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i e s e W o c h e - - - - |
| 20.02.2006,
Mo. |
Der Tag hatte es in sich. Ich war immer noch kaputt, hatte
leichten Muskelkater in den Beinen und war müde. Ich wollte noch etwas liegen
bleiben, aber das wurde nichts.
Auf der Arbeit hatte ich dann schließlich noch einen
"Outlook"-Schock, nachdem ich ein paar Leute in ein kleines, neues
Projekt eingearbeitet hatte. Da die Server umgestellt waren und ich jetzt nicht
mehr auf Exchange arbeitete und mit einem anderen, lokalen Benutzerprofil,
dachte ich mir, lösche ich doch das Exchange Konto von meinem PC. Und alle
E-Mails waren weg. Outlook dachte nämlich, daß ich alle Ordner, die ich unter
diesem Konto angelegt hatte (nämlich alle alle) dann wohl auch nicht mehr
brauchte. Und schwupps, war alles weg, bis auf die Mails, die der
Autoarchivierung unterlagen (und wer archiviert E-Mails schon nach einer
Woche?). Also alles Wichtige war weg. Panik. In den anderen Mailprofilen hatte
Outlook noch nicht einmal einen Kontakteordner oder einen Kalender angelegt...
so konnte ich selbst bei Verzicht auf alle Mails noch nicht einmal etwas
anfangen. Wen ich fragte, niemand wußte weiter.
Schließlich legte ich das Exchange-Konto wieder an, indem ich im Netzwerk noch
einmal unseren alten Server aufstöberte. Mein Outlook und Exchange
synchronisierten sich und alles war wieder da. Na fein. Irgendwie idiotisch,
denn mit diesem Konto konnte ich nichts anfangen. Rein garnichts. Und es
blockierte alles, abgesehen davon sollte es auf dem SERVER ebenfalls gelöscht
werden und ich wäre alles wieder los. Hm... Schließlich fand ich einen Weg.
Ich legte eine neue Datendatei von Outlook lokal bei mir an und zog alle
Mailordner rüber, dadurch wurden sie automatisch zu lokalen Ordnern. Ja, auf
Exchange war dann nur noch der Posteingang. Dann löschte ich das Exchange Konto
und Outlook meldete mir, daß es jetzt keinen Kalender- und Kontakteordner mehr
hatte und jetzt den der neuen Ordnerstruktur als Standard verwenden würde. Ja.
Toll. Kalendereinträge und Kontakte lassen sich ja nicht so einfach kopieren
oder herüberziehen (letzteres geht gar nicht), deswegen war meine neuen
Ordner noch leer. Also legte ich das Exchange Konto noch einmal an und zog die
INHALTE dieser beiden Ordner herüber. Kontakte konnte man alle markieren und
rüberziehen, die Kalendereinträge mußte man einzeln verschieben.
So, nun noch den öffentlichen Ordner mit den sonstigen Kontakten in die lokale
Ordnerstruktur kopiert und fertig wars. Exchange-Konto noch einmal löschen.
Blieben als letztes noch die E-Mail-Regeln, diese importierte ich neu, jetzt als
Client regeln, mußte noch die ein oder andere ändern und testete erst einmal.
Hm, funktionierte alles bis auf eine Kleinigkeit: Meine alte E-Mail-Adresse war
angeblich in ein Pop3-Konto umgewandelt worden. Dort bekam ich allerdings keine
E-Mails, sie wanderten immer noch in Exchange hinein (wie ich das sehen konnte?
Ich kam jetzt von meinem lokalen PC nicht mehr dran, aber noch hatte ich über
Citrix einen Zugang auf dieses Konto). Das mußte geklärt werden. Dann kamen
noch diverse Kleinigkeiten, die nichts mehr mit meinem Rechner zu tun hatten
(jedenfalls nichts, was für meine Arbeit relevant war): der Faxserver war z.B.
bei der Umstellung "vergessen" worden und funktionierte zuerst nicht
mehr - gegen späten Nachmittag war auch das erledigt.
Jetzt konnte ich mich endlich mal um meine normale Arbeit kümmern, unterbrach
kurz um halb sieben, weil ich einen Döner wollte. Mein Standard-Döner-Laden
hatte Montags Ruhetag, wohin also? Der andere in der näheren Umgebung hatte
selten (vielleicht auch gar nicht mehr) geöffnet. Also mußte ich bis nach
Gladenbach fahren. Wieder zurück in der Firma erledigte ich den Rest (ich
erstellte für zwei neue Projekte insgesamt drei Serienfaxdokumente, faxte die
bis jetzt angefallenen Faxe durch u.s.w.). Um 22:30 setzte ich mich ins Auto und
fuhr nach Hause.
