750 g kochfertigen Klosteig (oder Kartoffelpufferteig -
aber in Eschborn gibts den nicht!)
2 Zwiebeln
2 Eier
Milch
Wasser
eine handvoll gehackter Petersilie
Salz
Öl
1 Glas Apfelmus
Für die Freunde des Kartoffelpuffers habe ich hier
etwas besonderes: Eine komplette Mahzeit aus Kartoffelpuffer, trotzdem
nicht soviel Arbeit. Ich kann die Leute nicht verstehen, die hundert
kleine Hutzeldinger braten, wovon die eine Hälfte fast roh bleibt und die
andere Häfte verbrannt ist... wenn man sich beim Kartoffelrappen (Jo Män
- Te Kaaaatoffel Räp) nicht schon die Fingerkuppen abgesäbelt hat oder
beim Pufferwenden die Hose mit Fett verspritzt hat. Übrigens: Nudisten
sollten ebenfalls keine Kartoffelpuffer zubereiten.
Also nehme ich die Tüte fertigen Klossteiges - das ist zwar nicht
ehrenvoll, aber ich bin ja auch nicht doof, oder?
750 Gramm reichen für zwei Mahlzeiten (oder einen Dicken, der morgens
einen Teller Smacks hatte und zum Mittagessen ein winziges Schokoteilchen
hatte).
Viertel
(uahahaha... "vuiertuell") die Zwiebeln und schneide sie in
recht grobe Stücke. Anschließend
gib sie zusammen mit dem Teig in einen Rührtopf.
Nun
schäle die Eier, schmeiß sie rein und gib einen (zwei, drei) Schuß
Milch darüber. Besser in dem Moment weniger als zu viel. Dann
noch gut Petersilie drüber. Frischgehackte ist am besten, aber es tut
auch die getrocknete aus dem Glas. So ungefähr eine Handvoll.
Jetzt
kommt der Moment, auf den ein richtiger Mann gewartet hat: das große
Handgemenge.
Mit einem Holzschaber alles kräftig durchmanschen. Wenn Du
Kartoffelpufferteig genommen hast, geht das ein bißchen leichter als mit
Klosteig. Hier eventuell noch Milch dazusetzen, wenn Du feststelltst, daß
alles irgendwie zu trocken bleibt. Es muß danach eine Konsistenz von
steifem Brei haben, d.h. beim Umrühren bleiben deutliche Spuren noch
längere Zeit sichtbar.
Nun nehme
man einen breiten Topf (eine breite Pfanne ist nicht hoch genug - das gibt
Schweinerei) und fülle Bratöl hinein, daß der Boden bedeckt ist.
Erhitzen mit ca. 2/3 Impulskraft. Anschließend einfach den ganzen
Rührtopf in den Brattopf geben.
Danach den Deckel vom Topf schließen (das hält die Feuchtigkeit im Topf
und durch den Gareffekt werden die Zwiebeln gut).
Etwas
braten lassen und anschließend die Masse zerteilen und wenden. Im
Idealfall haben sich braune Krusten gebildet. Dieses Spiel macht man nun
über 25 Minuten - immer bei geschlossenen Deckel. Trotzdem sollte man
sich auf einen mächtigen Flüssigkeitsverlust gefaßt machen, deswegen
immer darauf achten, ob die Masse trocken wirkt und ein bißchen Wasser
oben drauf geben. Irgendwo in der Mitte der Zeit sollte man auch wieder
etwas Öl hineingeben.
Nun senken der Temperatur auf 1/3 Impulskraft und nochmals 10 Minuten
ziehen lassen. Auch mal wieder wenden, obwohl es jetzt nicht mehr so
schlimm ist.
Nun kommt
der gefährliche Teil: das Essen an sich. Eine gute Portion auf einen
Teller, Apfelmus dabei und losessen.
Gewissenhafte Menschen bereiten vor dem Essenkochen ein Schild vor mit der
Aufschrift: "Du fühlst Dich dick? Du hast es so gewollt!"
Es schmeckt übrigens auch kalt noch ganz gut. Wahrscheinlich gibt es
keine Chance, daß Du Reste im Topf läßt. Sei gefaßt auf Sodbrennen
spätestens am nächsten morgen <grins>.