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    Stationen - hier!

    Mehrere Zeiten, mehrere Orte...

    Jetzt wohne ich seit 01.03.2001 in 65824 Schwalbach i. Ts., Berliner Straße 8, knapp 10 km südwestlich von Frankfurt am Main. Meine Wohnung hat mit Balkon 79,44qm, ohne Balkon 77qm (der Balkon zählt nicht mit der vollen Fläche für die Berechnung der qm-Zahl. Sonstige Rahmendaten: 3ZKB, Gäste-WC, offener Kamin (unnötig - ich stelle Getränke hinein), Tiefgarage im Haus. 

    Im Verhältnis zu Duisburg empfinde ich sie als winzig, aber das hat auch sein Gutes (denke ich). Ich muß immer Ordnung halten, damit ich auch durchkomme <grins>. Das war jetzt das Positive. Trotzdem fluche ich dauernd. Unmögliche Winkel (sehr häufig wurden Wände im 45 Grad Winkel aneinandergesetzt), die die nutzbare Wohnraumfläche nochmals einengen, unnötige Räume, die so klein waren, daß man nichts tun konnte. Und erst die Küche - eine Zumutung. Schlafzimmer und Arbeitszimmer habe ich getauscht (laut Grundriß), weil in das vorgesehene Arbeitzimmer nicht alle meine Rechner, Schreibtische und Regale mit den Ordnern hinein gepaßt hätte. Das normale Bad ist ebenfalls winzig und unmöglich eingeteilt. Ich kann noch nicht einmal etwas unter das Spülbecken stellen, da dort die Heizung angebracht ist - Halter für Handtücher... ich vermeide jetzt, etwas zu sagen. Der (Kulissen-) Spiegel ist fest angebracht mit zwei blöden Osram Linestra Lampen an beiden Seiten, somit kann ich noch nicht einmal einen Spiegelschrank aufhängen, wo ich Sachen drin verstauen könnte. Meinen schmalen Hochschrank konnte ich gerade so plazieren, daß die Türe zur Hälfte aufging und ich trotzdem noch gerade auf der Toilette sitzen konnte. Das einzig Gute am Gäste-WC: ich mußte nur dieses ständig sauber halten (::schäm::). Aufgrund des Platzmangels hätte ich auch gerne auf dieses  verzichtet. Man gewöhnt sich an alles und ich bin faul, was umziehen betrifft (alleine der ganze Bürokratiekram schaffte mich jedesmal).

    Es ist eine Wohngegend (alles in der Umgebung um Frankfurt außer Flughafen und Industrie ist Wohngegend) und es ist ziemlich ruhig hier. Ein bißchen lebhafter als Duisburg ist es schon und es unglaublich, was ein paar Hügel in der Umgebung für mein Wohlbefinden ausmachen. Duisburg war dagegen unendlich flach - kein Wunder, wie Mercator auf seine kartografischen Errungenschaften gekommen ist.

    Wenn Ihr vorbei kommen wollt, müßt Ihr Glück haben, wenn die Besucherparkplätze frei sind - da parken die Anwohner Ihre Zweitwagen, für die sie keine Tiefgaragenstellplatz haben. Gegenüber auf der anderen Straßenseite sind aber i.d.R. Parkplätze frei.

    Mit dem Auto bin ich sofort auf der Schnellstraße, die mich wahlweise zur Arbeit oder zur Autobahn A66 bringt - innerhalb von 7 Minuten. Eine S-Bahn Station befindet sich in Reichweite 5 Minuten Fußweg - wenn ich also in die Innenstadt wollte, könnte ich das bequem tun. Der Flughafen ist etwas weiter weg und das ist gut so. Auf dem Weg zwischen Arbeit und Wohnung befindet sich ein McDonalds, ein real-Großmarkt, ein Praktiker-Baumarkt, zwei Schuhgeschäfte, ein Kleidungsladen. Auch ein Aldi und ein Lidl, aber was sollte ich da?  

    Hier wohnte ich bis 28.02.2001.

    Duisburg-Rahm (West). 92qm + großer Balkon, 2ZWKB, Erdgeschoß. Es war schön ruhig hier, denn die Wohnsiedlung ist eine einzige, riesige Sackgasse - es gibt nur eine Einfahrtsstraße, die man auch wirklich nur mit Absicht findet... kein Durchgangsverkehr. In 150 m habe ich einen S-Bahnhof, am Flughafen Düsseldorf bin ich in 20 Minuten, sobald ich die Sackgasse verließ, hatte ich direkt die Auffahrt zur A524 vor mir.

    Mein Auto stand leider in einer Sammel-Tiefgarage, ich mußte unglaubliche 5 Minuten laufen. Vielleicht war das auch gut so, denn dadurch überlegte ich mir zweimal, ob ich wegfuhr oder blieb. Als ich übergangsweise in einer Dienst-Wohnung wohnte (in Großenbaum), da hatte ich das Auto direkt vor der Türe - dementsprechend häufig bin ich dann ins McDonald gefahren :-)... Faulheit und ungesunde Ernährung sind eine unglückliche Kombination!!!

