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- - - - 01.01.2006 - 31.12.2006 - - - -

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Dezember 01.12.-03.12.2006 04.12.-10.12.2006 11.12.-17.12.2006 18.12.-24.12.2006    
später 2007 (Hinweis: gibts noch nicht!!)

 

- - - - D i e s e   W o c h e - - - -

18.12.2006, Mo. Ich kam heute nicht aus dem Bett. Jedenfalls nicht richtig. Der vorletzte Arbeitstag, an dem das Call Center Anrufe tätigte und dann war Weihnachtspause. Es hing noch ein wenig der Zigarettengeruch vom Samstag in den Räumlichkeiten, aber sie hatten ja ab morgen genug Zeit, um auszudünsten. Ich kümmerte mich um ein paar Sachen, die mit dem anstehenden Jahresende und der großen Umstellung zu tun hatten, aber ansonsten hoffte ich nur, dass der Tag vorbei ging - schon alleine wegen den schlecht laufenden Verkäufe. 
Ich machte dann auch am Tagesende schnell alles fertig und war um 18:15 auf dem Heimweg, hätte ich nicht so viele Umwege machen müssen, schon um 18:00 Uhr (Umleitung aufs Handy nicht eingestellt, der andere Gebäudeteil noch nicht abgeschlossen, dann war unten zu und ich musste nochmals einen Schlüssel holen und so weiter).
Ich war mit meinen Gedanken von gestern immer noch nicht weiter. Warum hatte ich immer Zeiten im Leben, wo alles so glatt ging, das nichts mich aufhalten konnte und Zeiten, in denen ich den Eindruck hatte, dass ich gar nichts auf die Reihe bekam. Ich konnte doch bis jetzt alles immer selbst lösen?
19.12.2006, Di. Der letzte Telefontag. Muss sagen, mit den Augen des Betriebswirtes gesehen lief es so richtig beschissen. Mit so einer Verkaufsquote wie heute würde ich mir keine Aufträge mehr geben - aber eigentlich war es irgendwie klar: so dicht vor Weihnachten war es einfach nicht mehr möglich, Ware sinnvoll anzubieten.
Genau wie geplant ging die Arbeit auch zuneige, die Frühschicht schickte ich nach einem Glas Sekt schon um 12:00 Uhr nach Hause, die Mittagschicht um 16:00 Uhr - dann wurde es still im Call Center. Ich machte die Auswertungen fertig, bastelte noch an der neuen Datenbank herum und plötzlich piepte mein Handy. Beinahe hätte ich es vergessen, ich war mit Thomas heute fürs Kino verabredet.
Ich fuhr um 18:30 nach Hause, rief noch schnell meine Mails ab, dann machte ich mich auf den Weg nach Frankfurt. Vorher noch beim McDonalds vorbei? Nein, ich fuhr direkt auf die A5, denn im Kino würde ich ja noch Popcorn  und Cola kaufen. Auf dem Weg dachte ich mir aber: iss was ordentliches, z.B. ein 9er Chicken Maxi Menü und dann brauche ich später auch keine Popcorn mehr. Naja, Butzbach raus zum McDonalds - hatte eh noch etwas Zeit, es war erst 19:24. Um 20:03 fuhr ich wieder. 
Im Moment war ich so desynched, dass ich doch tatsächlich auf die A66 in die falsche Richtung abbog und erst am Main-Taunus-Zentrum wenden konnte. Das kostete mich insgesamt 10 Minuten Zeit, doch um 20:35 fuhr ich ins Parkhaus am Metropolis ein. Gewohnheitsgemäß fuhr ich nach unten - da war aber alles voll. Es war noch viel mehr voll, das kannte ich ja gar nicht... ich musste bis in den fünften Stock des Parkhauses fahren.
Dann ging ich ins Kino und kaufte mir eine Karte, es war der Platz E9 und irgendwas trieb mich dazu, dazu eine SMS an Thomas zu schicken, der würde nämlich später kommen, nachdem die Werbung schon angefangen hatte. Dann ging ich in den Film. Zuerst holte ich mir aber dann doch noch etwas beim Imbiss: eine Ladung Nachos mit Käsesauce und Cola. Soviel zur Fressdisziplin.
Mitten während der Werbung kam dann Thomas und ... er hatte seine Karte vorher online gekauft und hatte den Sitzplatz... E10. Was ein Zufall, das Kino hatte immerhin über 200 Plätze, aber irgendwie hatten wir beide es geahnt.
Dann begann der Film und gottseidank endete er auch wieder. Eragon. Nein, das war keine Empfehlung wert. Hier die Besprechung, die ich in einem Forum abgelegt hatte:
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Ich kenne das Buch nicht - lese eigentlich grundsätzlich keine Fantasy, deswegen kenne ich den Herrn der Ringe auch nur als Film und der hat mir eigentlich recht gut gefallen.

