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- - - - D
i e s e W o c h e - - - - |
| 13.02.2006,
Mo. |
Also heute sollte es wieder weiter gehen. Ich überlegte mir
kurz, etwas später zur Arbeit zu gehen (immerhin war ich ja bis Mittwoch
einschließlich krank geschrieben), aber es trieb mich halt hin. Wie? Kein
Scheibenkratzen? Es wurde wärmer, hurra.
Ich erledigte auf der Arbeit eine ganze Menge. Was aber dazu führte, daß ich
erst um 20 Uhr nochwas zurück fuhr - während der Fahrt führte ich permanent
mit mir Selbstgespräche - oder besser gesagt, ich unterhielt mich mit einem
imaginären Gesprächspartner. Was ich immer tat, wenn ich ein kritisches Thema
durchdiskutieren mußte, bevor ich es mit einer realen Person besprach. Zuhause
schob ich mir ein Stück Restkuchen von der Geburtstagsfeier rein und schaltete
mein Gehirn auf Durchzug.
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| 14.02.2006,
Di. |
Heute etwas später zur Arbeit? Nein, schon wieder nicht.
Dazu war ich nicht müde genug - das hätte nämlich nur Sinn, wenn ich etwas
länger schlafen konnte. Aufstehen und dann einfach dumm rumsitzen war nicht
besonders prickelnd, also fuhr ich lieber nach Lohra... und erledigte wiederum
eine Menge Arbeit. Ein paar Dinge klärten sich immer weiter, so daß ich einen
richtig silbrigen Silberstreifen am Horizont sehen konnte und das gefiel mir. Es
gab zwar immer noch ein paar Umstände, die das ganze belasteten, aber mit sehr
positiver Tendenz. Ich sah viel Arbeit in diesem Jahr und ich stellte ein
Angebot fertig, auf das ich einige Hoffnungen setzte. Gestern ein Angebot, heute
ein Angebot. Und beide waren (meiner Meinung nach) gut. Oh Mann, in so einer
Situation kamen dann immer wieder die Gedanken daran hoch, was ich neben dem
Notwendigen noch alles an wichtigen Dingen erledigen wollte. Wenn ich mich
klonen könnte, dann wäre jetzt der richtige Zeitpunkt dazu. Eines meiner Ichs
könnte sich mit Programmierung beschäftigen und hätte seinen Spaß dabei, das
andere meiner Ichs könnte sich mit der Akquise beschäftigen und hätte ebenso
seinen Spaß dabei und ein drittes Ich würde sich um Gesprächsleitfaden und
Adressaufbereitung und -recherche kümmern. Und hätte ebenso seinen Spaß
dabei. Da ich alles drei alleine machen mußte, war der Spaß nicht dreifach
höher, sondern fast gegen Null. Wie dem auch sei: es würde sich alles noch
einmal auszahlen. So richtig auf den Putz hauen wollte ich dieses Jahr.
Gesundheitlich war ich noch nicht auf der Höhe, obwohl es mir eindeutig besser
ging. Ein bißchen war die Stimme noch belegt, die Nase war voll, ich hatte
etwas Druck auf den Ohren... aber ansonsten gings schon sehr gut.
Dieses Mal machte ich richtig früh Schluß (für meine Verhältnisse): um 17:45
verließ ich die Firma und fuhr in den real einkaufen - wobei das Dringlichste
eigentlich aus einer große Ladung Toilettenpapier für die Firma bestand. Da
ich gerade im Geschäft war, besorgte ich mir einen Lottoschein für morgen
(immerhin 24 Millionen Euro im Jackpot, da konnte ich neben einer Woche Urlaub
auch noch Vollpension buchen) und kaufte Käse, Spinat-Ravioli und eine
Schachtel Instant-Bratensoße von Maggi.
Die Ravioli gabs dann anschließend zum Abendessen mit etwas Pesto und für den
Geschmack nach Frische mit einem heftigen Spritzer Zitronensaft. Anschließend
beschäftigte ich mich mit dem Fernseher, ebay und E-Mail.
