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i e s e W o c h e - - - - |
| 27.03.2006,
Mo. |
Nachdem der Wecker geklingelt hatte, entschloß ich mich spontan, ene weitere Stunde dranzuhängen. Gut es wurde keine volle weitere Stunde, aber es war immerhin etwas mehr Schlaf. Gestern vor dem Einschlafen hatte ich mich zu ein paar Träumen motiviert, ich brauchte Rat zu ein paar Dingen. Das erste und das zweite Erwachen heute morgen waren auch von Träumen begleitet, aber nur der zweite war bei mir hängen geblieben (und nicht besonders aufschlußreich, er bezog sich eigentlich nur darauf, daß ich heute zu spät zur Arbeit kommen würde und das war ja schon eingeplant).
Um 09:40 war ich im Büro und arbeitete ein paar Sachen ab. Der neue ISDN-Router machte mir Sorgen, als ich das Logfile las fiel mir auf, daß er fast ohne Unterbrechung das Wochenende über online war. Wie das? Ich stellte fest, daß unser Server Abfragen in das ehemalige Gladenbacher Netzwerk machte (wahrscheinlich um ein paar SNMP-Stati abzufragen). Das Netzwerk war früher über den alten Router und die Standleitung zu erreichen - aber existierte jetzt nicht mehr. Der Router versuchte also, diese Abfrage über seine einzige bekannte Schnittstelle durchzuführen... ISDN... und baute eine Verbindung ins Internet auf. Diese Abfrage war periodisch, also blieb die Verbindung einfach bestehen, da sie nie in den Timeout raste. Also konfigurierte ich in der Firewall, daß in das alte Netz alle Abfragen geblockt wurden. Fein.
Um alles schön zu machen, legte ich noch einen DynDNS-Account an, um den Router erreichen zu können, wenn er im Internet war und ein Dial-In ins Firmennetzwerk, wenn er mal gerade nicht online war.
Zuhause probierte ich das mit dem Dial-In aus, aber es scheiterte. Am Abend beschäftigte ich mich intensiv mit E-Mail und kam zu sonst nichts mehr, zumal ich auch früh ins Bett gehen wollte. Doch ich löste dann noch "schnell" eines von den Sudokus der Kategorie "knifflig".
Im Zusammenhang mit diesen E-Mails und den Ereignissen seit zwei Jahren (u.a. die Tagebuchunterbrechungen) wollte ich aufgrund aktueller Gegebenheiten mal etwas loswerden: In regelmäßigen Abständen höre ich von Nachfragen, Mutmaßungen und verdeckte Hinweise bezüglich meines Familienstandes, immer gerne auch im Zusammenhang, daß ich auf meiner Webseite kaum etwas schreibe. Dazu gibt es von mir folgende Aussagen:
1) wenn da gerade (oder seit längerem) "was" läuft oder gerade (oder seit längerem) nicht mehr, dann ist das kein Thema, das ich öffentlich zur Schau stelle, weder im Positiven noch im Negativen, es sei denn, das würde ausdrücklich von der zweiten beteiligten Person (und zwar garantiert eine Frau) gewünscht - das ist bis jetzt noch nicht vorgekommen.
2) die Tatsache, daß ich den allergrößten Teil meines Lebens alleine bestreite, liegt daran, daß ich es bis jetzt geschafft habe, jede Frau innerhalb kürzester Zeit hoffnungslos zu überfordern und zwar in jeglicher Hinsicht.
3) es gibt abgesehen davon viele Aspekte meiner Persönlichkeit, die ich nicht öffentlich diskutiere, es soll sich also niemand der Illusion hingeben, er kenne mich auch nur annähernd.
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| 28.03.2006,
Di. |
Ganz kurz überlegte ich, nochmals eine Stunde draufzulegen - aber ich wollte nicht. Als ich heute morgen meine Haar wusch, da ärgerte ich mich wie die ganze letzte Woche über den Haarschnitt. Nichts funktionierte mehr ordentlich, sogar der blöde Scheitel hatte sich wieder gezeigt. Ich würde einen großen Zettel fertigmachen, auf dem ich alles aufschrieb, was ich beim Haareschneiden haben wollte und was nicht.
