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- - - - D
i e s e W o c h e - - - - |
| 24.04.2006,
Mo. |
Kurz überlegte ich... eine Stunde später zur Arbeit? Nein, ich hatte noch wichtiges zu erledigen und gönnte mir keine extra-Stunde. Ich packte meine Skate-Kiste, diese sollte ab jetzt wieder zum ständigen Begleiter werden. Die Heizung war wieder weg gewesen. Hoffentlich wurde das kein Muster, jedenfalls fiel mir beim Tanken während der Mittagspause auf, daß ich die Skate-Kiste zuhause stehen gelassen hatte. Also keine sportliche Betätigung heute, dabei war das Wetter endlich soweit.
Als ich mich etwas draußen auf die Bank setzte (auf dem Bauernhof, in dem unser
Call Center war), da wußte ich schon gleich: die Zeit mußte ich nacharbeiten.
Und genau so war es auch, um 21:08 verließ ich die Firma un dhatte zuhause noch
Arbeit damit. Als ich zuhause weiter arbeitete merkte ich plötzlich, daß mein
Notebook auf Batteriebetrieb lief, obwohl ich das Netzteil eingesteckt hatte.
Oha? Sollte da etwas kaputt sein? Hoffentlich nicht... jedenfalls bereitete ich
mich auf das Schlimmste vor und beeilte mich, ich schloß die Arbeit mit einer
Restlaufzeit des Akkus von 18 Minuten ab und fuhr das Notebook herunter. Ich
stöpselte alles los, wechselte die Steckdose, aber der Notebook lud nicht. Ich
ließ alles für eine gewisse Zeit aus und abgekabelt, ann versuchte ich es
erneut. Uff. Das Netzsymbol leuchtete auf, der Akku lud wieder. Es war 01:40,
gute Nacht.
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| 25.04.2006,
Di. |
Danke für diese Nacht. Das war aber ironisch gemeint und zu
an meinen Heuschnupfen adressiert, wobei ich doch da lieber eine Person
ansprechen würde <grins>.
Jedenfalls lief die Nase, der Rachen juckte, die Augen brannten, ich fand keinen
Schlaf, stand mehrmals auf, medikamentierte mich, spülte öfters alle
Schleimhäute durch, mit kaltem und mit warmem Wasser... als dann der Wecker
klingelte, fühlte ich mich wie gerädert.
Morgen sollte ein neues Projekt starten, aber ich würde unterwegs sein, das
hieß: ich machte die Einweisung heute schon und bereitete alles soweit vor,
daß das Thema morgen angefangen werden konnte. Ein anderes kleines Projekt
startete heute, das schulte ich auch und wir legten los. Das war auch der Grund
gewesen, weswegen ich gestern so viel Arbeit gehabt hatte. Da bahnte sich
ziemlich etwas an und ich wurde zaghaft optimistischer.
Dann ging es gegen 18:00 Uhr und ich machte mich schnell von der Arbeit fort,
denn HEUTE hatte ich die Skate-Kiste nicht zuhause stehen gelassen. Ich zog
meine Sportkleidung an und fuhr nach Frohnhausen - was eigentlich hieß, daß
ich nach Hause fuhr und nur kurz vor der B3a mein Auto an einem Feldweg
abstellte, mir die Inliner anschnallte und Richtung Marburg auf dem Radweg Gas
gab. Ich setzte mir das Ziel, daß ich bis Argenstein fahren wollte - ganz bis
nach Marburg würde ich es nicht schaffen, es war immerhin siebeneinhalb
Monate her, daß ich zum letzten Mal auf den Inlinern gestanden hatte. Hm.
Es war eine Menge passiert seit dann... vor allem im Zusammenhang mit Sport:
plus 9 kg, deswegen wollte ich ja unbedingt wieder auf die Rolle.
Doch als ich auf dem Weg war, da fing ich schon auf der Hälfte des Hinweges an
zu fluchen - da ging ja außer Fahren und Bremsen gar nichts mehr und mir tat
vom unteren Rückenbereich bis zum Oberschenkel schon alles weh. Ich trug mich
sogar mit dem Gedanken: umkehren und aus für heute. Aber nein, ich fuhr die
Strecke durch und erst dann wieder zurück. Alternativ hätte ich nicht so
schnell fahren sollen, dann wäre es vermutlich auch kein Problem gewesen.