Achso: heute war Valentinstag. Ich würde diesen Tag wie die meisten Männer
wohl gerne verdrängen, doch leider wußte ich ganz genau, was ich am letzten
Valentinstag angestellt hatte... und das war schief gegangen, weil ich es eben
weder verdrängt noch nach "Standard" vorgegangen war. Insofern war
meine Motivation der Verdrängung eine ganz andere und wieder reagierte ich
total jenseits der Norm... denn diese letzten Sätze sprachen doch genau für
das Gegenteil der Verdrängung, oder? Egal. Die fünf Minuten, in denen ich mich
mal wieder als der große Idiot fühlte, mußten ab und zu einmal sein :-) Die
Welt war schon kompliziert genug, selbst wenn man mich *nicht* berücksichtigt
<grins>
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| 15.02.2006,
Mi. |
Wieder wollte ich etwas später kommen... aber ich schaffte
es gerade mal, 15 Minuten später in der Firma zu sein. Irgendwie konnte ich
nicht mehr richtig ausschlafen. Streng betrachtet war ich allerdings den Tag
über aber auch nicht müde, was hieß, daß ich eigentlich ausgeschlafen war.
Sei's drum, der Tag begann jedenfalls schon stressig, da ein (negatives)
Ereignis eingetreten war, das in den zwei Jahren meiner Anwesenheit noch nie
vorgekommen war und ganz plötzlich auftrat, was extrem merkwürdig war.
Jedenfalls hieß das für mich: nachforschen und nach einer Erklärung suchen,
eine Lösung finden und einen Bericht schreiben.
An einem kleinen Projekt, das morgen starten würde, bastelte ich auch fast den
ganzen Tag über. Informationen zusammen tragen, einen Gesprächsleitfaden
umstellen, korrigieren und ergänzen, dann Adressen in eine Datenbank quetschen,
die Datenbank mit den neuen arbeitserleichternden Maßnahmen aufbohren und eine
recht extensive und geschwätzige Auftragsbestätigung aufsetzen. Das mußte ich
jetzt einfach mal so sagen, denn eine Auftragsbestätigung war für mich
normalerweise eine reine Auflistung der bestellten Leistung zur
Vorab-Information und nicht ein Dokument mit 70% werbendem Inhalt (der Verkauf
hatte ja schon stattgefunden!) und kaum als Auftragsbestätigung zu erkennen...
aber ich machte ja alles, wie der Kunde es wünschte.
Außerdem beschäftigte ich mich meinem Aktenvernichter. Ich hatte zwei Ordner
mit sensiblen Daten, die jenseits der Aufbewahrungspflicht waren. Auf gut
Deutsch: ich schmiß tatsächlich etwas weg! Gut, nicht alles, ein paar
15jährige Rechnungen waren schon noch orginell, z.B. mein ersten
486er-Motherbord, das 2800 Mark gekostet hatte. Oder 16 MB Ram für 1300 Mark.
Oder der Bildschirm für 2010 Mark. Alles noch zuzüglich MwSt. Oder die
Rechnung über meine größte Bestellung/Lieferung, die ich jemals hatte: 49000
Mark. Oder die Rechnungen von den ZyXEL-Modems, mit denen ich die halbe
Mailboxszene im Saarland versorgt hatte. Naja, waren das Zeiten gewesen :)
Jedenfalls war nach den zwei Ordnung der Aktenvernichter alle... anscheinend
hatte ich ihn so strapaziert, daß er zu heiß lief und einfach abschaltete. Und
er stank vor sich hin, ich mußte eine halbe Stunde durchlüften.
Um 18:40 verließ ich dann das Call Center und fuhr nach Hause, wo ich den Rest
Kuchen vom Samstag aß und mir später noch drei Spiegeleier briet, bevor
"Schicht im Schacht" war.
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| 16.02.2006,
Do. |
Heute hatte ich einen Termin auf der Bank. Da ich von
Oppenrod aus losfahren wollte, hatte ich etwas mehr Zeit zur Verfügung und
nutzte diese auch - eine halbe Stunde mehr Schlaf, himmlisch.
Ich packte alles zusammen, druckte eine vorläufige Bilanz und eine vorläufige
BWA aus und machte mich um 09:12 auf den Weg nach Dillenburg. Ich war zwar etwas
früh, aber auch diese Zeit konnte ich nutzen - dachte ich.
Auf der Autobahn führte ich ein 20 minütiges, sehr interessantes Telefonat. Da
war ein möglicherweise neuer Kunde im Anmarsch und der passte mir genau ins
Konzept. Wir vereinbarten, später und ohne Funklöcher weiter zu telefonieren.