Heute war Sperrmüllabfuhr. Gestern hatten schon Fremde Zeugs auf den Haufen an unserem Haus gelegt, das nicht abgefahren werden würde - z.B. zwei alte Autoreifen. Ärgerlich, die mußten auf eigene Kosten entsorgt werden, wie weiterer Müll. Aus dem Fenster im Bad schaute ich zu, wie die Herrschaften von Cleanway sich vor dem Haus benahmen. Sie packten Dinge aus, machten sich z.T. darüber lustig, bewarfen sich gegenseitig damit, einer klemmte einen alten Fußball zwischen die Zwillingsreifen vom Mülllaster, damit er beim Anfahren zerplatzte (was er aber nicht tat, es knirschte nur, anschließend sprang der Ball auf die Straße, rollte in den Rinnstein und blieb erst einmal da liegen. Aha, so sah es also aus, wenn Fachleute Müll abfuhren.
Ich fuhr zur Arbeit und schaute auch wieder auf den Router. Aha, da war ein neues Problem. Der Faxserver hatte alle 15 Minuten die Leitung aufgemacht mit einer Nameserver-Anfrage. Was lief denn hier, das alle 15 Minuten ins Internet wollte? Ich fand zunächst nichts, aber der Update-Manager von Microsoft war aktiv - den deaktierte ich und zusätzlich unterband ich Anfragen des Faxservers ins Internet komplett. Mal sehen. Mittlerweile gab es ja so viel Scheiß unter den Programmen, die irgendwas im Internet wissen wollten ohne daß der User das wußte.
Dann telefonierte ich mit web.de, um ein neues Einmal-Passwort für meinen "verlorenen" Zugang zu bekommen. Ich bestand auch alle Test bis auf die benutzerdefinierte Frage, die ich für mich völlig unverständlich nicht richtig beantwortete. Verflucht, Zeit und Geld verschwendet, er durfte mir dann kein neues Passwort zuteilen. Dann kam eine wichtige Frage von dem guten Mann am anderen Ende: existiert denn die E-Mail Adresse w....s@aol.com noch? Klar, existierte die noch! Aha, ich hatte also DOCH eine zweite Kontaktadresse eingegeben und wußte jetzt auch, warum ich mir das Einmal-Passwort nicht selbst zuschicken konnte: denn auf diese Adresse hatte ich einen sehr strengen E-Mail-Filter gesetzt. Ich entfernte den Filter und schwupps... hatte ich ein Einmal-Passwort im Briefkasten, loggte mich ein und dachte mir ein neues Passwort für diese E-Mail-Adresse aus. Erledigt.
Das mit dem Dial-In testete ich auch. Funktionierte - nach der Einwahl benahm sich mein Computer zuhause genau so, als ob er im Firmennetzwerk wäre - natürlich mit einer seeehr langsamen Verbindung, ISDN war ja von der Verbindungsgeschwindigkeit eher antik zu nennen, wenn die Größe einer durchschnittlichen Worddatei das Megabyte erreichte...
Auf der Heimfahrt erreichte mich ein Anruf, den ich im Moment wirklich nicht brauchen konnte, aber er bedeutete eindeutig Gefahr und daß ich etwas unternehmen mußte. Dann kamen auch noch Zahlen, die mich nicht sehr erfreuten per E-Mail. Für morgen setzte ich ein Meeting an.
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| 29.03.2006,
Mi. |
Den Tag hätte ich am liebsten gestrichen. Aufgrund der beiden Informationen von gestern beschäftigte ich mich den ganzen Tag über nur ausschließlich damit. Das Meeting, Einzelgespräche, Notizen und so weiter. Am Tagesende sah es leicht besser aus als gestern - hoffentlich setzte sich das so fort. Um 19:30 war ich schließlich fertig und fuhr nach Hause und sprang noch schnell in den real. Die hatten (Marken-)Inliner vom letzten Jahr im Angebot, aber leider, leider waren kaum noch welche da, keine in meiner Größe. Da hätte ich mich früher drum kümmern müssen. Stattdessen kaufte ich zwei billige Jeans und ein paar Lebensmittel (Fisch, Käse, Rahm und Zwiebeln) ein.
Eine Straße war gesperrt - und ich fuhr anstatt der Umleitung einen noch viel längeren Umweg. Als ich zuhause war, machte ich mir etwas Gemüse (Karotten, Erbsen, Kartoffeln) in einen Topf und in einem anderen briet ich schnell den Fisch, etwas Gewürz und fertig war das Abendessen.
