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- - - - D
i e s e W o c h e - - - - |
| 06.02.2006,
Mo. |
Wach werden, aufstehen oder nicht? Es war tatsächlich
früher als sonst, ich war aber immer noch müde. Trotzdem... außer hin- und
herwälzen war nicht drin, also stand ich auf und machte mich fertig. Es hatte
draußen über Nacht wieder etwas eingeweißt, nein, nicht schlimm und auch
nicht glatt, noch nicht mal Scheibenkratzen mußte ich.
Auf der Arbeit plagten mich ein paar Sorgen. Hatte ich etwas zu streng die
Kriterien gesetzt, unter denen bei der laufenden Aktion ein Verkauf stattfinden
konnte? Oder konnte ich lockerer agieren und etwas mehr zulassen. Schadete das
der Remissionsquote oder nicht. Ich war reichlich unschlüssig, der Tag lief
jedenfalls aus meiner Sicht nicht so ganz befriedigend. Ich rief das Arbeitsamt
an - und ließ die Stellenanzeige aus dem Computer herausholen, welche
plötzlich wieder dort aufgetaucht war und ich ein paar Anrufe erhielt.
Allerdings erhielt ich auch eine Bewerbung (eine Dame, die selbständig als
TeleSales arbeiten wollte) und diese mußte ich ebenfalls abschlägig
beantworten. Allerdings wies ich darauf hin, daß wenn jemand TeleSales machen
wollte, daß ich dann eigentlich erwartete, angerufen zu werden (damit wußte
ich, wie gut die Person im Erstkontakt war und wie sie telefonierte) und nicht
eine Formulierung, die mich dazu aufforderte, SIE anzurufen. Naja, manch einer
war sich gar nicht bewußt, ob das tatsächlich die Bestimmung für sie war und
daß die Verwendung des Wortes "erfolgreich" in Bezug auf TeleSales
nur ein paar Buchstaben darstellte, solange es nicht in Sprache umgesetzt wurde.
Übrigens fiel mir während der Hinfahrt ins Call Center ein cooler Satz ein,
den man in einer Rede gut einsetzen konnte (und ich proklamiere jetzt das
Besitzrecht über diesen Satz!): "Moral entspringt aus einem erhobenen
Zeigefinger und einer erhobenen Stimme. Ethik entspringt aus einem erhobenen
Geist." Geil, ne?
Um 18:48 fuhr ich dann wieder nach Hause und kochte mir Abendessen - das, was
ich am Sonntag versäumt hatte. Die Putenfilets waren gut durchmariniert, ich
panierte sie noch und briet sie goldbraun. Dazu Basmati mit Wildreis gemischt
und chinesisches Gemüse mit einer asiatischen Sauce. Lecker. Es blieb noch
etwas übrig für morgen.
Später am Abend fing es dann an, im Hals zu kratzen. Ich schien krank zu
werden, so fühlte es sich jedenfalls an - meine Lymphdrüsen bliesen sich auf
Golfballgröße auf (jedenfalls fühlte es sich so an) und ich mußte ein paar
Mal stark nießen. Sowas - der Tag war doch eigentlich gut verlaufen und kalt
hatte ich auch nicht gehabt. Woher kam das?
Spielte eigentlich auch keine Rolle.
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| 07.02.2006,
Di. |
Kopfweh vom Start an. Und der Rest vom Tag lief nicht viel
anders. Ich entschied, die Besetzung im Call Center herabzusetzen, weil ich sah,
daß uns möglicherweise ein Projekt verloren ging und das bedeutete, daß ich
die Arbeit nur noch auf die Festangestellten beschränkte. Der Tag lief auch
nicht besonders gut - so wie erwartet und nachdem am Schichtende alle
Statistiken erledigt waren bekam ich einen Anruf: Abbruch. Wie geahnt, na toll.
Mir ging es nicht besonders gut. Die Nase war voll und ich hatte heute bestimmt
meine vierte Salicylacetylsäure geschluckt. Außerdem versorgte ich meinen Hals
mit Dolo-Dobendan (die Call Center Geheimwaffe gegen Halsweh).
