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- - - - D
i e s e W o c h e - - - - |
| 20.03.2006,
Mo. |
Ich war müde. Bei der Auswahl meiner Jeans tauchte plötzlich ein Problem auf... die grüne Jeans, das Maß meiner letzten Abnehmorgie, wurde wirklich sehr knapp. Das gefiel mir gar nichts und das bei den Anstrengungen der vergangenen Wochen. Zugegeben: in der letzten Woche war ich nicht besonders sportlich gewesen. Aber aufs Essen hatte ich doch schon etwas geschaut. Ich bekam die Hose mit Mühe zu, fühlte mich aber wie in einer Schraubzwinge. Da musste jetzt wirklich etwas geschehen!
Doch was nützten Worte, wenn ich abends fertig nach Hause kam und das erste, was ich tat, war eine Pizza Thunfisch in den Ofen zu schieben. Naja, dumm gelaufen.
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| 21.03.2006,
Di. |
Na toll. Ich schaute raus und es lag Schnee. Zwar nicht viel, nur etwas auf dem Auto, aber gestern war doch Frühlingsanfang gewesen. Ich fegte mein Auto frei und fuhr zur Arbeit, wo ich mich im Wesentlichen damit beschäftigte, den ganzen Tag auf Zahlen zu starren. Kleine Zahlen auf einem hochaufgelösten Notebook-Bildschirm... meine Augen wurden schlechter. Den ganzen Tag war ich nervös, tatsächlich war ich danach richtig müde. Wenigstens hatte ich auch noch viel Papier hinter mich gearbeitet - nicht daß ich irgendwann noch in einer Papierflut versinken würde, denn die Stapel wurden wieder größer und da sollte ich wirklich dafür sorgen, daß alles wieder in die Reihe kam. Gegen Mittag hatte ich Hunger, fuhr zuerst noch Unterlagen zur Buchhaltung. Außerdem wollte ich die Sache mit dem Internet noch einmal anleiern und hatte bei den Stadtwerken Marburg wegen wireless DSL angefragt. Dazu brauchte ich von der Firma aus Sicht auf den Funkmast. Ich fand ihn vom Haus aus nicht, also fuhr ich in der Mittagspause zum Funkmast und suchte von dort aus die Firma. Fand sie aber auch nicht, also würde das wohl nicht klappen. Im Edeka kaufte ich mir einen Naturjoghurt und ein Schälchen Erdbeeren, schnippelte letztere in den Joghurt, etwas Zucker dazu und fertig war das Mittagessen. Um 19:11 war ich zuhause und beendete von mir aus aktiv einen Mailwechsel. Jetzt hatte ich wirklich eine Mailerfahrung von 16 Jahren hinter mir, aber es gab Leute, mit denen konnte man einfach nicht kommunizieren - selbst wenn man keinen Streit miteinander hatte. Leute, die auf der anderen Seite absolut hilflos waren, total unsicher und anscheinend alles grundsätzlich zum Negativen mißverstanden. Uah. Ich war ja schon nicht einfach - aber nun war ich sicher, daß ich da wirklich nicht alleine war.
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| 22.03.2006,
Mi. |
Die Sonne schien diesen Morgen. Es war zwar noch sehr kalt, aber wenigstens Sonne. Ich fuhr zur Arbeit und grub mich in meinem Büro ein. Es waren ein paar wichtige Briefe zu schreiben und dafür brauchte ich Ruhe - Internet ging immer noch nicht (außer bei mir, deswegen mußte ich alles im Internet nachschlagen, was jeweils jemand wissen musste). Zum Mittag ließ ich mich zu einem Döner überreden - und schon in dem Moment, als dieser verschwunden war, wurde ich müde, was sich gegen 17:00 Uhr immer mehr verstärkte.
Und irgendwie gelang nichts. Frustschluß. Ausnahmsweise ging ich mal nicht als
Letzter, um 17:20 war ich aus der Firma. Das hieß aber nicht, daß für mich
schon Schluß wäre, denn ich wollte bei Alternate in Linden einen ISDN-Router
kaufen (der auch DSL konnte, aber Lohra konnte kein DSL insofern spielte das
keine Rolle). Auf dem Hinweg sagte ich mir schon, daß es wohl besser gewesen
wäre, wenn ich zuerst dort angerufen hätte, ob das Teil denn vorrätig sei.