Schließlich war ich wieder beim Auto und in Griffweite eines Handtuchs zum
Schweißtrocknen - und das war nötig. Aber auch wenn mir alles schmerzte, das
war die Anregung, die meine Muskulatur brauchte, sich an die Bewegungen zu
gewöhnen und sich nachzubilden. Gefahrene Strecke: 11,4 km. Ok, das war nicht
viel. Sofern es Zeit und Wetter erlaubte, würde ich wieder regelmäßig
unterwegs sein, aber ich sah jetzt schon, daß ich von meinen 25-30 km noch weit
entfernt war.
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| 26.04.2006,
Mi. |
Der Wecker klingelte, ich schmiß mich in Schale und machte
mich auf den Weg nach Essen. Ich kämpfte ein bißchen mit den Nachwirkungen von
gestern Abend, aber Muselkater konnte man das nicht nennen. Es war eher ein
leichtes Ziehen überall dort, wo Muskelgruppen beansprucht waren. Wie dem auch
sei: gut so.
Die Fahrt war ganz angenehm, die A45 hoch, aber dann kam ich auf den sogenannten
"Ruhrschnellweg". Ein Name, der vermutlich eher ironisch als ernst
gemeint war: um an Bochum vorbei zu kommen brauchte ich etwas mehr als 25
Minuten, also kam ich nicht zum geplanten Zeitpunkt an mein Ziel - aber noch
innerhalb des kommunizierten Zeitrahmens. Dann vergingen über zwei Stunden mit
interessanten und wichtigen Gesprächen und es gelang mir, etwas weiter in
Richtung Zukunftssicherung des Call Centers zu gehen.
Schließlich hatte ich ein paar Aufgaben im Gepäck, ich mußte ein weiteres
Projekt vorbeiten, das nächste Woche starten würde/müsste und eine
Systemumstellung war für Ende Mai annonciert, in der ich auch in Lohra ein paar
Arbeitsabläufe umstrukturieren mußte. Die Rückfahrt über den Ruhrschnellweg
war dieses Mal kein Problem, dieses tauchte erst an einer Baustelle auf der B45
auf, als ich schon relativ weit gekommen war. Stockender Verkehr über viele
Kilometer, das kostete mich 45 Minuten. Toll. Um 16:45 war ich im Call Center
zurück und zog mir mit Spannung die ersten Zahlen. Ja. JA. JAAAA. Das war gut
angelaufen, so hatte ich es gehofft und die Zahlen wurden sogar noch leicht
übertroffen. Der Auftraggeber freute sich auch über die Zahlen und ich war
ziemlich zufrieden mit diesem ganzen Tag.
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| 27.04.2006,
Do. |
Hm. Die Muskeln meldeten sich immer noch. Außerdem hatte ich
nur maximal vier Stunden geschlafen, das erste, was ich heute zu mir nahm, war
eine Aspirin und eine Cetirizin. Gestern Abend hatten sich die Kopfschmerzen
schon angedeutet, aber im Bett hatte sie keine Auswirkungen gezeigt (der
Heuschnupfen schon eher). Aber als ich aufgestanden war, da zog mir mein
imaginärer Freund dermaßen etwas mit einem imaginären Baseballschläger über
den Schädel, daß ich richtig gehend zusammenzuckte.
Aber da mußte ich durch, ich mußte ins Call Center - schließlich gab es
Arbeit zu erledigen. Diese erledigte ich auch, allerdings nicht so effizient wie
ich mir wünschte. Die Qualität der Arbeit der Call Center Agenten war
ebenfalls wieder sehr gut (wir waren eigentlich immer ganz gut <grins> -
bis auf ein paar Tage, an denen ich schimpfen mußte), nur die Stückzahl machte
mir Sorgen. Irgendwo ging Zeit verloren, das waren zu wenige Anrufe für die
Arbeitszeit. Sollte ich doch mal eine Auswertung über die Zeiten machen, die in
einem Telefonat verbracht werden? Wäre so ein Ansatzpunkt. (Ja, es war
ungewöhnlich, daß ich das nicht ohnehin machte - aber erstens ging es bis vor
zwei Monaten nicht und zweitens hatte ich schon meine Gründe, das nicht zu tun.