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| 30.03.2006,
Do. |
Gestern abend hatte ich mir wieder Träume als Ratgeber gewünscht und hatte sie auch erhalten, war aber nicht sonderlich glücklich damit. Was sollte es mir sagen, daß ich mich in ein ca. 10 stöckiges, leeres Gebäude zurückzog (eine Universtität oder ähnliche öffentliche Einrichtung, aber wesentlich sauberer als gewohnt, fast wie unbenutzt und neu), um mich vor einer Atomexplosion zu schützen und sicher mitzuerleben. Ich sah den Blitz (natürlich sah ich nicht direkt hinein, jeder wußte doch, daß man das nicht tut, noch nicht einmal mit geschlossenen Augen), hörte den Donner, nur eine Druckwelle gab es nicht. War vermutlich etwas weiter weg und ich entschloß mich noch schnell, ein paar Vorräte zu besorgen und wieder hierher zurück zu kehren. Außerdem gab es da noch andere Erinnerungsequenzen von einem Abendessen mit Freunden (sehr nobel, die Speisen wurden mit einem fahrbarem Tischen gebracht), wobei diese Erinnerung sich nur in einer Art "Diaform" abspielte. Ich sah feststehende Bilder wie als ob ich ein Fotoalbum hineinsah und fragte mich, wer diese aufgenommen hatte, denn wir waren allein gewesen. Hm. Jedenfalls wurde ich in der Nacht dreimal wach und als ich das zweite Mal wach wurde (so um 07:00), hatte ich Kopfschmerzen und schob schnell eine Tablette Acetylsalicylsäure ein. Als ich zum dritten und letzten Mal wach wurde, hatte ich immer noch Kopfschmerzen, sammelte ein Kilo Obst zum Mittagessen ein und fuhr zur Arbeit. Dort war das Thema von gestern immer noch Thema von heute, insofern hatte ich mich immer noch viel mit dem Thema zu beschäftigen und hatte dadurch keine bessere Laune und vor allem ging es mir auch körperlich nicht besser, selbst nach der zweiten ASS-Tablette. Irgendetwas drückte von unten die Speiseröhre hoch und ich war wie benebelt. Um 18:40 fuhr ich nach Hause und aß das Mittagessen, was ich mir morgens rausgelegt, aber vergessen hatte. Hätte ich aber auch besser jetzt vergessen, danach war mir wieder übel. Naja, was solls.
Spaßeshalber konfigurierte ich das Dial-In ins Firmennetzwerk fertig und probierte alles aus. Ja, ich war wirklich komplett im Firmennetz drin, ich kam an alle Server dran und sah sogar die Laufwerke - wobei eine richtige Verbindung dahin nicht zustande kam, weil Windows 98 nur ein Passwort, aber keinen Nutzernamen übertrug (bzw. den, mit dem man eingeloggt
war), aber die Erfahrung mit dem Umstellen des Windows-Logins hatte ich ja bereits letzte Woche gemacht und dazu hatte ich wirklich keine Lust mehr. Gute Nacht.
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| 31.03.2006,
Fr. |
Also was die Arbeit anbetraf, lief es heute relativ gut. Ich
konnte sogar den Grundstein dafür legen, daß ein ganzer Stapel Papier in Höhe
von 10 cm von meinem Schreibtisch verschwinden würde, da ich endlich etwas
machte, was ich die ganze Zeit vor mir hergeschoben hatte. Es war auch nie
besonders wichtig gewesen, aber heute wollte ich es einfach wissen - doch das,
was ich dann anhand dieser Daten erfahren hatte, war nicht so besonders toll
gewesen und gab mir noch einmal Anlaß zur Sorge. Dann machte ich noch die
Stundenabrechnung der Mitarbeiter für März fertig und schickte sie an die
Buchhaltung. Als ich mit allem durch war, war es schließlich 18:40 - und ich
packte alles zusammen und fuhr nach Hause.
Den Abend über beschäftigte ich mich mit ein paar von den Sudokus der
Kategorie "knifflig" (uns stellte fest, daß selbst diese ihren
Schrecken verloren hatten) und ging relativ früh ins Bett.
