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- - - - D
i e s e W o c h e - - - - |
| 23.01.2006,
Mo. |
Vorsicht! Ein Blick aus dem Fenster sagte: draußen war es
wieder kalt, draußen war es glatt. Schließlich war ich mit vorsichtigem Fahren
doch noch auf der Arbeit angelangt, dort lief dann alles gottseidank glatter als
die Straßen waren. Aber es ereignete sich nichts wirklich Aufregendes. Ich
machte früh Schluß - tatsächlich schon um 18:00 Uhr - weil ich im Norma etwas
kaufen wollte, worauf ich schon lange geschielt hatte: eine robuste Staffelei,
ein paar Acrylfarben und ein neues Pinselset. Leinwände waren aus, aber da gab
es in einem anderen Geschäft noch zeitgleich die Gelegenheit, hochwertige und
günstige Leinwände zu erwerben, das müsste aber bis Samstag warten.
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| 24.01.2006,
Di. |
Schon wieder ein Traum. Ich war mir sicher, da waren auch
zwei oder mehr gewesen, aber ich erinnerte mich nur an einen einzelnen, der aber
trotzdem interessant genug war. Unter anderem hing ich hinten an einem
Lieferwagen/Kastenwagen, wo ich mich an der hinteren Türe außen festkrallte
und durch das Heckfenster nach vorne durch die Fahrerkabine auf die Straße sah
und den Weg verfolgte. Selbstverständlich sah ich auch ab und zu nach rechts
oder links zum Straßenrand. Mein Vater steuerte und wir fuhren von einer etwas
größeren Straße in eine Stadt hinein und bogen ab. Hinten dran folgte meine
Mutter in einem Cabrio. Schließlich hielten wir an und stellten alle fest, daß
unsere Handies piepsten - weil hier kein Empfang war. Wir waren an einem Hotel,
in dem wir uns ein neues Haus zum kaufen ansehen wollten. Aber was sollten wir
mit einem Haus anfangen, wenn hier kein Handyempfang war?
Nachdem ich wach war, feststellte, daß es immer noch kalt und glatt war, fuhr
ich zur Arbeit. Diese ging allerdings langsam aus, wir waren schnell geworden
und die Auftraggeber kamen mit der Lieferung von Adressen nicht nach. Oder
besser gesagt, es mußte noch über die Fortführung der Aktion gesprochen
werden, nicht etwa, weil wir schlecht wären, sondern ganz im Gegenteil: die
Auflage des aktuellen Buches, das wir unerwartet erfolgreich und schnell
telefonierten, war fast ausverkauft, wie weiter machen? Das setzte mich etwas
unter Druck, ich gab eine kleine Entscheidungshilfe und hofte das Beste.
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| 25.01.2006,
Mi. |
Überall schlechte Nachrichten, den ganzen Tag starrte ich
auf Bildschirme ohne daß sich die Lage besserte. Die Entscheidung über die
Arbeit war zwar schon gefällt (Fortführung! Aufstockung der Aktion um 150% und
Nachdruck des Buches), aber es gab ein klitzekleines Problem: die Datenbank, aus
der die Adressen bezogen wurden, war defekt und mußte repariert werden. Solle
innerhalb einer Stunde soweit sein? Zwei Stunden? Und dann ging die Arbeit
tatsächlich aus. Leerlauf im Call Center. Mein Albtraum! Um 12:00 Uhr entschied
ich: hatte keinen Zweck und schickte alle nach Hause. Dann fing es auch nochmals
an zu schneien, die ganze Zeit war es scheißekalt. Aber irgendwie schien ich
das alles nicht nach außen zu tragen. Als ich mit einem Kollegen in der
Mittagspause einkaufen ging, da wurde ich von einem wildfremden Passanten (ein
ca. 70järiger Mann) im Edeka angesprochen, daß ich einen sehr gut gelaunten
und fröhlichen Eindruck machte. Achja? Mir war gar nicht aufgefallen, daß ich
trotz der vielen schlechten Nachrichten dauernd durch die Gegend grinste, so
daß mich andere Leute darauf aufmerksam machen mußten :-)