Zuhause kam ich an und stellte den Herd an, um die Reste von gestern warm zu
machen, ging danach aus der Küche ins Bad. Als ich zurückkam fiel mir Rauch
aus der Küche auf und ich sah nach: tja... mit meinem vernebelten Geist hatte
ich eine falsche Platte eingeschaltet und ein leerer Topf hatte sich richtig
heftig erhitzt und bei der anderen Herdplatte hatte ich nicht drauf geachetet,
daß der Topf nicht richtig draufstand und stattdessen ein Plastiklöffel auf
der Platte lag. Dieser hatte sich dann auch schon verflüssigt, ausgebreitet und
kokelte vor sich hin. Als ich nahe genug heran war, roch ich das auch ziemlich
heftig. Bah. Fenster auf, den Löffel raus auf die Fensterbank und schnell alles
flüssige Plastik vom Ceranfeld abgeschabt und beide Töpfe runter, den einen
vom Plastik befreit und den anderen zum Abkühlen in die Spüle. Wunderbar.
Ich steckte noch ein Brötchen in einen Mini-Ofen (mit Toaster) und kochte den
Rest vom Essen endlich warm, setzte mich ins Wohnzimmer und aß das Zeugs weg.
Hmmm... da roch doch wieder etwas? Ja, klar, hatte das Brötchen vergessen...
Offensichtlich konnte ich nicht mehr klar denken. Es war nicht zu spät, aber
beinahe. Es war leicht schwarz auf der Oberfläche, aber ansonsten noch gut
eßbar.
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| 08.02.2006,
Mi. |
Heute überbrachte ich die schlechte Nachricht im Call Center
unter viel triefender Nasenflüssigkeit und mit leichtem Hüsteln. Ich schickte
zuerst einmal alle nach Hause - Notfallprogramm. Ich mußte alles neu sortieren
und mir Gedanken darüber machen, mit welcher Arbeit es weiter ging. Es
kristallisierten sich mehrere Möglichkeiten heraus, die ich aber alle erst
einmal in Gedanken sortieren mußte. Das fiel mir aber schwerer als üblich, da
ich mich wirklich etwas krank fühlte. Aber da mußte ich durch -dafür machte
ich dann früher Schluß (16:50) und fuhr nach Oppenrod.
Im Laufe des Abends ging es immer schlechter. Der Hals fing immer mehr zu
kratzen an und das Zahnfleich begann zu jucken. Die Nase lief immer mehr und der
Kopf dröhnte.
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| 09.02.2006,
Do. |
Oh-oh! Diese Nacht hatte sie mich dann ziemlich heftig erwischt.
Schüttelfrost vom Übelsten, Schweißausbrüche, keine Luft. Die Grippe war so
richtig zum Ausbruch gekommen. Als es 08:00 Uhr wurde überlegte ich ganz kurz,
das alles einfach zu ignorieren und dem Tagesplan nachzugehen - eine Fahrt zu
Bank, dann Büro. Aber als ich aufstand (oder eher: aufstehen WOLLTE), da
entschied ich mich blitzschnell anders. Ich fuhr zum Arzt - dieser pumpte mich
voll mit Rezepten und schrieb mich bis 15.02. einschließlich krank. Aha. Soso.
Verflucht. Aber ich verstand das. Vielleicht war ich ja Montag wieder so weit
auf dem Damm, daß ich ins Call Center fahren konnte.
Ich holte meine Medikamente ab, fuhr nach Hause, nahm die Medikamente,
informierte alle, die etwas darüber wissen sollten und frühstückte.
Anschließend legte ich mich ins Bett und litt still vor mich hin bis 13:30.
Dann klemmte ich mich vor den Notebook und arbeitete ein bißchen was. Ich war
zwar etwas benebelt, aber trotzdem war die Zeit nicht komplett vertan. Fürs
Call Center gab es etwas Arbeit und ich organisierte, daß diese auch erledigt
werden konnte.
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| 10.02.2006,
Fr. |
Die Nacht lief wieder nicht besonders gut, aber ich blieb so
weit es ging im Bett. Ich hatte starken Husten, ständig laufende Nase, der Kopf
tat weh... ich stand auf und genehmigte mir die morgentliche Dosis vom
Antibiotikum und eine Brausetablette für den Schleimlöser plus etwas Wasser.
