachhinein betrachtet hatte ich mich schon gewundert, warum der Burger so
wenig nach Lachs schmeckte. Naja, in den Kühlschrank wollte ihn nicht mehr
legen, somit ermittelte ich, ob der Fisch (wieder) schwimmen konnte...
Endstation Toilettenspülung. Nein, von selbst schwamm er nicht davon.
Was war denn im Fernsehen? RTL - Hitparade, Sat1 - Musiksendung, VOX - Porno,
ProSieben - Comedy, RTL II - Musik, Kabel 1 - Musik... Also nach Musik stand mir
nicht der Sinn, ich wollte etwas lachen, also schaltete ich den Porno ein. Haha.
Nein, Quatsch Comedy Club. Aber es war ersten nicht so gut und zweitens auch
schnell vorbei (teilte vermutlich das Schicksal mit dem Porno bzw.
möglichen/üblichen Begleitaktivitäten).
Ich löste noch ein paar Sudokus (mir war schon bewußt, wie befremdlich diese
Aktivität für die Neujahrsnacht war!) und ging dann irgendwann um 05:30 ins
Bett.
Um 13:30 stand ich dann auf. So richtig ausgeschlafen war ich nicht, aber der
Sohn des Nachbarn von unten spielte "seine" Musik. So Rap-Ged(r)öhns.
Jedenfalls hatte ich keine Chance mehr, weiter zu schlafen... den Rest des Tages
verbrachte ich überwiegend vor dem Fernseher und dem PC, nach draußen wollte
ich nicht, es war gerade dabei zu tauen und überall der größte Schneematsch.
Nun, laut Wettervorhersage würde das Wetter die nächsten Tage leicht über
Null Grad bleiben und am nächsten Wochenende fiel möglicherweise wieder
Schnee. Na fabelhaft.
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