    Wer Zeit oder eine dicke Leitung hat: hier ist ein AVI-Video eines virtuellen Wohnungsrundganges, 3 MB groß. 


    vorne (eigentlich hinten - die Straße läuft auf der anderen Seite vorbei... aber hier ist der Eingang)

    hinten (eigentlich vorne - das ist die Seite mit der Straße... aber hier ist mein Balkon)

    Über der Tiefgarage stand ein lustiges Schild - aufmerksam lesen ist besser als aufmerksam schreiben.

     

    Davor habe ich in Saarbrücken (Hohenzollernstraße) gewohnt. In der vierten Etage, 62qm, 3ZKB. Es war meine erste eigene Wohnung, aber ich habe hier nicht wirklich gerne gewohnt, vielleicht weil es nicht so geworden ist, wie es sollte. 
    Der Plan war ursprünglich, daß in die beiden anderen Wohnungen in der Etage Freunde von mir einziehen wollten, dann mieten wir uns gemeinsam eine ADSL-Standleitung (damals noch was besonderes) und vernetzen die komplette Etage mit 100MBit. Einer ist dann gar nicht erst eingezogen. Damit hat sich die Leitung auch nicht mehr gelohnt.
    Die Wohnung war ein richtiger Schlauch (Eingang direkt ins Wohnzimmer, ohne Diele) und es gab kein Zimmer ohne Schräge. Das bot die Gelegenheit, bei der Einrichtung kreativ zu werden, aber stellte sich als größeres Problem beim Umzug dar. Die neue Wohnung in Duisburg war nämlich wesentlich größer und kein schräges Dach.
    Ich hatte keinen eigenen Parkplatz, die Straße war immer vollgeparkt und das Wasser hat eine Ewigkeit gebraucht, bis es warm wurde - zudem noch als warmes Wasser von den Stadtwerken geliefert, was besonders teuer war (ich sollte mich nicht *darüber* ärgern, gibt es in meiner Duisburger Wohnung doch nur kaltes Wasser und Durchlauferhitzer). Dafür wurde das Treppenhaus vom Hausmeister geputzt und obwohl ich kein Kabelfernsehen haben wollte, hat es an der Fernsehdose angelegen- hier in Duisburg bezahle ich das.

    Wahrscheinlich ist das alles kein Grund, warum ich die Saarbrücker Wohnung nicht mochte. Es lag eher am Mietvertrag - erste Wohnung, erste Fehler: befristeter Vertrag. Als ich nämlich endgültig nach Duisburg umgezogen bin, da war der Mietvertrag erst 10 Monate von 24 abgelaufen und die Suche nach einem Nachmieter ließ sich aus der Distanz sehr schwer organisieren. Deswegen habe ich 7 Monate bezahlt ohne Nutzung.

    Nochmals eins davor habe ich im Haus meiner Eltern gewohnt. Am Ortsrand von Ensdorf (Saar), zugehörig zur Kreisstadt Saarlouis. Kleines, aber feines Städtchen. Jede Menge kleiner, aber feiner Geschäftchen. Der Durchschnitts-Saarlouiser hat relativ viel Geld, ist geizig und nörgelt gerne herum. Und genauso möchte er auch bedient werden, deswegen gehen die Saarlouiser auch am liebsten ins Kaufhaus Pieper, ein privates Großkaufhaus ähnlich Kaufhof oder Karstadt mit unfreundlicher Bedienung (wenn sie mal sichtbar ist). Bedient wird nicht, wer Jeans angezogen hat. Naja, sarkastisch überspritzt. Man wird schon bedient, aber genauso wie die Verkäufer unterwürfig sind, wenn man zeigt, daß man über ausreichend Barschaft verfügt, genauso hochnäsig sind die Leute, wenn man aussieht, als könne man sich die Dinge nicht leisten, die man gerade bestaunt. Außerdem sollte man für das Betrachten der Ausstellung Eintritt bezahlen - jedenfalls lese ich das aus den Gesichtern der Angestellten.


    Saarlouis, kleiner Markt

    Saarlouis, Eingang zur Altstadt.

    Also im großen und ganzen wäre das genau die Stadt, wo ich die letzten Jahre vor meiner Rente verbringen möchte :-) Verschlafen mit einem mondänem Touch, ruhig und klein, aber trotzdem alles innerhalb von 5 Minuten Fußweg. Und die schöne Altstadt nicht vergessen, mit Kneipen zu jedem Thema, das man sich vorstellen kann. Mit einer Ecke, an der sich drei Kebab-Stände, ein Straßenverkauf mit Chinesisch, einer mit Thai, eine Pizzeria und ein Hotdog-Stand befinden - und alle können *GUT* leben. Und dann erst die Saarlouiser Woche, das Altstadtfest, das Oktoberfest und der Weihnachtsmarkt, die Kirmes, .... hehehe. Ich möchte noch sagen, daß ich die Nacht-Bilder oben selbst aufgenommen habe (allerdings mit einem chemischen Film, not digital. Gut, ne?).


    Elternhaus Ensdorf, vorne

    Elternhaus Ensdorf, hinten