Das hier... nein. Normalerweise überlege ich mir nach dem Film immer, wie viel Geld ich dafür freiwillig ausgegeben hätte und landete heute bei 50 Cents, Cola und Popcorn geschenkt.

Der Aufbau der Story war gradlinig (positiv formuliert). Das hatte zur Folge, dass Überraschungen nicht vorkamen - letzteres sollte für die Spannung sehr zuträglich sein. Wenn nicht Spannung, dann vielleicht einfach die Action? Auch nö, insbesondere bei der klitzekleinenkurzkeratenen Schlachtszene zum Schluss war einfach viel zu schnell geschnitten worden, es war viel zu unscharf eingestellt, nicht etwa aus Versehen, hatte den Eindruck, da wäre einiges für die Altersfreigabe FSK 12 gemacht worden... und wirklich sehr, sehr kurz. 

Specialeffekts: wurden in Maßen eingesetzt, was nicht geschadet hat. Geschadet hat aber, dass sie viel zu hastig und unscharf auftauchen, so dass man über die tatsächliche Qualität nicht viel sagen kann. Wenn das ganze Bild dunkel ist, kann man mit Schattenwurf und Spiegelung kaum Fehler machen... selbst Shreks Esel wäre nicht aufgefallen, wäre er irgendwo durch die Landschaft getrottet (aber gehört hätte man ihn sicherlich).

Mich ärgerte bei den Dialogen, dass ich die meisten Sätze mit exakt derselben Formulierung im Kopf hatte, bevor diese auf der Leinwand ausgesprochen wurden. Die Charaktere waren eindimensional und auch nicht für viele Überraschungen gut. 

Sollte er sein Geld einspielen, wird es einen zweiten Teil geben, wen wundert es? Das konnte ich auch herausfinden ohne nach gelesen zu haben, dass es sogar einen dritten geben wird... Aber mehr werden's wohl nicht, denn wo es beim Herrn der Ringe im Verlauf immer mehr Charaktere gab (bei den Amis hatte man die Befürchtung, dass es so viele wären, dass die meisten sie sich gar nicht merken könnten), da verschwanden hier schon zwei der fünf, die auf dem Filmplakat abgebildet waren.

Mit Verlaub: Drachen müssen grimmig sein und tiefe Stimmen haben <grins>, auf keinen Fall dürfen sie "süß" und "will auch haben" beim weiblichen Publikum auslösen. 

Aufgrund der Reaktion der Reihe vor mir (bei einem übrigens maximal zu 5% besetztem Kino) scheint der Film geeignet für junge Leute bis vielleicht 20 Jahre, die ohne große literarische Belastungen bzw. Vorerfahrung daherkommen.

Allen anderen dürften etliche Szenen, Landschaften, Kostüme, Namen, Handlung, Sprüche oder Sterbeszenen sehr bekannt vorkommen - wobei das aber nicht zu einem neuen Ganzen zusammengestellt wurde wie z.B. in Krimis, die nehmen ja auch grundsätzlich fast immer den selben Verlauf. Hier wurde aneinandergereiht, was man schon kennt ohne große Originalität.