Schließlich kamen dann später am Tag die neuen Adressen und ich spielte sie
sofort ein. Nun, das würde bis Anfang nächster Woche reichen... Wir waren gut,
wir waren schnell. Eigentlich müsste ich doch sehr viele Kunden haben :-)
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| 26.01.2006,
Do. |
Ich stellte zunehmend fest, daß ich Schwierigkeiten hatte,
bei diesen Witterungsbedinungen Auto zu fahren. Jeden Morgen derzeit derselbe
Mist, ich hatte tatsächlich auf ein paar Metern Angstgefühle wegen des Unfalls
vom Donnerstag. Außerdem war ich an der Stelle, an der das passiert war, bis
jetzt noch nicht wieder vorbeigefahren, ich hatte jeweils morgens eine andere
Route gewählt! Das gab mir schon zu denken, denn so reagierte ich
üblicherweise doch nicht und die Information war für mich schon wichtig, denn
die Woche hatte mir bei anderen Dingen gezeigt, daß ich eigentlich kein normal
ausgeprägtes Risikobewußtsein hatte und mich noch nicht einmal bei Dingen, die
richtig, richtig schief gegangen waren, darüber aufregte! Weiter wollte ich
mich aber nicht darüber auslassen - der Fakt, so wie es war, war mir bekannt.
Dann schrieb ich einen Brief an das Autohaus, von dem ich meinen Ford Focus
gekauft hatte. Mich interessierte doch noch, was sie über die nachlackierte
rechte Seite zu sagen hatten und daß ich ein Auto gekauft hatte, welches
eigentlich aufgrund der nicht eingetragenen Reifen rein formal nicht im
Straßenverkehr zugelassen war, obwohl die Reifen als Zubehör für dieses Auto
im normalen Zubehörkatalog drinstanden. Ich blieb sehr höflich im Brief,
drohte nicht, sondern erbat Hilfe und Informationen. Aber spannend würde es
schon noch werden.
Irgendwas wollte ich noch essen, aber was? Der Kühlschrank regte mich nicht an,
mein Schrank mit den restlichen Lebensmittel auch nicht, das Tiefkühlfach?
Nein... hmm... ich entschied mich für ein 3er-Experiment. Ich schlug drei Eier
mit drei große Löffel Zucker in einem Rührbecher, schlug das mit dem Mixer
auf, fügte drei große Löffel Mehl und dreihundert Milliliter Milch hinzu,
sowie drei geschälte und in Scheiben geschnittene Äpfel. Das briet ich mir in
einer Pfanne. War lecker, ich war anschließend richtig voll. Gut, die Mengen
können ein kleines wenig abweichend gewesen sein... klang aber gut das mit den
vielen 3ern.
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| 27.01.2006,
Fr. |
Schon wieder -9°C sagte mir mein Thermometer im Auto. Ich
machte den Motor an und das Auto enteiste die Scheiben. Ich hatte zwar ungefähr
8 Stunden geschlafen, aber irgendwie war ich nicht richtig wach (wie übrigens
die ganze laufende Woche). Ich hatte Zeit und doch keine gehabt diese Woche. Ich
war fröhlich und trotzdem demotiviert. Oder apathisch? Oder gelassen? Auf der
Hinfahrt zur Arbeit dachte ich mir: vermutlich wäre Buddismus für mich die
passende Religion, in deren geistigem Zentrum ein grinsender (nein,
lächelnder), fetter Mann saß. War mir irgendwie sympathisch.
Auf der Arbeit lief alles glatt. Zu glatt. Anfang nächster Woche würden wir
schon wieder mit unserer Arbeit fertig sein. Unsere Kunden hatten sich noch
nicht richtig dran gewöhnt, wie schnell wir sein konnten, tja...
Heute war nur ein halber Tag, d.h. ab 13:00 Uhr wurde nicht mehr telefoniert. Um
16:00 Uhr machte ich Schluß und setzte mich ins Auto. Warum sollte ich
eigentlich bis morgen warten, bis ich die Leinwände kaufen fuhr? Gute Frage,
also fuhr ich in den Globus Baumarkt nach Wetzlar und besorgte mir jeweils 4
Stk. 30x40, 30x70, 50x70 und 70x100 cm^2 Leinwände sowie hinreichend Farbe und
einen Firnis. Machte 99,33 Euro. Gut!