Hm. Ich flog Risiko und... es war natürlich NICHT da, die Lieferung sollte
heute reinkommen/ hätte heute reinkommen sollen. Puh. Wenn ich schon in Linden
war, fuhr ich auch gleich noch in die Metro, um mir endlich eine Kundenkarte
machen zu lassen. Da ich mein Notebook dabei hatte, hatte ich auch einen
Handelsregisterauszug dabei (war in derselben Tasche). Also machten wir den
Antrag fertig, ich lief einmal quer durchs Geschäft und suchte mir schon ein
paar Kleinigkeiten für die Firma aus, holte die fertige Kundenkarte ab und
somit war ich Metro-Kunde.
Unter uns: preislich gab es bei den allermeisten Dingen einen Nachteil - man
mußte schon ganz genau hinschauen, um Dinge zu entdecken, die günstiger waren
als beim durchschnittlichen Großmarkt selbst hier, wo die Großmärkte teuer
waren (kein Vergleich zum Preisniveau im Saarland...).
Ich fuhr nach Hause, ich würde früh ins Bett gehen.
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| 23.03.2006,
Do. |
Als ob es Gedankenübertragung wäre. Ich telefonierte mit
jemanden, der mich fragte, ob der Router da wäre und genau in dem Moment, als
ich sagte, daß ich auf einen Rückruf von Alternate wartete, da klingelte auch
schon das Handy und der Router konnte abgeholt werden. Fein. Die analoge Zeit
hatte ein Ende und ich mußte nicht mehr alles für jeden raussuchen. Den Rest
des Tages nutzte ich für ein paar wichtige Telefonate und das lief nicht einmal
schlecht. Dann machte ich mich nach der Hauptarbeit des Tages direkt auf den Weg
nach Linden und holte den Router ab.
Wieder zuhause konfigurierte ich ihn schnell vor (ein paar kleinere
Einstellungen, damit er sofort im Netzwerk lief ohne lange rumzufummeln). Sonst
war heute nichts mehr.
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| 24.03.2006,
Fr. |
Die erste Aktion war selbstverständlich den Router
anzuklemmen. Es gab eine kleinere Herausfinden dabei, auf den Patchfeldern den
internen S0-Bus zu finden, aber sobald das klar war, war die physische Grundlage
geschaffen. Ich suchte einen Internet-Provider für Call-by-Call, der MPPP
unterstützte und außerdem günstig war. ISDN-Flatrates gab es ja nicht. Ich
fand zuerst einen, der 0,25 ct pro Minute anbot zwischen 09:00 und 18:00 Uhr -
aber ab 18:00 Uhr kostete es 9,99 ct pro Minute. Ich überlegte kurz. Nein.
Schließlich war da einer mit 0,2 ct pro Minute und einem maximalen Preis von
0,58 ct pro Minute. Das passte. Und war verhältnismäßig günstig. Aber selbst
128 kBit waren auch verhältnismäßig langsam. Aber wenigstens etwas und ab
11:00 Uhr war Internet wieder da für jeden Arbeitsplatz und meine analoge
Leitung gehörte wieder alleine dem Faxgerät.
Die neu gewonnene Zeit konnte ich in Papierkram investieren, um Rechnungen frei
zu zeichnen und zu überweisen und die Kasse abzurechnen. Das wurde eine dicke
Mappe für die Buchhaltung und mein Papierstapel fung an zu schrumpfen. Um 15:30
machte ich Schluß, sperrte ab und beschloss Wochenende.
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| 25.03.2006,
Sa. |
Ausgeschlafen. Ich fuhr einkaufen. Ich überlegte kurz, in
den real zu fahren, entschied mich aber dagegen. Ich hatte keine Lust und
außerdem brauchte ich auch nichts Besonderes, nur etwas Frischware.
Zuerst stand aber etwas ganz anderes auf dem Plan. Ich hatte mir letzte Woche
eine ganze Lage Äpfel gekauft - und jetzt die Befürchtung, ich würde sie
nicht rechzeitig verbrauchen. Deswegen wollte ich ein Blech Apfelkuchen backen
und ganz zufällig stellte meine Bestandserhebung fest, daß ich alles für
einen Hefeteig im Haus hatte. Also setzte ich den Hefeteig an und ließ ihn
ruhen, während ich einkaufen fuhr.
Den Einkauf erledigte ich dann im Norma: Milch, Bananen, Kiwis, Mandarinen,
außerdem etwas zum Frühstücken aus der Bäckerei beim Edeka (die übrigens
unveränderert eine winzige Auswahl hatt) und zwar eine Platte
Mandarinen-Quark-Kuchen mit Mandeln und ein Stück Dinkel-Vollkornbrot. Achja,
Wasser brauchte ich auch, aufgrund des enormen Preises (kein Sonderangebot in
der letzten Zeit in Sicht gewesen) nur ein Kasten.