Denn es könnte ja sein, daß ich mich plötzlich anfing zu ärgern und solange
es grundsätzlich gut lief, sah ich nicht ein, daß ich mich ärgern sollte)
Aber aufgrund des Gesundheitszustandes machte ich schon um 17:40 Schluß und
fuhr nach Hause, wo ich auch nichts weiter unternahm. Aber ich ging ans Telefon,
als es klingelte und redete 10:50 Minuten mit dieser Person, bis sie sagte
"Das wird mir jetzt zu dumm" und auflegte. Tele 2 wollte sich mit mir
über meinen Telefonanschluß unterhalten. Nun... da waren sie ja gerade richtig
bei mir... Kaltakquise im privaten Bereich. Der gute Mann war soooo strohdumm
und nahm sich sogar die Zeit, mit mir zu diskutieren. Gut, daß er seine
Rechtsverletzung des UWG §7 bzgl. Kaltakquise in den privaten Bereich nicht so
einfach hinnahm, konnte ich verstehen - immerhin wäre sein Job sonst
überflüssig. Als ich dann darüber diskutierte, daß er am Anfang zwar seinen
Namen nannte, aber nicht die Firma, sich wohl aber darauf bezog, daß ich
Telekom-Kunde sei, gab er auch noch einen Verstoß gegen geltende
Datenschutzgesetze zu... er hätte den Firmennamen genannt, das müsse er,
immerhin würde jedes Gespräch aufgezeichnet. Aha. Ich vermied es, darüber zu
diskutieren, stattdessen gab es Wichtigeres - nämlich stellte ich die freche
These auf, daß er wohl daran gemessen werden würde, wie viele
Telefonanschlüsse er abschließen würde und wenn er seiner Firma nichts
brachte, daß sie ihn wohl entlassen würde... denn alles andere wäre ja wohl
wirtschaftlicher Unsinn. Dann kam er damit, daß er einen Festvertrag hätte und
ich wußte nicht, warum das ein Argument sein sollte... ein Vertriebler mußte
verkauften und wenn er nicht verkaufte, dann mußte er gehen - Festvertrag oder
nicht. Jedenfalls ging es so pralle 10 Minuten lang. Allerdings war es
interessant, daß der Mann sich auf eine Diskussion abseits des Anrufthemas
überhaupt einließ - was bedeute, daß er seine Meinung darlegen und mir
gegenüber durchsetzen wollte, was wiederum bedeutete, er wollte das Gespräch
dominieren und das wiederum stand im Konflikt mit der Aufgabe, ein Produkt zu
verkaufen. Wie hieß es nochmal so schön: "Der Kunde hat immer
recht". Gut, ich hatte ausnahmsweise Zeit (wenn auch auf dem Herd ein Topf
Kartoffeln und eine Fuhre Eiersauße stand), deswegen ging mir das ganze am
Arsch vorbei. Streng genommen bekam der gute Mann keinen Fuß auf den Boden
gegen mich, deswegen wurde es ihm schließlich zu dumm :)
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| 28.04.2006,
Fr. |
Fand ich gut... noch heute und dann war es Wochenende. Aber
es war noch so richtig viel zu erledigen... trotzdem mußte ich um 15:00 Uhr aus
der Firma raus, denn morgen fuhr ich ins Saarland auf einen Geburtstag und
mußte einen Frankfurter Kranz mitbringen. Den wollte ich heute schon backen,
dann konnte er die Nacht über so richtig gut im Kühlschrank durchkühlen - und
ich hatte notfalls noch Reserven, falls etwas schief ging... denn nun wollte ich
das durchführen, was ich die ganzen Wochen schon geplant hatte, aber nie die
Gelegenheit dazu hatte: der Frankfurter Kranz nur aus Material, das direkt von
einem Tier oder einer Pflanze kam. Also ohne chemische Zusätze, nur aus
Grundnahrungsmitteln. Noch nicht einmal Puddingpulver. Der Bisquit selbst war
schon lange kein Problem mehr, er bestand bei mir ohnehin nur aus Eiern, Zucker
und Mehl. Die Buttercreme (schrieb man heute Butterkrem?) war aber bislang unter
Verwendung von Milch, Butter, Puderzucker und viel Puddingpulver herzustellen
und damit war die Herausforderung da: ersetze Puddingpulver (Stärke, Aroma,
Farbstoffe) und Milch durch einen Pudding, wie ihn die Omi für den kleinen Dr.