Eine Stunde später merkte ich, warum mich die Frau in der Apotheke gefragt
hatte, ob ich einen stabilen Magen hätte. Ich antwortete zwar, daß ich
eigentlich alles essen könne, aber sie sagte mir, daß empfohlen wurde die
Tabletten auf nüchternem Magen zu nehmen, aber es besser wäre vorher schon
etwas gegessen zu haben. Also ich merkte den Hintergrund der Frage: ich lag im
Bett und starrte an die Decke, während dessen kroch ein seltsames Gefühl aus
der Magengegend immer weiter die Speiseröhre hinauf. Rein auf Verdacht begab
ich mich ins Bad und stellte mich in die Nähe der Toilette. Und kotzte das
bißchen Flüssigkeit aus mir heraus, das ich heute morgen zu mir genommen
hatte. Na toll. Es war nicht schlimm, eigentlich. Nur lästig und ich hatte für
10 Sekunden das Gefühl, mir würden jeden Moment die Augen aus dem Kopf
herauspoppen.
Ich legte mich wieder ins Bett und beruhigte mich. Irgendwann so gegen 11:00 Uhr
stand ich dann auf und machte alles fertig, um ins Saarland zu fahren.
"Fertig machen" hieß, einen Kuchen zu backen. Ich überlegte zwar
noch kurz, es zu lassen (immerhin war ich krank), aber dann siegte doch der
Ehrgeiz. Ein verdeckter Apfelkuchen sollte es wieder sein - ich fuhr kurz in den
Norma und besorgte noch Milch (die ich für den Kuchen nicht brauchte) und
Äpfel (die ich ganz sicher für den Kuchen brauchte). Zuhause schüttete ich
Butter, Zucker, Eier, Mehl so zusammen, daß ein Teig daraus wurde, schälte
Äpfel, drückte sie hinein und verzierte alles noch ein bißchen mit Zimt,
Zucker und Mandelsplitter, bevor ich das Zeug in den Ofen schob. Während der
Kuchen buk, erledigte ich eine E-Mail. Danach war es ziemlich hart, den Kuchen
in Ruhe zu lassen, denn der Geruch des Kuchen hatte sich über die ganze Wohung
gelegt und ich bekam Hunger, Hunger, Hunger. Aber nein. Ich packte alles
zusammen, lud mein Auto voll (inklusive Umzugskartons für meine Schwester) und
fuhr ins Saarland. Es war toll zu fahren, obwohl ganz leicht Schneeflocken durch
die Gegend wirbelten. Der Schnee blieb nicht liegen.
Maßgeblich an der Einschätzung "toll zu fahren" war ebenfalls, daß
ich einen Rückruf aufgrund einer Anfrage von mir bekam und der sorgte dafür,
daß wir nicht nur Arbeit für die nächste Zeit, sondern daß wir wieder mal
RICHTIG Arbeit vor uns liegen hatten. Ich kalkulierte im Kopf schnell durch...
Bis 30.04. waren wir schon einmal ausgebucht. Siehste... wenn ich unter Druck
stand, war ich am Besten. Als ich das letzte Mal krank war, hatte ich auch ein
dickes Projekt gestemmt. Davon konntet Ihr aber nichts wissen, denn das fiel in
die aufzeichnungslose Zeit Mitte Mai. Da habe ich von zuhause ein Projekt zur
Adressqualifikation gestemmt (mit allen dazu nötigen Verhandlungen), das schon
verloren geglaubt wurde.
Ich kam irgendwann um 17:00 Uhr in Ensdorf an, den Abend ließ ich nicht lang
werden, ich verkroch mich schnell ins Bett.
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| 11.02.2006,
Sa. |
Ich war schon um 05:00 Uhr wach - mit ziemlich seltsamen
Träumen im Hinterkopf. Davon ließ ich mich aber nicht beeinflussen und
versuchte, trotzdem weiter zu schlafen. Hoffnungslos. Ich setzte mich vor den PC
meines Vaters und ging etwas online... unter anderem machte ich ein Update der
Virensoftware (was sich über ISDN nicht als besonders einfach/schnell
herausstellte) und lud mir von Lego eine Software herunter. Ich hatte da
nämlich eine Idee und wollte es mal versuchen - mehr wollte ich hier aber nicht
dazu schreiben, denn es war ein ziemlich witziger Marketinggag, der vielleicht
für etwas Aufmerksamkeit und ein paar weitere gute Aufträge sorgen könnte.