Wieder zuhause schaute ich nach dem Hefeteig: ja, das schaute gut aus. Ich
klebte ihn auf ein Blech und ließ
ihn weiter gehen.
Währenddessen schälte ich die Äpfel und legte sie noch in eine Mischung aus
Zucker und Zitronensaft ein, bis der Teig sich beruhigt hatte. Ich belegte den
Teig und ab in den Ofen. Jetzt hatte ich etwas Zeit, um endlich zu frühstücken
- was aber reichlich überflüssig war, denn eine 3/4-Stunde später hatte ich
ja ein abgekühltes Kuchenblech voll Kuchen. Naja. Den ganzen Tag über aß ich
Kuchen, 2/3 von meinem neuen Apfelkuchen fror ich allerdings ein für ein
anderes Mal - und um sie jetzt meinem Zugriff zu entziehen. Schließlich wurde
es 19:30 und ich überlegte, was ich tun könnte. In der Umgebung gab es keine
ordentliche Party. Hm. Könnte mal ein ruhiger Abend werden, also machte ich
mich fertig und war um 22:00 Uhr im Reit's und um 0:50 und einem Liter Cola
später wieder raus. Aufgrund des vielen Süßkrams hatte ich Sodbrennen und
brauchte unbedingt etwas nicht-süßes... Ursprünglich wollte ich ein Stück
Pizza, aber so etwas bekam ich nicht mehr, also verspeiste ich auf dem Weg zum
Auto einen Döner.
Allerdings war der Döner etwas scharf gewesen, also brauchte ich etwas
flüssiges-fettes. McDonalds Reiskirchen, Vanille-Shake. Die nächste Stunde
verging sehr schnell, indem die Uhr von 02:00 auf 03:00 sprang.
Zuhause startete ich meinen Rechner neu und das Desaster begann. Als ich beim
Windows Login mein Passwort eingab, da kam, daß ich mich hier noch nie
eingeloggt hätte und ob das Profil kopiert werden soll. Oh-oh! Das kannte ich
doch. Und genau so war es. Alle Passworte bei Outlook waren gelöscht und dieses
Mal half ein neubooten nicht weiter Auch ein Abbrechen des Logins und starten
mit Default-Werten brauchte nichts. Die Passworte waren definitiv nicht mehr da.
AAAAAAAAAAH! Von 21 meiner E-Mail-Accounts hatte ich die Passworte im Kopf, aber
für meinen alten compuserve.de Account war es nicht mehr zu rekonstruieren, es
fiel mir nichts ein. Den konnte ich eigentlich auch löschen. Schlimmer war aber
ein web.de - Account, über den ich tatsächlich etwas abwickelte und dessen
Passwort ich schon direkt nach dem Einrichten des Accounts vergessen hatte. Was
ja nicht schlimm war, da ich die Mails ja über das eingetragene Passwort von
Outlook abholen konnte. Bis gestern. Ich versuchte irgendwie mein System
so zu konfigurieren, daß es wieder klappte. Gestern ging es ja auch. Aber keine
Chance. Anschließend versuchte ich ein paar mögliche Kombinationen von
Passworten. Aber keine Chance. Um 08:00 Uhr morgens gab ich frustriert auf,
draußen war es schon hell geworden und die Vögel zwitscherten. Bett.
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| 26.03.2006,
So. |
Oh Gott, ging es mir schlecht. Nein, mit der Umstellung auf
die Sommerzeit hatte es weing zu tun, denn es machte eigentlich keinen
Unterschied, wenn ich gestern/heute um 07:00 Uhr oder um 08:00 Uhr ins Bett
ging. Wie dem auch sei, um 11:30 war ich dann schon wieder wach und ich war so
richtig fertig!
Zu wenig Schlaf, das Passivrauchen von gestern im Reits und die Völlerei hatten
ihre Spuren hinterlassen. Dann fing ich an, meine Küche aufzuräumen und
irgendwann entlarvte ich meine eigene Vermeidungsstrategie. Die Zeit der
nächsten Lohnsteuererklärung rückte näher.... als leichte Kost kochte ich
mir einen Pudding und peppte ihn durch ein Eigelb auf, außerdem sind vom
gestrigen Hefekuchen ein paar Eiweiße zurück geblieben und so schlug ich diese
mit Puderzucker zu Eischaum auf und rührte das unter den noch warmen Pudding.
Ich ließ es abkühlen, dann in den Kühlschrank damit und schließlich in den
Magen.
Abgesehen von zwei Scheiben Brot mit Wurst und Käse am Ende des Tages blieb das
meine einzige Nahrungszufuhr.
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