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| 21.02.2006,
Di. |
Auch heute unternahm ich den Versuch, länger zu schlafen,
aber irgendwie hatte sich was geändert. Der Sohn des Nachbars unten drunter
hatte sich zur Angewohnheit gemacht, die Musik anzudrehen, sobald er wach wurde
und das war immer 15 Minuten, bevor ich wach wurde. Hiphop, House und Rap. Ok,
jeder durfte seinen Musikgeschmack haben, aber mir waren Zeitpunkte und
Lautstärken wichtig. Man musste die Musik nicht so laut stellen, daß man sie
auch unter Dusche noch hörte. Und nicht so früh. Jedenfalls Konklusio: das mit
dem länger schlafen klappte nicht.
Schon gestern hatte ich gesehen, daß das neu gestartete Projekt spitze lief -
jedenfalls den Zahlen nach. Heute lief das genauso und ich war froh, daß ich
mir hier eventuell eine Erweiterung oder eine Ergänzung vorstellen konnte. Wenn
die Außendiensttermine ähnlich erfolgreich waren, dann hatte ich wohl einen
neuen Kunden gewonnen, mit dem ich gerne regelmäßig und erfolgreich zusammen
arbeiten konnte. Obwohl, jetzt ohne Angeberei: jeder Kunde, der neu mit uns
anfing, erweiterte und wollte anschließend langfristig mit uns zusammen
arbeiten.
Einem Kollegen auf der Arbeit wollte ich etwas auf meiner Webseite zeigen - doch
diese sagte mir, sie bekäme keine Verbindung zur mysql-Datenbank. Kacke. Was
war denn da schon wieder. Ich rief bei 1und1 an und ja, es ginge zur Zeit nicht.
Na toll - gottseidank war das nach einer Stunde wieder repariert, schließlich
griffen mittlerweile ein paar meiner Applikationen auf den Datenbankserver
zurück.
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| 22.02.2006,
Mi. |
Derselbe Tagestart wie gestern. Wenigstens half es mir dabei,
den gelben Sack nicht zu vergessen - ich hatte eigentlich wenig Müll (ein
gelber Sack pro Monat), aber er musste sich ja nicht anhäufen, oder? Und beim
letzten Termin hatte ich vergessen, ihn rauszustellen (bzw. dachte, der
Müllwagen wäre schon durch).
Auf der Arbeit lief ein Projekt so langsam aus, ab Donnerstag würden
wahrscheinlich alle Adressen dafür aufgebraucht sein. Ich kümmerte mich um ein
paar Ausschreibungen, versuchte Kunden zu erreichen, aber irgendwie war der Tag
verhext.
Dafür kam ich relativ früh raus: um 18:40. Trotzdem half das nicht weiter,
denn ich saß zuhause bis 02:50 vor meinem PC, exporte Adressen aus einem
Telefonbuch, entfernte alle Nicht-Telefonnummern und Mobilfunknummern, entfernte
alle fehlerhaften Anschriftendaten, glich diese mit Bestandskunden ab (in zwei
automatischen Durchläufen, die ich aber erst programmieren mußte und
anschließend bei den restlichen verbleibenden potenziellen Neukunden noch
einmal manuell), weil ich sicher gehen wollte, daß wir niemanden anriefen, der
bereits zum Kundenstamm gehörte (das war ein anderes Projekt). Schließlich
waren ursprünglich 4600 Adressen auf 1660 eingedampft worden. Wenigstens etwas,
ich hatte schon gedacht, es blieben weniger übrig. Dann konnte ich dies morgen
theoretisch starten, ich hatte zumindest mal eine Basis.
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| 23.02.2006,
Do. |
Ok, grundsätzlich schaffte ich es, eine halbe Stunde länger
im Bett zu bleiben, aber es schien sich eine morgentliche Routine in der Wohnung
unter mir entwickelt zu haben. Das sah bei Weiterführung derselben nach einem
kleinen Gespräch aus. Mir blieb nichts anderes übrig, als das weiter zu
beobachten.
Auf der Arbeit wurde der Internetzugriff ab 10:00 Uhr kontinuierlich langsamer
und fiel dann schließlich ganz weg. Spitze. Ich kam nicht an Informationen ran
und E-Mails erhielt ich auch keine.
Den morgen beschäftigte ich mich damit, dieses neue Projekt (wegen der Adressen
gestern) vorzubereiten. Ich strickte mit der heissen Nadel einen
Gesprächsleitfaden - es war nicht besonders schwer - und baute die notwendige
Datenbank zusammen, damit fertig war ich gegen 13:00 Uhr. Trotzdem brauchten wir
es heute nicht mehr, erst um 16:00 Uhr war das andere Projekt soweit beendet,
daß ich eine Schulung für das neue machen konnte.