Um 08:00 Uhr ging ich frühstücken und um 09:30 fuhr ich in die Stadt
(Saarlouis). Beim C&A kaufte ich ein Hemd mit Schlips. Ich wollte zwar eine
andere Farbe haben (mehr orange - für mein nächstes neues Auto), aber das war
in meiner Größe nicht da. Also eben dann etwas in Richtung rot. Dann holte ich
mir einen neuen Lottoschein - 21 Millionen waren im Jackpot, da konnte man mal
eine Woche von Urlaub machen.
Der nächste Weg führte über die Sparkasse (Kontoauszüge), über die Deutsche
Bank (Kontoauszüge & Geld) zu Bock & Seip. Aber da war nichts Neues zu
finden, seit die das Geschäft übernommen hatten, reduzierten die ein paar
Bereiche immer mehr (bzw. beschränkten sich auf reine Garantie-Kommerz-Ware).
Über den großen Markt rüber zur Pieper-Bücherei, die hatten wenigstens eine
komplettes Sortiment. Aha, da war ein Buch, das sehr interessant war. Gleich ein
Bild vom Cover mit dem Handy machen, damit ich es nicht vergaß zu bestellen.
Rückweg quer durch die Altstadt zu Peek und Cloppenburg, wo ich mir ein
weiteres Hemd kaufte, anschließend ins Auto und zum Globus. Denn ich hatte fest
gestellt, daß es in den letzten Tagen nicht besonders dunkel draußen war,
sondern daß mir nur ein Schweinwerferlicht kaputt war. Das kaufte ich heute und
fuhr wieder zu meinen Eltern zurück.
Ich baute das neue Lämpchen ein. War das ein Krampf. Unmöglich dranzukommen,
dazu brauchte ich halb so kleine Finger und außerdem ein Periskop zum
Um-Die-Ecke-Gucken. Schließlich sah es so aus, als ob ich es geschafft hätte,
jedenfalls brannten beide Scheinwerfer wieder.
Der Rest vom Tag verging mit Vorbereitungen für die kleine Geburtstagsfeier
meines Vaters (und Fernsehen), ab 16:00 Uhr dann die Feier an sich.
Irgendwann verschwand ich ins Bett, fertig.
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| 12.02.2006,
So. |
Ich schlief sehr gut bis 09:00 Uhr, dann trieb es mich auch
wieder raus. Ok, "sehr gut" war doch ein bißchen übertrieben
gewesen. Ich wälzte ein Kapazitätsproblem im Kopf bzw. Traum und das machte
mich ziemlich fertig, denn streng genommen war es nämlich kein Problem.
Da ich im Bett nicht mehr schlafen konnte, ging ich frühstücken und legte mich
anschließend auf die Couch im Fernsehzimmer - dort verbrachte ich rund zwei
Stunden im Halbschlaf, aber sehr erfrischend. Anschließend etwas weiter
fernsehen und Mittagessen, dann wieder Couch. Um 16:00 Uhr packte ich alles
zusammen und machte mich auf den Rückweg nach Oppenrod. Die Fahrt war ebenfalls
ganz ok - ich fuhr im Supersparmodus.
Schließlich stellte ich fest, daß ich die Lampe doch irgendwie falsch
eingebaut hatte, sie leuchtete mir den Weg sehr gut bis 3 Meter vor dem Auto
aus, dann war Ende damit. Da mußte ich wohl noch einmal danach sehen. Das was
ich vorhatte, hatte ich auch geschafft: ich war mit einer Tankfüllung (d.h.
eigentlich noch weniger, da ich bereits am Mittwoch morgen getankt hatte) bis
ins Saarland, dort etwas herumgekurvt und wieder zurückgefahren. Mit dem
TDI-Golf war das keine Frage gewesen, aber mit dem Superbenzin-Säufer à la
Ford Focus brauchte es schon ein ruhiges Gaspedal. Beim nächsten Auto wäre mir
das wieder egal - und die Prospekte lagen wie angefordert im Briefkasten, als
ich aufgesperrt hatte. Ich räumte das Auto aus und schaffte mich erst einmal
wieder vor den Fernseher, obwohl ich auf der Rückfahrt schon vom Training
geträumt hatte. Aber ich war ja noch krank (wenigstens passte die Ausrede).
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