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| 01.04.2006,
Sa. |
Ich stand schon um 09:00 Uhr auf, nur teilausgeschlafen, aber
grundsätzlich funktionsfähig und wach. Ich zog mich an und fuhr direkt
einkaufen, viel brauchte ich nicht. Mit Brot, Brezeln, einer Lage Kuchen,
Tomaten, Mandarinen, Milch und Schokolade kam ich zurück, frühstückte, löste
noch zwei Sudokus und legte mich kurz nach 14:00 Uhr nochmals in Bett, damit ich
heute Abend gut ausgeruht war. Um 16:15 stand ich auf - und diesesmal hatte ich
ein paar interessante Träume mit dabei. Nichts tiefschürfendes, aber schön
anzusehen. In einem schien es permanent Rakenenstarts zu einem anderen
Sonnensystem zu geben und ich sah dabei zu (wie im Film Gattaka). Besonderheit:
es starteten immer zwei Raumschiffe kurz hintereinander, so daß sie auf der
langen Reise permanent in relativer Nähe zueinander blieben. Der Sinn: aufgrund
der immer länger werdenden Entfernung konnte man schließlich kaum noch
"nach Hause telefonieren", wenn das Funksignal zwei Jahre lief und
nach vier Jahre zurück war (bzw. nach fünf Jahren, man hatte sich ja noch
weiter entfernt), war das nicht so besonders prickelnd. Aber so konnte man
Funksprüche mit dem anderen Raumschiff wechseln und hätte so immer Neuigkeiten
außerhalb des eigenen kontrollierten Bereiches, die man austauschen konnte und
fühlte sich nicht so allein - jedenfalls schien das im Traum meine Idee zu
sein, ich war irgendwie in das komplette Projekt verwickelt, jedenfalls
unterhielt ich mich anderen über die immensen Kosten dieses Unternehmens.
Jedenfalls stand ich da, sah den Raketen beim Start zu, sah in ihren leuchtenden
Abgastrahl, wie sie die Richtung wechselten um dann beschleunigt nach oben zu
entschwinden. Dabei hatte ich einen Zettel vor mir, der mit Zahlen bekritzelt
war (98765431209876543210... sah aus, als ob ich Countdowns mitgeschrieben
hätte) und nach einer Reihe von Zahlen kamen dann plötzlich nur noch Striche
(wie in einer Strichliste, die Anzahl der Starts, nachdem ich mir die Countdowns
gespart hatte? War jedenfalls ne ganze Menge). Ich malte noch etwas auf dem
Zettel herum (ich bedeckte die freien Stellen des Blatts mit Konturenlinien /
Höhenlinien), dann folgte ein anderer Trauminhalt - ziemlich absurd, es wollte
jemand eine umgeschnallte Tasche ausziehen und übersah dabei, daß diese an der
Hose befestigt war und wenn der Gürtel geöffnet wurde, dann fiel die ganze
Hose nach unten. Haha, Comedy. Irgendwie sah der Typ wie Charly Sheen aus, das
Ganze spielte in einem Pflanzengeschäft und die Verkäuferin achtete immer
darauf, eine Pflanze zwischen sich und dem Kerl zu haben. Dritte Traumsequenz
sah nach Videospiel aus. Ich war ein Männchen/steuerte ein Männchen, das
andere roboterhafte Figuren in Löcher hineinstieß, die wie Raketensilos
aussahen, den Deckel darüber zumachte und verriegelte (so ähnlich wie ein
Bügelverschluß von Flaschen). Dabei gab es Figuren, die bei Berührung
explodierten, oder größer/kleiner wurden oder sich in Steinblöcke
verwandelten. Naja, war ganz interessant dabei zuzusehen.
Dann hörte ich piep-piep und wurde mehr oder weniger von einer SMS
wachgepiepst, es schloß sich etwas später ein einstündiges Telefonat an.
Dann lümmelte ich auf der Couch herum bis 20:40 und machte mich fertig für
Samstag abend. Um 23:30 war ich im ... Spot in Kassel. Gut, die reine
Fahrzeit wäre knapp eine Stunde gewesen, aber aufgrund Regen fuhr ich etwas
langsamer (ok, nicht wesentlich), aber von Kassel Ost Richtung Zentrum gab es
eine Baustelle (gesperrte Straße), so daß ich leicht die Orientierung verloren
hatte. Schließlich hatte ich aber einen Weg um die Baustelle herum gefunden,
jetzt mußte ich nur noch das Spot finden, da wo ich es vermutete war es nicht.