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| 28.01.2006,
Sa. |
Alle Mühe hatte ich mir gegeben, doch packte ich es wieder
nur bis maximal 09:00 Uhr. Müde war ich nicht driekt, aber ausgeschlafen war
ich auch nicht so richtig. Was anfangen so früh morgens?
Ich steckte eine Laudung Wäsche in die Waschmaschine und fuhr einkaufen. Das
"Wichtige" war ja schon gestern erledigt worden, also brauchte ich
heute nur lokal einkaufen zu gehen. Zuerst mal einen neuen Lottoschein
besorgen, konnte ja sein, daß... ach quatsch. Dann im Norma ein paar
Kleinigkeiten, Milch, Kiwis, Quark, eine große Packung Löffelbisquits und eine
Familienpackung Pflaster. Gut, die brauchte ich im Moment nicht, aber ich kaufte
sie schon vorbereitend für April/Mai, wenn ich wieder mit den Inlinern laufen
würde. Wenn ich das mit dem Gewicht wieder im Griff hatte. Der letzte Weg für
heute ging dann in den Edeka, da kaufte ich in der Bäckerei zwei
Vollkornbrötchen und zwei Quarktaschen. Letztere führte ich zuhause sofort
ihrer Bestimmung zu. Frühstück. Dann legte ich mich auf die Couch und sah
fern, stand einmal kurz auf, um die Wäsche aufzuhängen und anschließend wurde
ich müde. Ich pennte zuerst eine Stunde unter dem Solarium und machte
anschließend für eine weitere Stunde im Bett weiter.
Anschließend setzte ich mich ein bißchen vor den PC und dann wieder vor den
Fernseher, Um 17:00 Uhr packte mich die Langeweile und ich wollte irgendetwas
kochen. Ich checkte Kühlschrank und Vorratsschrank und schließlich stand die
Entscheidung fest: Spaghetti Bolognese. Ich hatte im Norma noch kurz vor den
frischen Champignon gestanden und mir ist nicht eingefallen, wofür ich sie
hätten verwenden können. Jetzt waren schließlich die Champignons das einzige
Lebensmittel, das nicht frisch, sondern aus der Dose war. Schließlich
genehmigte ich mir eine erste Portion davon und ich hielt ich mich zurück. Dann
wurde es 20:30 Uhr. Fertigmachen für einen Samstagabend, um Punkt
22:01 war ich im Reit's in Marburg. Ich fand einen anderen Platz an der Theke
als üblich, dieser hier war etwas besser, direkt hinter mir war eine Säule, so
daß ich den Rücken frei hatte. Aber ich hatte den freien Blick fast über den
ganzen Raum und heute gab es wieder viel Angenehmes zu sehen. 1,2 Liter Cola und
3,5 Stunden später machte ich mich wieder auf den Heimweg. Oh Gott, war das
frostig heute Abend. Ich kehrte kurz in den McDonalds ein und schrieb dabei
diese Worte in den Communicator - beim ersten Mal... als ich die Daten
hier einspielen wollte, stellte ich fest, daß ich den Text beim ersten Mal
verloren hatte. Na toll... hier die Version zwei und ich konnte mich erinnern,
daß der Text etwas länger war. Pech gehabt. Danach fuhr ich nach Hause,
schlafen.
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| 29.01.2006,
So. |
Besonders gut schlief ich aber nicht, denn ich hatte gestern
Abend viel Nikotin inhalieren müssen und ich war leicht allergisch gegen
Nikotin. Ein oder zwei Raucher machten mir nichts aus, aber viele Raucher über
mehrere Stunden sorgten dafür, daß ich so etwas wie Gischt bekam. Nikotin war
halt immer noch ein Nervengift... Jedenfalls war ich irgendwann wach,
hatte aber sonst nichts vor und beschäftigte mich den Rest vom Tag intensiv mit
Entspannung und die zweite Ladung Spaghetti Bolognese.
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