Wenigstens funktionierte Internet ab ca. 17:00 wieder, somit konnte ich alle
Berichte per E-Mail verschicken und ich blieb heute nicht lange in der Firma, schon um 18:00 Uhr, nachdem alle
Statistiken fertig waren, fuhr ich nach Hause.
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| 24.02.2006,
Fr. |
Freitags war nur ein halber Call Center Tag. Deswegen konnten
wir nach den Wiedervorlagen des auslaufenden Projektes gerade mal knapp eine
Stunde mit dem neuen Projekt beginnen. Ich beschäftigte mich noch ein bißchen
damit, einen PC soweit auszustatten, daß er auf diverse Statistiken zugreifen
konnten, die bei der Steuerung (insbesondere der Qualität) weiterhelfen
konnten. Und mir gelang das, was anderen - in deren Aufgabenbereich das
eigentlich fiel - nicht fertig brachten. Ich zweifelte ja relativ häufig daran,
ob ich überhaupt irgendetwas gut konnte. Heute stellte ich wieder einmal fest,
daß ich bei manchen Dingen immer noch weit über dem Durchschnitt lag. Trotzdem
brachte mir das nicht viel, außer den kurzen Moment eines Erfolges. Naja.
Zum Mittagessen fuhr ich zum Hähnchengrill, der Freitags und Samstags vor dem
Edeka geöffnet war und holte mir zwei halbe Hähnchen - eines für sofort, das
andere, um es als Grundlage für ein anderes Gericht an einem anderen Tag zu
nutzen.
Wieder in der Firma erstellte ich Berichte, beteiligte mich an einer weitere
Ausschreibung und hatte schon vorher festgelegt - was auch immer kommen mag,
heute wollte ich um 16:30 Schluß machen. Ich tat es auch.
Da der real auf dem Rückweg nach Oppenrod lag, fuhr ich dort kurz ein paar
Kleinigkeiten einkaufen - nicht viel und ich hätte die Sachen auch woanders
bekommen können. Das Problem lag daran, daß mich heute einfach nichts zum Kauf
anregte, wofür ich üblicherweise einen so großen Laden brauchte... denn ich
hatte schon relativ viel zuhause und übliche Lebensmittel verschaffte ich mir
samstags im nahen Umkreis von Oppenrod.
Auch schleppte ich ein paar private Dinge aus dem Büro nach Hause, schließlich
war das Büro kein Lagerplatz und es wurde allmählich eng dort und sah nicht
mehr gut aus. Aufräumen wäre mal angesagt (aber nicht nur im Büro, auch in
meiner Wohnung).
Ich löste zur Entspannung ein paar schwierige Sudokus - und übertrieb es ein
bißchen, um 01:40 fiel mir auf, daß ich mich nicht mehr konzentrieren konnte
und mir seltsamerweise immer ein paar Minuten Erinnerung am Fernsehfilm fehlten,
der parallel lief. Ich dämmerte also stückweise weg und legte mich ins Bett.
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| 25.02.2006,
Sa. |
Eine kurze Bemerkung wollte ich noch zu meinem Einkauf im
real gestern fallen lassen, genauer gesagt zur Rückfahrt. Als ich aus der
hinteren Einfahrt (an der Tankstelle vorbei) um die Kurve gefahren war, da sah
ich auf dem Feld rechts von mir nahe an der Straße ein Paar Schwäne. Dort
hatten diese Tiere eigentlich nichts zu tun, das nächste Wasser war etwas
weiter weg. Und ich dachte sofort das momentan in den Nachrichten meistgenutzte
Wort "Vogelgrippe". Nun, vielleicht völlig ungerechtfertigt, aber sie
breitete sich aus und ich machte mir eigentlich keine Sorgen. Sie hatte es jetzt
bis nach Frankreich geschafft, die letzten Toten waren aus der Türkei bekannt
und das war auch schon ein paar Tage her.
Hm. Und wurde um 10:00 Uhr zwangsgeweckt. Na toll. So langsam
rückte bei mir die Bereitschaft nach Konfrontation weiter nach vorne. Gut,
zugegeben, 10:00 Uhr war samstag nicht gerade früh und es bestand alles Recht
der Welt, auch dann schon Musik zu hören. Aber die ganze Woche gezwungen zu
werden, mit jemand anderem aufzustehen (wenn es keine weibliche Person war, die
im selben Bett lag - diesen Fall ließ ich als Ausnahmefall zu), war nicht so
toll.