Da ich mich auf das Telefonat und das reine Fahren konzentriert hatte, wußte
ich plötzlich nicht mehr, wo ich gerade war - Ausfahrt verpasst oder nicht? Ich
fuhr auf den nächsten Parkplatz - und war genau richtig, die nächste Ausfahrt
war die Richtige. Auf dem Parkplatz der Bank war alles vollgestellt, aber an der
Ausfahrt war noch eine Lücke frei. Dorthin plazierte ich mich und da ich noch
20 Minuten Zeit hatte, verbrachte ich noch ein paar Minuten im Auto sitzend und
den Verkehr beobachtend. Ein Opel Corsa wollte auch auf den Parkplatz der Bank
einfahren, aber passte nicht auf - er nahm die Kurve zu eng und drückte sich
einen dicken Streifen ins Blech, als er an einer Mauer vorbeischrammte. Ich
konnte nur nicken, mehr nicht - so eine Schramme hatte ich ja selbst am Auto
wegen des Unfalls vor einem Monat.
Dann führte ich das Gespräch in der Bank - grundsätzlich positiv, aber ohne
Ergebnis... wie üblich, brauchte ich Unterlagen, Unterlagen, Unterlagen zu
denen, die ich bereits mithatte.
Um 11:20 war ich fertig und fuhr zurück ins Call Center, schulte ein neues
Projekt, machte so etwas wie Mittagspause (fuhr zum Edeka und kaufte mir Kekse
und Clementinen), besorgte Wasser fürs Call Center, machte eine weitere
Schulung und dann verging der Rest des Tages mit Kleinkram und ich wußte nicht
so recht, wie schnell das alles ging. Um 19:20 war ich fertig, redete noch eine
halbe Stunde mit dem Vermieter und kümmerte mich kurz um mein Auto, bevor ich
losfuhr.
Es werde Licht. Ich baute den rechten Scheinwerfer noch einmal auseinander und
setzte alles wieder sorgfältig zusammen und siehe da - die Scheinwerfer waren
korrekt ausgerichtet und ich hatte ordentliches Licht am Auto.
Um 20:30 war ich wieder zuhause und schob mir eine vegetarische Lasagne in den
Ofen. Mahlzeit und Gute Nacht.
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| 17.02.2006,
Fr. |
Exakt 2 Minuten vor dem Weckerklingeln wurde ich wach. Der
normalerweise letzte Tag der Arbeitswoche brach an, ich wußte jetzt schon, daß
am Wochenende auch noch Arbeit anstand.
Ich fuhr zur Arbeit und beschäftigte mich mit Kleinkram, Kleinkram, Kleinkram.
Die Zeit nach 12:00 Uhr verbrachte ich damit, eine kleinere Serverumstellung
vorzubereiten, die das Call Center betraf. Eigentlich war ich müde genug, mich
einfach in einer Ecke zusammenzurollen und das Wochenende zu verschlafen. Das
brachte aber nichts. Zwei unserer Server sollten aus dem Betrieb entfernt werden
und nach Frankfurt verpflanzt werden. Einen von diesen brauchte ich tatsächlich
nicht, der andere war Domänencontroller, dhcp, dns, exchange und Fileserver.
Tja. Diese paar Worte sagten wohl, was anstand. Alle Computer im Call Center
bekamen feste IP-Adressen, die Netzlaufwerke mussten auf einen anderen Server
umgestellt werden, ein neuer dns überall eingetragen werden und bei mir würde
Outlook nur noch eingeschränkt funktionieren. Apropos "bei mir". Ich
verzweifelte. Denn ich mußte natürlich aus der Domäne raus und meinen
Notebook ebenfalls auf einen lokalen Benutzer umstellen. Das bedeutete, das
Profil würde sich ändern. Also alle Einstellungen waren weg, ich mußte alles
wieder neu einstellen: Hintergrundbild, Farben, Aussehen und Sortierung der
Ordner, Netzwerkverbindungen, E-Mailkonten, Schriftgrößen und so weiter.
Programme würden nicht mehr funktionieren und mußten neu installiert werden.