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Soviel. Anschließend setzten wir uns noch auf einen Drink unten ins Alex und schließlich zischten wir beide ab. Im Radio hörte ich "stockender Verkehr auf 6 km zwischen Fernwald und Reiskirchener Dreieck". Was konnte das schon sein. Aber nach dem Gambacher Kreuz und dem Autobahnparkplatz standen die Autos plötzlich. Gottseidank war das direkt an der Ausfahrt Fernwald, so konnte ich die Autobahn verlassen und über Landstraße weiter. Ab hier war das ungefähr dieselbe Zeit. Ich kannte den Weg zwar nicht (waren nicht gerade Hauptstrassen, was ich fuhr), aber ich konnte gut raten :-) ohne Umweg kam ich direkt nach Hause.
Dann wurschtelte ich noch ein bisschen herum. Online, Email. Und das was ich oben zum Film schrieb kam in ein Forum hinein - wobei es eher umgekehrt war: zuerst das Forum, dann oben der Text.
So kam es schließlich dazu, dass ich erst um 06:00 einschlief...
20.12.2006, Mi. Nun, als ich dann um 10:00 Uhr wach wurde und nicht mehr einschlafen konnte, da war ich natürlich etwas derangiert. Bis kurz nach 12:00 setzte ich mich noch an den PC, dann packte ich meinen Entwicklungsrechner (Maschinenraum) ein und fuhr nach Lohra. Der erste Tag alleine im Call Center.
Ich sorgte dafür, dass der Rechner lief und ich ich (per ssh-Tunnel) von außen ansprechen konnte, denn so hatte ich die Möglichkeit von zuhause oder von Ensdorf aus neue Softwareversionen ins CVS zu spielen. 
Dann machte ich noch ein Backup der Daten des Hauptservers, denn die Fileservices sollte in Zukunft ein anderer Rechner erledigen.
Jemand, der mir das RAM für meinen Vater liefern sollte, hatte mir gestern geschrieben, dass sie das Geld gefunden hätten ("Zahlungseingang"), obwohl es deren Konto schon seit letzter Woche Dienstag gut geschrieben war. Alles äußerst, äußerst knapp, damit es passend hier ankam, um es mit nach Ensdorf zu holen, um den Rechner meines Vaters aufzurüsten. Aber vielleicht wurde es ja noch was.
Apropos: mit ebay bin ich jetzt fertig. Seit jetzt 10 Tagen ist der Account zu, letzte Woche gab es kein kurzes Aufrappeln, in dem sie eine Kopie meines Personalausweises per Fax haben wollten, aber bis jetzt ist außer Ignoranz immer noch nichts passiert. Ich konstatiere: ebay hat den wohl schlechtesten und ignorantesten Kundenservice der Welt. Wenn sie Verkäufer als Betrüger akzeptieren, aber gute Käufer rausschmeißen (von denen bekommen sie ja kein Geld, das kommt ja von den Verkäufern), dann haben sie die Kunden, die sie verdienen. Ich hatte gestern noch abschließend einmal e-Mail und Fax fertig gemacht, jetzt konnten sie mir gestohlen bleiben. Ich lebte früher ohne ebay und konnte es jetzt immer noch. Ich konnte ja dort nach den Shops sehen, ohne Mitglied zu sein und dann kaufte ich halt außerhalb ebay. 
Ich beendete den Tag in der Firma, um 19:30 fuhr ich nach Hause.
Dort installierte ich auf mein Notebook wincvs, richtete den ssh-Tunnel ein... und es ging nicht! Hm. Ich war verwirrt. Ich probierte drei Stunden herum (andere Ports beim Tunneln benutzen, vielleicht war die Syntax, mit der ich mich einloggte, falsch, ich machte in der Routerfirewall ein Loch für einen virtuellen Server zur Direktansprache hinein), aber irgendwie verweigerte der CVS-Server einfach das Einloggen. Als der Rechner hier direkt bei mir stand, ging doch alles! Warum jetzt nicht? Ich tastete mich immer näher an das Problem heran - und stellte mir die Frage, ob der CVS überhaupt lief? War äußerst knapp zu sehen, denn er wurde per inetd geladen und war nicht immer präsent. Deswegen studierte ich (nach eingehendem Studium von /var/log/messages und /var/log/warn) schließlich die Prozessliste genauer und stolperte über seltsame Einträge. Das war jetzt nicht wahr, oder?
Da wartete tatsächlich ein Prozess, der vom Booten übrig geblieben war, auf die Tastatur und auf die Maus... das war ein Server, der brauchte so etwas nicht! Naja, das war das immer freundlichere Suse-Linux - stell sich einer mal vor, jemand hätte Linux auf dem Desktop und vergaß jetzt, die Maus anzustöpseln... der konnte ja gar nicht richtig arbeiten! Dann stellte ich fest, dass zum Beispiel der Webserver ebenfalls nicht geladen war. Ich brauchte ihn zwar nicht, aber er wurde immerhin normalerweise automatisch gestartet. Der Samba Server war ja auch da gewesen, denn auf ihn hatte ich ja das Backup von heute Mittag gemacht. Was passierte denn, wenn ich den Maus-Warte-Prozess abschoss? Ich ließ ein kill los und ... schwupps... waren alle Hardwareerkennungsprozesse plötzlich weg und der httpd war auch da.
ich startete CVS nochmal ... und es ging! Spasseshalber checkte ich alle vorhandenen Module aus, das ging aber auch einwandfrei. Na toll. Dann sollte ich mal eine Dummy-Maus und eine Dummy-Tastatur an den Rechner dranstöpseln...
21.12.2006, Do.  
22.12.2006, Fr.  
23.12.2006, Sa.  
24.12.2006, So.