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Eine spinnerte Idee, ursprünglich geboren aus der Kombination aus Langeweile, Mitteilungsdrang und dem Wahnsinn,
mich an mich selbst zu erinnern. Schließlich Klagemauer, Toilettenwand, Pinnwand, Hauswand, Vorwand. Plötzlich kam Feedback von Euch
zu mir, annähernd ausschließlich positiv.
Also führte ich -auf allgemeinen Wunsch- fort, was ich nur für meinen Übergang von einem Job in den anderen gedacht
hatte.
Seit dem 19.08.2000 schrieb ich also für jeden Tag auf,
was ich gemacht habe - oder was ich anderen angetan habe. Hier zwei mögliche
Zugangsarten zum Tagebuch: die knappe Story oder eine chronologisch des
aktuellen Jahres (unten drunter).
Am 05.12.2004 wurde mir der Scheiß schließlich zu viel.
Ich bin doch nicht im Zirkus, obwohl ich manchmal den Eindruck danach habe. Aber
dann bin ich lieber der Direktor, als der Clown. Und der Direktor hat folgende
zwei wunderbare Fähigkeiten: er kann die Show eröffnen ... und er kann den Vorhang
fallen lassen. Raus, lächeln, Hut ziehen, verbeugen, Abtritt, Licht aus.
Letzteres tat ich vermutlich nicht so selbstkontrolliert
wie beschrieben - ich hatte nämlich nicht mehr die komplette Kontrolle über
mich. Jetzt bekam ich so langsam die Welt wieder in den Griff. Also: Surprise,
Surprise. Aber ich sehe die Sache jetzt lockerer und der Stil wird sich
vermutlich auch etwas ändern. Und anderes hatte sich 'eh geändert... War das
ein halbes Jahr!
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Meine
Tagebuchregeln:
- jeden Tag - keinen auslassen - bis zum
Ende des Tagebuches. Ha!
- keine nachträglichen Korrekturen
(außer Rechtschreibung, Grammatik, Stil - nur wenn er nicht
inhaltlich verändert)
- keinen Tratsch über Freunde und Familie
- Konflikte privat austragen
- wenn Kritik an anderen Personen, dann
nur Nachweisbares
- keine fiktionalen Ereignisse (und wenn,
dann gekennzeichnet)
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