Der Ordner eigene Dateien mußte neu gefüllt werden, Vorlagen neu zugewiesen
und benutzerdefinierte Programmeinstellungen erneuert werden. Und es fing schon
damit an, daß ich keine Rechte auf einen Teil des neuen Fileservers hatte.
Scheiß Konfigurationsgehacke!
Um 20:00 war das meiste erledigt, ich war halbwegs sicher, daß mein Notebok im
Griff war. Was eine Zeitverschwendung. Ich hatte jetzt wirklich Bock auf
McDonalds und schlug mir dort den Bauch voll.
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| 18.02.2006,
Sa. |
Es gelang! Um 08:00 war ich zwar wach, torkelte ein bißchen
durch die Wohnung, legte mich noch einmal ins Bett und ich schlief noch einmal 3
Stunden bis 11:05. Glänzend und eigentlich gut gelaunt. Erster Weg heute
führte zur Post. Da war ein Einschreiben für mich. Konzertkarten für ein Open
Air in Berlin. Schön. Dann fuhr ich nach Dutenhofen zum Globus. Irgendwas trieb
mich dazu eine andere Strecke zu fahren, eine, die ich vor über einem Jahr mit
einem Navigationssystem gefahren war. Das Ergebnis: ich konnte mich nicht mehr
richtig erinnern und verfuhr mich, fand allerdings auf den korrekten Weg zurück
gerade als ich den Straßenatlas aufgeschlagen hatte. Station: Friseur, Haare
schneiden. Ungläubiges Staunen der Friseuse, wie hoch ich den Nacken frei haben
wollte... sie machte es schließlich doch anders, als ich wolllte, nun ja.
Noch kurz in den Markt hinein, drei Öle gekauft (Oliven-, Sonnenblumen- und
Bratenöl), mit einer Menge Süßigkeiten ergänzt und beim Bäcker etwas zum
Frühstück gekrallt. Den normal-gewohnten Weg fuhr ich zurück, obwohl der
Rückweg dieser anderen Strecke leichter zu finden war als der Hinweg. Ich
machte noch einen kurzen Abstecher in den Norma und versorgte mich mit
Molkereiprodukten, bevor ichum 14:00 Uhr wieder in der Wohnung angekommen
war.
Hm. Ich hatte mich lange nicht mehr auf die Waage gestellt. Sollte ich es
wa(a)gen? Jupp, Erstaunen. Ich hatte wider erwarten nicht zugenommen, sondern
war seit Monaten stabil. Trotzdem wars nicht in Ordnung und trotz
"trotzdem" frühstückte ich erst einmal und klemmte mich vor den
Fernseher. Es wurde später und später, schließlich war es Zeit, mich fertig
zu machen. Heute war wieder Partytime, um 22:40 genehmigte ich mir bei McDonalds
einen Salat und eine Cola, um 23:25 trudelte ich im Kult ein, um 03:12 war ich
auf dem Rückweg, so naß geschwitzt, daß es besser war, bei Temperatur um den
Nullpunkt vor der Rückfahrt ein Teil der Kleidung zu wechseln. Ich wußte es
zwar schon vorher, aber erst zuhause wurde es zur Bestätigung: ich hatte an
beiden Füßen Blasen... na toll. Falsche Schuhe, falsche Strümpfe? Also war
alles etwas wilder geworden, auch gut. Um Wasser und Mineralstoffe zu ersetzen
(obwohl ich heute schon 1,5 Liter zugesetzt hatte), genehmigte ich mir noch ein
Glas Wasser mit Nahrungsergänzung Calcium und Magnesium. Nacht!
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| 19.02.2006,
So. |
Oh Mann, war ich fertig. Die Beine waren schwer und so
richtig geschlafen hatte ich auch nicht - jedenfalls von der Länge her. ich
wälzte wieder die ganze Zeit Gedanken, dadurch konnte keine richtige Ruhe
aufkommen. Hatte ich gestern wirklich meinen Spaß gehabt oder war meine
Motivation eine andere gewesen, als ich mir gegenüber zugeben wollte? OK, Spaß
spielte schon eine Rolle.
Und ich hatte leichtes Sodbrennen. Woher das? Das wiederum spielte keine Rolle,
also nochmals ein Glas Wasser mit Calcium und Magnesium bevor ich überhaupt
etwas anderes tat, nämlich frühstücken, fernsehen und entspannen.
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