Oetker gekocht hat. Das war sicherlich mehr Arbeit als ein bißchen
Puddingpulver aufzustellen... richtig. Schließlich hatte ich den Pudding
fertig: Milch, Vanilleschoten, Eigelbe, etwas Speisestärke... mehr war dazu
nicht nötig und ich hatte einen feinen (wirklich sehr feinen) und cremigen
Pudding fertig, auf den ich die Buttercreme aufsetzte. Als es fertig war: oh.
OHH. Schmeckte das so geil! Die Konsistenz der ergebenden Masse hätte etwas
fester sein können, aber es war ok so. Und schmeckte... Vorsicht, da mußte
doch noch was für den Kuchen übrig sein, der übrigens einfach so aus der
(nicht-anti-haft) Kuchenform ohne Blessuren heraussprang, als ich die Form
rumdrehte. Perfekt, goldiger, zarter Bisquit. Ich knabberte ein bißchen ab, da
er etwas über die Form getreten war (richtig gut aufgebacken) und der schmeckte
auch sehr gut. Ich überlegte kurz, ob ich ihn wirklich verschenken sollte...
nein, versprochen war versprochen. Seufz.
Ich schnitt den Kuchen auf (sah innen genauso gut aus), klatschte zwei Schichten
Creme hinein, dann außenherum, dann mit dem selbstgerösteten, hauchzarten
Mandelpulver bepudert, mit der Spritztülle (hatte ich mir auch endlich
geleistet) kleine Hütchen draufgesetzt und kandierte Kirschen drauf. Ja, das
konnte sich sehen lassen. Vielleicht sollte ich ihn doch behalten. Nein... ich
verfrachtete alles in eine Tortenhaube und in den Kühlschrank. Noch einen Tag
stand er somit in der Gefahrenzone - meinem unmittelbaren Griffbereich.
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| 29.04.2006,
Sa. |
Um 11:00 Uhr machte ich mich auf Richtung Saarland. Es war
eine schöne und ruhige Fahrt, zuhause stellte ich den Kuchen in den
Kühlschrank und entspannte mich erst einmal ein bißchen, fuhr noch einmal nach
Saarlouis, kurvte kurz noch durch die üblichen Geschäfte und Institutionen
(C&A, P&C, B&S, Piper, DeuBa, KSK, Globus), ergatterte zwei Hemden
für meine Sammlung (mittlerweile konnte ich theoretisch ein ganzes Jahr ohne
Hemdenwaschen durchbringen, ohne dreckige Hemden tragen zu müssen!), aber
eigentlich suchte ich einen passenden Pullover oder eine leichte Jacke. Da waren
zwar ein paar interessante Sachen (insbesondere bei C&A), aber leider nicht
in meiner Größe. Sei's drum. Ich fuhr zu meinen Eltern zurück, machte mich
für den Abend fertig, holte den Kuchen aus dem Kühlschrank und fuhr zum
Geburtstag. Es war wieder etwas frisch geworden, draußen war es knapp mal 10°C
und dabei war es doch so schön gewesen die Woche über... egal, blieben wir
halt drinnen, trotzdem machte es nicht weniger Spaß als wie in den vergangenen
15 Jahren... um 01:00 Uhr fuhr ich wieder nach Hause.
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| 30.04.2006,
So. |
Und mußte erst einmal entspannen. Das war dann der Sonntag.
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