Gut, ich stand also auf, frühstückte, sah etwas fern und ging dann einkaufen -
nicht viel, überhaupt nicht viel. Zwei Liter Milch, eine Bambusmappe und Farbe.
Ich hatte nämlich vor, die letzte nicht bearbeitete Stelle in meiner Wohnung
endlich fertig zu machen: eine Wand in meinem großen Zimmer. Rauhfasertapete
hatte ich noch, weiße Farbe für die Grundierung ebenfalls und jetzt etwas
Terrakotta. Dann konnte ich dort einmal alles an seinen richtigen Platz
stellen... die letzten (Renovierungs-)Arbeiten an diesem Raum waren immerhin
schon fast exakt ein Jahr her (fiel in die tagebuchlose Zeit) und die Motivation
war dieselbe wie damals (wenn auch nicht der Grad der Wahrscheinlichkeit): es
könnte ja sein, daß ich mal Besuch bekam, hahaha.
Wieder zuhause räumte ich zuerst einmal die Farbe weg... daß ich sie gekauft
hatte, hieß ja nicht unbedingt, daß ich gleich damit anfangen wollte.
Stattdessen kümmerte ich mich etwas ums Bad, war höchste Zeit, dort mal wieder
etwas mehr Hygiene einziehen zu lassen und der beste Grund, mir Gedanken zu
machen, denn jedesmal wenn ich das Bad sauber machte, gab es etwas, was ich
unbedingt vermeiden wollte zu tun. Also eine Art Verdrängungsstrategie. Mir
fiel aber nichts dabei ein (oder hatte es schon mega-verdrängt). Der Tag
plätscherte dann so dahin.
Kurz spielte ich mit dem Gedanken, doch noch wegzufahren... aber ich konnte ja
immer in Gefahr geraten, Leuten über den Weg zu laufen, die Fasching feierten.
Und das mochte ich nicht, die Zeit, in der sich die Leute verkleideten um für
drei/vier Tage ihr wahres Ich zu zeigen, als ob es keine Konsequenzen mehr
gäbe. Karneval erinnerte mich immer an das Grundprinzip im Barock: Vanitas. Und
dieser Beitrag war fast auch schon etwas wie Vanitas... Schwäne mit
(potenzieller) Vogelgrippe als Symbolik für die schwarze Pest des damaligen
Zeitalters ... und mir war es egal :-) ich dachte nur an mein Wohnzimmer und
Konsum. Es ist alles eitel, memento mori und carpe diem. Passt irgendwie alles,
was ich im Wikipedia-Artikel gefunden habe, in dem ich gerade aus Spaß einmal
nachgeschlagen habe.
Jetzt aber eher carpe noctem. Ich war müde... und hoffte morgen darauf, von
selbst wach zu werden.
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| 26.02.2006,
So. |
Und tatsächlich. Ich wurde zwischen 09:30 und 10:00 Uhr ganz
langsam wach ohne Getöse. Ich zog den Rolladen hoch und... alles war leicht mit
Schnee bedeckt. Blöd, aber es war Sonntag und ich hatte mir fest vorgenommen,
heute die Bude nicht zu verlassen. Also entspannte ich mich an diversen Orten in
meiner Wohnung, vor dem Fernseher, vor dem PC und ich arbeitete die letzten
Sudokus der Kategorie "Knifflig". Jetzt kamen die
"Schweren". Und die waren WIRKLICH schwer, ich hätte nicht gedacht,
daß der Anstieg im Schwierigkeitsgrad so stark sein konnte. Verdammmich. Sei's
drum, um 16:00 Uhr hatte ich plötzlich Hunger und mir schoß das Wort
"McDonalds" durch den Kopf, dann ein heftiger Lachanfall. Nein,
niemals McDonalds am Sonntag Nachmittag, da waren anscheinend alle Eltern mit
ihren Kindern im McDonalds und an Ruhe wäre nicht zu denken, vor allem nicht am
Faschingssonntag. Bis jetzt konnte ich es vermeiden, einen verkleideten
Mitmenschen zu sehen und ich wollte es nicht provozieren. Also aß ich einen
Rest Kuchen aus dem Kühlschrank.
Um 22:30 wollte ich aber doch etwas warmes essen, also fuhr ich zum Burger King
nach Linden, setzte mich an einen Tisch und schrieb noch ein bißchen an einem
Text herum. Um 00:20 machte ich mich wieder auf den Heimweg, las noch die
(letzte Woche) aktuelle ct, sah mir noch ein paar Informationen im Internet
an und legte mich um 02:00 Uhr ins Bett.
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