Schließlich sah ich durch eine Lücke hindurch ein Schild. Aha, endlich. Also
die Party war recht ordentlich (der Raum war kleiner als das Kult, die
Musikanlage war schlechter - jedenfalls sah es so aus und gegen das Zeugs aus
der Nebelmaschine war ich allergisch). Um 05:00 Uhr ging dann das Licht an und
ich zu meinem Auto. Dort zog ich mich erst einmal um, setzte mich rein und trank
ein bißchen Wasser und begann die Laugenbrezeln zu essen, die ich mir
mitgebracht hatte, während ich noch etwas Musik hörte. Plötzlich öffnete
sich meine Fahrertür und ich sah in ein Gesicht, dessen Bewegungen eindeutig
nicht mehr durch bewußte Gedanken gesteuert war. "Das geht ja ab hier.
Taxi." Ich machte die Musik aus. "Hau ab, hier ist kein Taxi".
Der Kerl öffnete die hintere Türe. "Mach sofort die Türe zu und hau
ab." Ich hasste Betrunkene und es gab schon einen Grund, warum ich selbst
keinen Alkohol trank. Es machte Menschen zu Idioten, recht schnell und
effizient. Er machte die Tür nicht zu, griff stattdessen meine Tasche von der
Rückbank, in der ich meine Kleidung drinhatte. Ich stieg aus, nahm ihm die
Tasche aus der Hand, stieß ihn zurück und schloß die hintere Türe, setzte
mich wieder nach vorne, schloß meine Türe und betätigte die
Zentralverriegelung. Na toll, ich hatte den Gurt eingeklemmt, also schnell
wieder auf, Gurt rein, wieder zu. Ich startete den Motor, legte den
Rückwärtsgang ein und setzte zurück. Es holperte und klapperte, der Depp
schlug an meine Fahrzeugseite und Dach, griff nach meinem Seitenspiegel
und klappte ihn nach vorne - wäre das nicht das Auto, das es eben war, wäre er
vermutlich abgerissen und dann wäre ich wirklich böse geworden. Er uns sein
Kollege gerieten in meinen Schweinwerferkegel und das mit den Idioten
verstärkte sich. Beide hatten Ihren Hosenstall offen und ich war mir sicher,
daß sie mir an den Karren pinkeln wollten, wäre ich nicht weggefahren.
Unglaublich. In mir keimte der Gedanken auf, mir einen ordentlichen
Elektroschocker ins Auto zu legen. Das wäre das beste - denn wenn ich meine
Vergangenheit kurz betrachtete, ich hatte zweimal zu einer gewaltsamen Lösung
greifen müssen, beides Mal stand das im Zusammenhang mit Betrunkenen.
Anscheinend war die künstliche Selbstverdummung dazu geneigt, auch die Umgebung
zu verdummen. Ok - ich fuhr 300 Meter weiter, schaute kurz mein Auto an, klappte
den Außenspiegel in eine passende Stellung, brachte mich selbst kurz in Ordnung
und machte mich auf den Heimweg. Um 05:48 fing es an zu dämmern und definierte:
der neue Tag war da.
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| 02.04.2006,
So. |
Die Heimfahrt dauerte genau eine Stunde, um 06:22 war ich in
meiner Wohnung (es war schon hell, die Vögel zwitscherten, konnte aber noch
nicht einschlafen, deswegen setzte ich mich kurz vor den PC und ging um 08:00
ins Bett. Schlafen konnte ich nur bis 11:40, dann war ich wieder wach. Zwar
nicht wirklich, aber eben auch nicht schlafend. Ich frühstückte und versuchte
intensiv, den Tag lang nichts zu tun und ich konnte mit Stolz von meiner
Selbstdisziplin berichten. Außerdem verfeinerte ich mein neues Puddingrezept.
Er war nun wesentlich konsistenter und der Eischaum integrierte sich
geschmackvoller in das Gesamtbild. Aber eines war noch nicht gelöst: am Boden
setzte sich immer noch eine wässrige Flüssigkeit ab (weniger als das letzte
Mal), die zwar gut schmeckte, aber irgendwie störte. Egal, es schmeckte gut.
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